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Digitalkamera Test 2019

Die besten Digitalkameras aus Tests und Kundenbewertungen im Vergleich

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Digitalkamera Kaufberatung - Finde die beste Digitalkamera für dich!

Herzlich willkommen in der Welt der digitalen Fotografie. Wir dürfen vorstellen: Iso-Werte, Blende und Verschlusszeit. Was das alles bedeutet? Nun, das erfährst du hier in unserer Kaufberatung. Digitalkameras gibt es schließlich nahezu unzählbar viele - doch was unterscheidet eigentlich eine günstige Kompaktkamera für unter 100 Euro von einer Profi-Kamera für mehrere 1000 Euro? Wie du eine Digitalkamera findest, die optimal zu deinen Bedürfnissen passt und was du dafür ausgeben musst, erfährst du in unserem Digitalkamera Kaufratgeber. Außerdem zeigen wir dir, worauf du beim Kauf deiner neuen Digitalkamera achten musst, damit du in Zukunft die schönsten Fotos machst.

Digitalkamera Bestenliste 2019

High-End-DSLM
italkamera ILCE-7M3 (24,2 Megapixel, 7,6cm (3 Zoll) Touch-Display, Exmor R CMOS Vollformatsensor, XGA OLED Sucher, 2 Kartenslots, nur Gehäuse) schwarz 1
SONY - italkamera ILCE-7M3 (24,2 Megapixel, 7,6cm (3 Zoll) Touch-Display, Exmor R CMOS Vollformatsensor, XGA OLED Sucher, 2 Kartenslots, nur Gehäuse) schwarz
1.956,00 €
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Edel-Kompaktkamera
RX100 V Digitalkamera (Stacked Exmor RS CMOS Sensor, 40-Fach Super-Zeitlupe, Anti-Distortion Verschluss, 24-70 mm zeiss Vario-Sonnar T) [Altes Modell] 2
SONY - RX100 V Digitalkamera (Stacked Exmor RS CMOS Sensor, 40-Fach Super-Zeitlupe, Anti-Distortion Verschluss, 24-70 mm zeiss Vario-Sonnar T) [Altes Modell]
786,75 €
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Hochwertige Mittelklasse-DSLM
spiegellose Systemkamera (24,1 MP, dreh-und schwenkbares 7,5cm (3 Zoll) Touchscreen-LCD, Digic 8, 4K Video, OLED EVF,WLAN, bluetooth) Gehäuse schwarz 3
CANON - spiegellose Systemkamera (24,1 MP, dreh-und schwenkbares 7,5cm (3 Zoll) Touchscreen-LCD, Digic 8, 4K Video, OLED EVF,WLAN, bluetooth) Gehäuse schwarz
571,00 €
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Einsteiger DSLR
EOS 800D SLR-Digitalkamera,Schwarz 4
CANON - EOS 800D SLR-Digitalkamera,Schwarz
604,99 €
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Perfekter Reisebegleiter
DSC-WX500 Kompaktkamera (60x Zoom, Full HD) 5
SONY - DSC-WX500 Kompaktkamera (60x Zoom, Full HD)
259,20 €
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Vorteile:
  • Vollformat
  • Lowlight-Performance
  • guter Autofokus (rund 0,3 s)
  • Eye-AF-Funktion
  • solide und schnelle Serienbildaufnahme
  • Supersampling
  • S-Log 2 und S-Log 3
Vorteile:
  • 4K Aufnahmen mit Full Pixel Readout
  • solide Leistung bei Serienbildaufnahmen (bei JPEG)
  • klein und leicht: kompakte Kamera
Vorteile:
  • WLAN mit Dynamic NFC
  • Bluetooth mit Low Energy Technologie
  • schwenkbares Display
Vorteile:
  • schwenkbares Touchdisplay
  • HDR Videos
  • WLAN mit NFC und Bluetooth
  • solide Bildqualität
  • Autofokus im Live-Modus recht schnell
Vorteile:
  • WLAN und NFC
  • klappbares Display
  • großer optischer Zoom
Nachteile:
  • kein schwenkbarer Display
Nachteile:
  • kein Touchscreen
  • kein Mikrofon- und Kopfhöreranschluss
  • hakt bei der Verarbeitung der Daten
Nachteile:
  • geringe Akkulaufzeit (rund 412 Bilder)
  • kein Mikrofonanschluss
  • recht kleiner Sucher
Nachteile:
  • keine UHD-Auflösung bei Videoaufnahmen
  • kleiner optischer Sucher
  • HDR Videofunktion reduziert auf 30 fps
Nachteile:
  • teilweise Probleme mit dem Autofokus
Gewicht: 570 g
Gewicht: 272 g
Gewicht: 387 g (nur Gehäuse)
Gewicht: 530 g
Gewicht: 236 g
Videoauflösung: 4K
Videoauflösung: 4K
Videoauflösung: 4K (25 fps)
Videoauflösung: Full HD
Videoauflösung: Full HD
Optischer Zoom: -
Optischer Zoom: 3-fach
Optischer Zoom: -
Optischer Zoom: -
Optischer Zoom: 30-fach
Sensorauflösung: 24,2 MP
Sensorauflösung: 21 MP
Sensorauflösung: 24,1 MP
Sensorauflösung: 24,2 MP
Sensorauflösung: 18,2 MP
Bildstabilisator: optisch
Bildstabilisator: optisch
Bildstabilisator: optische Bildstabilisation mit passendem Objektiv
Bildstabilisator: optisch mit kompatiblem Objektiv
Bildstabilisator: optisch
Touchscreen:
Touchscreen:
Touchscreen:
Touchscreen:
Touchscreen:

Diese Digitalkameras empfehlen wir dir

Sony Alpha 7 M3 - Vollformat-Allrounder

Mit der Alpha 7 M3 geht die Erfolgsstory der spiegellosen Systemkameras aus dem Hause Sony in die nächste Runde. Der Alpha 7 M3 steht ein großer ISO-Bereich von 100-51200 zur Verfügung. Außerdem hat sie wie das Vorgängermodell 24,2 Megapixel und gilt wegen ihrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis als das Einstiegsmodell in die Welt der Vollformatkameras. Was die Sony Alpha 7 M3 noch zu bieten hat:

  • Lowlight-Performance: Eine Besonderheit der Sony Kameras ist die Sensortechnik. Der in der Alpha 7 M3 verbaute CMOS Exmor R Sensor gehört zu den sogenannten BSI-Sensoren (Eng.: back side illumination). Diese Sensoren werden rückwärtig beleuchtet, sodass das Licht ohne Umwege auf die Sensorzellen trifft. Das macht sie besonders lichtempfindlich - ein Vorteil, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen. Bei einem Wert von bis zu 6400 ISO entstehen so, laut digitalkamera.de, nahezu rauschfreie Bilder.

  • Bildstabilisierung: Wie bereits das Vorgängermodell, die Sony Alpha 7 M2, hat auch die neue A7 einen 5-achsigen Bildstabilisator, der selbst Freihand lange Belichtungszeiten ermöglicht. Seit der Einführung des Stabilisators beim Vorgängermodell, wurde dieser außerdem stetig weiter verbessert.

  • Film ab: Viele Systemkameras sind mittlerweile wahre Allroundtalente und eignen sich ideal für qualitative Videoaufnahmen. Die Alpha 7 M3 filmt in 4K-Auflösung (bis zu 30 Bilder pro Sekunde) und verfügt über einen rasend schnellen Hybrid-Autofokus, ähnlich dem der High-End Reihe Alpha 9. Dieser Autofokus vereint die Technologie der Phasen- und Kontrastdetektion, um sowohl bei guten als auch schlechten Lichtverhältnissen optimal fokussieren zu können.

Insgesamt verfügt die Alpha 7 M3 über unfassbar viele gut durchdachte Funktionen. Elf frei programmierbare Tasten sowie S-Log2 und 3 Profile für Videoaufnahmen mit großem Dynamikumfang lassen das (Hobby-)Fotografenherz beispielsweise höher schlagen. Ein Problem der meisten Sony Kameras ist das unübersichtliche Menü, welches viel Einarbeitungszeit voraussetzt. Neben dem unaufgeräumten Menü, kritisierte die CHIP-Redaktion die eher lieblose Integration eines Touchscreens, der nur für wenige Anwendungen (unter anderem dem Festlegen eines Autofokusbereichs) nutzbar ist. Das ist allerdings meckern auf sehr hohem Niveau, denn viel auszusetzen gibt es an der Sony Alpha 7 M3 wirklich nicht. Deshalb vergab  CHIP im Test eine sehr gute Note. Dort belegt die A7 M3 zurzeit als günstigstes Modell in der TOP 10 der Vollformatkameras den fünften Platz.

