Bridgekamera Test: Die besten Bridgekameras 2024

Von Fabian Krudewig - 16.02.2024

Die besten Bridgekameras aus Tests und Kundenbewertungen im Vergleich

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Bridgekamera Test & Vergleich: Unser Bridgekamera Kauf-Ratgeber

Fabian Krudewig
von: Fabian Krudewig
aktualisiert am: 16.02.2024

Bridgekameras auf einen Blick - Die Brücke zwischen Kompaktkamera und DSLR

Bridgekameras sind auch bei Fotografie-Neulingen beliebt, da sie weniger überfordern.Wenn du dich auf die Suche nach einer neuen Digitalkamera begibst, wird dir früher oder später der Begriff der Bridgekamera über den Weg laufen. Bridgekameras ähneln in ihrer Form und Größe Spiegelreflex- oder auch Systemkameras, kommen aber nicht ganz an deren Möglichkeiten in puncto Ausstattung und Funktionsumfang heran. Sie stellen also buchstäblich den Übergang zwischen Kompakt- und Systemkameras dar.

  • Objektiv - fest verbaut: Das Objektiv einer Bridgekamera ist fest verbaut. Der unmittelbare Vorteil sind weniger Kosten, da die Anschaffungskosten teurer Objektive wegfallen. Oftmals verfügen Objektive von Bridgekameras über einen starken optischen Zoom, mit dem du auch sehr weit entfernte Objekte ohne Qualitätsverlust heranholen kannst.

    Allerdings ist damit die Flexibilität deutlich eingeschränkt. Auch musst du vor dem Kauf genau darauf achten, dass das Objektiv deinen Wünschen und Anforderungen entspricht, da du es nachträglich nicht umrüsten kannst.

  • Sensor - oftmals kleiner: Der Sensor einer Kamera hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Bildqualität. Er hat direkten Einfluss darauf, wie viel Licht eingefangen werden kann, wie detailreich ein Bild ist, wie viele Farben präzise dargestellt werden können und mehr.
    Es gibt verschieden Sensor-Arten. Gängige Formate sind beispielsweise 1/2,3-Zoll, 1/1,7-Zoll, 1 Zoll, APS-C und Vollformat. In Bridgekameras sind häufig kleinere Sensoren verbaut.

  • Geschwindigkeit: Gerade bei bewegten Motiven ist die Geschwindigkeit einer Kamera von größter Bedeutung. Die Zeit von dem Moment, in dem du dein Motiv erfasst hast, über den Autofokus bis hin zur fertigen Aufnahme sollte nicht zu lange dauern.
    Achte entsprechend auf einen zuverlässigen Autofokus. Dieser hilft nicht nur beim Aufnahmen guter Fotos, sondern auch bei Videos, in denen du nicht nur komplett still vor der Kamera sitzt.

  • Ergonomie und Handlichkeit: Bridgekameras sind dank des spiegellosen Betriebs häufig leichter als ausgewachsene Spiegelreflexkameras. Allerdings sind sie durch das fest verbaute Objektiv auch etwas klobiger, auch beim Verstauen, da du sie nicht in Einzelteile zerlegen kannst.
    Da der Objektivwechsel wegfällt, sind sie eine gern gesehene Alternative bei Fotografie-Anfänger:innen.

Diese Bridgekameras empfehlen wir dir

Bridgekameras gibt es zuhauf. Damit du den Überblick behältst, haben wir uns ein paar Modelle, teure sowie günstige Einstiegskameras, näher angesehen.

Sony RX10 IV - Zoom, zoom, zoom!

Das rückseitige Display der Sony RX10 IV lässt sich kippen, aber nicht drehen.Die Sony RX10 IV ist zwar etwas teurer, dafür bietet sie aber eine wirklich hervorragende Leistung in (fast) allen Disziplinen. Das fest verbaute Objektiv tut ihr in ihrer Flexibilität keinen Abbruch.

  • Superzoom für Super-Aufnahmen: Möchtest du dir besonders weit entfernte Motive näher bringen, ist deine Suche hier vorbei. Die Linse bietet eine sagenhafte Brennweite von 24 bis 600 mm. Der Autofokus arbeitet übrigens präzise und schnell und kommt (bis zu einem gewissen Tempo) auch mit beweglichen Objekten klar. Bei sehr schnellen Bewegungen versagt das Tracking leider ein wenig.

