Elektrogrill Kaufberatung
Elektrogrill Vergleich 2026 – welcher E-Grill passt auf deinen Balkon?
Elektrogrills lösen zwei Probleme auf einmal: Auf dem Balkon ist Holzkohle meist untersagt, und für spontanes Grillen am Feierabend ist sie ohnehin zu langsam. Wir haben den Markt der Elektrogrills verglichen, von der 30-Euro-Platte bis zum Grillwagen mit zwei Heizzonen, und dabei auf erreichbare Hitze, Ausstattung, Reinigungsaufwand und Verfügbarkeit geschaut. Sechs Modelle empfehlen wir aktuell, sortiert nach Bauform: Tischgrills für Balkon und Esstisch, Standgrills und Grillwagen für Terrasse und Garten.

Vergleichstabelle
Die besten Elektro-Tischgrills
In dieser Klasse liegen die drei Geräte, die wir für Balkon und Esstisch empfehlen. Der Ninja WoodFire Pro Connect XL ist der Alleskönner mit echtem Raucharoma, der Weber Lumin die Wahl für kräftige Grillstreifen, und der Campingaz Attitude 2GO Electric die robuste Mitte für Burger-Fans.
Ninja WoodFire Pro Connect XL – Grillen, Räuchern und Frittieren in einem Gerät
Der Ninja WoodFire Pro Connect XL ist der Grill für alle, die nicht auf Raucharoma verzichten wollen. In einem kleinen Fach verglimmen Holzpellets, und schon nach rund 25 Minuten hat der Lachs eine echte Kirschholznote, die sonst Stunden im Smoker braucht. Die größte Stärke ist die Hitzeverteilung: Zwischen dem heißesten und dem kühlsten Punkt des Rosts liegen nur 3 Grad. Gemüse und vegetarische Bratwürste bräunen dadurch überall gleich, statt am Rand blass zu bleiben. Nach etwa 12 Minuten Vorheizen kann es losgehen, und weil das Gerät fertig montiert kommt, entfällt der Schraubnachmittag. Dazu kommen Garprogramme fürs Heißluftfrittieren und Backen, Kerntemperaturfühler und eine App, die den Wendezeitpunkt meldet. Mit 18 kg braucht das Gerät allerdings einen festen Standplatz, das Zubehör muss von Hand gespült werden, und die Temperatur lässt sich nur in einem engen Fenster regeln. Wer Grill und Smoker in einem Gerät sucht, ist hier richtig.
Weber Lumin – Gusseisen für kräftige Grillstreifen
Wer Steaks mit dunklen Streifen will, kommt beim Weber Lumin auf seine Kosten. Sein Rost aus Gusseisen speichert die Wärme so gut, dass er auch dann heiß bleibt, wenn du kaltes Fleisch auflädst. Genau daran scheitern viele günstige Geräte: Sie brechen beim ersten Steak ein und garen dann, statt zu braten. Am heißesten Punkt des Rosts werden auf voller Stufe knapp 360 Grad gemessen, mehr als genug für kräftige Grillstreifen. Mit dem passenden Zubehör lässt sich der Lumin auch zum Räuchern, Dämpfen und Auftauen nutzen, der Rost darf in die Spülmaschine. Diese Hitze hat allerdings ihren Preis. Rund 1,1 kWh für eine halbe Stunde Grillen sind gut das Dreifache des Durchschnitts, die Verteilung auf dem Rost fällt ungleichmäßiger aus als bei der Konkurrenz, und das Heizelement löst sich nur mit Schraubenschlüssel. Auch die Anschaffung liegt im oberen Preisbereich. Für wen lohnt er sich? Für alle, denen das Grillergebnis wichtiger ist als die Stromrechnung.
Campingaz Attitude 2GO Electric – Robust gebaut, stark bei Burgern
Beim Campingaz Attitude 2GO Electric ist die Herkunft aus dem Campingbereich sichtbar: Alugehäuse, emaillierter Gussrost, klappbare Beine. Zusammengeklappt passt er in den Kofferraum, und die Verarbeitung ist auf Transport ausgelegt statt auf den einen Sommer. Seine Stärke sind Burgerpatties und Bratwürste: Das Hackfleisch bekommt eine kräftige, gleichmäßige Röstung und ein klares Branding, auch die vegetarische Wurst gelingt zuverlässig. In der Mitte des Rosts werden bis zu 294 Grad erreicht, an den Rändern bleibt es spürbar kühler. Das ist praktisch, wenn du fertiges Grillgut warm halten willst, aber störend, sobald du die Fläche voll belädst. Zwei Punkte gehören zur Wahrheit: Der Grill braucht mit gut 20 Minuten lange zum Vorheizen, und allein dafür geht ordentlich Strom drauf. Viele Teile dürfen in die Spülmaschine, das versöhnt beim Aufräumen. Die richtige Wahl für Burger-Fans mit Balkon.
