Brotbackautomat Test: Die besten Brotbackautomaten 2026

von Jan-Philipp Lynker - 21.08.2026
Brotbackautomaten Test - Welcher zaubert das leckerste Brot?
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Brotbackautomaten Test - Welcher zaubert das leckerste Brot?

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Frisches Brot zum Frühstück, ohne dafür vor die Tür zu gehen: Ein Brotbackautomat knetet, lässt gehen und bäckt, während du schläfst. In unserem Brotbackautomaten-Test 2026 haben wir die beliebtesten Modelle in der eigenen Testküche backen lassen und dabei auf Kruste, Krume und Bedienung geachtet. Unser Testsieger ist der Panasonic SD-YR2550: Er liefert die gleichmäßigsten Brote und gibt Hefe, Nüsse und Kerne automatisch zum Teig. Deutlich günstiger, im Ergebnis aber kaum schwächer ist unser Preis-Leistungs-Sieger, der Gastroback Design Advanced, dem Brot ebenso zuverlässig gelingt. In diesem Artikel erfährst du, welcher Automat zu deinem Haushalt passt, warum viele Brote oben blass bleiben und worauf du beim Kauf wirklich achten solltest.

Brotbackautomat Bestenliste (1 - 20 von 69)

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Brotbackautomaten Test 2026 – welcher Bäcker passt in deine Küche?

Zutaten rein, Programm wählen, fertig: Mehr Aufwand steckt nicht hinter einem selbst gebackenen Laib. Der Haken ist, dass die Geräte sich genau dort unterscheiden, wo es zählt: bei der Kruste, beim Volumen des Teigs und dabei, wie viel Arbeit danach liegen bleibt. In der eigenen Testküche haben wir Backergebnis, Handhabung und Verarbeitung gegeneinander gestellt. Hier stehen die Geräte, die uns überzeugt haben, und darunter alles, worauf du beim Kauf achten solltest.

Vergleichstabelle

Die besten Brotbackautomaten

Ganz vorn steht für uns der Panasonic SD-YR2550, der in unserem Test die saubersten Brote geliefert hat. Wer weniger ausgeben will, fährt mit dem Gastroback Design Advanced sehr gut. Der Rommelsbacher BA 550 stand nicht in unserer Testküche, überzeugt in den ausgewerteten Tests aber auf ganzer Linie. Der Tefal PF240E ist der Kompakte für kleine Küchen, der Unold Big White die Wahl für große Laibe.

Panasonic SD-YR2550 – Der Perfektionist für Vielbäcker

Der Panasonic SD-YR2550 ist das teuerste Gerät in unserem Testfeld und rechtfertigt das mit dem, was am Ende aus der Backform kommt: Weiß- und Vollkornbrot gerieten luftig, feinporig und gleichmäßig gebräunt, auch der Kuchen war saftig. Das größte Alltagsplus sind die zwei Zusatzfächer unter dem Deckel: Eines wirft Hefe ein, das andere Nüsse oder Kerne – und zwar genau dann, wenn der Teig sie braucht. Du musst also nicht daneben stehen und auf den Piepton warten. Die 31 Programme decken vom Roggenbrot bis zur Marmelade praktisch alles ab, und das Edelstahl-Gehäuse wirkt wertig verarbeitet. Geduld brauchst du trotzdem: Vollkornbrot läuft fünf Stunden, selbst die Schnellprogramme liegen bei drei. Ein Sichtfenster fehlt ebenfalls, du musst zum Kontrollieren den Deckel öffnen. Mit rund 7,5 kg ist er zudem kein Gerät, das man ständig umräumt. Für alle, die regelmäßig backen und Qualität über Tempo stellen.

Gastroback Design Advanced – Der Preis-Leistungs-Sieger

Der Gastroback Design Advanced war in unserem Test der Griff zum Vernünftigen: Brot gelingt zuverlässig, ohne dass du dich lang einarbeiten musst. Beim Kuchen solltest du dagegen mit Experimentieren rechnen: Unser Orangenkuchen ging nur zäh auf und geriet dicht statt locker. Das Edelstahl-Gehäuse sieht deutlich teurer aus, als das Gerät kostet, und die 18 Programme reichen vom Teig über Marmelade bis zu Joghurt. Mehr braucht ein normaler Haushalt selten. Praktisch ist das Zutatenfach im Deckel, das Nüsse und Kerne automatisch zugibt. Bedient wird über Sensortasten, und genau die sind der Wermutstropfen: Sie geben kein spürbares Feedback, du drückst also gelegentlich zweimal. Auch das Zutatenfach ist klein geraten und lässt sich nur fummelig auswischen. Wer solide Brotergebnisse will, ohne in die Oberklasse zu gehen, macht hier nichts falsch. Für uns ist das der beste Kompromiss aus Preis und Leistung.