  • Rasante Serienbilder: Die Serienbildgeschwindigkeit beträgt 21 Bilder pro Sekunde mit elektronischen Verschluss. Das ist ein hervorragender Wert. Auch mit mechanischem Verschluss sind es noch immer 11 Bilder pro Sekunde.

  • Ergonomisch und durchdacht: Die Bedienelemente sind (bis auf das linke Drehrad) gut erreichbar positioniert. Einige Knöpfe kannst du ganz nach deinen Vorstellungen neu programmieren. Besonders nett ist das kleine Display an der Oberseite, das dir stets die wichtigsten Informationen auf einen Blick bietet.

  • Gut für UHD: Videoaufnahmen in 4k gelingen gut, auch dank des sehr präzisen Autofokus. Selbst sich bewegende Objekte bleiben immer scharf. Für Vlogging ist die Kamera aber weniger geeignet, da das rückseitige Display nicht drehbar ist.
Das hat uns an der Sony RX10 IV gestört

Die Qualität von Full-HD-Aufnahmen hat bei uns etwas für Kopfkratzen gesorgt. Wenn auch nicht wirklich schlecht, kommt die Kamera hier nicht an die Qualität ihrer 4k-Aufnahmen heran. Auch ist zu beachten, dass die Kamera trotz aller Ergonomie recht klobig und groß ist.

Unser Fazit zur Sony RX10 IV

Wenn du am recht hohen Preis vorbeischauen kannst, ist die RX10 IV Bridgekamera von Sony eine hervorragende Wahl. Obwohl sie nur einen 1-Zoll-Sensor verfügt, schießt sie beeindruckende Aufnahmen, besonders auf weite Distanz. Der Autofokus ist insgesamt sehr gut, besonders bei Videoaufnahmen.

Sie ist recht klobig, allerdings ist sie dank des fest verbauten Superzoom-Objektivs auch deutlich schneller einsatzbereit als jede System- oder Spiegelreflexkamera.

Canon PowerShot SX70 HS - Die flexibel Einsetzbare

Die PowerShot SX70 HS bietet alle Funktionen, die du als Einsteiger:in benötigst.Die Canon PowerShot SX70 HS ist mehr als nur eine Kamera – sie ist deine zuverlässige Begleiterin auf jeder Reise, die dich nie im Stich lässt, wenn du diesen einen unvergesslichen Moment festhalten willst.

  • Beeindruckender 65-facher optischer Zoom: Mit der Canon PowerShot SX70 HS hast du immer den perfekten Überblick. Das Objektiv verfügt über 65-fachen optischen Zoom. Das ist besonders attraktiv, wenn du es auf Sport- oder Tierfotografie abgesehen hast, wo du nicht immer nah an dein Motiv herankommst.
    Die Bildqualität ist dabei hervorragend, zumindest bei guten Lichtverhältnissen.

  • Benutzerfreundlichkeit auf höchstem Niveau: Die Canon PowerShot SX70 HS punktet mit einer intuitiven Menüführung, die das Fotografieren zum Kinderspiel macht. Unabhängig davon, ob du bereits Erfahrung hast oder noch Anfänger:in bist, du wirst die einfache Handhabung lieben.

  • Flexibilität durch RAW und 4k: Mit der Fähigkeit, sowohl Fotos im RAW-Format aufzunehmen als auch Videos in 4k zu drehen, steht dir mit der PowerShot SX70 HS eine vielfältige Kamera zur Verfügung. Beachte allerdings, dass du bei 4k-Aufnahmen auf 30 Bilder pro Sekunde beschränkt bist.
Das hat uns an der Canon Powershot SX70 HS gestört

Trotz ihrer vielen Stärken gibt es auch Aspekte, die uns an der Canon PowerShot SX70 HS gestört haben. Die Akkulaufzeit könnte mit bis zu 325 Aufnahmen besser sein, insbesondere für längere Ausflüge kann dies problematisch sein. 

Außerdem fehlt der Kamera ein Touchscreen, was die Bedienung etwas umständlicher macht, insbesondere für diejenigen, die die einfache Bedienung von Smartphones gewohnt sind.

