Fernseher

Fernseher Test: Die 30 besten Fernseher im Vergleich

Die besten Fernseher aus Tests und Kundenbewertungen im Vergleich

von Jan-Philipp Lynker
zuletzt aktualisiert: 13.04.2022
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Fernseher Kaufberatung
Von:
Jan-Philipp
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Fernseher auf einen Blick - Das musst du wirklich wissen!

Eine Familie blickt auf ihren FernseherDie Auswahl an Fernsehgeräten ist und bleibt riesig. Doch Modell und Technik für Kinder, Schlaf- oder Wohnzimmer mögen wohl gewählt sein, schließlich handelt es sich um eine langfristig und meist teure Anschaffung. Damit dir ein Fehltritt erspart bleibt, hier die wichtigsten Eckdaten zum Thema Fernseher:

  • Bildschirmgröße und Auflösung: Die ideale Bildschirmgröße deines neuen Fernsehers ist vom Sitzabstand und der Auflösung der Inhalte abhängig. 

In unserem Kaufberater findest du die Richtwerte für die Bildschirmgröße deines Fernsehers. Die beliebtesten Größen sind 55 und 65 Zoll Bilddiagonale.

Eine 4K UHD-Auflösung haben fast alle Geräte. Doch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern gibt es nur einfaches HD, während die privaten ohne HD+-Karte sogar nur in SD, mit HD+ immerhin in Full HD ausstrahlen. Die volle 4K Ultra HD-Auflösung bekommst du nur mit Streaming, Videospielkonsolen oder UHD-Blurays.

  • Empfang und technische Ausstattung: Jeder Fernseher hat mindestens einen Triple Tuner (Empfang via Kabel, Satellit und Antenne), gut ausgestattet sogar Twin Tuner für das gleichzeitige Aufnehmen beim Schauen.
    Außerdem sind nahezu alle Fernseher internetfähige Smart TVs und haben zumindest die populärsten Streaming-Apps vorinstalliert. Bedienkomfort und Leistung sind bei teuren TVs besser. Bei langsamen oder halten Fernseher hilft eine externe Streaming-Box.

  • Verbesserungswürdiger Ton: Moderne Flachbildfernseher haben bauartbedingt keinen guten Sound. Manche Modelle verbessern den Ton trickreich mit Basslautsprechern im Gehäuse oder mit Boxen, die nach unten oder hinten gegen die Wand strahlen.
    Für einen guten Sound beim Spielen und Film- oder Serienabend empfehlen wir aber eine Soundbar oder ein Heimkinosystem.

  • Das beste Bild: Entscheidend für eine gute Bildqualität ist vor allem die Hintergrundbeleuchtung und Bildschirmtechnologie. In fast allen Tests überzeugen vorwiegend OLED-Fernseher. Hier die Displaytechnologien in der Schnellübersicht:
    • LCD mit Edge LED: Leuchtkristalle werden von den Rändern aus beleuchtet. Edge LED-Fernseher sind sehr flach, können aber eine ungleichmäßige Ausleuchtung haben. Dafür sind sie sehr günstig.

    • LCD mit Direct LED: LEDs strahlen von hinten auf die Leuchtkristalle. Gleichmäßige Ausleuchtung gepaart mit dimmbaren Bereichen, welche die Bildqualität erhöhen. Leider etwas “dicker”.

    • OLED: Selbstleuchtende Bildpunkte, die tiefschwarz und farbkräftig werden können. OLED-Fernseher sind teuer, mögen keine extrem hellen Räume, liefern dafür aber das mit Abstand beste Bild.

    • QLED: Ist eine von Samsung beworbene Variante von LCD und hat nichts mit OLED zu tun. QLED Fernseher werden besonders hell und haben sehr gute Farben, sind aber teuer.

Wir haben einige Fernseher-Modelle genauer unter die Lupe genommen und haben sie dir in unserem Fernseher Vergleich zusammengetragen. 

4K? HDR? OLED? - Worauf du beim Fernseher-Kauf achten solltest

Fernseher werden immer größer - 55 Zoll und 65 Zoll Bildschirmdiagonale sind dabei besonders beliebt auf dem Markt.

Die Zukunft hält mit 8K-Fernsehern bereits jetzt schon den nächsten Schritt bereit.

Auflösungen von TVs im Vergleich

Aber Bildschirmgröße und Auflösung sind nicht alles! Aufwendig programmierte Betriebssysteme mit Apps, eingebaute Empfänger (Tuner), Sprachsteuerungen via Fernbedienung, Möglichkeiten zum Streamen und eine dauerhafte Internetanbindung machen moderne Fernsehgeräte smart, sind heute der Standard und nicht selten ein entscheidendes Kaufkriterium.

Doch die Logos, Abkürzungen, Funktionen, technischen Angaben und Typenbezeichnungen werden immer mehr, sind unübersichtlich und regelrecht irreführend.
Günstige Fernseher
haben auf den ersten Blick die gleiche Ausstattung wie Premium-Modelle, kosten aber nur die Hälfte. Welche Ausstattung braucht mein Fernseher wirklich? Wie groß soll/darf er sein? Warum gibt es keine Plasma-Fernseher mehr? Was ist der Unterschied zwischen LCD, LED und OLED? Und was ist überhaupt HDR?

In unserem Fernseher-Kaufberater beantworten wir dir diese Fragen. Du erfährst außerdem alles über die neuesten Technologien, welche zukunftssicher sind und auf welche technischen Angaben du wirklich achten musst. So ersparst du dir den Fernseher-Fehlkauf!

Welcher Fernseher ist der beste?

Die Auswahl bei guten Fernsehern wird immer größer. Doch eines haben fast alle TVs gemeinsam. Das Display muss gut sein. Aus diesem Grund ist ein OLED TV die aktuell beste Wahl. Das eigentliche OLED-Display stammt aktuell ausschließlich von LG und beliefert alle anderen Hersteller.

Doch der südkoreanische Konzern baut auch unglaublich gute Fernseher. Das bestätigen die Testergebnisse der LG OLEDs der Stiftung Warentest in ihrem Fernseher Test jedes Mal aufs Neue. LG Fernseher punkten dabei vor allem mit ihrem intuitiven Betriebssystem webOS, welches sich via Zeiger-Steuerung mit der beiliegenden Fernbedienung steuern lässt. Eine moderne Sprachsteuerung ist ebenso mit an Bord.

Doch auch bei der grundsätzlichen technischen Ausstattung spielt LG ganz oben mit. So sind Nivida G-Sync, ALLM, Twin-Tuner, mehrere vollwertige HDMI 2.1-Anschlüsse, 120 Hz Bildwiederholfrequenz und detaillierte Einstellungsmöglichkeiten schon seit Jahren Standard. Hinzu kommt der stellenweise günstige Preis für OLED-Fernseher. Der der Preisklasse von um die 1000 Euro sind LGs OLED-Fernseher nahezu unschlagbar. Deswegen ist z.B. der LG OLED 55 B19 einer der empfehlenswertesten TVs mit top Ausstattung und dem gewohnt atemberaubend schönen OLED-Bild.

ACHTUNG: Der LG OLED A1 entscheidet sich nicht nur beim Standfuß, sondern hat mit einem 50 Hz Panel auch das schlechtere Display und ist deswegen eine ganz Ecke günstiger.

Fernseh-Bild - Das musst du für das perfekte TV-Bild wissen

Beginnen wir mit dem Bild - der wichtigste, aber auch gleichzeitig der subjektivste Aspekt eines Fernsehers. Dennoch lassen sich viele Punkte finden, die das Gefühl eines guten Bildes verstärken. Dazu zählen: Schärfe, Helligkeit, Bewegungsdarstellung und die Größe.

Bei einem Fernsehgerät die richtige Größe zu finden, ist gar nicht so leicht. Ist er zu groß, wird das Bild unscharf - ist er zu klein, geht das Mittendringefühl verloren. Der Trend geht eindeutig zu größeren Fernsehern. Das liegt zum einen an den Preisen, die selbst bei Bildschirmdiagonalen von 49 Zoll oder 55 Zoll Fernseher erfreulich erschwinglich sind und zum anderen an den HD-Bildern, die das Schauen von Fernsehprogrammen und Streams angenehmer machen.

