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Test: Die besten SAT-Receiver

Wir haben Experten-Tests und Kundenbewertungen zu 355 SAT-Receiver ausgewertet: Das sind die Besten

SAT-Receiver Kaufberater

SAT-Receiver - Das digitale Zeitalter hat begonnen

Was beim Satellitenempfang schon lange Standard ist, hat sich beim Kabelfernsehen erst Mitte 2017 geändert. Das digitale Fernsehen hält Einzug in sämtliche Haushalte und ermöglicht dir das Schauen von Full HD Fernsehinhalten auf deinem Fernseher. Da es beim Kauf eines SAT-Receivers so einiges zu beachten gibt, haben wir diese Kaufberatung für dich verfasst. Hier erfährst du alles Wichtige, außerdem was die ganzen verwirrenden Abkürzungen zu bedeuten haben.

Die besten SAT-Receiver im Vergleich

Was ist ein SAT-Receiver?

Sat-Receiver mit Fernbedienung und SatellitenschüsselEin SAT-Receiver ermöglicht dir den Empfang zahlreicher Fernsehprogramme über Satellit. Doch das kann er nicht alleine, um richtig zu funktionieren benötigt er noch weitere Komponenten. Nur mit einer SAT-Anlage, welche aus Satellitenschüssel, Empfangskopf und SAT-Receiver besteht, kannst du deine Sendervielfalt genießen. Ein hochwertiges SAT-Zubehör gehört genauso wie der Receiver zu der Grundausstattung. Schließlich möchtest du nicht bei dem erstbesten Gewitter massive Störungen haben.

Du benötigst also einen SAT-Receiver, um das Signal von der Satellitenschüssel zum Fernseher zu transportieren. Heutzutage braucht nicht jeder Fernseher einen separaten Receiver, viele moderne Geräte haben schon einen SAT-Receiver verbaut. Falls dies bei deinem Gerät nicht der Fall sein sollte, kannst du ein externen Satelliten-Receiver (eine sogenannte Set-Top-Box) kaufen. Dieser kann dann beispielsweise per Scart-Kabel an deinen Fernseher angeschlossen werden.

Es wird unterschieden in:

  • Standard SAT-Receiver, welche lediglich den Empfang von unverschlüsselten Programmen ermöglichen.
  • HD SAT-Receiver: Mit diesem kannst du alle unverschlüsselten Programme in HD-Qualität genießen.
  • HD+ SAT-Receiver: Hier können auch die verschlüsselten Sender per Smartcard freigeschaltet werden.
  • Kombo-Receiver: Damit kannst du sowohl Satelliten (DVB-S) als auch Antennenfernsehen (DVB-T) empfangen. Es gibt auch Allround-Geräte, welche alle drei Signale empfangen können.

Wie installiere ich eine SAT-Anlage?

Falls du noch keinen Satellitenempfang nutzt und dir diesen einrichten möchtest, brauchst du zunächst einmal die oben beschriebenen Komponenten. Die Satellitenschüssel muss mit freier Sicht nach Süden ausgerichtet werden. Wenn du in einer Mietwohnung lebst, musst du vor der Anbringung zunächst die Einwilligung deines Vermieters einholen. Wenn bereits Kabelfernsehen vorhanden ist, du aber trotzdem auf Satellitenempfang umsteigen möchtest, kannst du auch deine Satellitenschüssel mittels Stativ auf deinem Balkon aufstellen.

Für weitere Informationen kannst du auch einen Blick in unsere Satellitenschüssel Kaufberatung werfen. Die SAT-Antenne besteht aus Schüssel und Empfangseinheit (Low-Noise Block Converter = LNB). Die Rolle des SAT-Empfängers übernimmt der SAT-Receiver.

Was kann der SAT-Receiver alles?