Nicht zuletzt ist es auch die Aufnahmequalität bei schlechten Lichtverhältnissen, die als Haar in der Suppe schwimmt. Canon hat einen 1/2.3 Zoll-Sensor verbaut, der bei hohen ISO-Werten starkes Bildrauschen produziert.

Unser Fazit zur Canon PowerShot SX70 HS:

Die Canon PowerShot SX70 HS ist eine ausgezeichnete Wahl für alle, die eine zuverlässige, benutzerfreundliche und flexibel einsetzbare Bridgekamera suchen. Mit ihrer beeindruckenden Zoom-Reichweite, ihrer einfachen Bedienung und ihren vielseitigen Aufnahmemodi bietet sie ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. 

Zwar gibt es ein paar kleinere Schwächen, diese trüben jedoch nicht den insgesamt positiven Gesamteindruck dieser soliden Kamera. Sie ist ideal für passionierte Fotograf:innen oder diejenigen, die ihre Reisen und Abenteuer festhalten wollen.

Bridgekamera - Was ist das?

BridgekameraMal ehrlich, hast du schon mal von einer Bridgekamera gehört? Eine Brückenkamera? Was soll das sein? Dabei ist die Definition logisch und naheliegend, denn eine Brücke verbindet zwei Seiten. Eine Bridgekamera schlägt eine Brücke, welche die Eigenschaften einer Spiegelreflexkamera mit den Eigenschaften einer Kompaktkamera vereint.

Manche von euch kennen die Bridgekamera möglicherweise unter dem Namen "Prosumerkamera". Alles im Sinne einer Brücke, denn auch diese Bezeichnung soll eine Verbindung zweier Wörter sein: Professional und Consumer. Also eine Kombination: Ein professioneller Verbraucher sozusagen. Der Name Superzoom etablierte sich ebenfalls und bezieht sich auf die oftmals starken Zoom-Eigenschaften der fest verbauten Objektive.

Bridgekameras gehören technisch gesehen eher in die Kameraklasse der Kompaktkameras. Das Aussehen ähnelt aber sehr dem einer Spiegelreflex. Natürlich kann man damit nicht nur fotografieren, auch das Filmen ist möglich und das in einer Auflösung bis Full HD, teilweise auch in 4K.

Gespeichert werden die Filme und Fotos wie gewohnt auf einer passenden Speicherkarte - einer SD-Karte. Bedenke, dass für die Aufnahme von 4K-Videomaterial, die Speicherkarte auch eine entsprechende Schreibgeschwindigkeit haben muss.

Was ist besser: Bridgekamera oder Spiegelreflexkamera?

Bridgekamera mit SD-KartenWir haben bereits erfahren, dass die Bridgekamera eine Kombination aus einer Spiegelreflex- und einer Kompaktkamera ist. Was sind denn da nun die Unterschiede? Äußerlich ähneln sie sich stark und ein Objektiv ist bei beiden Typen ebenfalls zu finden. Und genau hier sind wir auch schon am springenden Punkt. Der Kamerakollege, die Spiegelreflex, überlässt es dir, welches Objektiv du nutzen möchtest. Es lässt sich nämlich mit ein paar Handgriffen ganz einfach austauschen. Ein klarer Vorteil, aber auch ein teurer Spaß, der auch ein schweres und großes Repertoire an Equipment bedeutet.
Mit der Entscheidung für eine Bridgekamera, fällt auch die Entscheidung für ein Objektiv, dieses ist nämlich fest montiert und lässt sich nicht auswechseln. Dennoch kann eine gute Bridgekamera sowohl im Makro-, als auch im Weitwinkel-Bereich Bilder schießen. Meist ist auch das Objektiv recht lichtstark. Man muss bei Bridgekameras sicherlich auf das ein oder andere verzichten, oftmals sind die Bildsensoren kleiner als bei einer Spiegelreflex, dennoch erreichst du eine gute Bildqualität. Für welchen Kameratyp du dich am Ende entscheidest, ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Eine gute Bridgekamera kann eine preislich attraktive Alternative zur Spiegelreflexkamera darstellen und ist besonders für Hobbyfotografen und Einsteiger attraktiv.
Um letztere richtig auszukosten, und nicht nur den Automatikmodus zu nutzen, solltest du bereit sein, dich mit Blenden, Brennweiten, Objektiven und Blitzen zu beschäftigen.