Der Sitzabstand ist entscheidend

Dennoch solltest du die Größe deines neuen Fernsehgeräts vorrangig vom Sitzabstand abhängig machen. Es bringt nichts, wenn du einen tollen, modernen UHD Fernseher mit 65 Zoll Bildschirmdiagonale kaufst, aber nur 1,5 m davon entfernt sitzt - das Bild erscheint dir dann dauerhaft verschwommen.

Außerdem gilt: Das menschliche Auge kann nur bis zu einer bestimmten Entfernung einzelne Details bzw. Bildpunkte voneinander unterscheiden. Ab einem bestimmten Abstand bei einer bestimmten Bildschirmgröße siehst du also keinen Unterschied mehr zwischen einem HD oder Full HD Bild. Dasselbe gilt für Full HD und UHD Material.

Wie groß soll mein Fernseher sein?

Ein Kind vor einem Fernseher

Wir haben für dich die richtigen TV-Größen herausgesucht und geben dir klare Empfehlungen:

  • Zwischen 1 m und 1,50 m Sitzabstand empfehlen wir dir einen 32 Zoll Fernseher.

  • Sitzt du 1,50 m bis 2,10 m weit weg, ist ein 40 Zoll Fernseher die richtige Wahl.

  • Schaust du bei diesem Abstand überwiegend UHD-Material sind 49 Zoll Fernseher in die engere Auswahl zu nehmen.

  • Bereits ab 2,20 m werden 55 Zoll Fernseher sinnvoll - vor allem mit 4K-Material.

  • 65 Zoll Fernseher eignen sich für Sitzabstände ab 2,70 m bis 4 m.

  • Sondergrößen wie bei 75 Zoll Fernsehern oder 85 Zoll Fernsehern werden ab 4 m Distanz zum TV interessant. Wenn es der Raum zulässt und dunkel genug ist, kannst du dann aber eher schon zu einem Beamer greifen.

Sowohl bei Tests als auch nutzern besonders beliebt sind 55 Zoll Fernseher. Sie bieten ein angenehm großes Bild, ohne überdimensioniert zu wirken. 

An dieser Stelle möchten wir dir einen QLED Q70A von Samsung näher ans Herz legen. Er hat nicht nur einen für Gaming attraktiven Low-Latency-Mode, sondern verfügt zudem über eine sehr praktische Automatik, die die Bildeinstellungen stets an deine Umgebung anpasst.

Was ist der richtige Sitzabstand zum Fernseher?

Eine übersichtliche Tabelle mit den genau berechneten Sitzabständen in Verbindung mit der Bildschirmdiagonale und der Auflösung findest du hier:

Bildschirmdiagonale

Diagonale in cm

SD

HD

Full HD

Ultra HD (4K)

32 Zoll

81 cm

1,9 - 2,4 m

1,6 -2,0 m

1,3 - 1,6 m

0,8 - 1,2 m

40 Zoll

102 cm

2,4 - 3,0 m

2,0 - 2,5 m

1,6 - 2,0 m

1,0 - 1,5 m

42 Zoll

107 cm

2,5 - 3,2 m

2,1 - 2,6 m

1,7 - 2,1 m

1,1 - 1,6 m

46 Zoll

117 cm

2,8 - 3,5 m

2,3 - 2,9 m

1,8 - 2,3 m

1,2 - 1,7 m

48 Zoll

122 cm

2,9 - 3,6 m

2,4 - 3,0 m

1,9 - 2,4 m

1,2 - 1,8 m

49 Zoll

125 cm

3,0 - 3,7 m

2,5 - 3,1 m

2,0 - 2,5 m

1,3 - 1,8 m

50 Zoll

127 cm

3,0 - 3,8 m

2,5 - 3,1 m

2,03 - 2,54 m

1,34 - 1,91 m

55 Zoll

140 cm

3,3 - 4,2 m

2,8 - 3,5 m

2,24 - 2,80 m

1,47 - 2,10 m

58 Zoll

147 cm

2,5 - 4,4 m

2,9 - 3,6 m

2,35 - 2,94 m

1,55 - 2,21 m

65 Zoll

165 cm

3,9 - 4,9 m

3,3 - 4,1 m

2,64 - 3,30 m

1,74 - 2,48 m

75 Zoll

191 cm

4,5 - 5,7 m

3,5 - 4,4 m

3,06 - 3,82 m

2,01 - 2,87 m

Welche Auflösung bei einem Fernseher?

Die Auflösung eines Fernsehers ist eine grundlegende Entscheidung beim Kauf.Beim Festlegen der Größe in Verbindung mit dem Sitzabstand solltest du nicht von der reinen Auflösung ausgehen. Jeder Hersteller hat mehr UHD 4K Fernseher als Full HD oder HD Fernseher in seinem Sortiment. Die hochauflösenden Modelle sind mit 8 Millionen Pixeln im Vergleich zu den 2 Millionen von Full HD und den knapp 900.000 Pixeln von HD bedeutend schärfer. Im Zweifelsfall solltest du immer eine Ultra HD-Auflösung bei deinem Fernseher bevorzugen, um zukunftssicher zu sein.

Neue Geräte mit 8K-Auflösung, also 33 Millionen Pixeln, lassen sich bereits kaufen. Inhalte in hochauflösendem 8K sind aber selten, weshalb sich die Anschaffung eines 8K-Fernsehers bisher nur bedingt lohnt und du der TV überwiegend Nicht-8K-Inhalte hochrechnet.

Darum lohnt sich Ultra HD fast immer

Entscheidend ist jedoch das Bildmaterial, das dein TV letztendlich anzeigt. Hierbei ist Full HD der absolute Standard. Nativer 4K UHD-Content ist eher die Ausnahme und hauptsächlich über Streaming-Anbieter wie Amazon Video oder Netflix empfangbar oder aber via UHD Blu-ray in der besten Qualität abspielbar. Selbst das Satellitenprogramm läuft überwiegend in 1080i (Full HD mit Halbbildern - interlaced) bei den privaten und mit nur 720p (HD) bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. 4K-Testkanäle proben schon mal, sind aber noch weit davon entfernt, das normale Fernsehprogramm zu übertragen. Die derzeit beste Bildqualität des Fernsehprogramms erhältst du mit DVB-T2 HD. Hier werden die vollen 1080p mit 50 Bildern pro Sekunde übertragen.

Dennoch solltest du nur bei wirklich kleinen Bildschirmdiagonalen und einem großen Sitzabstand noch zu einem Full HD oder HD Fernseher greifen. UHD 4K-Fernseher sind zukunftssicher, nur unwesentlich teurer und sollten deshalb deine erste Wahl sein.

Upscaling macht unscharfe Bilder schärfer

Auch bieten sie die Funktion, niedriger aufgelöstes Bildmaterial hoch zu skalieren und somit künstlich Details hinzuzufügen - auch “Upscaling” genannt. Da Upscaling ein rechenintensiver Prozess ist, können hauptsächlich Premium-Modelle mit leistungsfähigen Bildprozessoren dabei überzeugen. Dies kommt zwar nicht ganz an echtes UHD-Material heran, bietet aber dennoch einen Mehrwert und eine sichtbar bessere Bildqualität

Die Hochkontrastoptimierung HDR (High Dynamic Range), findest du auch nur auf UHD TVs.

OLED, LED und LCD - Was sind die Unterschiede?