Die besten Elektro-Standgrills und Grillwagen
Diese drei Geräte stehen auf eigenem Gestell und sind für Terrasse und Garten gedacht. Die Bandbreite ist groß: Der Char-Broil Evolve Electric ist ein voll ausgestatteter Grillwagen für Ambitionierte, der Severin PG 8541 der günstige Einstieg, und der Cloer 6789 die Wahl für größere Runden.
Char-Broil Evolve Electric – Zwei Grillzonen für Fisch und Steak
Der Char-Broil Evolve Electric ist ein Grillwagen für Leute, die es genau nehmen. Seine linke und rechte Hälfte lassen sich getrennt zwischen 90 und 370 Grad regeln. In der Praxis heißt das: Der Fisch gart links schonend, während rechts das Steak scharf angebraten wird. Unter dem Rost sitzen Emitterplatten, die den Grillsaft auffangen und die Hitze verteilen. Fleisch bleibt dadurch auch bei längerer Garzeit saftig, statt am Rand trocken zu werden. Zwei Kerntemperaturfühler gehören dazu, gesteuert wird per App. Praktisch im Alltag sind außerdem Rollen, Seitenablage und eine Warmhalteebene für Beilagen und Brot. Kritik gibt es bei Gewicht und Feinschliff: 49 kg stellt man nicht mal eben um, der Aufbau dauert allein rund anderthalb Stunden, die Displayanzeige weicht von der echten Rosttemperatur ab, und das Selbstreinigungsprogramm bekommt eingebrannte Reste nicht vollständig weg. Wer ernsthaft elektrisch grillen will, findet hier die meiste Kontrolle.
Severin PG 8541 – Der günstige Einstieg mit Standstation
Der Severin PG 8541 passt auf den kleinen Balkon und ins kleine Budget. Die runde Grillfläche mit 41 cm Durchmesser bietet mehr Platz, als die schmale Standfläche vermuten lässt, und die Arbeitshöhe von gut 80 cm ist angenehm: Du stehst aufrecht davor, statt dich über einen Tischgrill zu bücken. Praktisch sind die Details. Eine Ablageetage am Standbein nimmt Soßen und Zangen auf, ein Haken hält den runden Deckel hinten fest, und das 2,8 m lange Kabel erspart meist die Verlängerungstrommel. Bei der Leistung muss man ehrlich bleiben: Der Sicherheitsschalter greift auf höchster Stufe immer wieder ein und kappt den Strom, weshalb Rindfleischpatties blass bleiben. Gemüse und vegetarische Bratwürste gelingen dagegen ordentlich. Auch der Standfuß wackelt, sobald der Boden nicht ganz eben ist. Für gelegentliche Grillabende zu zweit oder zu dritt ist er ein solides Angebot zum kleinen Preis.
Cloer 6789 – Viel Fläche für größere Runden
Wenn mehr als vier Leute am Tisch sitzen, wird die Grillfläche zum Nadelöhr. Der Cloer 6789 löst das mit einer der größten Grillflächen seiner Preisklasse: Es passt genug drauf, dass alle gemeinsam essen können und nicht nacheinander. Über den feinen Temperaturregler samt eingebautem Thermometer dosierst du die Hitze genauer als mit einem simplen Stufenschalter. Das hilft besonders bei Fisch und Gemüse, die schnell zu viel Hitze abbekommen. Die Grillplatte ist zur Hälfte glatt und zur Hälfte geriffelt, du kannst also Streifen ziehen und daneben Paprika schmoren. Der Aufbau ist in etwa 20 Minuten erledigt, eine Ablage und eine Halterung für die Haube gehören dazu. Perfekt ist er nicht: Der Grill steht nicht ganz sicher, und zum Rand hin fällt die Wärme sichtbar ab. Wer viel Fläche fürs Geld braucht, nimmt das in Kauf.