Was kann eine Bridgekamera?

Klingt ja erstmal ganz vielversprechend, doch sind Bridgekameras wirklich die Alleskönner im Kamera-Bereich? Wir haben hier für dich die Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Vorteile einer Bridgekamera

  • Zoomobjektiv: Einen klaren Vorteil kann man in dem sogenannten Zoomobjektiv sehen. Das Zoomobjektiv der Bridgekamera ist zwar fest eingebaut und somit nicht wechselbar, zeichnet sich aber meist durch eine sehr große Brennweite aus, womit du jede Situation ohne einen Wechsel des Objektivs aufnehmen kannst. Da es sich bei einem Zoomobjektiv um ein fest integriertes Objektiv handelt, kann die Kamera und auch das Gehäuse sehr gut auf dieses abgestimmt werden. Es reicht vom Weitwinkelobjektiv bis hin zum Teleobjektiv. 
  • Sensor: Der Sensor kann kaum verschmutzen oder verstauben, da du das Objektiv nicht abmontieren kannst.
  • Lichtstärke des Objektivs: Bedingt durch die kleinen Sensoren kann die Kamera mit relativ kompakten, aber sehr lichtstarken Objektiven ausgestattet werden. Die größte Blendenöffnung für den gesamten Brennweitenbereich ist dafür der Indikator. Nimmt man nun eine Kamera mit größerem Sensor, so müsstest du für ein ähnlich lichtstarkes Objektiv tiefer in die Tasche greifen, welches zudem größer und schwerer wäre.
  • Bildstabilisierung: Eine optische Bildstabilisierung ist bei den meisten Modellen gegeben.
  • Sucher: Oftmals sind Bridgekameras mit einem elektronischen Sucher ausgestattet. Der elektronische Sucher ermöglicht es dir auch direkt die Aufnahmen in anderen Farbräumen zu sehen. Eine Schwarz/Weiß Fotografie wird also direkt so im Sucher angezeigt.
  • Display: Die meisten Modelle bieten die Möglichkeit über den Display zu fotografieren. Einige Modelle haben ein kipp- oder sogar ein klapp- bzw. schwenkbares Display, was das Fotografieren, beispielsweise aus der Vogelperspektive, erleichtert.
  • Gewicht: Dieses ist deutlich geringer als das einer Spiegelreflex mit angebrachtem Objektiv.
  • Motivprogramme: Voreingestellte Modi sind auch an einer Bridgekamera zu finden. Sie sind zur Vereinfachung der Bedienbarkeit gedacht und auf typische Aufnahmesituationen angepasst. Meistens kannst du aber auch selbst an der Blendenöffnung, der Verschlusszeit und dem ISO-Wert, also der Licht-Empfindlichkeit des Sensors, herumdrehen.