Ein nicht unwesentlicher Aspekt beim Fernsehkauf ist die Display-Technologie. Welche Vor- und Nachteile die unterschiedlichen Typen haben, erfährst du hier:

LCD und LED

Eines vorweg: LED-Fernseher sind auch immer LCD-Fernseher. Der Unterschied liegt lediglich in der Beleuchtungstechnik. Beide Technologien haben die Liquid Crystal Diode gemeinsam, die wie bei Plasma-Fernsehern zu dritt die Grundfarben ergeben. Durch die Kombination bilden sie auch die anderen wahrnehmbaren Farben ab.
Früher wurden die Bildpunkte der LCD-Fernseher mit Leuchtstoffröhren ausgeleuchtet, was eine flache Bauweise nicht zuließ. Heute werden die Flüssigkristalle mit strom- und platzsparenden LEDs ausgeleuchtet. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Edge-lit bzw. Edge LED - Die LEDs werden am Rand platziert und strahlen von außen nach innen. Die Ausleuchtung ist dabei jedoch nicht immer gleichmäßig, wodurch einzelne Bereiche heller sind - sogenanntes Clouding (helle Wolken im Bild). 
    • Ein weiteres Problem: Lichthöfe am Rand, wo die LEDs sitzen - Edge bleeding genannt. Um all dem entgegenzuwirken, setzen einige Hersteller wie Samsung, LG oder Sony das sogenannte Local-Dimming (lokales Dimmen) ein. Dabei werden einzelne Bereiche im Voraus abgedunkelt, um diesen Effekt zu verhindern.

  • Direct-LED - Bei Direct-LED befinden sich die LEDs direkt an der Rückseite, was eine gleichmäßigere Ausleuchtung ermöglicht. Fernseher mit Direct-LED Backlight sind deswegen etwas “dicker” als Edge LED oder OLEDs. Unterschiede ergeben sich durch die Anzahl an LEDs, die ein differenzierteres Ausleuchten bzw. Abdunkeln von kleineren Bereichen zulassen. Entscheidend ist hier die Menge der einzelnen Zonen. Mit 50 einzeln beleuchteten Bereichen lässt sich ein differenzierteres Bild darstellen, als z.B. nur mit 12. Insbesondere bei der kontrastreichen HDR-Darstellung kommt ein gutes Local Dimming besonders zum Tragen.
    • FALD - Steht für "Full Array Local Dimming" und beschreibt eine bessere Form des Local Dimming bei Fernsehern mit Direct-LED Beleuchtung, welche meistens bei höherwertigen Fernsehern verbaut ist. Je kleiner die Dimmingzonen sind, also das dahinterliegende LED-Raster ist, desto besser funktioniert die FALD-Technologie.

LED-Fernseher haben sich gegenüber Plasma-Fernseher durchgesetzt und sind die neben OLED-Fernsehern, die genau genommen auch eine Art von LEDs benutzen, die einzigen TVs, die du aktuell kaufen kannst. Die Technik wird kontinuierlich verbessert, ist stromsparend und gleichzeitig günstig. Unterschiede gibt es bei der Beleuchtung der Flüssigkristalle, Helligkeit und Auflösung.

OLEDEin OLED-TV von LG

Der Nachfolger im Geiste von Plasma-Fernsehern ist der OLED-TV. Hier werden organische Leuchtdioden zum Leuchten gebracht. Eine Hintergrundbeleuchtung ist nicht notwendig, da die Pixel von sich aus leuchten. Ein OLED-TV hat im Vergleich zu LCD/LED Fernsehern mit Direct LED also quasi 8 Millionen (bei UHD) einzelne Zonen. Auch hier setzen sie sich wieder aus drei Subpixeln im RGB-Schema zusammen.

Das beste Bild liefert aktuell OLED

Der große Vorteil der OLED-Technologie ist der perfekte Schwarzwert, da die Bildpunkte bei dunklen Szenen oder Darstellungen gar nicht erst leuchten müssen. Schwarz ist deshalb auch tatsächlich Schwarz, wohingegen bei herkömmlichen LED-Displays die Beleuchtung dunkle Bereiche erhellt - Schwarz erscheint somit eher als Dunkelgrau. Es entstehen außerdem keine ungleichmäßig ausgeleuchteten Bereiche, da jeder Pixel seine eigene Hintergrundbeleuchtung hat - ein Local-Dimming ist deshalb nicht notwendig.

Zusätzlich ergeben sich sehr kräftige Farben, die du vielleicht schon von deinem Samsung Galaxy Smartphone kennst. Denn der südkoreanische Hersteller setzt seit dem Galaxy S1 fast ausnahmslos auf kleine OLED-Touchscreens.

Dennoch findet man im Fernsehbereich nur OLED-Displays von LG. Der landeseigene Samsung-Konkurrent hat sich auf die Fertigung von großen OLED-Panels spezialisiert und beliefert andere Hersteller wie Sony, Loewe, Panasonic oder Philips. Samsung setzte lange nur auf seine Quantum Dot-Display (QLED), die auf der herkömmlichen LCD-Technik basieren. Doch seit 2022 fertigt Samsung QD-OLED Panels, die in Monitoren und auch Fernsehern zum Einsatz kommen.

Außerdem unschlagbar ist der weite Betrachtungswinkel bei OLED-Fernsehern. Durch den überragenden Kontrast lassen sich die Bilder auch noch bei einer starken seitlichen Positionierung des Zuschauers sehr gut erkennen. Farben bleiben stabil, Kontraste werden nicht verfälscht. Wegen des großzügigen Betrachtungswinkels eignen sich OLED Fernseher deshalb auch gut für große und weitläufige Wohnzimmer, in denen Sessel und Couch breit vor dem Fernseher verteilt sind.

Dennoch haben OLED-Bildschirme auch Nachteile. Der größte ist die vergleichsweise geringe Leuchtkraft. LED-Fernseher schaffen es (im hochpreisigen Segment), etwa doppelt so helle Bilder zu produzieren wie vergleichbare OLED-Fernseher. Dies ist vor allem in hellen Räumen mit viel Licht nachteilig. Falls du also einen hellen Raum mit vielen Fenstern hast, solltest du einen Bogen um die organischen Leuchtdioden machen.

Durch das Quasi-Monopol von LG, den schwierigen Produktionsprozessen und der notwendigen Weiterentwicklung sind OLED-TVs nach wie vor noch sehr teuer.

OLED Fernseher haben zudem mit dem sogenannten Burn-In zu kämpfen. Hier zeigen die organischen Bildpunkte zu lange etwas an, sodass sich das Bild quasi einbrennt. Da dies aber nur in Extremsituationen wie beim Nutzen als Desktop-Monitor oder dem immer gleichen Inhalt passiert, ist die Wahrscheinlichkeit eines Burn-Ins heutzutage sehr gering. Auch steuern die Hersteller mit Softwaretricks wie dem leichten Verschieben des Bildes, dem Dimmen bei statischen Inhalten oder dem Aufbereiten der Bildpunkte nach dem Ausschalten dagegen.

Achtung: Das Kundeninteresse ist jedoch riesig, weshalb andere Hersteller, die keine OLED-TVs verkaufen, mit irreführenden Bezeichnungen arbeiten. So heißt Samsungs Quantum Dot-Technologie in der Premium-TV-Reihe auf einmal "QLED" und Hisense Fernseher haben plötzlich "ULED-Displays" verbaut - beides sind nur Varianten der herkömmlichen LED-Technik.

HDR - Was bringt dir die TV-Technik?

Ein Fernseher im Smart-MenüDa moderne Fernseher eine immer hellere und kontrastreichere Darstellung haben, bieten viele Modelle auch HDR. Die Abkürzung steht für High Dynamic Range (hoher Dynamikumfang). HDR ermöglicht die Darstellung von Hochkontrastbildern mit erweitertem Farbraum. Das Feature ist abhängig von der Hardware, also dem eigentlichen Displaypanel und wird ausschließlich bei UHD 4K-Fernsehern integriert und kommt besonders in dunklen Räumen zur Geltung.

Was ist wichtig bei HDR?

Mit HDR wird somit zum ersten Mal seit der Röhrenfernseher-Zeit der Dynamikumfang erweitert - also die Spanne zwischen Schwarzwert und maximaler Helligkeit. Das heißt, dass im selben Bild sehr dunkle und sehr helle Bereiche gleich gut aussehen. Die Zwischenstufen ermöglichen mehr sichtbare Details und feinere Farbabstufungen. Dadurch wirkt alles plastischer und realistischer

Folgende Punkte solltest du wissen, wenn du deinen Fernseher gezielt für HDR-Inhalte kaufen willst:

Echtes HDR gibt es nur mit mindestens 10 Bit

Zu unterscheiden gilt es zwischen der Farbtiefe bei Displays von 8 Bit und 10 Bit. Die Menge der Farbinformationen ist essenziell, um das sogenannte “Color Banding” zu vermeiden. Bei diesem unschönen Effekt siehst du die Farbübergänge zwischen leichten Abstufungen einer Farbe in Streifenform, da nicht genügend Zwischenfarben vorhanden sind. Achte also auf ein echtes 10 Bit Panel in deinem Fernseher, welches mit HDR10 gekennzeichnet ist.

