Digitalkameras

Digitalkamera Test

Die besten Digitalkameras aus Tests und Kundenbewertungen im Vergleich

von Fabian Krudewig
zuletzt aktualisiert: 13.10.2021
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Digitalkamera Kaufberatung
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Fabian
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Digitalkameras auf einen Blick - Das musst du wissen!

Sony DigitalkameraMöchtest du schöne und qualitativ hochwertige Fotos von deinem Urlaub machen, oder hast du deinen eigenen Blog und möchtest bei deinen Follower:innen mit klasse Bildern trumpfen. Dann empfehlen wir dir eine Digitalkamera zu kaufen.
Auch für YouTuber:innen und Vlogger:innen kann dies eine hervorragende Möglichkeit sein, hochwertige Clips zu drehen und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, Fotos zu schießen. In unserer Kaufberatung verraten wir dir, worauf du beim Kauf achten solltest und was alles in deiner neuen Digitalkamera steckt.

  • Kamera-Typen: Ob Systemkamera, Kompaktkamera, Bridgekamera, Spiegelreflexkamera oder Unterwasserkamera, du hast die freie Wahl. Bei deiner Auswahl spielt der Preis, die Funktionen und vielleicht auch die Marke eine Rolle.

  • Bildqualität: Blende, Verschlusszeit und ISO-Werte geben dir Aufschluss über die Qualität deiner Bilder. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber deiner Smartphone-Kamera ist der optische Zoom. Hier musst du keine Abstriche beim heranholen von Objekten machen.

  • Videofunktion: Betreibst du einen YouTube-Kanal oder möchtest einfach neben schönen Bildern auch qualitative Videos drehen? Dann ist eine Digitalkamera mit Videofunktion eine geeignete Option für dich. Achte hier vor allem auf eine hohe Auflösung, Bildrate und einen Bildstabilisator.

  • Preis: Wie viel du für deine neue Digitalkamera ausgeben möchtest, ist natürlich dir überlassen. Einsteiger können bereist ein gutes Modell zwischen 50 und 200 Euro ergattern. Profigeräte kosten schon etwas oder teilweise deutlich mehr, bieten dafür aber natürlich mehr Funktionen.

Digitalkamera Bestenliste 2021

Alpha 7 III | Spiegellose Vollformat-Kamera ( Schneller 0,02s AF, optische 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse, 4K HLG Videoaufnahmen, große
SONY - Alpha 7 III | Spiegellose Vollformat-Kamera ( Schneller 0,02s AF, optische 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse, 4K HLG Videoaufnahmen, große
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Edel-Kompaktkamera
RX100 V | Premium-Kompaktkamera (1,0-Typ-Sensor, 24-70 mm F1.8-2.8-Zeiss-Objektiv, 4K-Filmaufnahmen und neigbares Display)
SONY - RX100 V | Premium-Kompaktkamera (1,0-Typ-Sensor, 24-70 mm F1.8-2.8-Zeiss-Objektiv, 4K-Filmaufnahmen und neigbares Display)
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Ein Hauch von High-End
Nikon Z50 Gehäuse
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Die beste Reisekamera
Digitalkamera »Lumix DMC-TZ81«
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Scharfe Bilder
Alpha 7 II | Spiegellose Vollformat-Kamera mit Sony 28-70 mm f/3.5-5.6 Zoom-Objektiv (24,3 Megapixel, schneller Hybrid-Autofokus, optische
SONY - Alpha 7 II | Spiegellose Vollformat-Kamera mit Sony 28-70 mm f/3.5-5.6 Zoom-Objektiv (24,3 Megapixel, schneller Hybrid-Autofokus, optische
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1,6
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1,6
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1,9
gut
Vorteile:
  • Vollformat
  • liefert sehr scharfe und detailreiche Fotos
  • Schneller 0,02s AF
  • 5-Achsen-Bildstabilisator
  • Zwei Mediensteckplätze, Unterstützung für UHS-II
Vorteile:
  • Präzise Fotografie Der Autofokus von 0,05 Sekunden und eine Serienbildaufnahme von 24 Bildern in der Sekunde lassen Herzen höher schlagen
  • Kein Verwackeln Ein elektronisch ausklappbarer Sucher und Bildstabilisator helfen dir den perfekten Moment festzuhalten
  • Hochwertiges Schmuckstück Die Kompaktkamera ist hochwertig verarbeitet und wiegt grade mal 300 g
Vorteile:
  • Präzise Motivkontrolle Ein schneller Hybrid-Autofokus mit 209 Messfeldern sorgt für eine große Bildfeldabdeckung
  • Lichtstarkes OLED-Display Der hochauflösende OLED-Sucher verfügt über 2,36 Millionen Bildpunkte
  • Superschnelle Videoaufnahmen 4K UHD und Full HD Videos sind möglich
Vorteile:
  • Intelligenter Sucher Der optische Sucher wechselt automatisch die Ansicht zwischen Monitor und Sucher
  • Detaillierte Aufnahmen Dank 30-fachem optischen Zoom, fängst du Details gestochen scharf ein
  • Für Video Creator Videoaufnahmen in 4K machen deine Aufnahmen lebendig
Vorteile:
  • Besondere Qualität Die Vollformat-Kamera löst mit 24,3 Megapixeln auf
  • Scharfe Bilder Dank 5-Achsen-Bildstabilisator mit Metabone-Adapter, verwackeln deine Bilder nicht
  • Lebendige Videos Ein S-Log 2 und Time-Code sorgen für ästhetische Videoclips
Nachteile:
  • Nichts für große Hände
Nachteile:
  • Langsamer Datenspeicher Der SD-Kartenslot benötigt einige Zeit, um Daten zu übertragen
Nachteile:
  • Kein interner Bildstabilisator Die Bildstabilisierung erfolgt nur über das Objektiv
Nachteile:
  • Unübersichtliches Menü Die Menüstruktur ist nicht intuitiv
Nachteile:
  • Schwacher Akku Die Akkulaufzeit lässt zu wünschen übrig
  • Hohes Gewicht Mit 1,87 kg ist die Kamera kein Leichtgewicht
Fazit:

Die Sony RX100 V eignet sich für alle Hobbyfotograf:innen die ab und an auch mal ein Video drehen möchten. Mit ihrem leichten Design liegt sie gut in der Hand und deine Fotos verwackeln dank Bildstabilisator nicht. Lediglich die Zeit zur Datenspeicherung ist ein Manko. Dafür legt sie ein schnelles Tempo beim Autofokus und Serienaufnahmen hin.

Fazit:

Für erfahrene Hobbyfotograf:innen lohnt sich ein Blick auf die Nikon Nikor Z50. Der mit 20,9 MP auflösende APS-C Sensor im platzsparenden DX-Format ermöglicht der kompakten Kamera eine atemberaubende Bildqualität. Der Hybrid-Autofokus und der große ISO-Bereich sorgen außerdem für knackig scharfe Bilder, selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen. Einen internen Bildstabilisator gibt es leider nicht, dieser ist dafür im passenden Z-Objektiv integriert.

Fazit:

Gerade auf Reisen ist eine große und schwere Kamera oft lästig. Die LUMIX Travellerzoom von Panasonic will dieses Problem lösen. Trotz ihrer kompakten Bauform bietet sie 18,1 MP, sage und schreibe 30-fachen optischen Zoom und Videoaufnahmen in 4K. Sogar auf einen optischen Sucher musst du nicht verzichten. Mit weniger als 300 g Gewicht eignet sie sich perfekt für hochauflösende Aufnahmen deiner Urlaubs-Abenteuer.

Fazit:

Sony Alpha 7 II ist der erwartete Fortschritt, den sich jeder Fotografiefan gewünscht hat. Zwar ist die Akkulaufzeit im Schnitt etwas kürzer, das gleicht die Alpha 7 II aber mit einem überragenden 5-Achsen-Bildstabilisator aus. Andere Stärken wie die gute Bedienung und starke Ausstattung machen Sonys Profi-DSLM zur absoluten Kaufempfehlung.

Digitalkameras in unserem Vergleich - Diese Modelle empfehlen wir dir

Canon EOS M50 - Mittelklasse Systemkamera mit guter Ausstattung

Mit der EOS M50 schließt Canon bei den Systemkameras mit der Konkurrenz auf und gibt dir eine sehr gute Ausstattung an die Hand. Sie bietet dir die Möglichkeit Videos in 4K aufzunehmen, sodass sich die Digitalkamera gut zur Videogestaltung eignet. 

  • Intuitive Handhabung: Der Kamera-Body ist aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber dennoch sehr hochwertig. Dafür ist die EOS M50 super leicht zu tragen, wenn auch etwas klein in der Hand.

  • Präzise Fotografie: Ein besonderer Pluspunkt der M50 ist der schnelle und präzise Autofokus, er arbeitet mithilfe der Dual-Pixel-Technologie, die sich nun über einen großen Bildbereich erstreckt (88 % horizontal und 100 % vertikal).

  • Klassische Ausstattung: Wie auch viele andere spiegellose Systemkameras verfügt die Canon EOS M50 über einen 24-Megapixel-Sensor im APS-C-Format (Sensorgröße 14,9x22,3 Millimeter) und kombiniert diesen mit einem neuen Bildprozessor (Digic 8).
Das stört uns an der Canon EOS M50

Die Möglichkeit Videos in 4K aufzunehmen gestaltet sich als etwas trickreich. Der drehbare Touchdisplay ist dabei sehr hilfreich, jedoch schaltet sich bei dieser Funktion der Bildstabilisator aus. Auch der schnelle Dual-Pixel-Autofokus steht dir bei 4K Videos leider nicht zur Verfügung.

Unser Fazit zur Canon EOS M50

Die Schärfe und Qualität der Fotos sind für eine Kamera dieser Preisklasse sehr gut, beim Helligkeitsrauschen bewegt sie sich im Mittelfeld vergleichbarer Kameras. Wie gewohnt ist die Bedienung und Menüführung der Canon sehr intuitiv, für Profis möglicherweise aber etwas begrenzt.