Nachteile einer Bridgekamera

  • Keine Festbrennweite: Mit dem festintegrierten Objektiv ist es dir nicht möglich, mit Festbrennweiten zu fotografieren. Objektive mit Festbrennweite eignen sich bei Videoaufnahmen und haben meist eine bessere Lichtstärke und Bildqualität.
  • Weitwinkel: Ein besonders extremer Weitwinkel wird ebenfalls nicht abgedeckt, da das Objektiv nicht auswechselbar ist. Sicherlich werden Weitwinkel und auch sehr große Brennweiten angeboten, je mehr du aber möchtest, desto teurer wird auch deine Bridgekamera.
  • Makromodus: Die Kamera besitzt meist einen Makromodus, gegenüber Makroobjektiven ist dieser aber oftmals nicht allzu gut. Die Einstellmöglichkeiten und die Bildqualität sind eingeschränkt.
  • Autofokussystem: Das Autofokussystem ist meist ein anderes als das einer Spiegelreflexkamera. Bislang galt es als langsamer, holt aber immer mehr an Schnelligkeit auf. Die üblichen Einstellungen der Fokuspunkte sind auch hier vorhanden.
  • Sensorgröße: Diese ist eingeschränkt und somit auch weniger lichtempfindlich. Bei hohen Empfindlichkeiten kann das Bildrauschen zu unschönen oder gar unbrauchbaren Bildaufnahmen führen. Das Fotografieren in dunklen Lichtverhältnissen erzielt also nicht die Ergebnisse, die eine Spiegelreflexkamera erzielen kann. Auch die Tiefenschärfe leidet unter dem kleinen Sensor, die Unschärfe in dem nicht fokussierten Bereich fehlt oftmals.
  • Blende: Die Blende bzw. die kleinste Blendenöffnung ist meist f8. Abhängig davon sind die Verschlusszeiten, die dann auch nur eingeschränkt möglich sind. Das rächt sich, beispielsweise, wenn du bei großer Sonneneinstrahlung fotografieren möchtest. Der Bewegungsunschärfe-Effekt kann bei hellem Sonnenlicht also nicht genutzt werden.
  • Sucher: Der elektronische Sucher ist gewöhnungsbedürftig, wenn du zuvor an optische Sucher gewöhnt warst. Das manuelle Scharfstellen gelingt z.B. einfacher mit einem optischen Sucher. Manche Modelle bieten als Ausgleich eine Vergrößerung des Mittelfeldes, welches einen größeren Ausschnitt anzeigen kann.
  • Stromverbrauch: Dieser ist recht hoch, da du ständig den elektronischen Sucher nutzt. Begibst du dich also auf eine längere Fototour, so solltest du mindestens einen weiteren (oder sogar zwei weitere) Ersatzakkus mitnehmen - erst recht, wenn du viel filmen oder Serienbilder festhalten möchtest.

Sensoren - Welche gibt es und was können sie?

Die Sensoren von Bridgekameras sind meist kleiner, bei guten Lichtverhältnissen sorgt das aber für keinerlei Probleme.Der Sensor ist eines der maßgeblichen Bauteile einer jeden Digitalkamera. Er beeinflusst direkt die Bildqualität auf unterschiedliche Weise. Grob lässt sich sagen: Je größer der Sensor, desto mehr Licht kann eingefangen werden. Dadurch steigen mehrere Aspekte deiner Aufnahmen. Die Detailtiefe, der Dynamikumfang sowie die Farbtiefe.

Allgemein gilt also: Je größer der Sensor, desto besser die Aufnahme. Entsprechend sollte man immer nach dem größtmöglichen Sensor Ausschau halten, richtig? Nicht ganz: Je nach Anwendungsbereich können größere Sensoren auch einfach ein Overkill sein. Als Anfänger oder Hobbyfotograf kann man bereits mit kleinen Sensoren (zum Beispiel einem 1 Zoll-Sensor) hervorragende Aufnahmen machen bzw. die Möglichkeiten eines APS-C oder Vollformat-Sensors gar nicht ausreizen. Zudem bedeutet ein größerer Sensor auch eine größere Kamera, damit verbunden wahrscheinlich ein höheres Gewicht und höhere Kosten. Letzteres wird nicht zuletzt auch durch die benötigten Objektive zusätzlich in die Höhe getrieben.

Schauen wir uns ein paar gängige Größen einmal an:

1/2,3-Zoll-Sensoren:

  • Technische Details: Hierbei handelt es sich um die kleinsten Sensoren, die üblicherweise in digitalen Kameras zu finden sind. Wegen ihrer kleinen Größe können sie in kompakten Kameras eingebaut werden.
  • Eigenheiten: Aufgrund ihrer geringen Größe sind sie oft günstiger herzustellen und ermöglichen Kameras mit einem sehr großen Zoombereich. Sie haben jedoch oft Schwierigkeiten bei schlechten Lichtverhältnissen und neigen dazu, Bildrauschen zu erzeugen.
  • Für wen eignen sie sich?: Diese Sensoren eignen sich am besten für Alltagsfotografie bei gutem Licht und für Situationen, in denen ein großer Zoombereich erforderlich ist.

1/1,7-Zoll-Sensoren und 1-Zoll-Sensoren:

  • Technische Details: Diese Sensoren sind größer als 1/2,3-Zoll-Sensoren. Sie können mehr Licht einfangen und daher eine bessere Bildqualität liefern.
  • Eigenheiten: Sie bieten eine bessere Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und weniger Bildrauschen als 1/2,3-Zoll-Sensoren, sind aber auch teurer und erfordern größere und schwerere Objektive.
  • Für wen eignen sie sich?: Diese Sensoren sind eine gute Wahl für ambitionierte Amateure und Profifotograf:innen, die eine kompakte Kamera mit hoher Bildqualität suchen.