Doch nun zu den eigentlichen Aufgaben des digitalen Receivers: Er wandelt die Signale des Empfangskopfes so um, dass sie in deinem Fernseher als Ton und Bild dargestellt werden können. Das gilt auch für Radioprogramme, diese sind nämlich ebenfalls mit einem DVB-S Receiver empfangbar. Der Empfangskopf wird über das Antennenkabel vom Receiver mit Strom versorgt.

Wenn du einen externen Satelliten-Receiver nutzt, schaltest du nicht mit deiner Fernseher-Fernbedienung um, sondern mit der des Receivers, da die Programme auch auf diesem gesucht und gespeichert werden. Alle weiteren Einstellungen wie Lautstärke, Teletext usw. können ebenfalls über diese Fernbedienung vorgenommen werden.

Wofür stehen DVB-T, DVB-S und DVB-C?

Die Begriffe DVB-T, DVB-S und DVB-C hast du bestimmt schon einmal irgendwo gehört. Was die Abkürzungen bedeuten, möchten wir dir hier einmal näher erläutern:

DVB ist die Abkürzung für “Digital Video Broadcasting” oder auch digitales Fernsehen genannt. Die anderen Buchstaben stehen dabei jeweils für die Empfangsart.
T steht für terrestrial und steht für den Antennenempfang. Kabelempfang erkennst du an den Geräten mit C (für cable). Die dritte Empfangsart ist Satellitenempfang und wird mit S für satellite abgekürzt. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass lediglich DVB-S Receiver als SAT-Receiver zu bezeichnen sind.

Was ist der Vorteil von DVB-S2?

DVB-S2 Logo Wie bereits erwähnt, kannst du mithilfe dieses Standards HD-Sender empfangen. Das wird dir über ein HD+ Symbol dargestellt. Doch damit nicht genug, die neue Generation des Satellitenempfangs kann noch viel mehr:

  • Die Datenrate kann bis zu 30% durch Fehlerkorrektur, verbesserte Kodierung (MPEG 4) und Modulation gesteigert werden.
  • Eine Änderung der Modulation verhindert eine Signalunterbrechung.

Um den neuen Standard zu nutzen, brauchst du lediglich einen DVB-S2-fähigen Receiver, welcher auch als HDTV SAT-Receiver bezeichnet wird. Da die Technik ständig im Wandel ist, gibt es auch eine optionale Version der S2 SAT-Receiver. Diese nennt sich DVB-S2X und kommt mit einer höheren Effizienz daher. Das bedeutet mehr 4K-Inhalte und schnelleres Umschalten für dich. Den DVB-S2 Standard gibt es seit 2014 auf dem Markt.

Tipp: Wenn dir Full HD nicht genügt, kannst du dir auch einen 4K SAT-Receiver zulegen, damit kannst du dann noch schärferes Bildmaterial genießen. Aber Achtung, für diesen Receiver benötigst du auch einen 4K Fernseher.

Wie funktioniert ein SAT-Receiver?

Wie eingangs schon erwähnt, brauchst du noch eine Satellitenschüssel, welche die Signalwellen auffängt und gebündelt an den Empfangskopf weiterleitet. Dieser nimmt eine Frequenzänderung vor, damit der Receiver diese auch verarbeiten kann und gibt das Signal an den SAT-Receiver weiter.

Kann ich mehrere Receiver an eine Satellitenschüssel anschließen?

AntennenkabelOb du nur einen SAT-Receiver oder zwei an deine Schüssel anschließen kannst, hängt von der LNB ab. Kann diese nur einen Receiver versorgen, wirst du mit dem zweiten Gerät ein sehr dezimiertes Programmangebot vorfinden. Bei einem Doppel-LNB lassen sich zwei Receiver oder ein Receiver mit zwei Empfangseinheiten (Twin-Receiver) anschließen. Auch Quad- und Octo-LNBs sind erhältlich, jedoch muss zu jedem Receiver auch ein Antennenkabel abgehen, das kann schon mal schnell zu Kabelsalat in der Wohnung führen.