Achtung: Hersteller bewerben 8 Bit Geräte mit HDR-Kompatibilität, tricksen aber mit der sogenannten “Frame Rate Control”. Dann steht im Datenblatt 8 Bit + FRC. Auf den ersten Blick mag der Unterschied von 2 Bit marginal erscheinen, da es sich jedoch um eine exponentielle Steigerung handelt, kann dein Fernseher mit 8 Bit nur 16.8 Millionen, mit 10 Bit Farbtiefe hingegen 1,07 Milliarden Farben darstellen!

Die wichtigsten HDR-Standards: HDR10, Dolby Vision und HLG

Auf dem Markt haben sich zwei feste HDR-Standards etabliert. HDR10 und Dolby Vision. Jeder Fernseher, der eine Dolby Vision-Zertifizierung hat, kann auch HDR10-Inhalte wiedergeben.

HDR10 - HDR-Mindeststandard

High Dynamic Range sorgt für bessere Farben und Kontraste bei Szenen.HDR10 ist ein industrieweiter festgelegter Standard, der einige Mindestvoraussetzungen für die Hochkontrastfunktion etabliert. Er ist offen, was den Herstellern von Fernsehern und Content-Erstellern allerdings auch sehr viel Spielraum lässt - dies verwässert wiederum die Qualität.

So werden Filme und Serien unterschiedlich aufbereitet und können sich gerade in Bezug auf die maximale Helligkeit bei HDR teilweise deutlich voneinander unterscheiden. HDR10 gibt nämlich theoretisch bis zu 4.000 Nits vor. Praktisch werden die wenigsten Inhalte damit codiert.

Dolby Vision - Highend HDR mit wenig Content

Dolby Vision vom Audioexperte Dolby ist kein offener Standard, funktioniert mit bis zu 12 Bit und kann mit Displays und Content arbeiten, die bis zu 10.000 Nits an Maximalhelligkeit erreichen (aktuell sind um 1.000 - 2.000 Nits möglich).
Dolby Vision hat den großen Vorteil, das Bild individuell und optimal auch an dunklere Bildschirme wie z.B. OLED TVs anzupassen, die nur bis zu 600 Nits schaffen.

Hinzu kommt die dynamische Kontrast- und Farbanpassung, die für jede Szene individuell gewählt werden kann. HDR10 muss statisch einen Kompromiss für den ganzen Film finden.

In der Realität solltest du dich aber nicht von einer fehlenden Dolby Vision-Unterstützung irritieren lassen, denn entsprechende Inhalte sind rar und der sichtbare Unterschied sehr gering bis hin zu nicht sichtbar. Einzig allein bei OLED-TVs oder Fernsehern mit geringer Maximalhelligkeit ergibt die dynamische Anpassung pro Szene wirklich Sinn.

HLG - Unbeachteter HDR-Standard für TV-Übertragungen

Die TV-Sender BBC und NHK haben außerdem den HDR-Standard HLG (Hybrid Log Gamma) entwickelt, welcher die technische Basis für die Übertragung von HDR-Inhalten via Kabel oder Satellit darstellt. Qualitativ kommt es nicht zu 100 Prozent an die Qualität von HDR10 heran, ist dafür aber sehr datensparsam.

Sofern dein Fernseher eine HDMI 2.0b-Anschluss besitzt und der Hersteller die Firmware deines TVs angepasst hat, kann er HLG empfangen und wiedergeben. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es allerdings noch sehr wenige Übertragungen mit HLG HDR.

Die Helligkeit ist bei HDR entscheidend

Für gute HDR-Effekte ist von Belang, dass der TV eine hohe Spitzenhelligkeit erreichen kann. So erstrahlen helle Effekte mit den richtigen Abstufungen. Gleichzeitig ist es bei LED-Fernsehern wichtig, dass ein gutes Local Dimming zum Einsatz kommt, damit bei kleinen hellen Effekten der Rest des Bildes ausreichend dunkel bleibt.

Die Spitzenhelligkeit, also die maximale Leuchtdichte wird in “Nits” angegeben und hat bei den Top-Modellen, die tatsächlich konkret für HDR ausgelegt sind, über 1000 Nits. Vor allem die Premium-Serie von Samsung erreicht diesen Wert, was mit dem Begriff “HDR 1000” (nicht zu verwechseln mit HDR10) vermarktet wird. Alternativ dazu wird auch die gleichwertige Angabe in Candela pro Quadratmeter gemacht. 1000 Nits entsprechen also 1000 cd/m².

Eine Ausnahme bilden dagegen OLED-Fernseher. Diese schaffen zwar weniger Nits, haben jedoch durch ihren starken Kontrast- und dem extrem guten Schwarzwert einen Vorteil. Dadurch sind sie jedoch erst recht auf eine entsprechend dunkle Umgebung angewiesen, da sonst das Licht die Abstufungen verschluckt.

Bildwiederholungsrate - Wie viel Hertz brauche ich?

Für ein superflüssiges Bild ist eine hohe Hertzrate von 120 Hertz nötig.Viele Fernsehkäufer orientieren sich bei der Auswahl ihres neuen Gerätes an der Hertz-Angabe, welche für die Bildwiederholungsrate steht. 200, 400, 600 1000, 1200 Hz und mehr prangen auf den Verkaufsschildern, in den Prospekten oder auf den Verpackungen.

ACHTUNG: Das sind dies aufgehübschte Werte, die primär zu Marketingzwecken genutzt werden. Der Standard von Sendungen liegt zwar bei einer Bildwiederholungsrate 50 oder 60 Hz, gute Fernseher haben aber eine native Bildwiederholrate von 100 Hz bzw. 120 Hz, um Unschärfen bei schnellen Kamerafahrten zu vermeiden.

"Hertzstück" eines guten Bildes

Deutsche Sender strahlen ihre Sendungen im sogenannten PAL-Format aus, welches auf 50 Hz, also 50 Bilder pro Sekunde begrenzt ist. Das Gegenstück ist das NTSC-Format aus Amerika mit 60 Hz Bildwiederholungsrate. Kinofilme laufen sogar nur mit etwa 24 Bildern pro Sekunde! Videospiele hingegen erreichen oft 60 oder gar 120 Bilder pro Sekunde, was für eine flüssige Darstellung und eine gute Spielbarkeit sorgt. Gerade die neuen Konsolen Playstation 5 und Xbox Series X bieten nicht selten einen 120 Hz-Modus bei Spielen.

Tatsächlich ist bei einem Fernseher primär der native Hertz-Wert entscheidend - also wie hoch die echte Bildwiederholrate des verbauten Displays ist.

Günstige Fernseher haben fast ausschließlich 50/60 Hz Panels verbaut. Teure Modelle hingegen 100/120 Hz-fähige Displays. Um die Defizite zu kaschieren, wird die Bildwiederholungsrate künstlich vergrößert. So werden z.B. einzelne Teile des Bildschirms hochgerechnet und dann addiert. Dabei kommen schnell 600 Hz und mehr zustande, welche sich dann gut bewerben lassen.

Warum ist die Bildwiederholungsrate so wichtig?

Die Bildwiderholrate sorgt für eine wahrgenommene flüssige Darstellung bei Bewegungen. Durch eine geringe Hertzzahl werden Schlieren sichtbar - die Bewegungen verschwimmen und ziehen nach. Dies fällt dann besonders bei Sportübertragungen wie Fußballspielen auf. Um dem entgegenzuwirken, kommt die sogenannte Zwischenbildberechnung (engl. Motion-Interpolation) zum Einsatz. Das künstlich hinzugefügte Bildmaterial sorgt für ein flüssigeres Bild. Die Bildpunkte verschwimmen bei Bewegungen nicht und bleiben weitestgehend scharf. In Kombiantion mit nativen 100 oder 120 Hz, ist die sichtbare Bildqualität besser, als mit dazu gedichteten Bildwiederholungsraten. Logischerweise können die Zwischenbilder bei einem 120 Hz Display doppelt so oft während einer Bewegung eingefügt werden. Leider geben die meisten Hersteller die native Hertzzahl des Displays nicht an.