APS-C-Sensoren:

  • Technische Details: APS-C-Sensoren sind größer als die vorher genannten. Sie bieten eine hervorragende Bildqualität und sind in vielen DSLR- und spiegellosen Kameras zu finden.
  • Eigenheiten: Sie liefern eine hohe Bildqualität, besonders bei schlechten Lichtverhältnissen und ermöglichen eine geringere Schärfentiefe für ein schönes Bokeh. Allerdings sind Kameras mit APS-C-Sensoren teurer und größer.
  • Für wen eignen sie sich?: APS-C-Sensoren sind eine ausgezeichnete Wahl für ernsthafte Amateure und Profis, die eine hohe Bildqualität und mehr Kontrolle über die Tiefenschärfe suchen, aber nicht die volle Größe und den Preis einer Vollformatkamera möchten.

Vollformatsensoren:

  • Technische Details: Vollformatsensoren sind die größten Sensoren, die üblicherweise in High-End-Spiegelreflex- und Systemkameras zu finden sind. Sie messen 36 x 24 mm. Sie haben die gleiche Größe wie ein 35-mm-Filmrahmen, daher der Name "Vollformat".
  • Eigenheiten: Sie bieten die beste Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und die größtmögliche Kontrolle über die Tiefenschärfe. Sie erfordern jedoch große und schwere Objektive und machen die Kamera und das Zubehör teurer.
  • Für wen eignen sie sich?: Vollformatsensoren sind die beste Wahl für professionelle Fotograf:innen, die die höchstmögliche Bildqualität und Kontrolle über die Tiefenschärfe suchen, unabhängig von Größe und Preis.

Auch wenn Bridgekameras eher auf kleine Sensoren setzen, können sie hervorragende Aufnahmen machen, insbesondere wenn du die Stärken der häufig hervorragenden Zoom-Fähigkeiten von Bridgekameras ausspielen kannst.

Wichtig für den Kauf einer Bridgekamera

Auch die besten Bridgekameras unterscheiden sich. Damit du die beste Bridgekamera für dich findest, haben wir eine Auflistung von Kaufkriterien und wichtigen Begriffen aus der Welt der Fotografie zusammengestellt. Und wer weiß, vielleicht wirst du ja bereits in unserem Bridgekamera Vergleich fündig.

Wichtiges für eine gute Bridgekamera:

Begriff

Gut zu wissen ...

Sensor

Mit der Größe des Sensors ist auch die Auflösung verbunden. Diese wird in Megapixel angegeben. Der Sensor ist also entscheidend für die Bildqualität. Es gilt: Je größer der Bildsensor, desto mehr Platz haben die Pixel darauf, und umso mehr Details können dargestellt werden.

Ein Tipp: Da die meisten Bridgekameras eher einen kleinen Bildsensor besitzen, sollte auch die Auflösung nicht zu groß sein. Viele Pixel auf einem kleinen Sensor bedeutet auch weniger Licht für die Bildpunkte. Es kommt ansonsten zu einem Bildrauschen.

Sucher

Sofern deine Bridgekamera einen Sucher besitzt, handelt es sich um einen elektronischen Sucher. Das Licht fällt direkt auf den Bildsensor, das entstehende Bild wird dir dann im elektronischen Sucher dargestellt.

Videoaufnahme

Meist filmen Bridgekameras in Full-HD-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde. Gute Modelle filmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und teilweise sogar in 4K

Extras

Bluetooth, WLAN und NFC erlauben eine direkte Übertragung auf den PC.

Begriffe, die dir bestimmt in der Welt der Fotografie begegnen:

Gerade wenn du neu in der Welt der Fotografie bist, werden dir einige Begriffen konfrontiert werden, die dir vielleicht noch nicht so geläufig sind.

Begriff

Gut zu wissen ...

Belichtungszeit

Sie gibt an, wie lange Licht auf den Sensor fällt. Je länger diese ist, desto länger trifft Licht auf den Bildsensor, dies kann schöne Effekte, zum Beispiel bei Sportaufnahmen, erzielen.