Sony Alpha 7M3 - Vollformat-Allrounder

Mit der Alpha 7M3 geht die Erfolgsstory der spiegellosen Systemkameras aus dem Hause Sony in die nächste Runde. Der Alpha 7M3 steht ein großer ISO-Bereich von 100-51200 zur Verfügung. Außerdem hat sie wie das Vorgängermodell 24,2 Megapixel und gilt wegen ihres guten Preis-Leistungs-Verhältnisses als das Einstiegsmodell in die Welt der Vollformatkameras. Das hat die Sony Alpha 7M3 noch zu bieten:

  • Lowlight-Performance: Eine Besonderheit der Sony Kameras ist die Sensortechnik. Der in der Alpha 7M3 verbaute CMOS Exmor R Sensor gehört zu den sogenannten BSI-Sensoren (Eng.: back side illumination). Diese Sensoren werden rückwärtig beleuchtet, sodass das Licht ohne Umwege auf die Sensorzellen trifft. Das macht sie besonders lichtempfindlich - ein Vorteil, gerade bei schlechten Lichtverhältnissen. Bei einem Wert von bis zu 6400 ISO entstehen so nahezu rauschfreie Bilder.

  • Bildstabilisierung: Wie bereits das Vorgängermodell, die Sony Alpha 7M2, hat auch die neue A7 einen 5-achsigen Bildstabilisator, der selbst Freihand lange Belichtungszeiten ermöglicht. Seit der Einführung des Stabilisators beim Vorgängermodell wurde dieser außerdem stetig weiter verbessert.

  • Film ab: Viele Systemkameras sind mittlerweile wahre Allroundtalente und eignen sich ideal für qualitative Videoaufnahmen. Die Alpha 7M3 filmt in 4K-Auflösung (bis zu 30 Bilder pro Sekunde) und verfügt über einen rasend schnellen Hybrid-Autofokus, ähnlich dem der High-End Reihe Alpha 9. Dieser Autofokus vereint die Technologie der Phasen- und Kontrastdetektion, um sowohl bei guten als auch schlechten Lichtverhältnissen optimal fokussieren zu können.
Das stört uns an der Sony Alpha 7M3 

Ein Problem der meisten Sony Kameras ist das unübersichtliche Menü, welches viel Einarbeitungszeit voraussetzt. Neben dem unaufgeräumten Menü, wird auch die eher lieblose Integration eines Touchscreens kritisiert, welcher nur für wenige Anwendungen (unter anderem dem Festlegen eines Autofokusbereichs) nutzbar ist. Das ist allerdings Meckern auf sehr hohem Niveau, denn viel auszusetzen gibt es an der Sony Alpha 7 M3 wirklich nicht.

Unser Fazit zur Sony Alpha 7 M3 

Insgesamt verfügt die Alpha 7 M3 über unfassbar viele gut durchdachte Funktionen. Elf frei programmierbare Tasten sowie S-Log2 und 3 Profile für Videoaufnahmen mit großem Dynamikumfang lassen das (Hobby-) Fotografenherz höher schlagen.

Sony DSC-RX100 V - Edel-Kompaktkamera

Die Sony DSC-RX100 V Kompaktkamera zeichnet sich durch ihren schnellen Autofokus von 0,05 Sekunden aus. Zudem besticht sie bei Serienbildaufnahmen mit 24 Bildern pro Sekunde. Zur Aufnahme von coolen Actionszenen steht dir eine 40-fache Super-Zeitlupe zur Verfügung. Selbst 4K-Videos sind für die RX100 V kein Problem.

  • Detaillierte Bilder: Besonders gut gefallen hat uns bei der Kompaktkamera die S-Log Funktion, da diese ein sehr breites Farbspektrum abbilden kann. Lowlight-Situationen meistert die Sony RX100 V ebenfalls mit Bravour - bis ISO 6400 sind die Ergebnisse brauchbar. Auch an den Einstellungsmöglichkeiten wurde hier nicht gespart. Der 1-Zoll große 20 Megapixel EXMOR RS CMOS-Bildsensor erzielt eine hohe Auflösung mit wenig Bildrauschen bis zu einem ISO-Wert von 1600.

  • Kein Verwackeln: Ebenso positiv anzusehen, ist der elektronische Aufklapp-Sucher. Die Cyber-Shot RX 100 V verfügt über einen optischen Bildstabilisator und ein 24-70 mm Zeiss-Objektiv.

  • Edle Verpackung: Eine hochwertige Verarbeitung und kompakte Größe sind weitere Gründe für dieses Sony-Modell. Mit einem Gewicht um die 300g ist sie ideal für unterwegs.
Das stört uns an der Sony DSC-RX100 V

Als Manko der Kompaktkamera sind der langsame SD-Kartenslot und die kurze Akkulaufzeit zu nennen. Die Maximaldauer von UHD-Videos beträgt zudem lediglich fünf Minuten. Es lässt sich aber im Anschluss direkt die nächste Aufnahme starten. Bei Videos im Outdoorbereich solltest du allerdings etwas aufpassen, da die Kamera recht windempfindlich ist.

Unser Fazit zur Sony DSC-RX100 V

Wenn du eine Kamera ausschließlich fürs Fotografieren suchst, kannst du auch getrost zum Vorgängermodell der Sony RX100 IV greifen. Die Mark V eignet sich hingegen für alle Kompaktkamera-Liebhaber:innen, die eine gute Bildqualität auch bei schlechten Lichtverhältnissen suchen.

Welche Varianten von digitalen Fotokameras gibt es?

Schnell stellt sich die Frage, welche Digitalkamera denn nun aktuell die beste ist. Dies kann man so pauschal jedoch gar nicht sagen. Schließlich kommt es darauf an, was du mit deiner neuen Digitalkamera eigentlich machen willst und ob du Anfänger:in, Hobbyfotograf:in oder Profi bist.
Daher ist es wichtig, sich zunächst einen Überblick über die verschiedenen Arten von Digitalkameras zu machen. Bei digitalen Fotoapparaten unterscheidet man zwischen mehreren grundlegend verschiedenen Bauarten. Die nachfolgende Tabelle gibt dir einen Überblick darüber, welche verschiedenen Kamera-Typen es gibt und was diese voneinander differenziert.

Kompaktkameras

Eine Kompaktkamera ist eine vergleichsweise kleine und leichte Fotokamera. Kompaktkameras verfügen zwar oft nur über einen eingeschränkten Funktionsumfang, sind aber meist relativ einfach zu bedienen. Im oberen Preissegment gibt es zudem hochwertigere Kompaktkameras, sogenannte “Edelkompakte”, welche mehr manuelle Einstellmöglichkeiten bieten.

Bridgekameras  

Eine Bridgekamera ist im Prinzip nichts anderes als eine Kompaktkamera mit einem besonders starken optischen Zoom-Objektiv. Daher werden solche Bridgekameras gelegentlich auch als “Superzoom-Kameras” bezeichnet. Durch das besondere Objektiv ist es möglich, mit der Kamera sowohl im Makro- als auch im Weitwinkel-Bereich gute Fotos zu machen. Im Gegensatz zu System- und Spiegelreflexkameras ist das Objektiv einer Bridgekamera jedoch fest verbaut und lässt sich somit nicht auswechseln.

Spiegellose Systemkameras

Spiegellose Systemkameras zeichnen sich dadurch aus, dass sie genau wie Spiegelreflexkameras über ein Wechselobjektiv verfügen, aber ohne Spiegelmechanik auskommen und damit deutlich kleiner und leichter sind. Daher werden spiegellose Systemkameras auch als DSLM-Kameras bezeichnet, was als Abkürzung für “Digital Single-Lens Mirrorless” steht. Diese Systemkameras kommen nah an die Fotoqualität von Spiegelreflexkameras heran, zudem eignen sich viele Modelle auch gut zum Aufnehmen von Videos.

Spiegelreflexkameras

Digitale Spiegelreflexkameras, auch DSLR-Kameras genannt  (als Abkürzung für “Digital Single-Lens Reflex”), besitzen einen wegklappbaren Spiegel im Kameragehäuse. Dadurch siehst du beim Blick durch den Sucher der Spiegelreflexkamera genau das Bild, das die Kamera beim Drücken des Auslösers aufnimmt. Spiegelreflexkameras bieten dir dank umfangreicher manueller Einstellmöglichkeiten und einer vielfältigen Auswahl an Wechselobjektiven und Zubehör maximale kreative Freiräume beim Fotografieren.

Unterwasserkameras

Eine Unterwasserkamera ist eine Kompaktkamera, die speziell auf den Einsatz im kühlen Nass ausgelegt ist. Dank ihres robusten und wasserdichten Gehäuses eignet sich eine Unterwasserkamera perfekt für Outdoor-Action und Strandurlaube. Mit einem günstigen Modell können auch Kinder erste Fotos machen, ohne dass die Kamera sofort kaputtgeht. Für viele andere nicht wasserdichte Kameras gibt es aber auch wasserdichte Kameragehäuse, um auch diese für solche Zwecke einsetzen zu können.

Brauche ich eine Digitalkamera trotz Smartphone?

Ausschnitt einer Person mit einer Kamera in der HandViele Nutzer:innen fragen sich, ob sie heutzutage überhaupt noch eine Digicam brauchen, obwohl sie doch auch mit ihrem Smartphone Fotos aufnehmen können. Schließlich ist es doch einfach praktischer, das Smartphone zu benutzen, um so keine zwei Geräte mit sich herumtragen zu müssen. Außerdem sind die Schnappschüsse vom Smartphone schnell bei Instagram hochgeladen oder via Snapchat mit Freunden geteilt. 