Canon EOS M50 - Mittelklasse Systemkamera mit guter Ausstattung

Mit der EOS M50 schließt Canon bei den Systemkameras mit der Konkurrenz auf und gibt dir gute bis sehr gute Ausstattung an die Hand. Der Kamera-Body ist aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber dennoch sehr hochwertig. Dafür ist die EOS M50 super leicht zu tragen, wenn auch etwas klein in der Hand. Sie verfügt natürlich über Bluetooth und WLAN, kann aber auch mit NFC auftrumpfen. So lässt sie sich reibungslos mit einem Tablet oder Smartphone verbinden.

Wie auch viele andere spiegellose Systemkameras verfügt die Canon EOS M50 über einen 24-Megapixel-Sensor im APS-C-Format (Sensorgröße 14,9x22,3 Millimeter) und kombiniert diesen mit einem neuen Bildprozessor (Digic 8).

Ein besonderer Pluspunkt der M50 ist der schnelle und präzise Autofokus, er arbeitet mit Hilfe der Dual-Pixel-Technologie, die sich nun über einen großen Bildbereich erstreckt (88% horizontal und 100% vertikal). Schade ist, dass es für die M50 bisher wenige Objektive gibt, falls du bereits Objektive für Spiegelreflexkameras von Canon besitzt, lassen sich diese aber leicht adaptieren.

Die Canon M50 bietet dir die Möglichkeit Videos in 4K aufzunehmen, besonders hilfreich für Vlogger ist hier das drehbare Touchdisplay. Der Bildstabilisator schaltet sich hier leider aus und die Anzahl der Bilder pro Sekunde sind bei Full HD Videos allerdings sichtbar besser. Auch der schnelle Dual-Pixel-Autofokus steht dir bei 4K Videos leider nicht zur Verfügung.

Im Test bei CHIP zeigt sich: Die Schärfe und Qualität der Fotos sind für eine Kamera dieser Preisklasse jedoch sehr gut, beim Helligkeitsrauschen bewegt sie sich im Mittelfeld vergleichbarer Kameras. Bis ISO 51.100 kannst du hier nutzen, ab ISO 6.400 wird laut CHIP - wie bei dieser Preisklasse zu erwarten - Helligkeitsrauschen schon sichtbar. Wie gewohnt ist die Bedienung und Menüführung der Canon sehr intuitiv, für Profis möglicherweise etwas begrenzt.

Sony DSC-RX100 V - Edel-Kompaktkamera

Die Sony DSC-RX100 V Kompaktkamera zeichnet sich durch ihren schnellen Autofokus von 0,05 Sekunden aus. Zudem besticht sie bei Serienbildaufnahmen mit 24 Bildern pro Sekunde. Zur Aufnahme von coolen Actionszenen steht dir eine 40-fache Super-Zeitlupe zur Verfügung. Selbst 4K-Videos sind für die RX100 V kein Problem.

Besonders gut gefallen hat uns hier die S-Log Funktion, da diese ein sehr breites Farbspektrum abbilden kann. Lowlight-Situationen meistert die Sony RX100 V ebenfalls mit Bravour - bis ISO 6400 sind die Ergebnisse durchaus brauchbar. Auch an den Einstellungsmöglichkeiten wurde hier nicht gespart.

Der 1-Zoll große 20 Megapixel EXMOR RS CMOS-Bildsensor erzielt laut Computer Bild eine hohe Auflösung mit wenig Bildrauschen bis zu einem ISO-Wert von 1600.
Laut CHIP ist die Bildqualität auf DSLR-Niveau und gehört somit zu den besten unter den Kompaktkameras. Deshalb vergibt die CHIP-Redaktion im Test auch eine 97,4% im Bereich Bildqualität. Die Gesamtbenotung liegt hier bei stolzen 94,8%.

Ebenso positiv anzusehen ist der elektronische Aufklapp-Sucher. Die Cyber-Shot RX 100 V verfügt über einen optischen Bildstabilisator und ein 24-70 mm Zeiss-Objektiv. Eine hochwertige Verarbeitung und kompakte Größe sind weitere Gründe für dieses Sony-Modell. Mit einem Gewicht um die 300g ist sie ideal für unterwegs.

Als Manko sind der langsame SD-Kartenslot und die kurze Akkulaufzeit zu nennen. Die Maximaldauer von UHD-Videos beträgt zudem lediglich fünf Minuten. Es lässt sich aber im Anschluss direkt die nächste Aufnahme starten. Bei Videos im Outdoorbereich solltest du allerdings etwas aufpassen, da die Kamera recht windempfindlich ist.

Wenn du eine Kamera ausschließlich fürs Fotografieren suchst, kannst du auch getrost zum Vorgängermodell der Sony RX100 IV greifen. Die Mark V eignet sich hingegen für alle Kompaktkamera-Liebhaber, die eine gute Bildqualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen suchen.

Welche Arten von digitalen Fotokameras gibt es?

Schnell stellt sich die Frage, welche Digitalkamera denn nun aktuell die beste ist. Dies kann man so pauschal jedoch gar nicht sagen. Schließlich kommt es darauf an, was du mit deiner neuen Digitalkamera eigentlich machen willst und ob du Anfänger oder Hobby-Fotograf bist. Daher ist es wichtig, sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Arten von Digitalkameras zu machen. Bei digitalen Fotoapparaten unterscheidet man zwischen mehreren grundlegend verschiedenen Bauarten. Die nachfolgende Tabelle gibt dir einen Überblick darüber, welche verschiedenen Kamera-Typen es gibt und was diese voneinander differenziert.

Kompaktkameras

Eine Kompaktkamera ist eine vergleichsweise kleine und leichte Fotokamera. Kompaktkameras verfügen zwar oft nur über einen eingeschränkten Funktionsumfang, sind aber meist relativ einfach zu bedienen. Im oberen Preissegment gibt es zudem hochwertigere Kompaktkameras, sogenannte “Edelkompakte”, welche mehr manuelle Einstellmöglichkeiten bieten.

Bridgekameras  

Eine Bridgekamera ist im Prinzip nichts anderes als eine Kompaktkamera mit einem besonders starken optischen Zoom-Objektiv. Daher werden solche Kameras gelegentlich auch als “Superzoom-Kameras” bezeichnet. Durch das besondere Objektiv ist es möglich, mit der Kamera sowohl im Makro- als auch im Weitwinkel-Bereich gute Fotos zu machen. Im Gegensatz zu System- und Spiegelreflexkameras ist das Objektiv einer Bridgekamera jedoch fest verbaut und lässt sich somit nicht auswechseln.

spiegellose Systemkameras

Spiegellose Systemkameras zeichnen sich dadurch aus, dass sie genau wie Spiegelreflexkameras über ein Wechselobjektiv verfügen, aber ohne Spiegelmechanik auskommen und damit deutlich kleiner und leichter sind. Daher werden spiegellose Systemkameras auch als DSLM-Kameras bezeichnet, was als Abkürzung für “Digital Single-Lens Mirrorless” steht. Diese Systemkameras kommen nah an die Fotoqualität von Spiegelreflexkameras heran und viele Modelle sind auch gut zum Aufnehmen von Videos geeignet.

Spiegelreflexkameras

Digitale Spiegelreflexkameras, auch DSLR-Kameras genannt  (als Abkürzung für “Digital Single-Lens Reflex”), besitzen einen wegklappbaren Spiegel im Kameragehäuse. Dadurch siehst du beim Blick durch den Sucher der Spiegelreflexkamera genau das Bild, das die Kamera beim Drücken des Auslöser aufnimmt. Spiegelreflexkameras bieten dir Dank umfangreicher manueller Einstellmöglichkeiten und einer vielfältigen Auswahl an Objektiven und Zubehör maximale kreative Freiräume beim Fotografieren.

Unterwasserkameras

Eine Unterwasserkamera ist eine Kompaktkamera, die speziell auf den Einsatz im kühlen Nass ausgelegt ist. Dank ihres robusten und wasserdichten Gehäuses eignet sich eine Unterwasserkamera perfekt für Outdoor-Action und Strandurlaube. Mit einem günstigen Modell können auch Kinder erste Fotos machen, ohne dass die Kamera sofort kaputt geht. Für viele andere nicht wasserdichte Kameras gibt es aber auch wasserdichte Kameragehäuse, um auch diese für solche Zwecke einsetzen zu können.

Brauche ich eine Digitalkamera trotz Smartphone?

Schwarz / Rote KameraViele Nutzer fragen sich, ob sie heutzutage wirklich überhaupt noch eine Digicam brauchen, obwohl sie doch auch mit ihrem Smartphone Fotos aufnehmen können. Schließlich wäre es doch einfach praktischer, das Smartphone zu benutzen, weil man dann keine zwei Geräte mit sich herumtragen muss. Außerdem sind die Schnappschüsse vom Smartphone schnell bei Instagram hochgeladen oder via Snapchat mit Freunden geteilt. Doch längst nicht auf allen Gebieten kann die Kamera deines Smartphones mit einer richtigen Digitalkamera mithalten. Warum sich der Kauf eines digitalen Fotoapparats für dich also trotz Smartphone lohnen könnte, erfährst du hier.

Wie gut ist die Qualität von Handykameras?