Blende

Die Blende steht dafür, wie weit das Objektiv geöffnet ist und ist somit für die Menge des Lichtes zuständig, die auf den Sensor fällt.

Brennweite

Die Brennweite ist ein Indikator dafür, wie weit die Linse vom Sensor entfernt ist. Hohe Brennweiten holen weit entfernte Objekte näher ran, niedrige hingegen ermöglichen einen breiteren Bildausschnitt.

Lichtstärke

Je höher dieser Wert ist, desto besser kann deine Kamera bzw. das Objektiv deiner Kamera mit schwierigen Lichtverhältnissen umgehen.

Stabilisator

Wie der Name schon verrät, stabilisiert dieser das Bild. Dem Verwackeln beim Fotografieren wird entgegengewirkt. Einen Bildstabilisator gibt es in elektronischer oder optischer Ausführung. Letztere ist teurer, aber auch besser.

Zoom

Beim Zoom solltest du darauf achten, ob es sich um optischen oder elektronischen Zoom handelt. Während beim optischen Zoom die Brennweiten verändert werden, entspricht der elektronischen Zoom einer Bildbearbeitung, also einer Vergrößerung durch einen Computer.

Wann passt eine Bridgkamera zu dir?

Wichtig ist, dass du für dich entscheidest, worauf du Wert legst. Eine Bridgekamera kann eine gute Alternative zwischen einer doch sehr teuren Spiegelreflexkamera und einer Kompaktkamera, die nicht unbedingt viele und leicht erreichbare Einstellungsmöglichkeiten bietet, darstellen. Wenn du Interesse an wechselbaren Objektiven hast, aber dennoch keine Spiegelreflexkamera kaufen möchten, dann könnte dich vielleicht eine Systemkamera interessieren. Für ein bisschen Vintage-Flair sorgt eine Sofortbildkamera, Unterwasserkameras sind im Hinblick auf einen anstehenden Urlaub durchaus auch interessant. Möchtest du mehr über Digitalkameras erfahren, schau bei unserer Kaufberatung vorbei.

Bridgekameras im Test bei der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest nimmt die neuesten Bridgekameras unter die Lupe und bewertet sie nach Kriterien wie Bildqualität, Handhabung und Ausstattung. Dabei kommen nicht nur Technik-Experten auf ihre Kosten, sondern auch alle, die Wert auf qualitativ hochwertige Fotos und einfache Bedienbarkeit legen.

  • Panasonic Lumix DC-FZ1000 II: Die Lumix DC-FZ1000 II von Panasonic überzeugt als edle, sehr große Kompaktkamera mit starkem Zoom und Netzwerkfunktionen. Trotz ihres etwas schweren Gewichts bietet sie eine tolle Bildqualität und eine Fülle an Funktionen. Ihr hervorragender elektronischer Sucher und der klapp- und schwenkbare Monitor sorgen für viel Komfort beim Fotografieren.

  • Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV: Dieser High-End Alleskönner von Sony sticht im Bridgekamera Test definitiv hervor. Mit ihren unglaublich guten Bildern und dem starken Zoom ist sie ein echter Hingucker. Der gut funktionierende elektronische Sucher und die Netzwerkfunktionen runden das Angebot ab. Der einzige Wermutstropfen: Mit einem Preis von rund 1.500 Euro ist sie eher im oberen Preissegment angesiedelt.

  • Nikon Coolpix P1000: Obwohl sie mit rund 900 Euro schon ziemlich kostspielig ist, liefert sie insgesamt gute Bilder. Ihr extra starkes Superzoom erlaubt es dir, alles vom Panoramafoto bis hin zu Details in der Ferne aufzunehmen. Der Autofokus arbeitet insgesamt präzise. Ein Nachteil: Sie ist ziemlich schwer und groß.

Bridgekameras - Häufige Fragen (FAQ)

Wir haben dir die wichtigsten Fragen rund um Bridgekameras ausgelistet und beantwortet.

Was ist eine Bridgekamera?