Wenn du vorher Antennen- oder Kabelempfang genutzt hast und nicht zu jedem Receiver ein Kabel verlegen kannst oder möchtest, kannst du auch ein Unicable-System zurückgreifen. Dabei wird die vorhandene Antennenleitung für die SAT-Anlage genutzt und die Kabelverlegung entfällt. Bevor du allerdings dieses System in Betracht ziehst, solltest du prüfen, ob die Receiver nach EN 50494 für ein Einkabelsystem tauglich sind. Der Umsetzer, das Herzstück der Einkabel-Anlage, wird direkt am LNB verbaut oder sitzt als externes Gerät zwischen Quad-LNB und Antennenkabel. Wählst du die externe Variante kann diese erweitert werden. Wenn du acht zusätzliche SAT-Empfänger haben möchtest, brauchst du allerdings ein zweites Kabel und einen weiteren Umsetzer.

Achtung: Die Antennendose muss durch eine SAT-taugliche ersetzt werden.

Worauf muss ich beim Kauf eines SAT-Receivers achten?

Wichtig ist in erster Linie die Ausstattung deines digitalen Receivers. Die Bild- und Tonqualitäten der meisten Geräte variieren jedoch nicht besonders. Dafür solltest du auf folgende Kriterien besonders achten:

  • Twin Tuner: Ist ein Twin Tuner vorhanden, kannst du zwei unterschiedliche Fernsehsender gleichzeitig empfangen. Das vereinfacht dir z.B. das Aufnehmen eines Programms, während du ein anderes schaust.

  • Festplatte: Um Fernsehsendungen auf deinem Lieblingssender aufzunehmen, benötigst du einen SAT-Receiver mit Festplatte bzw. Aufnahmefunktion. Doch nicht nur die integrierte Festplatte kann als Speicher genutzt werden, auch andere Speichermedien, wie USB-Stick oder eine externe Festplatte sind meist anschließbar.

    Achtung: Nicht alle Sendungen können aufgezeichnet werden, bei manchen Sendungen kann es zu Problemen kommen. Zudem kann es zu Abspielproblemen auf anderen Geräten als dem Aufnahmegerät kommen. Auch begrenzte Abspielzeiten nach der Aufnahmen sind möglich. Lies daher aufmerksam die Produktbeschreibung.

  • HD-Kompatibilität: Diese ist besonders wichtig, da ein gutes TV-Bild maßgeblich zum Fernseherlebnis beiträgt. HD-Qualität sollte also der Mindeststandard sein. Da diese Kompatibilität nicht bei allen Geräten vorhanden ist, solltest du lieber auf ein DVB-S2 Gerät zurückgreifen. Die neuen Modelle verfügen nämlich alle über HD-Vermögen.

    Hinweis: Einen kleinen Haken hat die Sache leider: Um private Sender wie Sat1 oder ProSieben in HD-Qualität zu genießen, brauchst du eine kostenpflichtige Karte (HD+ Karte).

  • Spracheinstellungen: Nicht jedes Gerät ist in den gängigen Sprachen einstellbar. Achte darauf, dass dein SAT-Receiver auf deine Wunschsprache umgestellt werden kann.

  • Anschlüsse: Diese sind abhängig von deinem Nutzerverhalten und sollten darauf angepasst sein. In Frage kommen CI (Common Interface) Kartenschacht, HDMI, WLAN und USB bzw. eSATA.

  • EPG: Das elektronische Fernsehprogramm hilft dir keine deiner Lieblingssendungen mehr zu verpassen. Diese Übersicht zeigt dir an, wann welches Programm auf welchem Sender läuft, so kannst du dann auch deine Aufnahmen programmieren.

Tipp: Die Bestenliste von Computer Bild können wir dir ans Herz legen. 

Welche Anschlüsse braucht mein SAT-Receiver?

  • CI-Schacht: Wenn du nicht nur die öffentlichen rechtlichen Sender schauen möchtest, brauchst du ein Gerät mit CI oder CI+ Schacht. Damit können spezielle Karten (sogenannte CI-Module) in den Receiver eingespeist werden. Die Prepaidkarten dekodieren somit die verschlüsselten kostenpflichtigen Sender.