Darauf musst du beim Kauf achten
Ein Elektrogrill verspricht Grillen ohne Vorbereitung: Stecker rein, ein paar Minuten warten, losgrillen. Kein Kohlesack im Keller, keine Gasflasche, die mitten in der Grillsaison leer ist. Der Haken liegt bei der Hitze, und die Unterschiede zwischen den Geräten sind hier größer als bei jedem anderen Grilltyp. Worauf es beim Kauf wirklich ankommt, zeigen die folgenden Punkte.
Tischgrill, Standgrill oder Grillwagen?
Die Bauform entscheidet, wo du grillst, und sie ist die wichtigste Vorentscheidung. Tischgrills sind flach, wiegen zwischen 2 und 20 kg und stehen auf dem Gartentisch oder der Balkonbrüstung. Sie sind schnell verstaut und die richtige Wahl, wenn der Platz knapp ist. Standgrills bringen ein Gestell mit, meist auf Arbeitshöhe von rund 75 bis 95 cm. Das ist rückenfreundlicher, und viele Modelle bieten eine Ablage für Soßen und Grillzangen. Bei manchen Geräten lässt sich die Grillschale vom Gestell nehmen, du hast dann beide Bauformen in einem Gerät.
Grillwagen sind die größte Klasse: fest auf Rollen, mit Seitentischen, Stauraum und oft zwei getrennt regelbaren Heizzonen. Sie kosten deutlich mehr und wiegen aufgebaut auch mal 50 kg. Wer die Terrasse hat und regelmäßig für mehrere Leute grillt, bekommt hier die meiste Ausstattung. Wer zweimal im Sommer Würstchen macht, ist mit einem Tischgrill besser bedient. Rechne beim Grillwagen auch die Aufbauzeit ein: Bei den großen Modellen sind ein bis anderthalb Stunden Schrauben normal, und zu zweit geht es deutlich leichter als allein.
Wie heiß muss ein Elektrogrill werden?
Für die typischen Grillstreifen und echte Röstaromen braucht der Rost mindestens 250 °C. Gute Geräte schaffen 300 °C und mehr, die besten liegen jenseits von 350 °C. Günstige Einsteigermodelle kommen dagegen oft nur auf 200 °C – ein Wert, der beim Kauf kaum beachtet wird und im Ergebnis den größten Unterschied macht. Als Orientierung, was welche Temperatur kann:
- bis 200 °C: Würstchen, Gemüse, Halloumi. Fleisch wird gar, aber nicht braun.
- 200 bis 250 °C: Plancha-Bereich für Fisch und Meeresfrüchte, Streifen bleiben blass.
- 250 bis 300 °C: sichtbare Grillstreifen, Röstnote bei Steak und Burger.
- über 300 °C: scharfes Anbraten wie auf dem Gasgrill, auch bei kaltem Grillgut.
Achte außerdem darauf, dass sich die Temperatur stufenlos regeln lässt. Ein Drehregler mit Skala ist im Alltag deutlich praktischer als ein Ein-Aus-Schalter, weil du damit auch mal Halloumi oder Fisch schonend garen kannst, ohne dass es anbrennt. Ein zweiter Punkt fällt erst beim Grillen auf: Wie gleichmäßig wird die Fläche heiß? Bei manchen Geräten sind die Ränder deutlich kühler als die Mitte, dann brauchst du dort länger oder musst das Grillgut umsortieren.
Grillrost oder Grillplatte?
Beide Varianten haben ihren Sinn. Ein Rost gibt dir die klassischen Streifen, das Fett tropft ab, und Rauch entsteht nur dort, wo es die Heizstäbe trifft. Eine geschlossene Platte fängt alles auf, was flüssig ist: ideal für Gemüse, Garnelen oder ein Spiegelei, das durch den Rost fallen würde. Viele Platten sind zur Hälfte geriffelt und zur Hälfte glatt, damit du beides kannst.
Beim Material lohnt der genauere Blick. Gusseisen speichert Wärme lange und bleibt auch dann heiß, wenn du kaltes Grillgut auflegst. Dafür braucht es länger zum Aufheizen und ist schwer. Aluminium-Druckguss mit Antihaftbeschichtung heizt schneller auf und lässt sich leichter säubern, verliert aber beim Auflegen mehr Temperatur. Edelstahlroste liegen dazwischen und sind am pflegeleichtesten.