Für Landschafts- und Tierfotografie sind Bridgekameras dank Superzoom häufig hervorragend geeignet.Eine Bridgekamera ist der Zwischenschritt zwischen Kompaktkamera und Spiegelreflex. Äußerlich ähnelt sie der letzteren, sie kann aber nicht ganz mit der Qualität, den Funktionen und der Flexibilität mithalten. Gleichzeitig bietet sie aber mehr als eine kleine Kompaktkamera. Sie schlägt also buchstäblich eine Brücke zwischen den beiden.

Bezeichnend für Bridgekameras ist das fest verbaute Objektiv. Häufig haben diese eine beeindruckende Reichweite, mit der du auch sehr weit entfernte Motive ohne Qualitätsverlust nah an dich heranbringen kannst.

Was sind die Vorteile einer Bridgekamera gegenüber einer DSLR oder einer spiegellosen Kamera?

Bridgekameras sind häufig leichter. Zudem bietet das verbaute Objektiv einen beeindruckenden Zoombereich, ohne Mehrkosten in Form eines designierten Teleobjektivs zu verursachen. Auch sind sie schneller einsatzbereit, da du nicht erst ein Objektiv anbringen musst.

Was sind die Nachteile einer Bridgekamera?

Gleichzeitig ist das integrierte Objektiv aber auch ein gewaltiger Nachteil, da dir die Flexibilität des Objektivwechsels fehlt. Du musst du vor dem Kauf im Klaren darüber sein, für welche Art von Fotografie du die Bridgekamera verwenden möchtest, damit das Objektiv deinen Anforderungen gerecht werden kann. Ein nachträgliches Abmontieren und Wechseln ist nicht möglich.

Auch sind bei Bridgekameras kleinere Sensoren verbaut. Darunter leidet die Bildqualität etwas, weshalb Bridgekameras mitunter weniger attraktiv für Profi-Fotograf:innen sind.

Wie unterscheidet sich die Bildqualität einer Bridgekamera von der einer DSLR?

Prinzipiell kann eine Bridgekamera genauso gute Fotos machen wie eine Spiegelreflexkamera (DSLR). Durch das integrierte Objektiv fällt dies meist sogar etwas einfacher.

Allerdings sind Bridgekameras weniger flexibel, da sie auf eine feste Brennweite begrenzt sind. Auch ist die Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen etwas schwächer und häufiger von Bildrauschen geplagt, aufgrund des kleineren Sensors.

Was bedeutet der Zoom-Bereich bei einer Bridgekamera?

Der Objektivwechsel entfällt bei einer Bridgekamera. Professionell damit arbeiten geht trotzdem.Der Zoom-Bereich beschreibt den Bereich, in dem die Kamera, nun ja, zoomen kann. Es geht also um die Brennweite. Diese reicht von Makro über Weitwinkel bis hin zu Tele. Da das Objektiv einer Bridgekamera fest verbaut ist, verfügen sie häufig über einen sehr weiten Zoombereich. Wenn auch Makro eher seltener ist, sind Weitwinkel und Tele quasi Standard.

Für ähnliche starken (optischen) Zoom musst du bei einer DSLR oder DSLM zu einem großen, schweren und vor allem sehr teuren Teleobjektiv greifen. Eine Bridgekamera produziert hier also keinerlei Mehrkosten und bietet zusätzlich mehr Komfort.

Sind Bridgekameras gut für Anfänger in der Fotografie?

Da der Objektivwechsel wegfällt, neigen Bridgekameras dazu, besonders Fotografie-Anfänger:innen weniger zu überfordern. Die Menüführung ist häufig intuitiv und einfach gestaltet. Nichtsdestotrotz solltest du dich darauf einstellen, dich in das eine oder andere Fotografie-Thema einlesen zu müssen, falls du das volle Potenzial deiner Bridgekamera nutzen möchtest.

Wie verhält sich die Leistung einer Bridgekamera bei schlechten Lichtverhältnissen?

Low-Light-Performance ist eine Schwäche von Bridgekameras. Das liegt nicht am verbauten Objektiv, sondern an der Sensorgröße. Bridgekameras haben in aller Regel kleinere Sensoren, häufig einen 1-Zoll-Sensor oder kleiner. Dieser ist weniger lichtempfindlich und neigt dazu, deutlich stärkeres Bildrauschen bei hohen ISO-Werten zu produzieren.

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