    Hinweis
    : Fernseher mit integriertem Receiver haben immer einen Modul-Einschub.

  • HDMI: Der Anschluss schlechthin in der Elektronikwelt ist HDMI (High Definition Multimedia Interface). Dieses Kabel ermöglicht es dir Ton- und Bildinformationen in einem zu übertragen - und das sogar in HD-Qualität. Wenn du also Bildinhalte mit bester Auflösung genießen möchtest, brauchst du einen SAT-Receiver mit HDMI.

  • LAN und WLAN: Wer seinen SAT-Receiver mit dem WLAN verbinden möchte, der muss auf die jeweiligen Anschlüsse für die Kabel achten. Durch die Kopplung mit dem Netz sind dann Inhalte von Streaming-Diensten wie Amazon Video, Netflix oder Sky verfügbar. Und auch die neuesten Youtube-Videos wirst du nicht mehr verpassen. Diese Funktion brauchst du nicht unbedingt, wenn du eh schon über einen Smart TV verfügst.

  • USB und eSATA: Willst du deinen HD SAT-Receiver mit einem externen Speichermedium verbinden, solltest du auf einen vorhandenen USB bzw. eSATA-Anschluss für deinen USB-Stick oder deine externe Festplatte achten. Mit dem USB-Anschluss ist auch eine Kopplung mit deinem Laptop oder Tablet möglich. Somit kannst du die gespeicherten Filme und Sendungen archivieren oder Updates auf dein Gerät spielen.

  • Stereo- oder Audioausgänge: Mithilfe dieser Ausgänge kann der Sound verbessert werden. Ein AV-Receiver oder eine Soundbar lassen sich so per Cinch oder optischem Kabel anschließen.  

Wer dem neuesten Trend, welcher auf der IFA 2017 vorstellt wurde, folgen möchte, der besorgt sich eine Kombination aus Soundbar und Ultra HD-Receiver.

Wie entschlüssle ich die privaten Sender auf meinem SAT-Receiver?

Wie du ja bereits weißt, brauchst du einen Receiver mit CI-Schacht. Als nächstes benötigst du eine Abokarte, die sogenannte Smartcard. Ohne Smartcard kannst du die privaten Sender nur in minderer Qualität bestaunen. Wer gleichzeitig Sky-Abonnent ist und die privaten Fernsehsender in HD schauen möchte, der braucht entweder ein Gerät für zwei Abokarten oder einen zweiten Receiver.

Was sind die bekanntesten Hersteller von SAT-Receivern?

  • Satellitenschüssel mit 4K Aufschrift Humax: Auf den Empfang von HD-Sendern und Pay TV sind die Produkte von Humax ausgerichtet. Egal ob WLAN, Aufnahmefunktion oder Dolby Digital, die SAT-Receiver sind bestens ausgestattet.
  • Kathrein: Hier wird CI+, HD+ und Linux unterstützt. Die Geräte befinden sich im mittleren bis hochpreisigen Segment. Auch Twin-Receiver findest du im Produktsortiment.
  • Technisat: Die Technisat SAT-Receiver haben eine variable Ausstattung und sind ebenfalls im mittleren Preissegment angesiedelt. Hier erwarten dich vielfältige Produkte z.B. ein 4K-Receiver mit dreifachem Twin Tuner und HD+. Auch Geräte mit Aufnahmefunktion sind selbstverständlich erhältlich.  
  • Telestar: Bei diesem Anbieter bekommst du unter anderem Kombo-Receiver, auch Mini SAT-Receiver, z.B. fürs Camping, sind dort zu finden.

Tipp: Je nach Hersteller und Produkt bekommst du teilweise HD+ für 6-12 Monate kostenlos zum Gerät dazu.

Im folgenden Video wird dir der Human Icord Evolution mit Quad Tuner vorgestellt: 

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