Doch längst nicht auf allen Gebieten kann die Kamera deines Smartphones mit einer richtigen Digitalkamera mithalten. Warum sich der Kauf eines digitalen Fotoapparats für dich also trotz hochwertigem Smartphone lohnen könnte, erfährst du hier.

Wie gut ist die Qualität von Handykameras?

Die Qualität von Handyfotos hängt natürlich in erster Linie vom jeweiligen Smartphone-Modell ab. Während High-End-Smartphones oft mit vergleichsweise guten Kameras ausgestattet sind, lässt die Bildqualität vieler günstiger Handys zu wünschen übrig. Ja, es stimmt, die Qualität von Handyfotos hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und die Hersteller entwickeln die Kameras von Smartphones stetig weiter. Doch bei einigen Aspekten sind echte Digitalkameras, Smartphones teils deutlich überlegen. 

  • Optischer Zoom: Aufgrund ihrer geringen Tiefe können Smartphones nur bedingt einen guten optischen Zoom in ihre Kameramodule integrieren. Mit einer echten Kamera und dem richtigen Objektiv hast du die Möglichkeit deine Motive ohne Qualitätsverlust sehr nah an und intuitiv vor die Linse zu holen.
    High-End-Smartphones bieten maximal einen 5-fach optischen Zoom, bei Kameras fängt es bei einer 20-fachen Vergrößerung erst an. Spiegelreflexkameras bieten dir Wechselobjektive, eine Bridgekamera hingegen verfügt über ein Objektiv, welches nicht gewechselt werden kann.

  • Einfache Bedienung: Wer schon mal mit einer Smartphone-Kamera versucht hat, Werte wie Belichtungszeit, Blitz, Zoom, Weißabgleich, ISO etc. anzupassen, gerät mit den fummeligen Touch-Menüs schnell an seine Grenzen.
    Echte Kameras bieten mit vielen Tasten die Möglichkeit schnell, präzise und intuitiv die Einstellungen der Aufnahme anzupassen.

  • Keine Ablenkung: Es gibt nichts Schlimmeres als bei der bei einem Projekt oder dem entspannten Urlaubstrip ständig von irgendwelchen Meldungen aus Chat-Apps oder News abgelenkt zu werden. Eine Kamera schafft das Bewusstsein für den Moment und fokussiert die Konzentration auf das Festhalten von besonderen Momenten.

  • Bessere Bild- und Videoqualität: Natürlich können Smartphones mit ihren starken Prozessoren dir viel Arbeit abnehmen und viele Mängel eines Fotos oder Videos ausbessern, doch insgesamt bekommst du mit echten Digitalkameras einfach eine bessere Bildqualität. Insbesondere bei der Nachbearbeitung am PC oder beim Ausdrucken von Bildern ist der Qualitätsunterschied direkt ersichtlich - vor allem bei Schnappschüssen. 

Digitalkamera oder Smartphone?

Auch Digitalkameras sind mittlerweile mit einer WLAN- und Bluetoothfunktion ausgestattet. Du kannst sie kabellose mit deinem Smartphone, Laptop oder Drucker verbinden. So kannst du Bilder nicht nur direkt ausdrucken, sondern auch auf Social Media posten. Einige Hersteller bieten auch Apps für dein Smartphone an. Dein Handy wird so zur Fernbedienung für deine Digitalkamera

Unser Tipp: Nutze beides, Smartphone und Digitalkamera, je nach Anlass. Schließlich ist in den meisten Alltagssituationen die Handykamera oft ausreichend, um schnell einen Schnappschuss zu machen. Aber zu besonderen Ereignissen lohnt es sich, eine digitale Kamera mitzunehmen. Wer möchte schon Abstriche bei der Qualität seiner Urlaubsfotos machen oder unscharfe Bilder von der letzten Familienfeier ins Fotoalbum kleben?

Digitalkamera vs. Smartphone - Was spricht für eine Digitalkamera? 

Videodreh mit einer Digitalkamera Nach wie vor gibt es gute Argumente für den Kauf einer digitalen Kamera. Gerade, wenn du dich ein wenig tiefgehender mit der Fotografie beschäftigen möchtest, wirst du schnell merken, dass dir die Kamera deines Smartphones nicht ausreichen wird. Die wichtigsten Faktoren, auf die du beim Kauf achten solltest, haben wir dir hier zusammengetragen. 

Bessere Bildqualität

Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen wie in dunklen Räumen oder einsetzender Dämmerung gelingen dir mit einer guten Fotokamera deutlich bessere Bilder als mit Smartphones. Dies wird ermöglicht durch die bessere Optik und die deutlich größeren Bildsensoren von Digitalkameras, für die in Smartphones kein Platz ist.

Um eine gute Bildqualität zu erzielen, musst du wissen, dass diese von verschiedenen Faktoren, die sich auch gegenseitig beeinflussen, abhängig ist. Um beispielsweise in dunkleren Umgebungen gute Fotos aufnehmen zu können, kannst du folgendes je nach Kameratyp verändern:

  • Die Blende: Hier musst du wissen, dass du den Schärfebereich veränderst, wenn du die Blendenöffnung umstellst.

  • Die Verschlusszeit: Hier beeinflusst du, wie lange dein Sensor, der das Bild “aufnimmt” belichtet wird. Du beeinflusst damit die Bewegungsunschärfe. Je nachdem wie deine Blende eingestellt ist, hat die Verschlusszeit ihre Auswirkungen auf das Foto.

  • Der ISO-Wert: Dieser Wert beschreibt quasi die Lichtempfindlichkeit deines Sensors. Je höher dein ISO Wert, desto lichtempfindlicher ist der Sensor. Das kann gerade in dunklen Umgebungen dein Foto retten. Beachte aber unbedingt, ab welchem ISO-Wert das typische Bildrauschen entsteht. Hier sind natürlich die Sensoren von beispielsweise einer Spiegelreflexkamera gegenüber dem eines Handy ganz klar im Vorteil. Sie sind schlicht größer und fangen erst später an zu rauschen. Auf einem größeren Sensor stehen dir mehr Pixel zur Verfügung, somit kann dein Bild in puncto Farben viel feiner abgebildet werden.

Echter Zoom

Viele digitale Kameras verfügen über die Möglichkeit ein Zoom-Objektiv anzubringen, mit dem du auch weit entfernte Objekte visuell nah heranholen kannst. Kompakt- und Bridgekameras verfügen zwar über ein fest verbautes Objektiv, weisen aber auch einen gewissen optischen Zoom auf. Ohne dabei Abstriche bei der Bildqualität machen zu müssen. Dies bezeichnet man als “optischen Zoom”. Der Digitalzoom deiner Handykamera dagegen vergrößert oftmals nur einen Bildausschnitt - und das auf Kosten der Qualität -  und erweckt so die Illusion, in das Bild hineinzuzoomen.

Höhere Auflösung

Auch wenn die Auflösung der meisten Smartphone-Kameras für normale Zwecke völlig ausreicht, bieten Digitalkameras doch die bessere Bildqualität. In Verbindung mit einer guten Optik und einem großen Bildsensor ermöglicht dir die höhere Auflösung, dass deine Bilder auch dann noch gestochen scharf aussehen, wenn du große Ausdrucke von ihnen erstellst, oder einzelne Bildausschnitte im Nachhinein vergrößert verwenden möchtest.

Längere Akkulaufzeit

Der Kauf einer separaten Fotokamera kann auch deshalb sinnvoll sein, weil die Aufnahme von Fotos den Akku deines Smartphones stark belastet. So kann dir an einem langen Urlaubstag schnell der Saft ausgehen und du stehst am Ende des Tages mit einem leeren Smartphone da, sodass du weder fotografieren noch telefonieren kannst. Mit einer zusätzlichen Fotokamera schonst du also den Akku deines Smartphones und kannst unbesorgt fotografieren - zumal sich die Akkus der meisten Digitalkameras im Gegensatz von denen vieler Smartphones problemlos auswechseln lassen.

Welche Digitalkamera passt zu dir? 

Ausschnitt von Kamera ModiÄhnlich breit wie das Angebot sind auch die Bedürfnisse der verschiedenen potentiellen Käufer:innen von Digitalkameras. Dabei lassen sich diese grob in die drei Gruppen Anfänger:innen, Hobbyfotograf:innen und Profifotograf:innen einteilen. Wenn du eine neue Digitalkamera kaufen möchtest, ist es hilfreich, sich zunächst einer dieser drei Gruppen zuzuordnen.

Welche Digitalkamera eignet sich für Anfänger:innen?

Als Fotografie-Laie möchtest du schöne Erinnerungen wie unter anderem den nächsten Urlaub auf schönen Bildern festhalten. Dies soll möglichst einfach sein, denn mit Begriffen wie Brennweite, ISO-Zahl und Blende kannst du wenig anfangen. Vielleicht ist der Kauf einer Fotokamera für dich aber auch der erste Schritt auf dem Weg vom Smartphone-Schnappschuss zu einer Fotografen-Karriere. 

Für Fotografie-Anfänger:innen empfehlen wir den Kauf einer Kompaktkamera im unteren bis mittleren Preissegment. Diese bieten eine bessere Bildqualität als Smartphones und sind auch ohne tiefergehende Fotografie-Kenntnisse problemlos zu bedienen. Wenn du besonderen Wert auf einen starken Zoom legst, kann sich auch eine Bridgekamera für dich lohnen.

Welche Fotokamera eignet sich am besten für Hobbyfotograf:innen?

Du hast deine Kamera immer mit dabei und machst die besten Fotos in deinem Bekanntenkreis. Als Hobbyfotograf:in hast du aber nicht die Zeit, dich immer über die neuesten Foto-Trends auf dem Laufenden zu halten. Für Hobbyfotograf:innen eignen sich insbesondere spiegellose Systemkameras, aber auch Spiegelreflexkameras sowie hochwertige Kompakt- und Bridgekameras - je nach deinen Bedürfnissen.