Dies Qualität von Handyfotos hängt natürlich in erster Linie vom jeweiligen Smartphone-Modell ab. Während High-End-Smartphones oft mit vergleichsweise guten Kameras ausgestattet sind, lässt die Bildqualität vieler Billiggeräte zu wünschen übrig. Ja es stimmt, die Qualität von Handyfotos hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und die Hersteller entwickeln die Kameras von Smartphones stetig weiter. Doch selbstverständlich gibt es gute Argumente für den Kauf einer digitalen Kamera. Gerade wenn du dich ein wenig tiefgehender mit der Fotografie beschäftigen möchtest, wirst du schnell merken, dass dir die Kamera deines Smartphones nicht ausreichen wird.

Digitalkamera oder Smartphone?

Unser Tipp: Nutze beides, Smartphone und Digitalkamera, je nach Anlass. Schließlich ist in den meisten Alltagssituationen die Handy-Kamera völlig ausreichend, um schnell einen Schnappschuss zu machen. Aber zu besonderen Ereignissen lohnt es sich, eine digitale Kamera mitzunehmen. Wer möchte schon Abstriche bei der Qualität seiner Urlaubsfotos machen oder unscharfe Bilder von der letzten Familienfeier ins Fotoalbum kleben?

Das Kamera-ABC - Das solltest du wissen

Vollformat oder APS-C, elektronischer Sucher, optischer Zoom? Blitzlichtkorrektur und Crop Faktor? Es gibt einige Begriffe die dir bei der Recherche über Kameras begegnen werden. Was deine Kamera alles an Funktionen aufweist, ist natürlich abhängig von dem Modell und auch dem Kameratyp. Damit du dir aber unter den Bezeichnungen etwas vorstellen und dich so vielleicht auch besser entscheiden kannst, möchten wir dir hier in unserem Kamera-ABC einige wichtige Begriffe erklären.

Bildformate

Bild von verschiedenen DateienDer Begriff ist immer im Kontext zu sehen. Er kann verschiedene Bedeutungen haben:

  • Zum einen beschreibt es das Dateiformat,
  • zum anderen das Seitenverhältnis, in welchem deine Kamera das Bild aufnehmen soll. Also beispielsweise 4:3, 3:2 oder 16:9. Das Seitenverhältnis gibt also das Verhältnis von langer zu kurzer Seite an.

In unserem Überblick findest du alle wichtigen Informationen zu den verschiedene Datei- bzw. Bilddateiformaten. In Bezug auf digitale Kameras werden auch Videodateiformate immer interessanter, da die meisten Kameras vergleichsweise gut filmen können.

Fotografie

Aufnahmeformat

Beschreibung

JPEG (Joint Photographic Experts Group)

  • Ist eine Norm, die Bildkompressionsverfahren beschreibt, sowohl verlustfreie, als auch verlustbehaftete.
  • Die sogenannte Unterarten, wie JPG, JPEG, JPE oder JFIF legen weitere Eigenschaften der Speicherung des Bildes fest (z.B. den Farbraum).
  • JPG wird aber auch als Abkürzung für JPEG genutzt.
  • Durch die Komprimierung wird weniger Speicherplatz benötigt.
  • Es kann aber zu Qualitätseinbußen kommen.

RAW

  • Beim RAW Format werden die Bilder unbearbeitet und unkomprimiert abgespeichert.
  • Du hast alle Daten des Sensors, zur Verfügung. Die RAW-Dateien müssen dann aber auch digital entwickelt werden. Alle Bearbeitungsschritte kannst du selbst vornehmen: Belichtungskorrektur, Sättigung, Kontraste, Weißabgleich etc.
  • Benötigt viel Speicherplatz.
  • Die Dateiendung in der das Bild abgelegt wird, ist je nach Hersteller verschieden.
  • Manche Kameras bieten dir die Möglichkeit, sowohl in Raw, als auch in JPG aufzunehmen.

GIF

(Graphics Interchange Format)

  • Format für Bilder mit Farbpalette.
  • Farbtabelle mit maximal 256 Farben und einer transparenten Farbe.
  • Ermöglicht verlustfreie Kompression.
  • Mehrere Bilder können übereinander abgelegt werden. Webbrowser oder andere geeignete Programme können dies als Animation abspielen.

PNG (Portable Network Graphics)

  • Ein Format für verlustfreie Datenkompression.
  • Format für Rastergrafiken.
  • Unterstützt unterschiedliche Farbtiefen und Transparenzen über einen Alpha-Kanal.
  • Oft größer als JPGs.

TIFF (Tagged Image File Format)

  • Dieses Format, zur Speicherung von Bilddaten, kennt zum einen verschiedene Farbräume und zum anderen auch verschiedene Algorithmen zur Datenkompression.
  • Innerhalb einer TIFF-Datei kann das Bild in verschiedenen Auflösungen gespeichert werden, indem man es mit einer sogenannten Bildpyramide abspeichert.

Videografie

In puncto Auflösung trumpfen einige Kamera mit Full HD und 4K ganz schön auf. Es lohnt sich aber die genauen Angaben vor dem Kauf ausführlich anzuschauen. Stabilisiert beispielsweise der hoch gelobte Bildstabilisator auch die 4K-Aufnahmen? Oder wird das Bild vielleicht gecroppt (beschnitten), wenn du in UHD aufnimmst? Mit wie viel Frames per Second filmt denn deine digitale Kamera und kann man daraus ordentliche Slowmo-Aufnahmen machen? Ab etwa 14-16 Bildern pro Sekunde nehmen wir bereits aufeinanderfolgende Bilder als eine Bewegung wahr. Standardmäßig filmen Kameras mit etwa 24 Bilder pro Sekunde.

Ein Video enthält ja nicht nur die Bilder, sondern auch das Audiomaterial, was du aufgenommen hast. Daher werden die Daten in sogenannten Containern abgelegt. Containerformate beinhalten Dateiformate, in denen verschiedene Dateiarten zusammengefasst wurden (Bild und Ton). Oft sind die Regeln zur Codierung und Decodierung mit enthalten. Verschiedene Codecs codieren die Daten.

Gängige Container- und damit Videoformate sind:

Gängige Containerformate sind:

Name

Beschreibung

AVI (Audio Video Interleave)

  • Spielt Video und Audio zusammen ab.
  • Container kann Daten mit verschiedenen Codecs enthalten.
  • Von Microsoft entwickelt.

MOV (Quicktime Movie)

  • Unterstützt verschiedene Codecs und Formate (z.B. H.264, Linear PCM).
  • Von Apple entwickelt.

AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)

  • Für hochauflösende Videofilme.
  • Unterstützt maximal Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde.
  • Unterstützte Codecs zur Komprimierung: MPEG-4, AVC/H.264, Linear PCM, Dolby Digital.

Belichtung

Faktoren, wie die Blende, der ISO-Wert und die Verschlusszeit beeinflussen dein Bild maßgeblich - auch im künstlerischen Sinne. Das Zusammenspiel dieser Parameter erlaubt dir, deiner Kreativität freien Lauf zu lassen.
Achtung: Durch das verstellen der genannten Parameter, kann das “aus der Hand” fotografieren schwerer fallen.

Als Faustregel für wackelfreie Aufnahmen kannst du dir folgendes merken: Der Kehrwert der Brennweite ergibt die Verschlusszeit, mit der du noch freihand aufnehmen kannst.

Blende

Darstellung verschiedener BlendenöffnungenMit der Blende kannst du bestimmen, wie viel Licht durch dein Objektiv auf deinen Sensor fällt. Meist handelt es sich um kreisförmig angeordnete Lamellen, mit denen du die kreisrunde Öffnung deiner Blende verkleinerst oder vergößerst. Die Größe der Öffnung beschreibst du mit Hilfe der Blendenzahl. Genau beschreibt die Blendenzahl das Verhältnis von Brennweite zu Blendenöffnungsweite.

Merke: Je kleiner die Blendenzahl ist, desto größer ist die Blendenöffnung, es fällt also mehr Licht auf den Sensor. Umgekehrt gilt das natürlich analog.
Eine Blendenzahl, z.B. f1.4, lässt also sehr viel Licht durch das Objektiv, während eine Blendenzahl von f11 wenig Licht durchlässt.
Je größer die Blendenöffnung ist, desto mehr Schärfentiefe erzielst du auf deinem Bild, damit ist der Bereich gemeint, der scharf dargestellt wird. Außerdem steigt gleichzeitig die Belichtungszeit.

Offenblende

Der Wert der Offenblende gibt an, wie die größtmögliche Blendenöffnung von einem Objektiv ist.
Dargestellt wird ein Verhältnis, das sogenannte Öffnungsverhältnis, um die Abhängigkeit zur Brennweite darzustellen.

ISO-Wert

Der ISO-Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Je höher der Wert ist, desto empfindlicher reagiert auch der Sensor.
Das Bildrauschen und der Detailverlust steigen allerdings ebenfalls bei der Erhöhung des ISO-Wertes. Pauschal kann lässt sich sagen: Je größer der Sensor ist, desto weniger rauschen auch deine Bilder, da den Pixeln “mehr Platz” zur Verfügung steht. Je empfindlicher du deinen Sensor einstellst, desto weniger Zeit zum Belichten benötigt man für ein “gut” belichtetes Bild.