Ein wichtiger Faktor dabei bleibt aber die Qualität der Zwischenbildberechnung. Hier kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen. So kann es vorkommen, dass zwei Fernseher mit der gleichen nativen Hertzzahl eine unterschiedlich gute Bewegungsdarstellung haben. Den Unterschied in der Bildqualität zwischen 50/60 zu 100/120 Hz erkennst du aber trotzdem - erst recht beim Preis des Fernseher.

Tipp: Es empfiehlt sich immer in den Einstellungen die Regler für die Zwischenbildberechnung zu testen. Ein starke Zwischenbildberechnung führt zu zu schlechter Bildqualität, bei der Übergänge zwischen Schauspielern und Hintergründen unsauber dargestellt werden, dem sogenannten Seifenoper-Effekt. Dabei wirken vor allem Bewegungen stark künstlich und das Gezeigte regelrecht billig produziert (wie eine Seifenoper, die früher mit der doppelten Hertzzahl gefilmt wurden).
Aus diesem Grund gibt es bei neueren Fernsehern sogar den Filmmaker-Mode. Ein Zusammenschluss aus einflussreichen Hollywood-Regieseuren hat sich mit den Fernseherherstellern verständigt. Dieser spezielle Bildmodus sorgt dafür, dass Filme möglichst authentisch auf Fernsehern wiedergegeben und die Effekte des Seifenoper-Effekts ausgeschlossen werden.

Empfangsarten - Was bietet die beste Qualität?

Triple Tuner und Streams aus dem Internet

Eine DVB-Antenne für einen Fernseher

Moderne Fernseher bieten zahlreiche Möglichkeiten ein Bild auf die Scheibe zu zaubern. In der Regel sind einige Empfangsmodule bereits verbaut. Mit dem Anschluss ans Internet ergeben sich aber auch neue Empfangsmöglichkeiten. Egal, woher das Bild am Ende kommt, qualitative Unterschiede gibt es auch hier. Deshalb findest du hier die wichtigsten Begriffe kurz erklärt:

Was ist ein Twin Tuner? - 2 x 3 Tuner

Wenn dein Fernseher einen Twin Tuner eingebaut hat, kannst du zwei Bildsignale gleichzeitig empfangen. Das ermöglicht dir ein Aufzeichnen (PVR - siehe unten) einer parallel laufenden Sendung, während du die andere aktiv schaust.

Ein Twin Tuner ist nicht zu verwechseln mit einem Dual Tuner, der nur zwei Tunerarten, statt der mittlerweile üblichen drei (Triple Tuner), besitzt.

Was bedeutet Triple Tuner? - Kabel, Satellit und Antenne

Die bekannteste Art das Fernsehprogramm zu empfangen, ist mit einem der verbauten Tuner. Hat dein Fernseher einen Triple Tuner eingebaut, hat er folgende drei Empfangsmöglichkeiten mit dem Digital Video Broadcast-Standard (DVB):

Tuner

Empfangsart

Info

DVB-S bzw. DVB-S2

via Satellit

Voraussetzung dafür ist eine Satellitenschüssel. Die öffentlich-rechtlichen Sender empfängst du damit in HD (720p) und 50 Vollbildern, die privaten Sender nur in SD bei 480p und erst mit einer HD+-Karte für ca. 70 € pro Jahr in Full HD (1080i) mit 50 Halbbildern.

DVB-C

via Kabel

Seit Juni 2017 gibt es keine analogen Kabelsignale mehr. Digital bleibt alles beim alten.  In der Regel bieten Kabelanbieter wie Vodafone Cable Internet DSL-Verträge an, die für einen geringen Aufpreis auch Digitalsender in HD über das Kabel empfangbar machen.

DVB-T bzw. DVB-T2 HD

via Antenne

Das irdische (terrestrische) Signal empfängst du via einer DVB-T Antenne.

Mehr Informationen findest du im unteren Abschnitt.

Streaming mit dem Fernseher - Apps im Smart TV bieten viele Möglichkeiten

Mit der Verbindung zu einem Breitbandanschluss via LAN-Kabel oder eingebautem WLAN-Modul erreichst du mit deinem Fernseher weitere "Kanäle". Dank Apps wie Netflix, Youtube, Amazon Video oder den zahlreichen Mediatheken von ARD, ZDF, RTL, ARTE, ProSieben und Co. hast du jederzeit vollen Zugriff auf eine ganze Fülle an Inhalten - mit Hilfe von moderner Streaming-Technologien und schnellen Internetverbindungen auch in hoher Auflösung. Aktuell kannst du lediglich mit Streams die volle UHD-Auflösung eines 4K-Fernsehers ausnutzen. 4K-Streams findest du bei immer mehr Anbietern. Ab einer Bandbreite von 50 MBit/s (Apple TV+), 25 MBit/s (Netflix) bzw. 15 MBit/s (Amazon Video) pro Stream (!) kannst du dich auf echten hochauflösenden Inhalt freuen.

Die beste Bildqualität erreichst du aufgrund der Komprimierung allerdings nicht. Hierfür musst du auf einen 4K Blu-ray-Player und die entsprechenden 4K-Blu-rays zurückgreifen. Netter Nebeneffekt bei Streams und Blu-rays: HDR ist häufig gleich mit an Bord.

Tipp: Falls dein Fernseher etwas älter und langsamer ist oder bestimmte VoD-Apps nicht unterstützt, empfehlen wir dir unseren Kaufberater zu Streaming-Boxen. So wird jeder TV zum perfekten Smart-TV.

DVB-T2 HD - Wie empfange HD über die DVB-T Antenne?

Um über Antenne das Signal von ARD, ZDF, Sat1, ProSieben und Co. zu empfangen, benötigst du zum einen ein DVB-T2 HD Empfangsgerät. Zum anderen gegebenenfalls eine Freischaltkarte des Plattformbetreibers Freenet-TV. Diese ist ähnlich wie die HD+ Karte für Full-HD DVB-S2 der Privatsender und kostet mit 69 € pro Jahr auch vergleichbar viel. Sie ist aber nur notwendig, wenn du die verschlüsselten privaten Sender schauen möchtest. Zum Glück erfolgt die Decodierung über das bekannte Cl+ Modul, welches schon seit Jahren bei HD+ und Sky zum Einsatz kommt. Die Kosten der öffentlich-rechtlichen Sender werden hingegen vom Rundfunkbeitrag gedeckt.

Beim Ultra HD 4K-Fernseher-Kauf solltest du also darauf achten, dass dein neues scharfes Schmuckstück auch die DVB-T2 HD Signale empfangen und verarbeiten kann. Alternativ musst du zu einem separaten DVB-T2-Receiver greifen. Die zusätzliche Set-Top-Box kostet dann noch mal zwischen 30 und 130 €.

Eine neue Antenne ist nicht notwendig - die Sendefrequenz bleibt bestehen. Günstige DVB-T Antennen bekommst du schon ab 10 Euro. Ist der Empfang trotzdem schlecht, reicht eine einfache Antenne mit Verstärker für etwa 40 Euro oder eine Außenantenne für das Doppelte.

Tückisch ist, dass es DVB-T2 HD schon zuvor im Ausland gab. Da für den Deutschlandstart aber der neue Codec HEVC bzw. H.265 genutzt wird, funktionieren die Empfangsmodule aus dem Ausland nicht. Um der Verwirrung entgegenzuwirken, haben sich die Hersteller auf ein einheitliches Logo geeinigt. Dieses ist grün mit einem weißen Fernseher-Symbol in der Mitte - unter diesem steht DVB-T2 HD geschrieben. Findest du dieses auf der Verpackung deines Ultra HD Fernsehers oder Receivers, kannst du den neuen Standard problemlos empfangen.