Die besten Digitalkameras für Profis

Fotografie ist dein Leben und du hast sie dir vielleicht sogar zum Beruf gemacht. Du bist bereit, viel Geld für eine professionelle Kameraausrüstung auszugeben und kennst dich vermutlich bestens mit den neuesten Kameramodellen aus. Sicher hast du auch schon eine Idee, welches Modell für dich infrage kommt. Bei uns kannst du in unserem Preisvergleich nun das günstigste Angebot für deine Traumkamera finden.

Was kostet eine gute Digitalkamera?

Angesichts der großen Preisspanne stellt sich die Frage, wie viel Geld du wirklich auf den Tisch legen musst, um eine gute Digitalkamera zu kaufen. Dies richtet sich stark nach deinen individuellen Bedürfnissen. Für die meisten Anfänger:innen ist eine vergleichsweise günstige Kompaktkamera im Bereich von 150 bis 300 Euro völlig ausreichend. Hobbyfotograf:innen greifen dagegen zu einer etwas teureren Bridgekamera, einer spiegellosen Systemkamera oder einem DSLR-Einstiegsmodell und sollten dafür ein Budget von 300 bis 1000 Euro einplanen. Gute Modelle für Profifotograf:innen kosten dagegen oft mehrere tausend Euro.

Nützliche Tipps für den Digitalkamera-Kauf

Frau fotografiert mit DigitalkameraIn diesem Abschnitt erklären wir dir, was es neben der Bauart und den technischen Eigenschaften beim Kauf einer Digitalkamera sonst noch zu beachten gibt. Beispielsweise welches Zubehör nützlich ist und welche Marken gute Fotoapparate im Sortiment haben. Darüber hinaus erklären wir dir, inwiefern Digitalkameras zur Aufnahme von Videos geeignet sind.

Welche Marken haben die besten Kameramodelle?

In der Welt der (Hobby-)Fotograf:innen gibt es bekanntermaßen zwei Lager: Die einen bevorzugen Nikon-Digitalkameras, während die anderen auf Canon-Digitalkameras schwören. Doch neben den beiden bekannten Herstellern haben sich schon seit einiger Zeit weitere gute Digitalkamera-Marken etabliert, unter anderem Sony, Panasonic und Olympus.

Auf nachfolgenden Seiten kannst du dich über die verschiedenen Digitalkamera-Marken und ihre bekanntesten Produktserien sowie deren Besonderheiten informieren:

Welches Zubehör gibt es für Digitalkameras?

Die Kamera ist der erste Schritt, doch damit alleine ist deine Fotoausrüstung noch lange nicht komplett. Schließlich gibt es für Digitalkameras Zubehör in Hülle und Fülle. Was du davon wirklich brauchst, kannst aber nur du selbst entscheiden. 

Zur Grundausrüstung gehört allerdings auf jeden Fall eine Speicherkarte, denn die meisten Digitalkameras verfügen über keinen oder bestenfalls sehr geringen eingebauten Speicher. In den meisten Kameras kommen dabei SD-Karten zum Einsatz. Darüber hinaus empfehlen wir dir den Kauf einer Kameratasche, damit deine neue Kamera beim Transport vor Beschädigungen geschützt ist. Wenn du mit deiner Kamera längere Zeit am Stück unterwegs bist, kann sich auch der Kauf eines Ersatzakkus auszahlen. Die Anschaffung eines Stativs ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn du gerne langzeitbelichtete Fotos aufnehmen möchtest - damit sie nicht verwackeln.

Für System- und Spiegelreflexkameras sind unterschiedliche Objektive ebenfalls lohnenswert. Erst das richtige Objektiv ermöglicht kreative Freiheit und das Spiel mit Perspektiven, Motiven und Blickwinkeln.

Experten-Tipp: Bei manchen Kamera-Angeboten ist schon Zubehör im Lieferumfang enthalten. Es lohnt sich also, einen Blick in die Produktbeschreibung zu werfen, um den versehentlichen doppelten Kauf einzelner Zubehörartikel zu vermeiden.

Videos mit einer Digitalkamera - Für YouTuber:innen und Vlogger:innen

Digitalkamera an einem Fotoset Fotos sind das eine - aber wäre es nicht auch schön, bewegte Bilder vom nächsten Urlaub oder der nächsten Familienfeier zu haben? Oder hast du einen YouTube-Kanal und möchtest diesen mit professionellem Content füllen? Zum Glück kannst du mit fast allen neuen Digitalkameras auch Videos aufnehmen. Aber Achtung: Gerade bei günstigen Einstiegsmodellen ist die Video- und Tonqualität eher mittelmäßig. Worauf solltest du also achten, wenn du dir eine Kamera auch für Videoaufnahmen kaufen möchtest? Wir möchten dir jedenfalls einen kleinen Einblick in die Welt der Videografie ermöglichen.

Wie gut ist die Bildqualität von Digitalkamera-Videos?

Videoauflösung: Wenn man von der Auflösung eines Videos spricht, dann ist damit die Anzahl der Bildpunkte gemeint. Natürlich kannst du auch die Auflösung deiner Videos beeinflussen. Typische Auflösungen können sein:

  • SD: 640 x 480
  • HD: 1280 x 720
  • Full HD: 1920 x 1080
  • UHD/4K: 3840 x 2160

Wichtig zu wissen: Wenn du in SD aufnimmst, dann erzielst du die typische 4:3 Aufzeichnung, die man durchaus aus früheren Zeiten noch kennt. Sonst wird im 16:9 Format, was uns mittlerweile vertrauter ist, aufgezeichnet.

Wenn du deine Fotokameras auch zur Aufnahme von Videos nutzen möchtest, sollte die Video-Funktion mindestens eine Full HD-Auflösung im 16:9-Format bieten. Dies reicht für einen normalen Fernseher oder Monitor völlig aus. Falls deine Videos auch auf einem 4K-Monitor oder einem 4K-Fernseher gestochen scharf aussehen sollen, benötigst du eine Kamera, mit der du Videos in 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixeln) aufnehmen kannst. Möchtest du deinen YouTube-Kanal mit professionellen Videos füllen, empfehlen wir dir ein Modell mit 4K-Auflösung zu wählen. Deine Clips sehen insbesondere auf modernen Fernsehern schlichtweg besser aus. Problematisch kann hier aber die Datenmenge werden, sowohl beim Aufzeichnen, als auch beim Nachbearbeiten.

Großer Bildsensor: Wie auch bei der Aufnahme von Fotos spielt auch bei der Aufnahme von Videos die Größe des Bildsensors eine entscheidende Rolle. Bei Spiegelreflexkameras ist allerdings anzumerken, dass der Spiegel während der gesamten Videoaufnahme ohnehin hochgeklappt ist und somit keinen Vorteil bietet. Stattdessen erhöht die Spiegelvorrichtung das Gewicht der Kamera, was bei längeren Freihand-Aufnahmen störend sein kann.

Bildrate: Damit die aufgenommenen Videos auch bewegte Motive flüssig darstellen, ist auf die Bildrate zu achten. Diese wird in Frames-per-Second (FPS) gemessen und gibt an, wie viele Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Je höher die Bildrate (also je mehr FPS), desto flüssiger wirkt das Video, wobei mindestens 24 FPS für ein angenehmes Videoerlebnis zu empfehlen sind.

Falls du Aufnahmen mit mehreren Kameras machst, so solltest du darauf achten, dass jede Kamera in der gleichen Bildrate aufzeichnen kann. Wenn du Lichtquellen filmen möchtest, solltest du wissen, dass die Frequenz dieser Probleme bereiten kann und diese sich in einem Flimmern in deiner Aufnahme widerspiegeln. Klassisches Beispiel sind die Streifen auf einem Monitor, die entstehen können, wenn du einen solchen abfilmst. Hier ist es dann eine Überlegung wert mit welcher Bildrate und Verschlusszeit du also die Aufnahme tätigen möchtest, um ebendieses Flimmern zu vermeiden.

Bildstabilisator: Ein Bildstabilisator ist eine nützliche Funktion, wenn du zum Filmen kein Stativ benutzen möchtest. Er ermöglicht dir, auch Freihandaufnahmen ohne Ruckeln und Zittern aufzunehmen. So erhältst du ein fließenderes Bild, wenn du die Kamera während der Videoaufnahme bewegst.

Wie gut ist die Tonqualität von Digitalkamera-Videos?

Hinsichtlich der Tonqualität kann es sich lohnen, ein externes Mikrofon anzuschließen, selbst wenn das interne Mikrofon der Kamera bereits gut ist. So kannst du das Aufzeichnen von Störgeräuschen verringern. Störgeräusche können beispielsweise durch dich selbst verursacht werden, wenn du den Zoom ziehst oder falls du beim umgreifen an der Kamera versehentlich an das Mikro stößt. Ein externes Mikrofon kann gerade unter schwierigen Bedingungen, wie der Aufnahme bei starkem Wind, wahre Wunder wirken. Dies ist allerdings nur möglich, wenn deine Kamera einen Anschluss für ein solches Mikrofon bietet. Dies ist bei den meisten günstigen Kompaktkameras nicht der Fall.

Digitalkamera oder Camcorder?

Wenn du überwiegend Videos machen möchtest, dann lohnt sich vielleicht der Blick in unseren Camcorder-Kaufberater. Schließlich sind diese Geräte im Gegensatz zu Fotokameras nicht primär zum Fotografieren, sondern in erster Linie zum Filmen gebaut. Alternativ kannst du auch den Kauf einer Spiegelreflex- oder spiegellosen Systemkamera in Erwägung ziehen, falls du dir für die Aufnahme von Fotos und Videos nur ein Gerät zulegen möchtest.

Digitalkamera Test: Die besten Digitalkameras im Test

Hast du noch nicht genug über Digitalkameras erfahren und möchtest wissen, wie Kompakt-, Bridge- und Spiegelreflexkameras im Test abgeschnitten haben? Wir verraten dir, welche Kameras Testsieger wurden.