Merke: Doppelter ISO, halbe Belichtungszeit für ein ordentlich beleuchtete Aufnahme.

Verschlusszeit

Aufnahme mit längerer VerschlusszeitDie Verschlusszeit beschreibt die Belichtungszeit der Aufnahme, wie lange du also “zulässt”, dass der Sensor belichtet wird, bevor sich der Verschluss deiner Kamera schließt.
Durch Einstellen der Verschlusszeit kannst du kreative Effekte erzielen, wie beispielsweise die Bewegungsunschärfe. Die Bewegungsunschärfe beschreibt die Unschärfe sich bewegender Objekte. Du erzielst sie, wenn sich Objekte innerhalb der Belichtungszeit bewegen.
Hinweis: Eine kurze Belichtungszeit ermöglichen dir durchaus noch scharfe Bilder und das ohne Stativ. Je höher die Belichtungsszeit, desto schwieriger wird es aus der Hand zu fotografieren. Ungewollte Wackler können das Ergebnis sein.

Bildqualität

Je höher die Megapixel, desto besser das Bild - DAS ist ein Trugschluss. Die Bildqualität hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bildsensor, Bildprozessor, Bildverarbeitung und letztendlich spielt das Objektiv ebenfalls eine Rolle.

Bildsensor, -prozessor und -verarbeitung

Der Bildsensor ist maßgeblich verantwortlich für die Qualität deines Bildes. Eine ganz pauschale Aussage lautet: Je größer der Sensor ist, desto besser ist auch die Bildqualität deiner Kamera.
Wie gut dein Bildsensor ist, wird aber von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Sensortypen unterschieden:

  • CCD (Charged Coupled Device): Sensor mit Filterrad oder -sensoren
  • CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor): Hier liegen farbsensible Sensoren neben- oder übereinander.

Der Trend geht in Richtung CMOS-Sensor. Hier können größere Pixel angeordnet und alle Informationen innerhalb eines Bildpunktes erfasst werden.

Hast du schonmal was von Vollformat und APS-C gehört? Das sind Begriffe, welche die Größe deines Sensors - ein weiteres Merkmal was die Qualität beeinflusst - beschreiben. Die Größe des Sensors ist auch gleichzeitig die Grenze für die Anzahl der Pixel, die sich auf diesem unterbringen lassen.
Eigentlich gibt es zwei Möglichkeiten:

  • kleine Pixel, dafür aber mehr
  • größere Pixel, die lichtempfindlicher sind.

Mehr Pixel bedeuten eine höhere Auflösung, kleine Pixel sind aber weniger lichtempfindlich. Die Signale müssen mehr verstärkt werden, was zu einem höheren Grundrauschen oder einer niedrigeren ISO-Empfindlichkeit führen kann. Größere Bildpunkte bedeuten eine Steigerung der Lichtempfindlichkeit, ergo mehr Details, ein geringeres Grundrauschen und vor allem immer noch gute Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen.

Hier einen Überblick mit gängigen Sensoren die in Kameras verbaut werden:

Sensor Name

Größe (Breite x Höhe)

Micro-Four-Thirds, Four-Thirds

17,3 x 13,0 mm

APS-C

22,2 x 14,8 mm

DX

23,7 x 15,6 mm

Vollformat (FX)

36,0 x 24,0 mm

Mittelformat

48,0 x 36,0 mm

Die gleiche Sensorgröße kann bei unterschiedlichen Herstellern tatsächlich auch verschieden groß sein. Sprich ein APS-C Sensor von Canon weist eine leicht andere Größe auf, als ein APS-C Sensor von Nikon.

Schlussendlich müssen die empfangenen Signale auch verarbeitet und ausgelesen werden. Dafür ist der Bildprozessor zuständig. Die Rechenleistung und die eingesetzten Algorithmen zur Verarbeitung der Daten sind dabei entscheidend für die Qualität des Bildes. Er “bearbeitet” das Bild und passt Faktoren wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe an.

Megapixel

Ein Pixel ist ein Bildpunkt. Die Auflösung von Sensoren und Bildern wird in Megapixel angegeben.

Übliche Angaben sind folgende

  • SD: 720 x 576
  • Full-HD: 1920 x 1080
  • UHD: 4520 x 2540

Der Teufel liegt aber im Detail, es lohnt sich immer genau hinzuschauen, wenn es um die Auflösung geht.

Bildstabilisator

Ein Bildstabilisator gleicht kleine Wackler aus. Sei es beim Aufnehmen eines Fotos oder beim Drehen eines Videos. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Bildstabilisatoren funktionieren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen optischen und elektronischen Bildstabilisatoren. Manche Apparate besitzen auch eine doppelte Stabilisierung.

Optischer Bildstabilisator

Der Stabilisator kann entweder im Kamerabody oder aber im Objektiv sitzen, das ist je nach Modell verschieden.

  • Stabilisierung im Objektiv: Der Bildkreis wird über den Bildsensor verschoben.
  • Stabilisierung im Body: Der Sensor wird unter dem Bildkreis verschoben.

Der Bildkreis beschreibt den Bereich, den dein Gerät ausleuchten kann, er ist also mindestens so groß wie die Diagonale deines Bildsensors.
Man unterscheidet hier weiter zwischen 3- oder 5-Achsen Stabilisierung.

Elektronischer Bildstabilisator

Wie der Name verrät, wird hier das Ganze elektronisch realisiert. Meist durch Erhöhen der Empfindsamkeit des Sensors oder durch Nachschärfen.

Mechanischer Bildstabilisator

Der mechanische Bildstabilisator sei auch erwähnt. In diesem Zusammenhang seien auch Steadycam-Systeme genannt. Mechanisch kannst du dein Bild durch ein Stativ, aufstützen oder auch durch ein Gyroskop stabilisieren.

Brennweite

Brennweiten-Darstellung auf einer KameraDie Brennweite beschreibt die Entfernung zwischen der Hauptebene der Linse und dem Fokus (Brennpunkt). Sie wird in Millimetern (mm) angegeben.
Gemeinsam mit dem Aufnahmeformat (also dem Seitenverhältnis) bestimmt die Brennweite den Bildwinkel (Formfaktor).
Je kleiner du die Brennweite einstellst, desto weiter wird der Bildwinkel. Umgekehrt wird der Bildwinkel enger.

Merke: Bezogen auf einen Vollformat Sensor, spricht man bei 50 mm Brennweite davon, dass diese dem menschlichen Blickwinkel (um die 46°) in etwa entspricht.

Crop Faktor

Wie du bestimmt weißt, Kameras werden mit Sensoren verbaut, die unterschiedlich groß sind. Hier kommt der sogenannte Crop Faktor ins Spiel. Dieser wird auch als Formfaktor oder Verlängerungsfaktor bezeichnet. Das ganze gilt sowohl für kleinere, als auch größere Sensoren.
Durch Sensoren, die kleiner sind als das gängige Kleinbildformat (24 x 36 mm), wie beispielsweise APS-C (etwa 15,7 x 23,5 mm) oder Micro-Four-Thirds (etwa 13 x 17,3 mm) Sensoren, ändert sich der Blickwinkel. Weil die lichtempfindliche Fläche verkleinert wird, wird auch das Bildbeschnitten” (engl. to crop).
Die Kamera mit APS-C Sensor und 50 mm Brennweite “sieht” also nur einen Ausschnitt von dem, was eine Kamera im Kleinbildformat bei 50 mm sieht. Die “Bezugsgröße” ist also das Kleinbildformat.

Wenn du mit einer Kleinbildkamera den gleichen Bildausschnitt fotografieren möchtest, den du mit einer Kamera mit APS-C Sensor fotografierst, musst du folgende kleine Rechnung durchführen, um auf die entsprechende Brennweite für deine Kleinbildkamera zu kommen.

Formel:
Brennweite der nicht Kleinbildformat-Kamera x Crop-Faktor = Brennweite Kleinbildformat

Beispiel

50mm x 1,6 = 80 mm

Die Brennweite deiner Kleinbildkamera müsste also 80mm sein, um den gleichen Bildausschnitt bei 50mm und einer APS-C Sensor Kamera zu erzielen.

Auch andere Werte wie die Schärfentiefe ändern sich um diesen Faktor. Bei gleicher Brennweite reduziert dieser sich um den Faktor, bei gleichem Bildausschnitt steigt dieser aber proportional zum Crop-Faktor.

Der Crop Faktor ist bei deiner Kamera eigentlich mit angegeben.

Wichtiger Hinweis: Auch wenn zwei Kameras APS-C Sensoren verbaut haben, sie aber von verschiedenen Herstellern stammen, können sie auch unterschiedliche Crop-Faktoren aufweisen. Der Blick ins Detail lohnt sich also.