Das Vollkornbrot aus dem Gastroback Design Advanced war in unserem Test luftig und gleichmäßig ausgebacken.
Foto: Das Vollkornbrot aus dem Gastroback Design Advanced war in unserem Test luftig und gleichmäßig ausgebacken.

Rommelsbacher BA 550 – Der Stromsparer

Den Rommelsbacher BA 550 hatten wir selbst nicht in der Testküche, er braucht aber nur rund 184 Wh pro Laib und damit weniger als jedes andere Gerät auf dieser Seite, für das ein Messwert vorliegt. In den ausgewerteten Fremdtests holt er beim Backergebnis die Bestnote, Ciabatta und Vollkornbrot gelingen dort gleichermaßen gut. Ein Sichtfenster zeigt dir, wie der Teig aufgeht, ohne dass Wärme entweicht, und über die Zeitvorwahl von bis zu 13 Stunden steht das Brot morgens fertig in der Küche. Auf einem freien Speicherplatz legst du ein eigenes Rezept ab, und der abnehmbare Deckel erleichtert die Reinigung. Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Beim Kneten wird das Gerät deutlich hörbar, und außen erwärmt es sich auf knapp 77 Grad. Mit maximal 900 g Laibgewicht ist er zudem eher etwas für kleinere Haushalte.

Tefal PF240E Pain & Délices – Der Kompakte für kleine Küchen

Der Tefal PF240E ist mit knapp 29 cm Breite das handlichste Gerät unserer Empfehlungen und passt auch dorthin, wo die Arbeitsplatte schon voll ist. Trotzdem backt er Laibe bis 1 kg und bringt 20 Programme mit, darunter glutenfreie Rezepte sowie Marmelade und Joghurt sogar mit passendem Behälter. Das Zubehör ist reichlich: Rezeptbuch, Messbecher, Messlöffel und Joghurtbereiter liegen bei. Praktisch für den Alltag sind der echte Ein-Aus-Schalter und die spülmaschinenfesten Teile. In unserem Test war er allerdings der unbeständigste Kandidat: Das Brot ging nicht immer richtig auf, und die Bedienungsanleitung hätte mehr Sorgfalt vertragen. Das Gehäuse wird beim Backen so heiß, dass du es besser nur mit Topflappen anfasst. Mit 4,7 kg ist er zudem der Leichteste unter unseren Testkandidaten und in gut zwei Stunden mit dem Brot fertig, schneller als jedes andere Gerät, das wir selbst gebacken haben. Wer wenig Platz hat und bereit ist, sich an seine Rezepte heranzutasten, bekommt hier viel Ausstattung auf kleiner Stellfläche.

Unold Backmeister Big White – Der Familienbäcker

Wenn ein Laib für zwei Tage reichen soll, ist der Unold Backmeister Big White die richtige Wahl: Er backt Brote bis 1,5 kg, und daran wird auch eine vierköpfige Familie satt. Mit 850 W ist er zugleich das leistungsstärkste Gerät auf dieser Seite, im Standardprogramm ist er nach rund drei Stunden fertig. Das Gehäuse besteht allerdings größtenteils aus Kunststoff und wirkt weniger wertig als bei der Konkurrenz. Durch das Sichtfenster und die Statusanzeige verfolgst du jeden Schritt, und das fertige Brot löst sich problemlos aus der Form. Ein Signalton meldet dir, wann Zutaten dazukönnen, und ein Joghurt-Programm ist ebenfalls an Bord. Zwei Dinge solltest du wissen: Kleine Brote kann er nicht, der Backraum will immer voll gemacht werden, mindestens 1 kg. Und in einem Durchgang löste sich die Backform während des Betriebs – das hätte ins Auge gehen können. Für große Haushalte ist er trotzdem die naheliegende Wahl.

So haben wir getestet

Die Gewichtung der Testkategorien in unserem Brotbackautomaten-Test.
Foto: Die Gewichtung der Testkategorien in unserem Brotbackautomaten-Test.

Wir haben die Brotbackautomaten in unserer Testküche im Alltag eingesetzt und dabei in drei Bereichen bewertet. Am schwersten wiegt das Backen mit 40 Prozent: Jeder Automat musste Weißbrot, Vollkornbrot und einen Kuchen liefern. Bewertet haben wir Kruste und Bräunung rundum, wie locker und gleichmäßig die Krume ausfällt, und natürlich den Geschmack.

Ebenfalls 40 Prozent macht die Handhabung aus. Dahinter steckt alles, was du im Alltag anfasst: wie verständlich Display und Tasten sind, ob die Anleitung wirklich hilft, wie leicht sich die Backform einsetzen und das fertige Brot entnehmen lässt, und wie viel Aufwand die Reinigung danach macht. Gerade der Knethaken macht hier den Unterschied.