Die Stiftung Warentest führt regelmäßig Digitalkamera Tests durch. Im Test 2021 wurden Systemkameras auf Herz und Nieren geprüft. Hervorheben konnten sie Modelle von den Marken Panasonic, Nikon und Fujifilm. Testsieger wurde die Lumix DC-GH5M2L von Panasonic. Diese wetterfeste Systemkamera siedelt sich im hohen Preissegment an, sie kann aber in allen Testkategorien punkten. 

Bei den Kompaktkameras liegt Fujifilm mit der X100V im Test vorne. Auch diese hochwertige Kamera liegt im höheren Preissegment und eignet sich am besten für anspruchsvolle Fotograf:innen.

Canon konnte vermehrt im Spiegelreflexkamera Test punkten. Vor allem die Kameras im mittleren bis hohen Preissegment konnten in den Kategorien Sucher und Monitor, sowie Handhabung punkten. Testsieger wurde die Canon EOS 90D, eine wetterfeste Spiegelreflexkamera für hohe Ansprüche. 

Das Kamera-ABC - Das solltest du wissen

Vollformat oder APS-C, elektronischer Sucher, optischer Zoom? Blitzlichtkorrektur und Crop Faktor? Es gibt einige Begriffe, die dir bei der Recherche über Kameras begegnen werden. Was deine Kamera alles an Funktionen aufweist, ist natürlich abhängig von dem Modell und auch dem Kameratyp. Damit du dir aber unter den Bezeichnungen etwas vorstellen und dich so vielleicht auch besser entscheiden kannst, möchten wir dir hier in unserem Kamera-ABC einige wichtige Begriffe erklären.

Bild von verschiedenen DateienBildformate

Der Begriff ist immer im Kontext zu sehen. Er kann verschiedene Bedeutungen haben:

  • Zum einen beschreibt es das Dateiformat,
  • zum anderen das Seitenverhältnis, in welchem deine Kamera das Bild aufnehmen soll. Also beispielsweise 4:3, 3:2 oder 16:9. Das Seitenverhältnis gibt also das Verhältnis von langer zu kurzer Seite an.

In unserem Überblick findest du alle wichtigen Informationen zu den verschiedene Datei- beziehungsweise Bilddateiformaten. In Bezug auf digitale Kameras werden auch Videodateiformate immer interessanter, da die meisten Kameras vergleichsweise gut filmen können.

Fotografie

Aufnahmeformat

Beschreibung

JPEG (Joint Photographic Experts Group)

  • Ist eine Norm, die Bildkompressionsverfahren beschreibt, sowohl verlustfreie als auch verlustbehaftete.
  • Die sogenannten Unterarten, wie JPG, JPEG, JPE oder JFIF legen weitere Eigenschaften der Speicherung des Bildes fest (z.B. den Farbraum).
  • JPG wird aber auch als Abkürzung für JPEG genutzt.
  • Durch die Komprimierung wird weniger Speicherplatz benötigt.
  • Es kann aber zu Qualitätseinbußen kommen.

RAW

  • Beim RAW Format werden die Bilder unbearbeitet und unkomprimiert abgespeichert.
  • Du hast alle Daten des Sensors, zur Verfügung. Die RAW-Dateien müssen dann aber auch digital entwickelt werden. Alle Bearbeitungsschritte kannst du selbst vornehmen: Belichtungskorrektur, Sättigung, Kontraste, Weißabgleich etc.
  • Benötigt mehr Speicherplatz (ca. 20 Megabyte).
  • Die Dateiendung, in der das Bild abgelegt wird, ist je nach Hersteller verschieden.
  • Alle  Kameras bieten dir die Möglichkeit, sowohl in RAW, als auch in JPG aufzunehmen.

GIF

(Graphics Interchange Format)

  • Format für Bilder mit Farbpalette.
  • Farbtabelle mit maximal 256 Farben und einer transparenten Farbe.
  • Ermöglicht verlustfreie Kompression.
  • Mehrere Bilder können übereinander abgelegt werden. Webbrowser oder andere geeignete Programme können dies als Animation abspielen.

PNG (Portable Network Graphics)

  • Ein Format für verlustfreie Datenkompression.
  • Format für Rastergrafiken.
  • Unterstützt unterschiedliche Farbtiefen und Transparenzen über einen Alpha-Kanal.
  • Oft größer als JPGs.

TIFF (Tagged Image File Format)

  • Dieses Format, zur Speicherung von Bilddaten, kennt zum einen verschiedene Farbräume und zum anderen auch verschiedene Algorithmen zur Datenkompression.
  • Innerhalb einer TIFF-Datei kann das Bild in verschiedenen Auflösungen gespeichert werden, indem man es mit einer sogenannten Bildpyramide abspeichert.
Videografie

In puncto Auflösung trumpfen einige Kamera mit Full HD und 4K ganz schön auf. Es lohnt sich aber die genauen Angaben vor dem Kauf ausführlich anzuschauen. Stabilisiert beispielsweise der hochgelobte Bildstabilisator auch die 4K-Aufnahmen? Oder wird das Bild vielleicht gecroppt (beschnitten), wenn du in UHD aufnimmst? Mit wie viel Frames per Second filmt denn deine digitale Kamera und kann man daraus ordentliche Zeitlupen-Aufnahmen machen? Ab etwa 14-16 Bildern pro Sekunde nehmen wir bereits aufeinanderfolgende Bilder als eine Bewegung wahr. Standardmäßig filmen Kameras mit etwa 24 Bilder pro Sekunde. Für Zeitlupenaufnahmen sollte mit mindestens 50 oder 60 Bildern pro Sekunde gefilmt werden. Noch besser sind Aufnahmen mit 100 bis 120.

Ein Video enthält ja nicht nur die Bilder, sondern auch das Audiomaterial, was du aufgenommen hast. Daher werden die Daten in sogenannten Containern abgelegt. Containerformate beinhalten Dateiformate, in denen verschiedene Dateiarten zusammengefasst wurden (Bild und Ton). Oft sind die Regeln zur Codierung und Decodierung mit enthalten. Verschiedene Codecs codieren die Daten.

Gängige Containerformate sind:

Name

Beschreibung

AVI (Audio Video Interleave)

  • Spielt Video und Audio zusammen ab
  • Container kann Daten mit verschiedenen Codecs enthalten
  • Von Microsoft entwickelt

MOV (Quicktime Movie)

  • Unterstützt verschiedene Codecs und Formate (z.B. H.264, H.265, Linear PCM)
  • Von Apple entwickelt

AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)

  • Für hochauflösende Videofilme
  • Unterstützt maximal Full HD mit 60 Bildern pro Sekunde
  • Unterstützte Codecs zur Komprimierung: MPEG-4, AVC/H.264, Linear PCM, Dolby Digital

Belichtung

Faktoren, wie die Blende, der ISO-Wert und die Verschlusszeit beeinflussen dein Bild maßgeblich - auch im künstlerischen Sinne. Das Zusammenspiel dieser Parameter erlaubt dir, deiner Kreativität freien Lauf zu lassen.

Achtung: Durch das Verstellen der genannten Parameter kann das “aus der Hand” fotografieren schwerer fallen.

Als Faustregel für wackelfreie Aufnahmen kannst du dir folgendes merken: Der Kehrwert der Brennweite ergibt die Verschlusszeit, mit der du noch Freihand aufnehmen kannst.

Blende

Darstellung verschiedener BlendenöffnungenMit der Blende kannst du bestimmen, wie viel Licht durch dein Objektiv auf deinen Sensor fällt. Meist handelt es sich um kreisförmig angeordnete Lamellen, mit denen du die kreisrunde Öffnung deiner Blende verkleinerst oder vergrößerst. Die Größe der Öffnung beschreibst du mithilfe der Blendenzahl. Genau beschreibt die Blendenzahl das Verhältnis von Brennweite zu Blendenöffnungsweite.

Merke: Je kleiner die Blendenzahl ist, desto größer ist die Blendenöffnung, es fällt also mehr Licht auf den Sensor. Umgekehrt gilt das natürlich analog.

Eine Blendenzahl, zum Beispiel f1.4, lässt also sehr viel Licht durch das Objektiv, während eine Blendenzahl von f11 wenig Licht durchlässt.

Je größer die Blendenöffnung ist, desto mehr Schärfentiefe erzielst du auf deinem Bild, damit ist der Bereich gemeint, der scharf dargestellt wird. Außerdem steigt gleichzeitig die Belichtungszeit.

Offenblende

Der Wert der Offenblende gibt an, wie die größtmögliche Blendenöffnung von einem Objektiv ist.

Dargestellt wird ein Verhältnis, das sogenannte Öffnungsverhältnis, um die Abhängigkeit zur Brennweite darzustellen.

ISO-Wert

Der ISO-Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Je höher der Wert, desto empfindlicher reagiert auch der Sensor.

Das Bildrauschen und der Detailverlust steigen allerdings ebenfalls bei der Erhöhung des ISO-Wertes. Pauschal lässt sich sagen: Je größer der Sensor ist, desto weniger rauschen auch deine Bilder, da den Pixeln “mehr Platz” zur Verfügung steht. Je empfindlicher du deinen Sensor einstellst, desto weniger Zeit zum Belichten benötigt man für ein “gut” belichtetes Bild.

Merke: Doppelter ISO, halbe Belichtungszeit für eine ordentlich beleuchtete Aufnahme.

Verschlusszeit

Aufnahme mit längerer Verschlusszeit

Die Verschlusszeit beschreibt die Belichtungszeit der Aufnahme, wie lange du also “zulässt”, dass der Sensor belichtet wird, bevor sich der Verschluss deiner Kamera schließt.

Durch Einstellen der Verschlusszeit kannst du kreative Effekte erzielen, wie beispielsweise die Bewegungsunschärfe. Die Bewegungsunschärfe beschreibt die Unschärfe sich bewegender Objekte. Du erzielst sie, wenn sich Objekte innerhalb der Belichtungszeit bewegen.