Typische Crop-Faktoren im Überblick:

Sensor

Crop-Faktor

1” - CX-Format

2,7

4/3” - Micro-Four-Thirds, Four-Thirds

2

APS-C (meist Canon)

1,6

APS-C, DX

1,5

Ein weiterer Hinweis in Bezug auf Objektive, Vollformat, APS-C oder Micro-Four-Thirds Sensoren: nicht jedes Objektiv eignet sich für jede Kamera. Mal davon abgesehen, dass jeder Hersteller eigene Objektive und auch Anschlüsse (Bajonett) herstellt.
Ein Objektiv für Vollformat Sensoren kann durchaus für eine Kamera mit APS-C Sensor verwendet werden. Andersherum kann es jedoch problematisch sein.
Hintergrund ist der Bildkreisdurchmesser. Dieser ist bei einem Objektiv für APS-C Sensoren meist kleiner als die Diagonale des Vollformat Sensors. Der Bildkreis ist aber die Fläche, die der Sensor ausleuchten kann. Wenn dieser also kleiner ist, als der Sensor selbst, kann dieser nicht komplett belichtet werden und deine Bilder werden dunkler bzw. weisen eine Vignette auf.

Mit entsprechenden Adaptern kannst du aber auch von Drittherstellern oder ältere, auch analoge Objektive, an deiner Kamera montieren. Ein Qualitätsverlust ist nicht ausgeschlossen.

Festbrennweite

Bildausschnitt mit verschiedenen Objektiven, einer Kamera und FilternBei Objektiven mit Festbrennweite kannst du die Brennweite nicht verändern. Normalerweise haben Festbrennweiten aber auch eine bessere Blendenzahl und sind somit lichtstärker als Objektive mit variabler Brennweite. Auch ein besseres Auflösungsvermögen und eine bessere Abbildungsleistung kommen meist mit Festbrennweiten einher.

Zoomobjektiv

Hierbei handelt es sich um ein Objektiv mit variabler Brennweite. Du kannst zwischen verschiedenen Brennweiten und somit auch unterschiedlichen Bildwinkeln wählen. Beachte immer den Aufnahmebereich. Also den Bereich, den das Objektiv benötigt, um das Objekt noch scharfstellen zu können. Die folgende Tabelle soll dir einen Überblick über die verschiedenen Brennweiten verschaffen. Sie dient als Orientierung, die angegeben Werte wurden nur gewählt, um eine Kategorisierung vornehmen zu können.

Objektivbezeichnung

Beschreibung

Brennweite

Einsatzbereich

Teleobjektiv

  • kleinerer Blickwinkel
  • große Brennweiten
  • alles über 50 mm
  • ab 300 mm bezeichnet man es als Super- oder Ultrateleobjektiv
  • Man kann bei 85 bis 130 mm auch von einem Portraitobjektiv sprechen
  • bei weiten Entfernungen
  • oft in der Tierfotografie

Normalobjektiv

  • entspricht in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges
  • 40 bis 50 mm
 

Weitwinkelobjektiv

  • Blickwinkel ist größer als bei einem Normalobjektiv
  • kurze Brennweiten
  • alles unter 50 mm
  • unter 20 mm bezeichnet man es als Superweitwinkelobjektiv
  • geringer Aufnahmebereich
  • Objekte größer erscheinen lassen
  • oft in der Landschaftsfotografie

Dynamischer Umfang

Bittiefe

8-Bit, 10-Bit - das sind Angaben die dir bei einem Kamerakauf begegnen können. Konkret geht es um die Farbtiefe.
Die analoge Welt weist unendlich viele Farben, Nuancen und Facetten auf. Das kann digital so aber nicht dargestellt werden. Man bedient sich hier der sogenannten Quantisierung.
Die Farbinformationen (und auch Helligkeitsinformationen) deines digitalen Bildes werden in Bits gespeichert. Zur Erklärung: Ein Bit kann Zwei Zustände speichern (2^1=2). Das hätte zur Folge, dass dein Bild mit zwei Farbtönen (z.B. schwarz-weiß) dargestellt werden kann. Möchtest du aber kein schwarz-weiß Foto, so musst du auf eine höhere Anzahl an Bits zurückgreifen. Weist deine Kamera beispielsweise eine 8-Bit Farbtiefe auf, so stehen dir insgesamt 256 Farben (2^8=256) pro Farbkanal zur Darstellung deines Bildes zu Verfügung.
Mathematisch gesprochen bedeutet das für deine Kamera bei RGB mit 3 Farbkanälen: (2^8)^3 = 16.777.216 Farben.
Vereinfacht gesagt gibt die Farbtiefe also die Anzahl der möglichen Farben an, mit der du dein digitales Bild darstellen kannst.
Das alles ist natürlich im Zusammenspiel mit der Auflösung des Sensors zu betrachten

Histogramm

Darstellung von Histogrammen, die unterschiedliche Beleuchtungen zeigenEin Histogramm ist ein Hilfsmittel, um beurteilen zu können, wie die Helligkeiten (bzw. die Farben) in deinem Bild verteilt sind. Das Histogramm ist auf seiner X-Achse in Tiefen, Mitten und Höhen unterteilt. Also Anteilig in dunkle, mittlere und helle Farben, wenn man so will. Die Y-Achse hingegen gibt an, wie häufig dieser Wert in deinem Bild vorkommt. Mit einem Blick auf das Histogramm, kannst du daher ganz leicht feststellen, ob dein Bild über- oder unterbelichtet ist. Selbstverständlich kann aber dieser Effekt auch vom Fotografen gewollt sein (High-Key und Low-Key).
Oft kannst du dir ein Histogramm nicht nur für die Helligkeitsverteilung anzeigen lassen, sondern auch für die einzelnen Farbwerte bzw. Kanäle (oft RGB).

Fokus

“Zieh den Fokus!” Diese Aussage meint das Scharfstellen auf einen bestimmten Bildausschnitt. Der Fokus meint also die Entfernungseinstellung von der Kamera zum Objekt, welches deutlich dargestellt werden soll.

Autofokus

Wie der Namer bereits vermuten lässt, zieht die Kamera ganz von alleine den Fokus auf ein Objekt scharf. Okay, fast ganz alleine. Oft musst du den Auslöser deiner Kamera leicht andrücken, damit die automatische Fokussierung ablaufen kann. Meist liegt der Fokus in der Mitte des Sensor Messfeldes und die Kamera fokussiert das, was sie als am prägnantesten erachtet. Damit das Scharfstellen gelingt, wird der Bildinhalt von der Kamera analysiert. Sie greift dabei auf verschiedene Verfahren zurück: Z.B. den Kontrast-, der Phasen- oder den Hybrid-Fokus.

Kreativer Tipp: Stelle das Objekt deiner Wahl scharf, in dem du den Auslöser leicht angedrückt hältst. Wähle danach den gewünschten Bildausschnitt und drücke den Auslöser komplett durch. So erzielst du, dass nicht immer nur die Mitte fokussiert wird.

Fokusmessfelder

Auch Autofokus-Punkte oder AF-Felder genannt. Bei fast jeder Kamera kann man den Fokuspunkt verschieben, gerade dann nützlich, wenn du manuell fokussieren möchtest. Hier kommen die Fokusmessfelder ins Spiel. Du kannst deinen Fokuspunkt über die Felder verschieben (diese siehst du im Sucher oder auf dem Display deiner Kamera).
Richtig interessant werden eine hohe Anzahl von Fokusfeldern, wenn es um 3D-Tracking oder sich schnell bewegenden Objekte, wie Sportler oder rennende Tiere, geht. Sprich, wenn der Fokus selbstständig einem Objekt folgt.

Hybrid-Fokus

Zu den neueren Verfahren in Sachen automatischer Fokussierung gehört der Hybrid-Fokus. Er kombiniert den Kontrast- und Phasen-Fokus. Hat deine Kamera einen Hybrid-Fokus, so sollte sie auch automatisch zwischen den beiden Verfahren hin und her schalten, je nachdem welches besser für die Situation geeignet ist. Meist wird zuerst mit dem Phasen-AF die Entfernungseinstellung ermittelt und das Bild schon mal “quasi” scharf gestellt. Der Kontrast-AF übernimmt dann die Feinjustierung. Das geschieht dann auch recht schnell, da der Phasen-AF ja Vorarbeit geleistet hat. Der Fokus arbeitet also sowohl schnell, als auch präzise, so wird für jede Situation die optimale Fokussierung erzielt.

Damit das Hexenwerk auch funktioniert werden einige Pixel auf dem Sensor der Kamera so angeordnet, dass diese wie ein Phasen-AF-Modul genutzt werden können.

Kontrast-Fokus

Der Kontrast-Fokus gehört zu den passiven AF-Systemen und wurde oft in Kompaktkameras und DSMLs (mittlerweile aber auch in anderen Kameratypen) eingesetzt. Er galt als langsam, die Schnelligkeit des Autofokus mit Kontrast-Fokus-Verfahren ist aber schlicht abhängig von der Rechenleistung deiner Kamera.