Warum ein Deckel den Unterschied macht
Ein Deckel ist mehr als Windschutz. Er hält die Hitze im Gerät, verkürzt die Garzeit und macht indirektes Grillen erst möglich, also das Garen bei geschlossener Haube, wie du es vom Kugelgrill kennst. Ohne Deckel bleibt dir nur direktes Grillen: Alles, was dicker als ein Steak ist, wird außen dunkel und innen nicht fertig.
Achte darauf, wie der Deckel gehalten wird. Bei runden Geräten gibt es oft einen Haken, an dem du ihn hinten einhängst. Fehlt so eine Lösung, hältst du den heißen Deckel in der Hand oder legst ihn auf den Boden. Beides nervt nach dem zweiten Mal. Ein eingebautes Thermometer im Deckel ist praktisch, sitzt bei günstigen Modellen aber oft wackelig und zeigt dann eher eine Tendenz als eine Temperatur.

Rauch, Fett und die Wasserschale
Elektrogrills gelten als rauchfrei. Ganz richtig ist das nicht. Sie qualmen deutlich weniger als ein Holzkohlegrill, weil kein Brennmaterial verbrennt. Sobald aber Fett auf die heißen Heizstäbe tropft, entsteht auch hier Rauch. Genau dagegen arbeitet die Wasserschale, die viele Geräte unter dem Heizelement mitbringen: Das Fett landet im Wasser statt auf der Glut, das reduziert Qualm und Gerüche spürbar.
Der Preis dafür ist Aufheizzeit, denn das Wasser muss mit erwärmt werden. Ein Trick aus der Praxis: gleich heißes Wasser einfüllen, dann bist du gut 10 Minuten schneller. Geräte ohne Wasserschale haben stattdessen eine Fettauffangschale unter der Platte, die du nach dem Grillen auswäschst.
Stromverbrauch und Kabellänge
Die meisten Elektrogrills liegen zwischen 2.000 und 2.400 W, große Grillwagen erreichen 3.000 W. Entscheidend für die Stromrechnung ist aber, wie lange das Gerät auf voller Stufe läuft: Ein halbstündiger Grillvorgang schlägt je nach Modell mit etwa 0,2 bis 1,1 kWh zu Buche. Bei Geräten mit schwerem Gussrost liegt der Wert eher am oberen Ende, weil die Masse mit aufgeheizt werden muss.
Unterschätze die Kabellänge nicht. Viele Geräte kommen mit nur 1,4 m, und die nächste Außensteckdose ist selten so nah. Grills mit 2,5 bis 3 m Kabel ersparen dir die Verlängerungstrommel. Wenn du doch eine brauchst: voll abrollen und auf mindestens 1,5 mm² Querschnitt achten, sonst geht Leistung verloren.
Reinigung: was in die Spülmaschine darf
Der Punkt, der im Laden nie geprüft und zu Hause täglich gemerkt wird. Am bequemsten sind Geräte, bei denen sich Rost, Platte und Fettwanne komplett abnehmen lassen und in die Spülmaschine dürfen. Bei einigen Modellen lässt sich auch das Heizelement herausnehmen, das macht das Auswischen der Wanne deutlich einfacher.
Diese Teile solltest du vor dem Kauf prüfen:
- Grillrost oder Platte: abnehmbar und idealerweise spülmaschinenfest.
- Fett- oder Wasserwanne: muss sich herausziehen lassen, ohne dass du den Grill kippen musst.
- Heizelement: lässt es sich lösen, kommst du an jede Ecke der Wanne.
Vorsicht bei Antihaftbeschichtungen: Sie sind pflegeleicht, aber kratzempfindlich. Metallbürsten und scharfe Spachtel haben darauf nichts zu suchen, sonst ist die Beschichtung nach einer Saison hinüber. Gussroste vertragen mehr, wollen aber trocken verstaut werden, damit sie nicht rosten. Rechne bei Geräten mit Selbstreinigungsprogramm nicht mit Wunderdingen: Die Funktion brennt Reste bei hoher Hitze ab, eingebrannte Krusten bleiben trotzdem meist zurück.