Hinweis: Eine kurze Belichtungszeit ermöglichen dir durchaus scharfe Bilder und das ohne Stativ. Je höher die Belichtungszeit, desto schwieriger wird es aus der Hand zu fotografieren. Ungewollte Wackler können das Ergebnis sein.

Bildqualität

Je höher die Megapixel, desto besser das Bild - Das ist ein Trugschluss. Die Bildqualität hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bildsensor, Bildprozessor, Bildverarbeitung und letztendlich spielt das Objektiv ebenfalls eine Rolle.

Bildsensor, -prozessor und -verarbeitung

Der Bildsensor ist maßgeblich verantwortlich für die Qualität deines Bildes. Eine ganz pauschale Aussage lautet: Je größer der Sensor, desto besser ist auch die Bildqualität deiner Kamera.

Wie gut dein Bildsensor ist, wird aber von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Grundsätzlich wird zwischen verschiedenen Sensortypen unterschieden:

  • CCD (Charged Coupled Device): Sensor mit Filterrad oder -sensoren
  • CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor): Hier liegen farbsensible Sensoren neben- oder übereinander.

Der Trend geht in Richtung CMOS-Sensor. Hier können größere Pixel angeordnet und alle Informationen innerhalb eines Bildpunktes erfasst werden.

Hast du schon mal was von Vollformat und APS-C gehört? Das sind Begriffe, welche die Größe deines Sensors - ein weiteres Merkmal, welches die Qualität beeinflusst - beschreiben. Die Größe des Sensors ist auch gleichzeitig die Grenze für die Anzahl der Pixel, die sich auf diesem unterbringen lassen.

Eigentlich gibt es zwei Möglichkeiten:

  • kleine Pixel, dafür aber mehr
  • größere Pixel, die lichtempfindlicher sind.

Mehr Pixel bedeuten eine höhere Auflösung, kleine Pixel sind aber weniger lichtempfindlich. Die Signale müssen mehr verstärkt werden, was zu einem höheren Grundrauschen oder einer niedrigeren ISO-Empfindlichkeit führen kann. Größere Bildpunkte bedeuten eine Steigerung der Lichtempfindlichkeit, ergo mehr Details, ein geringeres Grundrauschen und vor allem immer noch gute Ergebnisse bei schlechten Lichtverhältnissen.

Hier ein Überblick mit gängigen Sensoren, welche in Kameras verbaut werden:

Sensor Name

Größe (Breite x Höhe)

Micro-Four-Thirds, Four-Thirds

17,3 x 13,0 mm

APS-C

22,2 x 14,8 mm

DX

23,7 x 15,6 mm

Vollformat (FX)

36,0 x 24,0 mm

Mittelformat

48,0 x 36,0 mm

Die gleiche Sensorgröße kann bei unterschiedlichen Herstellern tatsächlich auch verschieden groß sein. Sprich ein APS-C Sensor von Canon weist eine leicht andere Größe auf, als ein APS-C Sensor von Nikon.

Schlussendlich müssen die empfangenen Signale auch verarbeitet und ausgelesen werden. Dafür ist der Bildprozessor zuständig. Die Rechenleistung und die eingesetzten Algorithmen zur Verarbeitung der Daten sind dabei entscheidend für die Qualität des Bildes. Er “bearbeitet” das Bild und passt Faktoren wie Helligkeit, Kontrast, Sättigung und Schärfe an.

Megapixel

Ein Pixel ist ein Bildpunkt. Die Auflösung von Sensoren und Bildern wird in Megapixel angegeben.

Übliche Angaben sind folgende:

  • SD: 720 x 576
  • Full HD: 1920 x 1080
  • UHD: 4520 x 2540

Der Teufel liegt aber im Detail, es lohnt sich immer genau hinzuschauen, wenn es um die Auflösung geht.

Bildstabilisator

Ein Bildstabilisator gleicht kleine Wackler aus. Sei es beim Aufnehmen eines Fotos oder beim Drehen eines Videos. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Bildstabilisatoren funktionieren. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen optischen und elektronischen Bildstabilisatoren. Manche Apparate besitzen auch eine doppelte Stabilisierung.

Optischer Bildstabilisator

Der Stabilisator kann entweder im Kamerabody oder aber im Objektiv sitzen, das ist je nach Modell verschieden.

  • Stabilisierung im Objektiv: Der Bildkreis wird über den Bildsensor verschoben
  • Stabilisierung im Body: Der Sensor wird unter dem Bildkreis verschoben

Der Bildkreis beschreibt den Bereich, den dein Gerät ausleuchten kann, er ist also mindestens so groß wie die Diagonale deines Bildsensors.

Man unterscheidet hier weiter zwischen 3- oder 5-Achsen Stabilisierung.

Elektronischer Bildstabilisator

Wie der Name verrät, wird hier das Ganze elektronisch realisiert. Meist durch Erhöhen der Empfindsamkeit des Sensors oder durch Nachschärfen.

Mechanischer Bildstabilisator

Der mechanische Bildstabilisator sei auch erwähnt. In diesem Zusammenhang seien auch Steadycam-Systeme genannt. Mechanisch kannst du dein Bild durch ein Stativ, aufstützen oder auch durch ein Gyroskop stabilisieren.

Brennweite

Brennweiten-Darstellung auf einer KameraDie Brennweite beschreibt die Entfernung zwischen der Hauptebene der Linse und dem Fokus (Brennpunkt). Sie wird in Millimetern (mm) angegeben.

Gemeinsam mit dem Aufnahmeformat (also dem Seitenverhältnis) bestimmt die Brennweite den Bildwinkel (Formfaktor).

Je kleiner du die Brennweite einstellst, desto weiter wird der Bildwinkel. Umgekehrt wird der Bildwinkel enger.

Merke: Bezogen auf einen Vollformat Sensor, spricht man bei 50 mm Brennweite davon, dass diese dem menschlichen Blickwinkel (um die 46°) in etwa entspricht.

Crop Faktor

Wie du bestimmt weißt, Kameras werden mit Sensoren verbaut, die unterschiedlich groß sind. Hier kommt der sogenannte Crop Faktor ins Spiel. Dieser wird auch als Formfaktor oder Verlängerungsfaktor bezeichnet. Das ganze gilt sowohl für kleinere als auch größere Sensoren.

Durch Sensoren, die kleiner sind als das gängige Kleinbildformat (24 x 36 mm), wie beispielsweise APS-C (etwa 15,7 x 23,5 mm) oder Micro-Four-Thirds (etwa 13 x 17,3 mm) Sensoren, ändert sich der Blickwinkel. Weil die lichtempfindliche Fläche verkleinert wird, wird auch das Bildbeschnitten” (engl. to crop).

Die Kamera mit APS-C Sensor und 50 mm Brennweite “sieht” nur einen Ausschnitt von dem, was eine Kamera im Kleinbildformat bei 50 mm sieht. Die “Bezugsgröße” ist also das Kleinbildformat.

Wenn du mit einer Kleinbildkamera den gleichen Bildausschnitt fotografieren möchtest, den du mit einer Kamera mit APS-C Sensor fotografierst, musst du folgende kleine Rechnung durchführen, um auf die entsprechende Brennweite für deine Kleinbildkamera zu kommen.

Formel:

Brennweite der nicht Kleinbildformat-Kamera x Crop Faktor = Brennweite Kleinbildformat

Beispiel

50 mm x 1,6 = 80 mm

Die Brennweite deiner Kleinbildkamera müsste also 80 mm sein, um den gleichen Bildausschnitt bei 50 mm und einer APS-C Sensor Kamera zu erzielen.

Auch andere Werte wie die Schärfentiefe ändern sich um diesen Faktor. Bei gleicher Brennweite reduziert dieser sich um den Faktor, bei gleichem Bildausschnitt steigt dieser aber proportional zum Crop Faktor.

Der Crop Faktor ist bei deiner Kamera eigentlich mit angegeben.

Wichtiger Hinweis: Auch wenn zwei Kameras APS-C Sensoren verbaut haben, sie aber von verschiedenen Herstellern stammen, können sie auch unterschiedliche Crop Faktoren aufweisen. Der Blick ins Detail lohnt sich also.

Typische Crop Faktoren im Überblick:

Sensor

Crop-Faktor

1” - CX-Format

2,7

4/3” - Micro-Four-Thirds, Four-Thirds

2

APS-C (meist Canon)

1,6

APS-C, DX

1,5

Ein weiterer Hinweis in Bezug auf Objektive, Vollformat, APS-C oder Micro-Four-Thirds Sensoren: nicht jedes Objektiv eignet sich für jede Kamera. Mal davon abgesehen, dass jeder Hersteller eigene Objektive und auch Anschlüsse (Bajonett) herstellt.

Ein Objektiv für Vollformat Sensoren kann durchaus für eine Kamera mit APS-C Sensor verwendet werden. Andersherum kann es jedoch problematisch sein.

Hintergrund ist der Bildkreisdurchmesser. Dieser ist bei einem Objektiv für APS-C Sensoren meist kleiner als die Diagonale des Vollformat Sensors. Der Bildkreis ist aber die Fläche, die der Sensor ausleuchten kann. Wenn dieser also kleiner ist, als der Sensor selbst, kann dieser nicht komplett belichtet werden und deine Bilder werden dunkler beziehungsweise weisen eine Vignette auf.

Mit entsprechenden Adaptern kannst du aber auch von Drittherstellern oder ältere, auch analoge Objektive, an deiner Kamera montieren. Ein Qualitätsverlust ist nicht ausgeschlossen.

Festbrennweite

Bildausschnitt mit verschiedenen Objektiven, einer Kamera und FilternBei Objektiven mit Festbrennweite kannst du die Brennweite nicht verändern. Normalerweise haben Festbrennweiten aber auch eine bessere Blendenzahl und sind somit lichtstärker als Objektive mit variabler Brennweite. Auch ein besseres Auflösungsvermögen und eine bessere Abbildungsleistung kommen meist mit Festbrennweiten einher.