Das AF-System analysiert den Bildinhalt auf die Kontrast Eigenschaften. Dafür nutzt es die Pixel des Sensors.

Um nun das Objekt scharf zu stellen, geht die Kamera davon aus, dass ein Bild dann scharf ist, wenn der Kontrast zwischen zwei Pixeln am höchsten ist. Um den maximalen Wert herauszufinden, bedarf es an einigen Vergleichswerten, so muss das Objektiv “hin und her” fahren, um den richtigen Wert zu finden. Der Kontrast-Fokus weist daher eine sehr hohe Präzision auf, ist aber in Punkto Schnelligkeit abhängig von der Rechenleistung deiner Kamera.

Phasen-Fokus

Der Phasen-Fokus gehört ebenfalls zu den passiven AF-Systemen. Anwendung findet er in Spiegelreflexkameras, mittlerweile aber auch in Kombination mit dem Kontrast-Fokus-Verfahren im Hybrid-Fokus.

Der Phasen-Fokus bedient sich eines AF-Moduls. Ein Teil des Lichts, welches durch das Objektiv auf das AF-Modul geleitet wird, wird dort durch zwei Autofokus-Sensoren bzw. einem zweigeteilten Sensor in Halbbilder zerlegt. Die Lichtstrahlen, die auf die zwei Sensoren fallen, werden verglichen und der Versatz ermittelt. Die Lage der Lichtstrahlen ermittelt der Prozessor. Die Kamera weiß so in welche Richtung und wie weit die Motoren das Linsensystem schieben muss, damit die Bilder deckungsgleich und somit scharf gestellt sind.
Zunächst war der Phasen-Fokus nicht im Live-View-Modus einsetzbar. Feststehende, teildurchlässige Spiegel oder Pixel auf dem Sensors, die so als AF-Modul genutzt werden können, ermöglichen aber auch die Nutzung im Live-View Modus bzw. in anderen Kameratypen.
Der Phasen-Fokus arbeitet schnell, lediglich die Motorgeschwindigkeit bremst ihn ab. Sobald die Analyse durchgelaufen ist, weiß deine Kamera genau, wohin sie das Linsensystem verschieben muss. Eine Mindestlichtmenge ist erforderlich, Stichwort ist hier die Lichtstärke des Objektivs. Die Randlichtstrahlen werden zur ordentlichen Berechnung ebenfalls benötigt. Damit diese auch in den Messbereich gelangen, muss ausreichend viel Licht durchgelassen werden. Angaben, bei welchen Lichtstärken der Autofokus noch gut arbeitet, findest du eigentlich in der Anleitung. Du solltest dein Objektiv so wählen, dass dieses mindestens die angegebene Lichtstärke erfüllt.

Manueller-Fokus

Umschaltung zwischen automatischem und manuellem FokusManueller Fokus wird beispielsweise genau dann wichtig, wenn die Technik der Kamera nicht mehr mit macht. Wenn du so nah an einem Objekt bist, dass die Kamera nicht mehr selbstständig fokussieren kann. Oder wenn dein Objekt sich nicht sonderlich stark von der Umgebung absetzt, oder es schlicht zu dunkel ist.

Halbautomatischer Modus

Mit dem Wahlrad deiner Kamera kannst du verschiedene Modi wählen. Zum einen den Automatikmodus, in dem die Kamera alle ihr zur Verfügung stehende Parameter (Blende, Verschlusszeit etc.) selbstständig einstellt. Oder auch bereits voreingestellte Modi wie den Sport- oder den Portraitmodus, um gleich die passenden Einstellungen für unterschiedliche Situationen parat zu haben. Das ist je nach Modell verschieden.
Es gibt aber auch die sogenannten halbautomatischen Modi, mit denen du gewisse Parameter selbst beeinflussen kannst. Je nach Hersteller sind diese auch leicht anders benannt bzw. abgekürzt.

Name

Voreingestellt

Selbst einstellbar

S/Tv - Blendenautomatik

Blende

Verschlusszeit (Shutter)

ISO-Wert

A/Av - Zeitautomatik

Verschlusszeit (Shutter)

Blende

ISO-Wert

P - Programmautomatik, Belichtungsautomatik

Blende*

Verschlusszeit*


*oft dennoch einstellbar für ein Bild, danach wieder automatisch voreingestellt (Program-Shift)

ISO-Wert

Weißabgleich

M - Manuell bzw. ISO-Automatik

ISO-Wert

Blende

Verschlusszeit (Shutter)

Oft kannst du dennoch den automatischen Weißabgleich oder Autofokus nutzen - alles eine Frage deiner Einstellungen.
Diese Tabelle soll dir nur einen ersten Überblick über die Begrifflichkeiten geben. Was deine Kamera dann letztendlich zulässt, kommt auf das Modell und den Typ an.

Korrekturmöglichkeiten

Belichtungskorrektur

Mit der Belichtungskorrektur-Funktion hast du Zugriff auf die Belichtung deiner Kamera. Dabei bleibst du aber in dem Automatik Modus, den du eingestellt hast. Du beeinflusst damit, ob dein Bild heller oder dunkler werden soll. Die Korrektur in Richtung “-” verdunkelt das Bild, in Richtung “+” macht es heller. Wenn der Wert auf +/- 0 steht, ist die Korrektur “deaktiviert”.

Blitzlichtkorrektur

Mit der Blitzlichtkorrektur kannst du selbst beeinflussen, ob du den Wert des Blitzes, den die Kamera ermittelt hat, ein wenig dämpfen oder verstärken möchtest. Oft wird dieser Wert mit -1, -2… zum dämpfen oder +1, +2... zum verstärken angegeben.

Serienbildaufnahme

Eine Serie von Fotos. Sich schnell bewegende Objekte (Sportfotografie, vorbeifahrende Autos) oder auch fallende (Wassertropfen in ein Glas) oder platzende (Luftballon) Objekte können so gut eingefangen bzw. dokumentiert werden. Wie gut deine Serienbildaufnahme ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der Blick in die Anleitung deiner Kamera kann sich also lohnen.
Was passiert mit der Fokussierung während der Serie? Bleibt dieser gesetzt oder wird nachgeschärft? Es ist ein Unterschied, wie viele Bilder in der Sekunde (Bildrate) abgelichtet werden und wie viele Bilder deine Serie letztendlich umfasst (nach wie viel Bildern deiner Serie aufhört aufzunehmen, oder ins Ruckeln kommt).
Manche Serien sind nur abhängig von deinem Speicher, andere geben vor, wie viele Bilder pro Sekunde und je Serie gemacht werden können. Die Serienbildaufnahme weist außerdem unterschiedliche Angaben je nach Bilddateiformat (jpg oder raw) auf.
Auch ein eingeschalteter Biltz beeinflusst die Serie, meist verlangsamt er sie.
Eine Speicherkarte mit entsprechender Schreibgeschwindigkeit ist außerdem sinnvoll. Welche geeignet ist, entnimmst du am besten aus den Eigenschaften deiner Kamera. Du musst dafür wissen, wie viel Speicher pro Serie benötigt wird. Je nachdem kannst du die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte wählen, je mehr MB geschrieben werden, desto schneller ist die Verarbeitung deiner Speicherkarte.

Sucher

Suchfeld-Darstellung einer Kamera mit Einstellungs-InformationenDu schaust durch den Sucher einer Kamera, wenn du nicht das Bild im Live-View-Modus auf dem Display angezeigt bekommen möchtest. Das hat viel mit dem Fotografier-Gefühl zu tun. Nicht jede Kamera besitzt einen Sucher, wenn dann unterscheidet man zwischen einem optischen und einem elektronischen Sucher.

Optischer Sucher

Ein optischer Sucher zeigt dir das Live-Bild an, also das was du gerade siehst. Über einen Spiegel wird es durch ein Prisma direkt in den Sucher übertragen. Oft bzw. eigentlich nur bei Spiegelreflexkameras zu finden, da der verbaute Spiegel das Motiv weitergibt.

Merkmale eines optischen Suchers

Das kann ein optischer Sucher nicht

  • ist stromsparend
  • ist schnell, weist somit keine Verzögerungen auf
  • ist nicht belastend für deine Augen
  • aktuelle Kameraeinstellungen anzeigen
  • anzeigen, wenn du mit Filtern oder kreativen Einstellungen fotografieren möchtest

Elektronischer Sucher

Der elektronische Sucher wird auch als Electronic ViewFinder bezeichnet. Der elektronische Sucher ermöglicht es auch Kameras ohne Spiegel einen Sucher zu besitzen.