Bonuswissen: DVB-T2 HD bietet mit vollen 1080p die, abseits von Streams, aktuell beste frei empfangbare Bildqualität.

Fernseher mit PVR - Aufnahmefunktion via USB

Eine externe Festplatte an einem FernseherViele moderne Fernseher bieten eine Aufnahmefunktion (PVR - Private Video Recording), um Sendungen für das spätere Schauen aufzuzeichnen. Um die Aufnahmefunktion eines Fernsehers nutzen zu können, muss er “PVR-ready” sein und es es zwingend notwendig einen USB-Stick oder eine externe Festplatte via USB-Port anzuschließen. Darauf speichert der Fernseher die ausgestrahlte Sendung.

Achtung: Deine externe Festplatte oder dein USB-Stick müssen nicht selten dafür formatiert werden. Alle darauf befindlichen Dateien werden im Zuge dessen gelöscht.

Einschränkungen gibt es trotzdem. So kannst du bestimmte HD-Sendungen, die du über Satellit empfängst, nicht aufnehmen. Der HD+-Codec verhindert dies, wenn der Sender eine entsprechende Restriktion eingebaut hat. Dies ist vorrangig bei neueren Spielfilmen der Fall.

Ein beliebtes Feature der Aufnahmefunktion bei fast allen aktuellen Fernsehern ist die eingebaute Möglichkeit Sendungen zeitunabhängig aufzunehmen. So kannst du die Werbung überspringen, deine Lieblingssendungen losgelöst von der Sendezeit schauen, die Sendung selbstständig pausieren (auch als Timeshift bekannt) und dir deine eigene private Bibliothek anlegen.

Smart-TV - Dein Zugang zu Streaming, Social Media, Mediatheken uvm.

Samsung stellte 2013 den ersten Smart-TV vor und prägte in Folge dessen den Begriff. Heute ist nahezu jeder Fernseher mit smarten Features ausgestattet. Erst wurde das Phone smart, jetzt ist es der TV. Die Großgeräte werden dank der rasanten Innovation im Mobiltelefonbereich mit stromsparende Mehrkernprozessoren und ganzen Betriebssysteme ausgestattet, die dir sehr viele Möglichkeiten bieten.

Dabei gehen die unterschiedlichen TV-Hersteller teilweise eigene Wege, haben jedoch immer ein Ziel: Eine möglichst hübsche und intuitiv zu bedienende Benutzeroberfläche mit vielen Funktionen. Folgende Systeme hat der Markt zu bieten:

Android TV

Das Android TV Logo

Die abgewandelte Version des quelloffenen Smartphone-Betriebssystems von Google punktet für Smart-TVs vor allem mit seiner großen App-Auswahl. Neben den bekannten Video-Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Video, Maxdome, Youtube, Twitch usw. bietet ein Android TV z.B. auch Spiele und Mediaplayer. Durch die Integrierung in das Google-Ökosystem hast du auch Zugriff auf einige Services wie Google Drive, den Office-Anwendungen, Google Fotos uvm.

Zusätzlich ermöglicht dir Android TV viele intuitive Funktionen wie das Spiegeln deines Chrome-Browsers, deines Smartphone- oder Tablet-Bildschirms und den Zugriff auf Dateien in deinem Heimnetzwerk.

Nachteilig ist, wie bei Smartphones, der hinterherhinkende Updateprozess. Zwar ist Android TV nicht quelloffen und sollte deshalb viel schneller und für mehr Fernseher aktuell gehalten werden, mangelndes Interesse der Fernsehhersteller an zeitnahen Updates verhindert jedoch ein einheitlich wachsendes Ökosystem. Die großen Hersteller wie Sony, Philips oder Panasonic schaffen es den Zeitplan halbwegs einzuhalten. Kleinere TV-Hersteller wie TCL oder Thomson haben hingegen sichtlich Mühe oder scheuen den finanziellen Aufwand.

Weiterhin solltest du dir im Klaren sein, dass ein TV OS von Google entsprechende Nutzerdaten abgreift, die auch mit deinem Nutzerprofil von Google verknüpft und dadurch gezielt personenbezogen, auch in Verbindung mit personalisierter Werbung, sind.

Tizen

Das Tizen Logo

Tizen ist ein Betriebssystem von Samsung, welches zunächst auf den Smartwatches des südkoreanischen Herstellers eingesetzt wurde. Das System ist jedoch so variabel, dass es nun auf den Samsung Fernsehern ein Zuhause gefunden hat. Es besticht durch seine schnelle Bedienung, hat aber noch Defizite bei der App-Auswahl, da nur die wichtigsten Vertreter auf der Plattform zu finden sind.

webOS

Das WebOS Logo

Das von Palm (Blackberry) entwickelte und von LG gekaufte webOS wird schon seit einigen Jahren auf den Fernsehern von Lucky Goldstar verwendet. Hier zeigt sich vor allem die, in Verbindung mit der Magic Remote, intuitive Bedienung, welche an den Controller der Wii Spielkonsole oder eine PC-Maus angelehnt ist. Auch das bunte und verspielte Design macht nicht nur bei den OLED-Fernsehern des Unternehmens eine sehr gute Figur. Dennoch kann auch webOS nicht mit der Smart-App-Auswahl von Android TV mithalten, bietet aber immerhin etwas mehr Anwendungen als z.B. Samsung's Tizen.

Eigene Betriebssysteme

Hisense, Telefunken, Jay Tech, Sharp,  JVC und alle anderen bieten kein einheitliches System, sondern setzen auf eigene Entwicklungen, die allerdings meist nur die rudimentären Smart-TV-Funktionen bieten. Mit einer großen Auswahl an Video-Apps oder vielen Einstellungsmöglichkeiten darfst du bei keinem der Betriebssysteme rechnen. Dennoch erfüllen sie ihren Zweck.

Als Alternative eignet sich eine Streaming-Box bzw. ein Streaming-Stick wie ein Apple TV, Nvidia Shield TV, Mi TV oder ein TV-Stick mit Android wie Chromecast, Fire TV Stick etc. Wahlweise sind auch Mini PCs leistungsfähige Mediacenter.

Basisfunktionen bieten alle Smart-TVs

Alle Smart-TV Betriebssysteme lassen sich mit dem Internet verbinden und ermöglichen die gleichen Basis-Features wie das Streamen mittels Video-Apps, das Wiedergeben von Inhalten aus dem eigenen Netzwerk und einige Einstellungsmöglichkeiten. Unterschiede ergeben sich vorrangig in der Stabilität (Abstürze können immer mal wieder passieren) und der App-Auswahl.
Da die Benutzeroberfläche meistens an die Hersteller gebunden ist, ist keine eindeutige Empfehlung auszusprechen. Im Zweifelsfall hat sich Android TV am stabilsten und fortschrittlichsten erwiesen, geizt aber nicht mit dem Abrufen von Nutzerdaten.

Anschlüsse beim TV - Welche Anschlüsse braucht mein Fernseher?

Bei deinem neuen Fernseher solltest du auch auf die Anschlüsse achten. Da der TV oftmals der zentrale Punkt des Heimentertainments ist, werden externe Geräte wie Spielekonsolen, Lautsprecher, Kopfhörer, Festplatten, Blu-ray-Player usw. daran angeschlossen. Beachte auch die Position der Anschlüsse. Wenn du deinen neuen Fernseher z.B. mit einer TV-Wandhalterung an die Wand schrauben möchtest, müssen alle oder die wichtigsten Stecker auch von der Seite nutzbar sein.

Welche Anschlussmöglichkeiten dein Fernseher haben sollte, erfährst du hier:

Was ist HDMI? - Volles Ultra HD nur mit HDMI 2.0, 4K mit 120 Hz nur mit HDMI 2.1

Die Anschlüsse eines FernsehersHDMI steht für High-Definition Multimedia Interface und ist seit seiner Markteinführung Ende 2003 zum Anschluss-Standard für den Home-Video-Bereich geworden. Der größte Vorteil liegt in der gleichzeitigen Übertragung von hochwertigen Bild-, Ton- und wahlweise auch Breitbandsignalen.