Zoomobjektiv

Hierbei handelt es sich um ein Objektiv mit variabler Brennweite. Du kannst zwischen verschiedenen Brennweiten und somit auch unterschiedlichen Bildwinkeln wählen. Beachte immer den Aufnahmebereich. Also den Bereich, den das Objektiv benötigt, um das Objekt noch scharf stellen zu können. Die folgende Tabelle soll dir einen Überblick über die verschiedenen Brennweiten verschaffen. Sie dient als Orientierung, die angegebenen Werte wurden nur gewählt, um eine Kategorisierung vornehmen zu können.

Objektivbezeichnung

Beschreibung

Brennweite

Einsatzbereich

Teleobjektiv

  • kleinerer Blickwinkel
  • große Brennweiten
  • alles über 50 mm
  • ab 300 mm bezeichnet man es als Super- oder Ultrateleobjektiv
  • Man kann bei 85 bis 130 mm auch von einem Portraitobjektiv sprechen
  • bei weiten Entfernungen
  • oft in der Tierfotografie

Normalobjektiv

  • entspricht in etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges
  • 40 bis 50 mm

 

Weitwinkelobjektiv

  • Blickwinkel ist größer als bei einem Normalobjektiv
  • kurze Brennweiten
  • alles unter 50 mm
  • unter 20 mm bezeichnet man es als Superweitwinkelobjektiv
  • geringer Aufnahmebereich
  • Objekte größer erscheinen lassen
  • oft in der Landschaftsfotografie

Dynamischer Umfang

Bittiefe

8-Bit, 10-Bit - das sind Angaben, die dir bei einem Kamerakauf begegnen können. Konkret geht es um die Farbtiefe.

Die analoge Welt weist unendlich viele Farben, Nuancen und Facetten auf. Das kann digital so aber nicht dargestellt werden. Man bedient sich hier der sogenannten Quantisierung.

Die Farbinformationen (und auch Helligkeitsinformationen) deines digitalen Bildes werden in Bits gespeichert. Zur Erklärung: Ein Bit kann zwei Zustände speichern (2^1=2). Das hätte zur Folge, dass dein Bild mit zwei Farbtönen (z.B. schwarz-weiß) dargestellt werden kann. Möchtest du aber kein Schwarz-Weiß-Foto, so musst du auf eine höhere Anzahl an Bits zurückgreifen. Weist deine Kamera beispielsweise eine 8-Bit Farbtiefe auf, so stehen dir insgesamt 256 Farben (2^8=256) pro Farbkanal zur Darstellung deines Bildes zu Verfügung.

Mathematisch gesprochen bedeutet das für deine Kamera bei RGB mit 3 Farbkanälen: (2^8)^3 = 16.777.216 Farben.

Vereinfacht gesagt gibt die Farbtiefe also die Anzahl der möglichen Farben an, mit der du dein digitales Bild darstellen kannst.

Das alles ist natürlich im Zusammenspiel mit der Auflösung des Sensors zu betrachten

Histogramm

Darstellung von Histogrammen, die unterschiedliche Beleuchtungen zeigenEin Histogramm ist ein Hilfsmittel, um beurteilen zu können, wie die Helligkeiten (bzw. die Farben) in deinem Bild verteilt sind. Das Histogramm ist auf seiner X-Achse in Tiefen, Mitten und Höhen unterteilt. Also anteilig in dunkle, mittlere und helle Farben, wenn man so will. Die Y-Achse hingegen gibt an, wie häufig dieser Wert in deinem Bild vorkommt. Mit einem Blick auf das Histogramm, kannst du daher ganz leicht feststellen, ob dein Bild über- oder unterbelichtet ist. Selbstverständlich kann dieser Effekt auch von dem/der Fotografen:in gewollt sein (High-Key und Low-Key).

Oft kannst du dir ein Histogramm nicht nur für die Helligkeitsverteilung anzeigen lassen, sondern auch für die einzelnen Farbwerte beziehungsweise Kanäle (oft RGB).

Fokus

“Zieh den Fokus!” Diese Aussage meint das Scharfstellen auf einen bestimmten Bildausschnitt. Der Fokus meint also die Entfernungseinstellung von der Kamera zum Objekt, welches deutlich dargestellt werden soll.

Autofokus

Wie der Name bereits vermuten lässt, zieht die Kamera ganz von alleine den Fokus auf ein Objekt scharf. Okay, fast ganz alleine. Oft musst du den Auslöser deiner Kamera leicht andrücken, damit die automatische Fokussierung ablaufen kann. Meist liegt der Fokus in der Mitte des Sensor Messfeldes und die Kamera fokussiert das, was sie als am prägnantesten erachtet. Damit das Scharfstellen gelingt, wird der Bildinhalt von der Kamera analysiert. Sie greift dabei auf verschiedene Verfahren zurück: etwa den Kontrast-, den Phasen- oder den Hybrid-Fokus.

Kreativer Tipp: Stelle das Objekt deiner Wahl scharf, in dem du den Auslöser leicht angedrückt hältst. Wähle danach den gewünschten Bildausschnitt und drücke den Auslöser komplett durch. So wird nicht immer nur die Mitte fokussiert.

Fokusmessfelder

Auch Autofokus-Punkte oder AF-Felder genannt. Bei fast jeder Kamera kann man den Fokuspunkt verschieben, gerade dann nützlich, wenn du manuell fokussieren möchtest. Hier kommen die Fokusmessfelder ins Spiel. Du kannst deinen Fokuspunkt über die Felder verschieben (diese siehst du im Sucher oder auf dem Display deiner Kamera).

Richtig interessant werden eine hohe Anzahl von Fokusfeldern, wenn es um 3D-Tracking oder sich schnell bewegenden Objekte, wie Sportler oder rennende Tiere, geht. Sprich, wenn der Fokus selbstständig einem Objekt folgt.

Hybrid-Fokus

Zu den neueren Verfahren in Sachen automatischer Fokussierung gehört der Hybrid-Fokus. Er kombiniert den Kontrast- und Phasen-Fokus. Hat deine Kamera einen Hybrid-Fokus, so sollte sie auch automatisch zwischen den beiden Verfahren hin und her schalten, je nachdem welches besser für die Situation geeignet ist. Meist wird zuerst mit dem Phasen-AF die Entfernungseinstellung ermittelt und das Bild schon mal “quasi” scharf gestellt. Der Kontrast-AF übernimmt dann die Feinjustierung. Das geschieht dann auch recht schnell, da der Phasen-AF Vorarbeit geleistet hat. Der Fokus arbeitet also sowohl schnell als auch präzise, so wird für jede Situation die optimale Fokussierung erzielt.

Damit das Hexenwerk auch funktioniert, werden einige Pixel auf dem Sensor der Kamera so angeordnet, dass diese wie ein Phasen-AF-Modul genutzt werden können.

Kontrast-Fokus

Der Kontrast-Fokus gehört zu den passiven AF-Systemen und wurde oft in Kompaktkameras und DSMLs (mittlerweile aber auch in anderen Kameratypen) eingesetzt. Er galt als langsam, die Schnelligkeit des Autofokus mit Kontrast-Fokus-Verfahren ist aber schlicht abhängig von der Rechenleistung deiner Kamera.

Das AF-System analysiert den Bildinhalt auf die Kontrasteigenschaften. Dafür nutzt es die Pixel des Sensors.

Um nun das Objekt scharfzustellen, geht die Kamera davon aus, dass ein Bild dann scharf ist, wenn der Kontrast zwischen zwei Pixeln am höchsten ist. Um den maximalen Wert herauszufinden, bedarf es an einigen Vergleichswerten, so muss das Objektiv "hin und her" fahren, um den richtigen Wert zu finden. Der Kontrast-Fokus weist daher eine sehr hohe Präzision auf, ist aber in puncto Schnelligkeit abhängig von der Rechenleistung deiner Kamera.

Phasen-Fokus

Der Phasen-Fokus gehört ebenfalls zu den passiven AF-Systemen. Anwendung findet er in Spiegelreflexkameras, mittlerweile aber auch in Kombination mit dem Kontrast-Fokus-Verfahren im Hybrid-Fokus.

Der Phasen-Fokus bedient sich eines AF-Moduls. Ein Teil des Lichts, welches durch das Objektiv auf das AF-Modul geleitet wird, wird dort durch zwei Autofokus-Sensoren beziehungsweise einem zweigeteilten Sensor in Halbbilder zerlegt. Die Lichtstrahlen, die auf die zwei Sensoren fallen, werden verglichen und der Versatz ermittelt. Die Lage der Lichtstrahlen ermittelt der Prozessor. Die Kamera weiß so, in welche Richtung und wie weit die Motoren das Linsensystem schieben muss, damit die Bilder deckungsgleich und somit scharf gestellt sind.

Zunächst war der Phasen-Fokus nicht im Live-View-Modus einsetzbar. Feststehende, teildurchlässige Spiegel oder Pixel auf dem Sensor, die so als AF-Modul genutzt werden können, ermöglichen aber auch die Nutzung im Live-View Modus beziehungsweise in anderen Kameratypen.

Der Phasen-Fokus arbeitet schnell, lediglich die Motorgeschwindigkeit bremst ihn ab. Sobald die Analyse durchgelaufen ist, weiß deine Kamera genau, wohin sie das Linsensystem verschieben muss. Eine Mindestlichtmenge ist erforderlich, Stichwort ist hier die Lichtstärke des Objektivs. Die Randlichtstrahlen werden zur ordentlichen Berechnung ebenfalls benötigt. Damit diese auch in den Messbereich gelangen, muss ausreichend viel Licht durchgelassen werden. Angaben, bei welchen Lichtstärken der Autofokus noch zuverlässig arbeitet, findest du üblicherweise in der Anleitung. Du solltest dein Objektiv so wählen, dass dieses mindestens die angegebene Lichtstärke erfüllt.