Merkmale eines elektronischen Suchers

Bedenke beim elektronischer Sucher aber auch

  • kann Live Darstellung der Kameraeinstellungen anzeigen
  • kann mit Filtern und kreativen Effekten fotografieren, schwarz/weiß oder sonstige Effekte werden ebenfalls schon vor der Aufnahme angezeigt.
  • zeigt dir Hilfsfunktionen, wie Fokus Peaking, für den richtigen Fokus oder das Zebramuster, um richtig belichten zu können, an
  • den Stromverbrauch: Strom wird benötigt, um überhaupt ein Bild angezeigt zu bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass der gesamt Akku vom elektronischen Sucher aufgebraucht wird
  • mögliche Verzögerungen: gerade ältere Modelle können eine leichte Verzögerungen beim Anzeigen des Bildes aufweisen.
  • beansprucht unter Umständen dein Auge: Du schaust im Endeffekt auf ein elektronisch erzeugtes Bild. Und viele von uns wissen, dass langes Betrachten eines Bildschirms zu müden Augen führen kann

An dieser Stelle gilt es auch den Live-View-Modus zu erwähnen. Letztendlich bekommst du auch hier ein elektronisch erzeugtes Bild angezeigt. Eben nur auf dem Display der Kamera. Das hat unter Umständen einen gewissen Vorteil, gerade dann, wenn dein Display beweglich ist. Dann kannst du dir den Winkel so einstellen, wie du ihn für die Situation benötigst, um die Aufnahme optimal betrachten zu können.

Zoom

Zunächst gilt ganz allgemein: Ein Zoom vergrößert ein Objekt, ohne dass die Kamera ihre Position zu diesem verändert.
Es gibt den optischen und den digitalen Zoom. Worin sich diese unterscheiden, erklären wir dir.

Optischer Zoom

Der optische Zoom ist eine mechanische Änderung. Sie geschieht durch eine Änderung direkt am Objektiv, wodurch das Motiv “näher heran” geholt wird. Dadurch ändert sich der Blickwinkel, die Auflösung bleibt jedoch erhalten.

Ein hoher optischer Zoom kann aber auch dazu führen, dass ein präzises Arbeiten nicht mehr allzu gut möglich ist.

Digitaler Zoom

Der digitale Zoom kommt zum Einsatz, wenn der optische Zoom an seine Grenzen stößt. Der Prozessor der Kamera errechnet die Daten, die fehlen bzw. nötig sind, um das Bild digital zu vergrößern. Du kannst dir das so vorstellen, als würdest du auf deinem PC in ein Bild hineinzoomen. Und was passiert, wenn du in ein Bild zoomst? Richtig, es kann verpixeln. Der digitale Zoom geht nämlich immer zu Lasten der Auflösung. Ein zu hoher digitaler Zoom erzielt also eher verpixelte, als scharfe Bilder.

Was spricht für eine Digitalkamera?

Nach wie vor gibt es gute Argumente für den Kauf einer digitalen Kamera. Gerade wenn du dich ein wenig tiefgehender mit der Fotografie beschäftigen möchtest, wirst du schnell merken, dass dir die Kamera deines Smartphones nicht ausreichen wird. Um dir einen kleinen Vorgeschmack über wichtige Faktoren zu geben:

  • Bildqualität
  • Zoom
  • Auflösung
  • Akkulaufzeit

Bessere Bildqualität

Kleine, schwarze KameraInsbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen wie in dunklen Räumen oder einsetzender Dämmerung gelingen dir mit einer guten Fotokamera deutlich bessere Bilder als mit Smartphones. Dies wird ermöglicht durch die bessere Optik und die deutlich größeren Bildsensoren von Digitalkameras, für die in Smartphones kein Platz ist.
Um eine gute Bildqualität zu erzielen, musst du wissen, dass diese von verschiedenen Faktoren, die sich auch gegenseitig beeinflussen, abhängig ist. Um beispielsweise in dunkleren Umgebungen gute Fotos aufnehmen zu können, kannst du folgendes je nach Kameratyp verändern:

  • Die Blende: Hier musst du wissen, dass du den Schärfebereich veränderst, wenn du die Blendenöffnung umstellst.

  • Die Verschlusszeit: Hier beeinflusst du, wie lange dein Sensor, der das Bild “aufnimmt” belichtet wird. Du beeinflusst damit die Bewegungsunschärfe. Je nach dem wie deine Blende eingestellt ist, hat die Verschlusszeit ihre Auswirkungen auf das Foto.

  • Der ISO-Wert: Dieser Wert beschreibt quasi die Lichtempfindlichkeit deines Sensors. Je höher dein Iso Wert, desto lichtempfindlicher “ist” der Sensor. Das kann gerade in dunklen Umgebungen dein Foto retten. Beachte aber unbedingt, ab welchem ISO-Wert das typische Bildrauschen entsteht. Hier sind natürlich die Sensoren von beispielsweiser einer Spiegelreflexkamera gegenüber dem eines Handy ganz klar im Vorteil. Sie sind schlicht größer und fangen erst später an zu rauschen. Auf einem größeren Sensor stehen dir mehr Pixel zur Verfügung, somit kann dein Bild in punkto Farben viel feiner abgebildet werden.

Echter Zoom

Viele digitale Kameras verfügen über die Möglichkeit ein Zoom-Objektiv anzubringen, mit dem du auch weit entfernte Objekte visuell nah heranholen kannst. Kompaktkameras verfügen zwar über ein fest verbautes Objektiv, weisen aber auch einen gewissen optischen Zoom auf. Ohne dabei Abstriche bei der Bildqualität machen zu müssen. Dies bezeichnet man als “optischen Zoom”. Der Digitalzoom deiner Handykamera dagegen vergrößert oftmals einen Bildausschnitt nur - und das auf Kosten der Qualität -  und erweckt so die Illusion, in das Bild hinein zu zoomen.

Höhere Auflösung

Auch wenn die Auflösung der meisten Smartphone-Kameras für normale Zwecke völlig ausreicht, bieten Digitalkameras doch die bessere Bildqualität. In Verbindung mit einer guten Optik und einem großen Bildsensor ermöglicht dir die höhere Auflösung, dass deine Bilder auch dann noch gestochen scharf aussehen, wenn du große Ausdrucke von ihnen erstellst, oder einzelne Bildausschnitte im Nachhinein vergrößert verwenden möchtest.

Längere Akkulaufzeit

Der Kauf einer separaten Fotokamera kann auch deshalb sinnvoll sein, weil die Aufnahme von Fotos den Akku deines Smartphones stark belastet. So kann dir an einem langen Urlaubstag schnell der Saft ausgehen und du stehst am Ende des Tages mit einem leeren Smartphone da, sodass du weder fotografieren noch telefonieren kannst. Mit einer zusätzlichen Fotokamera schonst du also den Akku deines Smartphones und kannst unbesorgt fotografieren - zumal sich die Akkus der meisten Digitalkameras im Gegensatz von denen vieler Smartphones problemlos auswechseln lassen.

Wer braucht welche Digitalkamera?

Ausschnitt von Kamera ModiÄhnlich breit wie das Angebot sind auch die Bedürfnisse der verschiedenen potentiellen Käufer von Digitalkameras. Dabei lassen sich diese grob in die drei Gruppen Anfänger, Hobbyfotografen und Profifotografen einteilen. Wenn du eine neue Digitalkamera kaufen möchtest, ist es hilfreich, sich zunächst einer dieser drei Gruppen zuzuordnen.

  • Anfänger: Als Fotografie-Laie möchtest du schöne Erinnerungen wie zum Beispiel den nächsten Urlaub auf schönen Bildern festhalten. Dies soll möglichst einfach sein, denn mit Begriffen wie Brennweite, ISO-Zahl und Blende kannst du wenig anfangen. Vielleicht ist der Kauf einer Fotokamera für dich aber auch der erste Schritt auf dem Weg vom Smartphone-Schnappschuss zu einer Fotografen-Karriere. Für Fotografie-Anfänger empfehlen wir den Kauf einer Kompaktkamera im unteren bis mittleren Preissegment. Diese bieten eine bessere Bildqualität als Smartphones und sind auch ohne tiefergehende Fotografie-Kenntnisse problemlos zu bedienen. Wenn du besonderen Wert auf einen starken Zoom legst, kann sich auch eine Bridgekamera für dich lohnen.

  • Hobby-Fotograf: Du hast deine Kamera immer mit dabei und machst die besten Fotos in deinem Bekanntenkreis. Als Hobbyfotograf hast du aber nicht die Zeit, dich immer über die neuesten Foto-Trends auf dem Laufenden zu halten. Für Hobby-Fotografen eignen sich insbesondere spiegellose Systemkameras, aber auch Spiegelreflexkameras sowie hochwertige Kompakt- und Bridgekameras - je nach deinen Bedürfnissen.

  • Profi-Fotograf: Fotografie ist dein Leben und du hast sie dir vielleicht sogar zum Beruf gemacht. Du bist bereit, viel Geld für eine professionelle Kameraausrüstung auszugeben und kennst dich vermutlich bestens mit den neuesten Kameramodellen aus.Sicher hast du auch schon eine Idee, welches Modell für dich in Frage kommt. Bei uns kannst du in unserem Preisvergleich nun das günstigste Angebot für deine Traumkamera finden.

Was kostet eine gute Digitalkamera?