Die restlichen 20 Prozent entfallen auf die Verarbeitung. Hier schauen wir auf die Materialqualität, die Passgenauigkeit von Deckel und Backform und darauf, wie heiß das Gehäuse im Betrieb wird.

Darauf musst du beim Kauf achten

Brotbackautomaten versprechen frisches Brot ohne Aufwand, und sie halten das auch, wenn das Gerät zu deinem Haushalt passt. Zwischen einem Automaten für 60 und einem für 250 Euro liegen vor allem drei Dinge: die Kruste, die Verarbeitung und der Bedienkomfort. Die folgenden Punkte entscheiden darüber, ob du dein Gerät nach drei Monaten noch benutzt oder es im Schrank verschwindet.

Brotbackautomat, Küchenmaschine oder Backofen?

Ein Brotbackautomat ist ein Komplettgerät: Er erledigt alle Arbeitsschritte in einem Durchgang, ohne dass du dazwischen eingreifen musst. Das ist sein großer Vorteil gegenüber der Kombination aus Küchenmaschine und Backofen – die liefert zwar schönere Laibformen und mehr Kontrolle, verlangt dir aber jeden Arbeitsschritt einzeln ab. Wer ohnehin gern mit den Händen arbeitet und Wert auf klassische Brotformen legt, ist mit dem Ofen besser bedient. Wer morgens einfach frisches Brot will, nimmt den Automaten. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion kann zwar kneten, aber nicht backen: Sie ersetzt den Automaten also nicht.

Brotgröße: Wie viel Brot brauchst du wirklich?

Die meisten Automaten decken 500 bis 1.000 g ab, das reicht für ein bis zwei Personen locker über zwei Tage. Große Haushalte greifen zu Geräten mit 1,25 oder 1,5 kg Kapazität. Achte dabei auf die Mindestmenge: Manche Großgeräte lassen sich nicht sinnvoll halb befüllen, weil der Teig sonst zu flach gerät. Wer also nur gelegentlich ein kleines Brot will, fährt mit einem kompakten Modell besser als mit einem großen, das immer voll gemacht werden muss. Ein zweiter Punkt ist die Laibform: Hochformat-Backformen liefern kastenförmige, hohe Brote, breitere Formen kommen dem klassischen Bauernbrot näher.

Programme: Wie viele es wirklich braucht

Zwischen 12 und 35 Programmen ist alles im Angebot, und die Zahl allein sagt wenig. In der Praxis nutzt kaum jemand mehr als eine Handvoll: Weißbrot, Vollkorn, Teig-Programm und vielleicht Marmelade. Wichtiger als die Menge ist, ob die Programme dabei sind, die du brauchst. Glutenfrei ist ein eigener Ablauf mit anderen Knet- und Gehzeiten. Wer das braucht, sollte gezielt danach suchen, weil sich Glutenfrei nicht über ein normales Programm nachbauen lässt. Ein reines Teig-Programm ohne Backen ist praktisch, wenn du Pizzateig oder Brötchen im Ofen weiterverarbeiten willst. Und ein frei programmierbarer Speicherplatz lohnt sich, sobald du ein eigenes Lieblingsrezept hast.

Kruste und Bräunung: der häufigste Enttäuschungsgrund

Hier trennen sich die Geräte am deutlichsten. Fast alle Automaten backen die Seiten und den Boden ordentlich braun, weil dort die Heizschlange sitzt. Die Oberseite ist das Problem: Viele Modelle bleiben über dem Laib bei 160 bis 180 Grad, für eine braune Kruste braucht es aber fast 200. Dann bleibt das Brot oben blass und weich, egal welche Bräunungsstufe du wählst. Wenn dir eine rundum knusprige Kruste wichtig ist, ist das der Punkt, an dem du in Testberichte schauen solltest. Aus dem Datenblatt geht er nicht hervor. Ein Trick hilft nur bedingt: Das fertige Brot noch fünf Minuten im Backofen nachbacken bringt Farbe, macht aber den Komfortvorteil des Automaten teilweise zunichte.

Zutatenfach und Hefespender

Rosinen, Nüsse und Kerne dürfen nicht von Anfang an mitkneten, sonst werden sie zerschlagen. Ohne Zutatenfach musst du deshalb auf einen Signalton warten und den Deckel öffnen. Wenn du gerade nicht in der Küche bist, war es das. Ein automatisches Zutatenfach kippt die Zutaten selbsttätig zum richtigen Zeitpunkt ein und ist der Komfortgewinn, den man am schnellsten zu schätzen lernt. Ein separater Hefespender geht noch einen Schritt weiter: Er hält die Hefe bis zum Knetbeginn von Wasser und Salz getrennt, was bei Zeitvorwahl über Nacht den Unterschied macht. Beides findet sich vor allem in der Oberklasse.