Welchen HDMI-Anschluss brauche ich für 4K?

Wichtig: Für UHD-Signale brauchst du mindestens HDMI 1.4a, welches dies aber nur bei maximal 30 Hz ermöglicht.
Besser ist HDMI 2.0a oder HDMI 2.0b, was Ultra HD (3820 x 2160p) bei 60 Hz übertragen kann. Die Verfeinerung HDMI 2.0b bietet Unterstützung für HLG, ein HDR-Standard für die Übertragung von HDR-TV-Signalen.

HDMI 2.0 ist vor allem wichtig für Videospiele vom PC, der Playstation 4 Pro, Xbox One X, Playstation 5 und Xbox Series X, aber auch, wenn du den PC am TV anschließt und ihn als 4K-Monitor nutzt.

Was bringt HDMI 2.1?

HDMI 2.1 ist der neuste Stand der Technik und wird bereits in Fernsehmodellen der Oberklasse seit 2019 verbaut. Hier sind theoretisch bis zu 10K bei 120 Hz möglich. In der Realität profitieren primär Gamer vom neuen Standard.

HDMI 2.1 verbessert das Gaming und Ton

Nur mit HDMI 2.1 ist das Spielen von Games in 4K mit 120 Hz möglich.
Außerdem kommt mit HMDI 2.1 VRR, ein Feature zur variablen Bildwiederholungsgrate. Die VRR-Technik gibt schon länger im PC-Bereich. Die Grafikkartenhersteller nennen sie AMD  FreeSync bzw. NVIDIA G-Sync und haben sie für viele Gaming Monitore lizenziert.

VRR steht für Variable Refresh Rate und synchronisiert Bildwiedergabe und Bildausgabe des PCs/der Konsole mit dem Fernseher, um eine saubere Darstellung des Spiels zu gewährleisten. Konsole oder PC sprechen sich ab und laufen beim Spielen immer mit derselben Bildwiederholungsrate. Das verhindert Screen Tearing, also ein sichtbares Zerreißen des Bildes.

Zusätzlich ermöglicht HDMI 2.1 bei eARC die Weiterleitung von modernen Audioformaten wie Dolby Atmos und DTS:X

Wie viele HDMI-Anschlüsse braucht mein Fernseher?

In der Regel reichen 2 bis 4 HDMI-Anschlüsse pro Fernseher aus. Falls nicht, kannst du auch einen HDMI-Splitter davor schalten und so mehrere HDMI-fähige Geräte an einen Port anschließen. Die freie Wahl hast du hingegen mit einem AV-Receiver. Hier lässt sich der Fernseher nur als Bildschirm verwenden und externe Geräte direkt am AV-Receiver verbinden. Dieser übernimmt dann die komplette Steuerung der Ton- und Bildsignale.

Was ist HDMI-CEC?

Die gegenseitige Kommunikation und Steuerung von HDMI-Geräten geschieht über den CEC-Standard, der mit HDMI eingeführt wurde. Er ermöglicht die eingeschränkte Steuerung von HDMI-Geräten untereinander. So schalten sich HDMI-Geräte bei Aktivierung gegenseitig automatisch an/aus, er betreffende Quelleneingang im AV-Receiver oder Fernseher wird automatisch ausgewählt und mit einer Fernbedienung lassen sich gleich mehrere Geräte auf einmal bedienen - ohne extra Universalfernbedienung. Genau wie HDMI ist CEC ein festgelegter Standard aller Elektronikhersteller, jedoch wird dieser aus Marketinggründen oftmals anders benannt und mit einem Logo versehen.

Achtung: Die Hersteller suggerieren spezielle markenbezogene Funktionen, die jedoch auch mit anderen Geräten problemlos funktionieren!
HDMI-CEC ist bekannt als:

Hersteller

CEC-Eigenbezeichnung

AOC

E-link

Hitachi

HDMI-CEC

LG

SimpLink

Mitsubishi

NetCommand for HDMI

Onkyo

RIHD

Panasonic

HDAVI Control, EZ-Sync oder VIERA Link

Philips

EasyLink

Pioneer

Kuro Link

Samsung

Anynet+

Sharp

Aquos Link

Sony

BRAVIA Sync

Toshiba

CE-Link oder Regza Link

Was ist HDMI-ARC?

Dies ist ein Feature, welches auch über HDMI ermöglicht wird, aber in der Regel nur ein HDMI-Anschluss deines Fernsehers beherrscht. So steht meistens "HDMI (ARC)" an dem betreffenden Eingang. ARC steht für Audio-Return Channel und erlaubt es den zwei Geräten die Lautstärke-Einstellungen zu synchronisieren. Wenn du also an deinem AV-Receiver oder deinem Blu-ray-Player die Lautstärke verringerst oder erhöhst, geschieht dasselbe auf dem Fernseher und umgekehrt. Lästiges Einstellen mit zwei Fernbedienungen entfällt.

Was macht HDMI eARC besser?

HDMI eARC ist die Weiterentwicklung von ARC und erhöht die Datenrate von 1 Mbit/s auf bis zu 37 Mbit/s für das Tonsignal. So lassen objektbasierte Tonformate wie Dolby Atmos mit Dolby True HD oder DTS:X verlustfrei an das entsprechende Ausgabegerät (z.B. Heimkinosystem oder Soundbar) übertragen. Dafür müssen diese eARC-fähig sein.

Voraussetzung: HDMI 2.1-Anschluss des Fernsehers und passende HDMI 2.1-Kabel, um die Daten auch übertragen zu können. Beim Ausgabegerät herrscht noch etwas Unklarheit. Einige Hersteller haben eine eARC-Unterstützung via Firmware-Update auch auf Geräte mit HDMI 2.0-Anschlüssen nachgerüstet. Hier musst du dich vorher genau informieren.

USB - Für Festplatten, USB-Sticks und Zubehör

Ein Fernseher sollte mindestens einen USB-Anschluss haben. Daran lassen sich Speicherdatenträger wie USB-Stick oder Festplatten anschließen und die darauf befindlichen Videos, Bilder oder Präsentationen abspielen. Ein USB-Anschluss und ein Datenträger wird ebenfalls für die PVR-Fähigkeiten deines TVs benötigt oder um Updates manuell auf das Gerät zu installieren.

Scart und Cinch - Analoge Überbleibsel

Analoge Scart- und Chinch-Anschlüsse sind nur noch bei ganz wenigen neuen Fernsehern zu finden, da sie analog funktionieren und nur eine SD-Auflösung ermöglichen.

Audio-Ausgänge - Surround-Sound und Kopfhörer anschließen

Anders verhält es sich bei diversen Audio-Ausgängen. Diese sind zwar auch schon etwas älter, übertragen jedoch nach wie vor hochwertige digitale Mehrkanal-Tonsignale. Diese sind entweder Koaxial oder Toslink (optisches Kabel oder auch Sony/Philips Digital Interface - S/PDIF).
Zusätzlich findest du bei fast allen Fernsehern noch den altgedienten Kopfhöreranschluss in Form einer 3,5 Klinkenbuchse, manchmal auch einen rot-weißen Cinch-Ausgang.

Bluetooth - Universelle Funkverbindung

Die moderne und kabellose Möglichkeit ist Bluetooth. Dank der modernen Betriebssysteme auf Fernsehern wird eine problemlose Verbindung von Bluetooth-Geräten wie Bluetooth-Kopfhörern oder Bluetooth-Boxen möglich. Viele Soundbars lassen sich ebenfalls auf diese Weise am Fernseher verwenden.

WLAN und LAN - Internet für deinen TV

Nichts geht mehr ohne das Internet. Auch der Fernseher wird mittels Router ins Netzwerk der Welt eingebunden und kann so schnell Updates erhalten und dank diverser Smart-Apps Videos und Musik streamen. Durch andere Smart-Devices wie Tablets oder Smartphones lässt sich der Fernseher dank diverser Apps auch über das Internet steuern/einstellen oder Inhalte direkt auf den großen Bildschirm übertragen. Nahezu jeder Hersteller bietet diese Möglichkeiten.