Angesichts der großen Preisspanne stellt sich die Frage, wie viel Geld du wirklich auf den Tisch legen musst, um eine gute Digitalkamera zu kaufen. Dies richtet sich stark nach deinen individuellen Bedürfnissen. Für die meisten Anfänger ist eine vergleichsweise günstige Kompaktkamera im Bereich von 150 bis 300 Euro völlig ausreichend. Hobbyfotografen greifen dagegen zu einer etwas teureren Bridgekamera, einer spiegellosen Systemkamera oder einem DSLR-Einstiegsmodell und sollten dafür ein Budget von 300 bis 1000 Euro einplanen. Gute Modelle für Profifotografen kosten dagegen oft mehrere tausend Euro.

Nützliche Tipps für den Digitalkamera-Kauf

In diesem Abschnitt erklären wir dir, was es neben der Bauart und den technischen Eigenschaften beim Kauf einer Digitalkamera sonst noch zu beachten gibt. Beispielsweise welches Zubehör nützlich ist und welche Marken gute Fotoapparate im Sortiment haben. Darüber hinaus erklären wir dir, inwiefern Digitalkameras zur Aufnahmen von Videos geeignet sind.

Welches Zubehör gibt es für Digitalkameras?

Ausschnitt einer Person mit einer Kamera in der HandDie Kamera ist der erste Schritt, doch damit allein ist deine Fotoausrüstung noch lange nicht komplett. Schließlich gibt es für Digitalkameras Zubehör in Hülle und Fülle. Was du davon wirklich brauchst, kannst aber nur du selbst entscheiden. Zur Grundausrüstung gehört allerdings auf jeden Fall eine Speicherkarte, denn die meisten Digitalkameras verfügen über keinen oder bestenfalls sehr geringen eingebauten Speicher. In den meisten Kameras kommen dabei SD-Karten zum Einsatz. Darüber hinaus empfehlen wir dir den Kauf einer Kameratasche, damit deine neue Kamera beim Transport vor Beschädigungen geschützt ist. Wenn du mit deiner Kamera längere Zeit am Stück unterwegs bist, kann sich auch der Kauf eines Ersatzakkus auszahlen. Die Anschaffung eine Stativs ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn du gerne langzeitbelichtete Fotos aufnehmen möchtest - damit sie nicht verwackeln.

Experten-Tipp: Bei manchen Kamera-Angeboten ist schon Zubehör im Lieferumfang enthalten. Es lohnt sich also, einen Blick in die Produktbeschreibung zu werfen, um den versehentlichen doppelten Kauf einzelner Zubehörartikel zu vermeiden.  

Canon oder Nikon - Welcher Hersteller produziert die besten Digitalkamera-Modelle?

In der Welt der (Hobby-)Fotografen gibt es bekanntermaßen zwei Lager: Die einen bevorzugen Nikon-Digitalkameras, während die anderen auf Canon-Digitalkameras schwören. Doch neben den beiden bekannten Herstellern haben sich schon seit einiger Zeit weitere gute Digitalkamera-Marken etabliert, unter anderem Sony, Panasonic und Olympus.

Auf nachfolgenden Seiten kannst du dich über die verschiedenen Digitalkamera-Marken und ihre bekanntesten Produktserien sowie deren Besonderheiten informieren:

Videos mit einer Digitalkamera - So gut wie mit einem Camcorder?

Schwarze KameraFotos sind das eine - aber wäre es nicht auch schön, bewegte Bilder vom nächsten Urlaub oder der nächsten Familienfeier zu haben? Zum Glück kannst du mit fast allen neuen Digitalkameras auch Videos aufnehmen. Aber Achtung: Gerade bei günstigen Einstiegsmodellen ist die Video- und Tonqualität eher mittelmäßig. Worauf solltest du also achten, wenn du dir eine Kamera auch für Videoaufnahmen kaufen möchtest? Wir möchten dir jedenfalls einen kleinen Einblick in die Welt der Videografie ermöglichen.

Wie gut ist die Bildqualität von Digitalkamera-Videos?

Videoauflösung: Wenn man von der Auflösung eines Videos spricht, dann ist damit die Anzahl der Bildpunkte gemeint. Natürlich kannst du auch die Auflösung deiner Videos beeinflussen. Typische Auflösungen können sein:

  • SD: 640 x 480
  • HD: 1280 x 720
  • Full HD: 1920 x 1080
  • 4K: 3840 x 2160

Wichtig zu wissen: Wenn du in SD aufnimmst, dann erzielst du die typische 4:3 Aufzeichnung, die man durchaus aus früheren Zeiten noch kennt. Sonst wird im 16:9 Format, was uns mittlerweile vertrauter ist, aufgezeichnet.

Wenn du deine Fotokameras auch zur Aufnahme von Videos nutzen möchtest, sollte die Video-Funktion mindestens eine Full HD-Auflösung im 16:9-Format bieten. Dies reicht für einen normalen Fernseher oder Monitor völlig aus. Falls deine Videos auch auf einem 4K-Monitor oder einem 4K-Fernseher gestochen scharf aussehen sollen, benötigst du eine Kamera, mit der du Videos in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixeln) aufnehmen kannst. Problematisch kann hier aber die Datenmenge werden, sowohl beim aufzeichnen, als auch beim nachbearbeiten.

Großer Bildsensor: Wie auch bei der Aufnahme von Fotos spielt auch bei der Aufnahme von Videos die größe des Bildsensors eine entscheidende Rolle. Bei Spiegelreflexkameras ist allerdings anzumerken, dass der Spiegel während der gesamten Videoaufnahme ohnehin hochgeklappt ist und somit keinen Vorteil bietet. Stattdessen erhöht die Spiegelvorrichtung das Gewicht der Kamera, was bei längeren Freihand-Aufnahmen störend sein kann.

Bildrate: Damit die aufgenommenen Videos auch bewegte Motive flüssig darstellen, ist auf die Bildrate zu achten. Diese wird in Frames-per-Second (FPS) gemessen und gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Je höher die Bildrate (also je mehr FPS) desto flüssiger wirkt das Video, wobei mindestens 24 FPS für ein angenehmes Videoerlebnis zu empfehlen sind.

Falls du Aufnahmen mit mehreren Kameras machst, so solltest du darauf achten, dass jede Kamera in der gleichen Bildrate aufzeichnen kann. Wenn du Lichtquellen filmen möchtest, solltest du wissen, dass die Frequenz dieser durchaus Probleme bereiten kann, und diese sich in einem Flimmern in deiner Aufnahme widerspiegeln. Klassisches Beispiel sind die Streifen auf einem Monitor die entstehen können, wenn du einen solchen abfilmst. Hier ist es dann eine Überlegung Wert mit welcher Bildrate und Verschlusszeit du also die Aufnahme tätigen möchtest, um eben dieses Flimmern zu vermeiden.

Bildstabilisator: Ein Bildstabilisator ist eine nützliche Funktion, wenn du zum Filmen kein Stativ benutzen möchtest. Er ermöglicht dir, auch Freihandaufnahmen ohne Ruckeln und Zittern aufzunehmen. So erhältst du ein fließenderes Bild, wenn du die Kamera während der Videoaufnahme bewegst.

Wie gut ist die Tonqualität von Digitalkamera-Videos?

Hinsichtlich der Tonqualität kann es sich lohnen, ein externes Mikrofon anzuschließen, selbst wenn das interne Mikrofon der Kamera bereits gut ist. So kannst du das Aufzeichnen von Störgeräuschen jedenfalls verringern. Störgeräusche können beispielsweise durch dich selbst verursacht werden, wenn du den Zoom ziehst oder falls du beim umgreifen an der Kamera versehentlich an das Mikro stößt. Ein externes Mikrofon kann gerade unter schwierigen Bedingungen, wie der Aufnahme bei starkem Wind, wahre Wunder wirken. Dies ist allerdings nur möglich, wenn deine Kamera einen Anschluss für ein solches Mikrofon bietet. Dies ist bei den meisten günstigen Kompaktkameras nicht der Fall.

Digitalkamera oder Camcorder?

Wenn du überwiegend Videos machen möchtest, dann lohnt sich vielleicht der Blick in unseren Camcorder Kaufberater. Schließlich sind diese Geräte im Gegensatz zu Fotokameras nicht primär zum Fotografieren, sondern in erster Linie zum Filmen gebaut. Alternativ kannst du auch den Kauf einer Spiegelreflex- oder spiegellosen Systemkamera in Erwägung ziehen, falls du dir für die Aufnahme von Fotos und Videos nur ein Gerät zulegen möchtest.

Fazit: Finde das beste Digitalkamera-Angebot in unserem Preisvergleich!

Wenn du nun weißt, welcher Digitalkamera-Typ am besten für dich geeignet ist und worauf du beim Kauf eines digitalen Fotoapparats achten musst, kannst du nun in unserem Preisvergleich die besten Angebote vergleichen. So findest du nicht nur die beste Kamera, sondern auch den günstigsten Preis!
Hier nochmal unser persönliches Highlight für alle die, die einen Kompromiss aus Qualität und Preis suchen:

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