Manueller-Fokus

Umschaltung zwischen automatischem und manuellem FokusManueller Fokus wird beispielsweise genau dann wichtig, wenn die Technik der Kamera nicht mehr mit macht. Wenn du so nah an einem Objekt bist, dass die Kamera nicht mehr selbstständig fokussieren kann. Oder wenn dein Objekt sich nicht sonderlich stark von der Umgebung absetzt, oder es schlicht zu dunkel ist.

Halbautomatischer Modus

Mit dem Wahlrad deiner Kamera kannst du verschiedene Motivprogramme wählen. Zum einen den Automatikmodus, in dem die Kamera alle ihr zur Verfügung stehende Parameter (Blende, Verschlusszeit etc.) selbstständig einstellt. Oder auch bereits voreingestellte Modi wie den Sport- oder den Portraitmodus, um gleich die passenden Einstellungen für unterschiedliche Situationen parat zu haben. Die Motivprogramme erlauben es dir verschiedene Aufnahmesituationen einzustellen. Diese Motivsituationen haben bestimmt Werte bereits voreingestellt. Diese sind je nach Modell verschieden.

Es gibt aber auch die sogenannten halbautomatischen Modi, mit denen du gewisse Parameter selbst beeinflussen kannst. Je nach Hersteller sind diese auch leicht anders benannt oder abgekürzt.

Name

Voreingestellt

Selbst einstellbar

S/Tv - Blendenautomatik

Blende

Verschlusszeit (Shutter)

ISO-Wert

A/Av - Zeitautomatik

Verschlusszeit (Shutter)

Blende

ISO-Wert

P - Programmautomatik, Belichtungsautomatik

Blende*

Verschlusszeit*


*oft dennoch einstellbar für ein Bild, danach wieder automatisch voreingestellt (Program-Shift)

ISO-Wert

Weißabgleich

M - Manuell bzw. ISO-Automatik

ISO-Wert

Blende

Verschlusszeit (Shutter)

Oft kannst du dennoch den automatischen Weißabgleich oder Autofokus nutzen - alles eine Frage deiner Einstellungen.

Diese Tabelle soll dir nur einen ersten Überblick über die Begrifflichkeiten geben. Was deine Kamera dann letztendlich zulässt und welche Motivprogramme vorhanden sind, kommt auf das Modell und den Typ an.

Korrekturmöglichkeiten

Je nach Kameramodell stehen dir unterschiedliche Korrekturen zur Verfügung. Diese erleichtern dir das Fotografieren und ermöglichen dir qualitativ hochwertige Bilder zu machen. 

Belichtungskorrektur

Mit der Belichtungskorrektur-Funktion hast du Zugriff auf die Belichtung deiner Kamera. Dabei bleibst du aber in dem Automatikmodus, den du eingestellt hast. Du beeinflusst damit, ob dein Bild heller oder dunkler werden soll. Die Korrektur in Richtung “-” verdunkelt das Bild, in Richtung “+” macht es heller. Wenn der Wert auf +/- 0 steht, ist die Korrektur “deaktiviert”.

Blitzlichtkorrektur

Mit der Blitzlichtkorrektur kannst du selbst beeinflussen, ob du den Wert des Blitzes, den die Kamera ermittelt hat, ein wenig dämpfen oder verstärken möchtest. Oft wird dieser Wert mit -1, -2… zum Dämpfen oder +1, +2... zum Verstärken angegeben.

Serienbildaufnahme

Die Serienbildaufnahme ermöglicht dir eine Serie von Fotos zu machen. Sich schnell bewegende Objekte (Sportfotografie, vorbeifahrende Autos) oder auch fallende (Wassertropfen in ein Glas) oder platzende (Luftballon) Objekte können so gut eingefangen beziehungsweise dokumentiert werden. Wie gut deine Serienbildaufnahme ist, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Der Blick in die Anleitung deiner Kamera kann sich also lohnen.

Was passiert mit der Fokussierung während Serienbilder aufgenommen werden? Bleibt dieser gesetzt oder wird nachgeschärft? Es ist ein Unterschied, wie viele Bilder in der Sekunde (Bildrate) abgelichtet werden und wie viele Bilder deine Serie letztendlich umfasst (nach wie vielen Serienbildern stoppt oder ins Ruckeln kommt).

Manche Serien sind nur abhängig von deinem Speicher, andere geben vor, wie viele Bilder pro Sekunde und je Serie gemacht werden können. Die Serienbildaufnahme weist außerdem unterschiedliche Angaben je nach Bilddateiformat (jpg oder raw) auf.

Auch ein eingeschalteter Biltz beeinflusst die Serie, meist verlangsamt er sie.

Eine Speicherkarte mit entsprechender Schreibgeschwindigkeit ist außerdem sinnvoll. Welche geeignet ist, entnimmst du am besten aus den Eigenschaften deiner Kamera. Du musst dafür wissen, wie viel Speicher pro Serie benötigt wird. Je nachdem kannst du die Schreibgeschwindigkeit der Speicherkarte wählen, je mehr MB geschrieben werden, desto schneller ist die Verarbeitung deiner Speicherkarte.

Für hochauflösende Videoaufnahmen zum Beispiel in UHD bei 30 oder sogar 60 Bildern pro Sekunde benötigst du eine noch schnellere SD-Karte. Zum Glück werden die SD-Karten mit Symbolen gekennzeichnet, die ihre Leisuntung auf einen Blick verraten. Die passende Speicherkarte für deine Kamera und eine bebilderte Erklärung der Symbole findest du auf unserer Seite zu SD-Karten.

Sucher

Suchfeld-Darstellung einer Kamera mit Einstellungs-InformationenDu schaust durch den Sucher einer Kamera, wenn du nicht das Bild im Live-View-Modus auf dem Display angezeigt bekommen möchtest. Das hat viel mit dem Fotografier-Gefühl zu tun. Nicht jede Kamera besitzt einen Sucher, wenn dann unterscheidet man zwischen einem optischen und einem elektronischen Sucher.

Optischer Sucher

Ein optischer Sucher zeigt dir das Live-Bild an, also das was du gerade siehst. Über einen Spiegel wird es durch ein Prisma direkt in den Sucher übertragen. Oft beziehungsweise nur bei Spiegelreflexkameras zu finden, da der verbaute Spiegel das Motiv weitergibt.

Merkmale eines optischen Suchers

Das kann ein optischer Sucher nicht

  • ist stromsparend
  • ist schnell, weist somit keine Verzögerungen auf
  • ist nicht belastend für deine Augen
  • aktuelle Kameraeinstellungen anzeigen
  • anzeigen, wenn du mit Filtern oder kreativen Einstellungen fotografieren möchtest
Elektronischer Sucher

Der elektronische Sucher wird auch als Electronic ViewFinder bezeichnet. Der elektronische Sucher ermöglicht auch Kameras ohne Spiegel einen Sucher zu besitzen.

Merkmale eines elektronischen Suchers

Bedenke beim elektronischer Sucher aber auch

  • kann Live Darstellung der Kameraeinstellungen anzeigen
  • kann mit Filtern und kreativen Effekten fotografieren, schwarz/weiß oder sonstige Effekte werden ebenfalls schon vor der Aufnahme angezeigt
  • zeigt dir Hilfsfunktionen, wie Fokus Peaking, für den richtigen Fokus oder das Zebramuster, um richtig belichten zu können, an
  • den Stromverbrauch: Strom wird benötigt, um überhaupt ein Bild angezeigt zu bekommen. Das bedeutet aber nicht, dass der gesamte Akku vom elektronischen Sucher aufgebraucht wird
  • mögliche Verzögerungen: gerade ältere Modelle können eine leichte Verzögerung beim Anzeigen des Bildes aufweisen
  • beansprucht unter Umständen dein Auge: Du schaust im Endeffekt auf ein elektronisch erzeugtes Bild. Und viele von uns wissen, dass langes Betrachten eines Bildschirms zu müden Augen führen kann

An dieser Stelle gilt es auch den Live-View-Modus zu erwähnen. Letztendlich bekommst du auch hier ein elektronisch erzeugtes Bild angezeigt. Eben nur auf dem Display der Kamera. Das hat unter Umständen einen gewissen Vorteil, gerade dann, wenn dein Display beweglich ist. Dann kannst du dir den Winkel so einstellen, wie du ihn für die Situation benötigst, um die Aufnahme optimal betrachten zu können.

Zoom

Zunächst gilt ganz allgemein: Ein Zoom vergrößert ein Objekt, ohne dass die Kamera ihre Position zu diesem verändert.

Es gibt den optischen und den digitalen Zoom. Worin sich diese unterscheiden, erklären wir dir.

Optischer Zoom

Der optische Zoom ist eine mechanische Änderung. Sie geschieht durch eine Änderung direkt am Objektiv, wodurch das Motiv "näher heran" geholt wird. Dadurch ändert sich der Blickwinkel, die Auflösung bleibt jedoch erhalten.

Ein hoher optischer Zoom kann aber auch dazu führen, dass ein präzises Arbeiten nicht mehr allzu gut möglich ist.

Digitaler Zoom

Der digitale Zoom kommt zum Einsatz, wenn der optische Zoom an seine Grenzen stößt. Der Prozessor der Kamera errechnet die Daten, die fehlen beziehungsweise nötig sind, um das Bild digital zu vergrößern. Du kannst dir das so vorstellen, als würdest du auf deinem PC in ein Bild hineinzoomen. Und was passiert, wenn du in ein Bild zoomst? Richtig, es kann verpixeln. Der digitale Zoom geht nämlich immer zu Lasten der Auflösung. Ein zu hoher digitaler Zoom erzielt also eher verpixelte als scharfe Bilder.

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