Was ein Elektrogrill kosten darf
Die Spanne ist groß. Einfache Tischgrills gibt es ab rund 30 Euro, sie liefern begrenzte Hitze und wenig Ausstattung. Zwischen 60 und 120 Euro bekommst du solide Standgrills mit Deckel, Ablage und ordentlicher Grillfläche. Das ist für die meisten Haushalte der sinnvolle Bereich. Ab etwa 250 Euro beginnt die Klasse mit Gussrost, hohen Temperaturen und Zusatzfunktionen wie Räuchern oder Dämpfen. Grillwagen mit App-Steuerung und zwei Heizzonen liegen bei 500 Euro und mehr.
Unser Rat: Spare nicht an der Hitze und am Deckel, sondern eher an der Fläche. Ein heißer, kleiner Grill macht besseres Grillgut als ein großer, der nur lauwarm wird. Und prüfe, ob Ersatzteile wie Rost oder Fettwanne einzeln nachkaufbar sind, denn das entscheidet, ob das Gerät nach drei Jahren noch zu retten ist.
| Worauf achten | Warum | Gut, wenn … |
| Maximaltemperatur | Unter 250 °C bleiben Röstaromen und Grillstreifen aus | … du Fleisch scharf anbraten willst |
| Deckel | Erst mit Haube geht indirektes Garen | … du auch dickere Stücke oder Fisch grillst |
| Rostmaterial | Gusseisen hält die Hitze, Alu heizt schneller auf | … du oft mit kaltem Grillgut startest |
| Kabellänge | 1,4 m reichen selten bis zur Außensteckdose | … du keine Kabeltrommel dazustellen willst |
| Abnehmbare Teile | Entscheidet, wie lästig die Reinigung wird | … Rost und Wanne in die Spülmaschine dürfen |
Wenn du drinnen grillen willst, ist ein Elektrogrill übrigens nicht das richtige Gerät. Dafür gibt es Kontaktgrills, die von beiden Seiten gleichzeitig garen, oder eine Heißluftfritteuse für knuspriges Ergebnis ohne Rauch. Für den gesellschaftlichen Abend am Tisch sind Raclette-Grills die passendere Wahl.
Diese Elektrogrills empfehlen wir dir außerdem
Für spezielle Ansprüche sind diese fünf Geräte die passendere Wahl, vom Platzsparer für die Ferienwohnung bis zur großen Plancha-Platte.
WMF Lono Master – Zwei Platten, zwei Temperaturen
In Haushalten, in denen jeder etwas anderes isst, spielt der WMF Lono Master seine Stärke aus. Seine beiden Grillplatten lassen sich getrennt zuschalten. Du kannst also auf einer Seite Nackensteaks anbraten und die andere kalt lassen oder erst später dazunehmen, wenn das Gemüse dran ist. Die Drehregler machen die Bedienung so einfach, wie sie sein sollte: aufdrehen, Kontrollleuchte abwarten, losgrillen. Mit 2.400 W gehört er zu den kräftigeren Tischgeräten und ist zügig auf Temperatur, auch wenn du zwischendurch kaltes Fleisch nachlegst. Verarbeitung und Edelstahl-Optik entsprechen dem, was man von der Marke erwartet, und Grillplatten wie Windschutz dürfen in die Spülmaschine. Vorsicht ist bei der Pflege geboten: Die Platten sind kratzempfindlich. Metallwender und Drahtbürste solltest du dir verbieten, sonst leidet die Beschichtung schon in der ersten Saison.

Steba VG 200 – Platzsparer mit Glasdeckel
In kleinen Wohnungen scheitert der Grillkauf oft am Stauraum. Der Steba VG 200 lässt sich nach dem Grillen hochkant in die Ecke oder in den Schrank stellen, wo er kaum mehr Platz braucht als ein Brettspiel. Trotz der kompakten Bauform wird die Fläche richtig heiß, sodass Steaks nicht nur gar werden, sondern auch Farbe und Röstnote bekommen. Der Clou ist der Glasdeckel: Er hält die Hitze im Gerät, macht indirektes Garen möglich, und du siehst trotzdem, wie weit das Grillgut ist, ohne ihn anzuheben. Damit gelingen auch dickere Fleischstücke, die auf offenen Geräten außen dunkel und innen roh bleiben. Eine Kontrollleuchte zeigt an, wann die Betriebstemperatur erreicht ist, sodass du nicht raten musst. Ein Detail solltest du einplanen: Die Griffe werden beim Grillen sehr heiß, ein Topfhandschuh gehört also in Reichweite.