Ob du die "Glotze" kabellos über WLAN oder mit einem LAN-Anschluss online bringst, ist dir überlassen. Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du jedoch immer mit einem Netzwerkkabel arbeiten, da hier keine Funkverbindung gestört werden kann. Vor allem für Streams in Ultra HD 4K ist dies sinnvoll. Falls dein WLAN-Signal nicht stark genug ist oder du keinen LAN-Anschluss in der Nähe hast, kannst du dir mit einem WLAN Repeater oder Powerline Adapter behelfen.

Ton bei Fernsehern - Brauche ich ein zusätzliches Soundsystem?

Eine Soundbar unter einem FernseherDie Revolution der Fernseher brachte auch ihre Schattenseiten. Konnte die gute alte Röhre dank des großen Volumens des Gehäuses noch mit einem satten Klang überzeugen, leidet der Ton moderner Flachbildfernseher unter ihrem Schlankheitswahn bei der Tonqualität. Zwar schaffen es moderne Fernseher durch die Innovationen der Lautsprecherbranche, die auch aus portablen Bluetooth-Boxen einen akzeptablen Ton herauszukitzeln, viel besser dazustehen.

So wird z.B. die Wand zur Schallreflexion genutzt, die Tieftöner an der Unterseite gebaut und größere Lautsprecher in den Standfuß eingebaut. Dennoch kommt mit solchen Lösungen keine hochwertige Tonqualität, geschweige denn Kinofeeling im Wohnzimmer auf. Deswegen ist es sinnvoll, eine andere Lösung für die Audiokomponente zu nutzen.

Die bereits angesprochenen Bluetooth-Lautsprecher lassen sich dank der Bluetooth-Konnektivität von Fernsehern kabellos verbinden, ebenso wie Bluetooth-Kopfhörer für das privatere Hörerlebnis. Achte jedoch hierbei auf die hohe Latenz - vorrangig bei Bluetooth-Kopfhörern. Im schlimmsten Fall passen Bild und Ton nicht richtig zusammen.

Tipp: Zur Not kannst du auch den AUX-Anschluss dafür nutzen und normale Kopfhörer bzw. deine alte Stereoanlage anschließen.

Die hochwertigere Alternative ist die Soundbar, die ebenfalls auf viele verschiedene Anschlussmöglichkeiten setzt, größer ist und dadurch einen noch satteren Klang bietet. Egal, ob mit HDMI, Bluetooth, AUX, Cinch, WLAN oder Toslink verbunden, die Klangriegel bieten je nach Größe schon  etwas Heimkino-Atmosphäre im Wohnzimmer, die mit einem extra Subwoofer verbessert wird (2.1 Soundbars).

Wie im Kino fühlst du dich aber erst, wenn du ein Heimkinosystem aufstellst. Zum Einstieg genügt ein 5.1 System, mit drei Lautsprechern vorne und zwei für die Effekte im hinteren Bereich. Weitere Möglichkeiten bieten dir 7.1 oder 9.1 Systeme mit mehr Effektlautsprechern an der Decke (Dolby Atmos), hinten oder zusätzlich vorne.

In jedem Fall entscheidend ist der richtige AV-Receiver. Hier gilt es bei 4K Fernsehern auf HDMI 2.0- bzw. 2.1-Anschlüsse zu achten, sofern du deine Multimediageräte alle an die AV-Receiver anschließen willst. Mehr zum Thema AV-Receiver findest du in unserem Kaufberater. Dort erfährst du auch, wie du dein 5.1 System optimal aufstellst.

Gaming auf dem Fernseher - Wie vermeide ich Eingabeverzögerungen und Ruckler?

Eine frau spielt auf einem FernseherVideospiele sind aus vielen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Spielekonsolen wie die Playstation 4, Xbox One oder Nintendo Switch haben sich millionenfach verkauft. Zudem ermöglichen  die PS5 oder die Xbox Series X vergleichsweise stabiles und flüssiges 4K-Gaming und Bildwiederholungsraten von bis zu 120 Hz , welche zuvor nur leistungsfähigen Gaming-PCs oder Gaming Laptops mit guten Grafikkarten vorbehalten waren.

Doch worauf musst du achten, wenn du auch mit deinem Fernseher zocken willst?

Schnelles Display für schnelle Spiele

Die native Bildwiederholfrequenz des verbauten Displays, die in Hertz angegeben wird und bei fast allen Modellen nicht auf Anhieb ersichtlich ist. Die Angaben werden künstlich hochgerechnet. Schafft das Panel z.B. nur 60 Hz kann es bei Games trotz 60 Bildern pro Sekunde im Spiel durch fehlende Zwischenbilder zu einer verwaschenen Darstellung bei Bewegungen kommen. Die Bildpunkte sind wechseln auf dem Display nicht schnell genug.

Unsere Empfehlung: Ein Fernseher mit einem 120 Hz-Panel. Viele Spiele laufen zwar nur mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde, doch je mehr Zwischenbilder der TV anzeigen kann, desto weniger Probleme hat er mit schnellen Bewegungen in Games. Sensible Gamer merken sofort den Unterschied. Kommt der Fernseher nicht richtig hinterher, ist das Bildschirmgeschehen nicht zu hundert Prozent flüssig. Es bilden sich Schlieren hinter den sich bewegenden Objekten im Spiel.

Schafft dein PC oder deine Spielkonsole gar 120 Bilder pro Sekunde, ist das Bild am besten.
Mit HDMI 2.1 kannst du sogar die vollen 120 Bilder pro Sekunde deines Fernsehers in 4K-Auflösung beim Spielen nutzen.

Fernseher und Spiel können sich aufeinander abstimmen

Dass Spiele nicht immer optimal laufen kommt mit steigender Grafikqualität, komplexeren Welten und hastig auf den Markt geworfenen Spielen immer häufiger vor. Wie im Abschnitt zum HDMI-Anschluss bereits erklärt, wurde als Hilfe die sog. "Variable Refresh Rate" (VRR) entwickelt, die mit HDMI 2.1 auch standardmäßig Einzug in die Fernsehwelt hält. Das grundlegende Prinzip von einer variablen Bilderwiederholungsrate: Die Grafikkarte oder Konsole teilen dem Fernseher oder Monitor mit, wie viele Bilder pro Sekunde sie in diesem Moment senden können. Der Fernseher oder Monitor passt seine Bildwiederholungsrate pro Bild dynamisch an. Du siehst dann zwar eine nicht so flüssige, aber dafür eine saubere Darstellung des Spiels.

VRR funktioniert am besten in den Bereichen von 40 bis 60 und 100 bis 120 Bildern pro Sekunde und ist bei Fernsehern mit HDMI 2.1 mit an Bord

Fernseher im Test - Worauf ist zu achten?

Bei Tests sind Fernseher natürlich keine exotischen Produkte. Ganz im Gegenteil: Die Fülle an Fernseher Tests ist schon beinahe erdrückend. Auch die Stiftung Warentest hat hier immer wieder die aktuellsten Modelle bei sich im Test. Eines zeichnet sich immer wieder ab: Den Sieg machen immer wieder LG und Samsung untereinander aus. Beim aktuellen Test hat jedoch LG deutlich die Nase vorn. In beeindruckender Manier belegt der Elektronikriese aus Südkorea die ersten fünf Plätze des Tests.

Den ersten Platz im Test sichert sich der OLED G19LA von LG, genauer gesagt die 55 Zoll-Variante. Bis auf eine eher mangelhafte Bedienbarkeit am Gerät, gibt es quasi nichts zu meckern. Das Bild ist top, die Fernbedienung übersichtlich und das Betriebssystem intuitiv. Sogar der Ton kann auch ohne externe Soundbar überzeugen.

Den ersten Samsung TV des Tests findet man etwas weiter abgeschlagen auf dem fünften Platz, jedoch noch immer mit hervorragenden Testergebnissen. Der GQ65QN95AAT hat ähnliche Stärken wie die Sieger des Tests. Ein hervorragendes Bild, exzellenten Sound und eine erstklassike Bedienbarkeit. Er hat jedoch kein OLED, sondern ein QLED-Panel, wodurch Farben etwas weniger kontrastreich ausfallen.

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