Severin PG 8593 – Leichter Tischgrill für zwei
Der Severin PG 8593 ist für Singles, Paare und die Ferienwohnung gedacht. Die Grillfläche aus Edelstahl misst 38 x 22 cm, was für zwei bis drei Portionen reicht. Mit knapp 2 kg ist er im Handumdrehen verstaut und passt auf jeden Balkontisch, ohne dass du vorher aufräumen musst. Der stufenlose Drehregler dosiert die Hitze feiner als die üblichen Dreistufenschalter dieser Preisklasse, das Heizelement lässt sich abnehmen und der ganze Grill in wenigen Handgriffen zerlegen. Damit ist die Reinigung schneller erledigt als bei den meisten größeren Geräten. Die Leistung hat ihre Grenze: Mehr als 200 Grad sind nicht drin, für kräftige Grillstreifen ist das zu wenig. Auch ein Deckel fehlt, indirektes Garen entfällt damit. Und weil das Gehäuse aus Kunststoff besteht, wirkt er weniger robust als die Geräte mit Metallwanne. Für Würstchen, Gemüse und spontane Abende zu zweit reicht es trotzdem.
Severin PG 8568 – Standgrill und Tischgrill in einem
Beim Severin PG 8568 bekommst du zwei Geräte für ein Budget: Im Sommer steht er auf seinem abnehmbaren Gestell auf dem Balkon, in der kühleren Jahreszeit nimmst du die Grillschale ab und nutzt sie als Tischgerät. Mit rund 1.150 cm² ist die Fläche groß genug für eine Familie. Unter dem Heizelement sitzt eine Wasserschale, in der abtropfendes Fett landet statt auf den heißen Stäben. Das hält Qualm und Gerüche spürbar in Grenzen, was auf dem Balkon die Nachbarschaft freut. Rost, Aluplatte, Heizelement und Wanne lassen sich zum Reinigen komplett abnehmen, Ablage und Windschutz gehören zum Lieferumfang. Der Windschutz ist auf dem Balkon mehr als Zierde, weil schon leichter Wind die Hitze von der offenen Platte zieht. Zwei Dinge fehlen: ein Deckel, weshalb nur direktes Grillen geht, und ein längeres Kabel – die 1,4 m verlangen meist eine Verlängerung.
Tefal Maxi Plancha CB690D – Große Plancha für Gemüse und Fisch
Die Tefal Maxi Plancha CB690D ist kein Rostgrill, sondern eine durchgehend geschlossene Platte. Das klingt nach einem Nachteil, ist aber genau richtig für alles, was durch einen Rost fallen würde: Garnelen, Fischfilet, kleingeschnittenes Gemüse oder ein Spiegelei zum Frühstück. Mit 47 x 33 cm ist die Fläche großzügig, die Antihaftbeschichtung verhindert, dass etwas festbackt, und du kommst mit deutlich weniger Öl aus als auf einem Rost. Platte und Auffangschale sind schnell gereinigt und spülmaschinenfest. Der Stand ist stabil, die Verarbeitung solide, das 2 m lange Kabel reicht auf dem Balkon meist bis zur Steckdose. Der Kompromiss steckt in der Temperatur: Bei rund 220 Grad ist Schluss, für ein scharf angebratenes Steak mit dunklen Streifen ist das knapp. Wer hauptsächlich Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte grillt, wird das kaum vermissen.
Häufige Fragen (FAQs)
Wir haben die Fragen zusammengestellt, die vor dem Kauf eines Elektrogrills am häufigsten aufkommen.
Darf ich einen Elektrogrill auf dem Balkon benutzen?
In der Regel ja, und das ist das stärkste Argument für diese Geräte. Viele Mietverträge und Hausordnungen verbieten Holzkohlegrills auf dem Balkon, weil Funken und Qualm die Nachbarn stören. Ein Elektrogrill ist davon meist ausgenommen, weil er ohne offene Flamme arbeitet. Schau trotzdem in deinen Mietvertrag: Ein pauschales Grillverbot gilt auch für Elektrogeräte.
Kann ich einen Elektrogrill in der Wohnung nutzen?
Besser nicht, auch wenn einige Hersteller es erlauben. Völlig rauchfrei arbeitet kein Elektrogrill: Sobald Fett auf das Heizelement tropft, entsteht Qualm, der sich in geschlossenen Räumen in Vorhängen und Polstern festsetzt. Für drinnen sind Kontaktgrills oder Tischgrills mit geschlossener Platte die bessere Lösung, und selbst dann gehört das Fenster auf.
Wie lange muss ein Elektrogrill vorheizen?
Faustregel: 10 bis 15 Minuten. Leichte Geräte mit Alu-Platte sind teils nach 5 Minuten bereit, Modelle mit schwerem Gussrost brauchen bis zu 20 Minuten, halten die Hitze dafür aber besser. Geräte mit Wasserschale liegen am oberen Ende, weil das Wasser mit erwärmt wird. Fülle heißes Wasser ein, dann geht es schneller.
Wie viel Strom verbraucht ein Elektrogrill?
Für eine halbe Stunde auf höchster Stufe rechne mit 0,2 bis 1,1 kWh, abhängig von Leistung und Rostmasse. Bei einem Strompreis um 30 Cent sind das etwa 6 bis 35 Cent pro Grillvorgang, deutlich weniger als ein Sack Holzkohle kostet. Der Verbrauch fällt niedriger aus, wenn du nach dem Anbraten auf eine mittlere Stufe zurückgehst.
Schmeckt Grillgut vom Elektrogrill wie vom Holzkohlegrill?
Nicht ganz. Das typische Raucharoma entsteht beim Holzkohlegrill dadurch, dass Fett in die Glut tropft und verbrennt. Das fällt hier weg. Die Grillstreifen und die Röstnote bekommst du aber sehr wohl, wenn das Gerät heiß genug wird. Manche Modelle haben ein Pellet- oder Räucherfach, mit dem sich echtes Holzaroma nachrüsten lässt, und dort schmeckt der Unterschied zum Kohlegrill kaum noch heraus. Ansonsten helfen Marinaden und geräuchertes Paprikapulver. Entscheidend ist, dass das Gerät heiß genug wird: Die Röstaromen entstehen auf der Fleischoberfläche.
Wie groß muss die Grillfläche sein?
Rechne mit rund 250 cm² pro Person. Für zwei Leute genügt ein kompakter Tischgrill mit etwa 38 x 22 cm. Ab vier Personen solltest du über 1.000 cm² anpeilen, sonst grillst du in Schichten und der erste Teller ist kalt, wenn der letzte fertig ist. Große Standgrills und Grillwagen liegen bei 1.200 bis 2.000 cm².
Wie reinige ich einen Elektrogrill richtig?
Am besten, solange er noch handwarm ist: Dann löst sich Fett am leichtesten. Heizelement immer erst vom Netz trennen und niemals ins Wasser tauchen. Rost, Platte und Fettwanne nimmst du ab und spülst sie, sofern der Hersteller es freigibt, in der Maschine. Bei antihaftbeschichteten Flächen nur weiche Bürsten oder Schwämme verwenden, keine Drahtbürste.
Elektrogrill oder Kontaktgrill: was passt besser?
Das hängt davon ab, wo du grillst. Ein Elektrogrill ist für draußen gemacht, hat mehr Fläche und liefert echte Grillstreifen. Ein Kontaktgrill gart von beiden Seiten gleichzeitig, ist dadurch schneller und in der Küche unproblematisch, taugt aber nicht für die Grillrunde mit sechs Gästen. Wenn ein einzelnes Gerät möglichst viele Aufgaben in der Küche übernehmen soll, lohnt zusätzlich ein Blick auf Multikocher.
Braucht ein Elektrogrill ein Verlängerungskabel?
Oft ja, weil viele Geräte nur 1,4 m Kabel mitbringen. Nutze dann eine Trommel oder Leiste mit mindestens 1,5 mm² Querschnitt und rolle das Kabel vollständig ab. Aufgewickelt kann es sich unter Last erwärmen. Mehrfachstecker mit anderen Geräten teilen solltest du nicht: Ein Grill mit 2.400 W braucht die Leitung allein.
Lohnt sich ein Elektrogrill mit App-Steuerung?
Nur, wenn du wirklich mit Kerntemperatur arbeitest. Die App zeigt dir dann auf dem Sofa, wann das Fleisch fertig ist, und meldet den Wendezeitpunkt. Für Würstchen und Nackensteaks brauchst du das nicht. Praktischer als die App ist bei den meisten Geräten ein einfacher Kerntemperaturfühler, den du auch separat nachkaufen kannst.