Sichtfenster, Display und Zeitvorwahl

Ein Sichtfenster klingt nach Spielerei, ist aber der einzige Weg, den Teig zu kontrollieren, ohne den Deckel zu öffnen und Wärme abzulassen. Gerade beim Einarbeiten in neue Rezepte hilft es sehr. Nicht jedes Gerät hat eines: Bei Modellen mit zwei Zutatenfächern fehlt schlicht der Platz dafür. Die Zeitvorwahl ist das zweite Alltagsfeature: 13 bis 15 Stunden Vorlauf sind üblich, damit das Brot pünktlich zum Frühstück fertig ist. Achte darauf, dass sie sich auch für die Programme nutzen lässt, die du wirklich backst. Manche Geräte schließen ausgerechnet Vollkorn aus. Beleuchtete Displays sind selten, aber angenehm, wenn der Automat in einer dunklen Ecke steht.

Reinigung, Knethaken und Lautstärke

Der Knethaken bleibt nach dem Backen fast immer im Brot stecken, das ist normal und kein Defekt. Gute Geräte legen einen Haken zum Herausziehen bei, sehr gute melden per Signal, wann du ihn vor dem letzten Aufgehen entfernen kannst. Dann bleibt kein Loch im Laib. Die Backform selbst ist beschichtet und gehört nicht in die Spülmaschine, ein feuchtes Tuch reicht meist. Aufpassen solltest du bei Bedienfeldern mit vielen Fugen: Dort setzt sich Mehl fest, das du kaum wieder herausbekommst. Zur Lautstärke: Die Knetphase ist bei jedem Automaten hörbar und dauert nur wenige Minuten. Wer den Timer über Nacht nutzt, sollte das Gerät trotzdem nicht direkt neben dem Schlafzimmer aufstellen.

Was kostet ein guter Brotbackautomat?

Die Einstiegsklasse beginnt bei rund 60 Euro. Dafür bekommst du ein funktionierendes Gerät mit den wichtigsten Programmen, musst aber Abstriche bei Kruste und Verarbeitung machen: Kunststoffscharniere, blasse Oberseiten und ein Knethaken, der tief im Brot stecken bleibt, sind hier die Regel. Das ist völlig in Ordnung, wenn du erst einmal ausprobieren willst, ob du überhaupt regelmäßig backst.

Der Bereich zwischen 80 und 130 Euro ist für die meisten Haushalte der Sweetspot. Hier findest du solide verarbeitete Automaten mit Sichtfenster, Zeitvorwahl, Warmhaltefunktion und ordentlichen Backergebnissen. Auch die sparsamen Modelle mit gutem Krustenergebnis liegen in diesem Segment. Wer nicht gerade Sauerteig oder große Mengen braucht, muss darüber nicht hinausgehen.

Ab etwa 150 Euro beginnt die Oberklasse. Was du dafür bekommst, ist vor allem Komfort und Konstanz: automatische Hefe- und Zutatenspender, hochwertige Aluminium-Backformen, sehr leise Motoren und Programme für Sauerteig oder gleich mehrere glutenfreie Varianten. Diese Geräte lohnen sich, wenn du mehrmals pro Woche backst und dich Details wie ein blasses Brot oder ein lautes Knetgeräusch auf Dauer stören würden.

Strom, Platz und Folgekosten

Ein Backvorgang kostet je nach Gerät zwischen 180 und 340 Wh, also ungefähr 5 bis 10 Cent. Gegenüber dem Backofen ist das deutlich sparsamer, weil nur die kleine Backkammer geheizt wird. Der größere Posten ist der Platz: Die Geräte wiegen rund 4 bis 7,5 kg und sind gut 25 bis 40 cm breit – ein Automat, den du nach jedem Backen in den Schrank räumen musst, wird seltener benutzt. Plane also einen festen Stellplatz ein. Wer Brot lieber fertig kauft und nur sauber aufschneiden will, ist übrigens mit einem Allesschneider besser bedient, und für knusprige Scheiben am Morgen tut es ein Toaster.

Diese Brotbackautomaten empfehlen wir dir außerdem

Diese vier Geräte haben wir nicht selbst getestet, sie sind aber im Handel gut verfügbar und decken Bedürfnisse ab, die unsere Top-Empfehlungen offenlassen.

Graef BA806 – Der leise Programmprofi

Der Graef BA806 ist das Premiummodell auf dieser Seite und fällt vor allem durch zwei Dinge auf: die Verarbeitung und die Laufruhe. Gehäuse aus Metall, eine stabile Backform mit Vierkantbügel, das Gerät wirkt wertig. Im Betrieb gehört es zu den leisesten Automaten überhaupt, selbst das Kneten stört kaum, und die Pieptöne lassen sich abschalten. Mit über 30 Programmen deckt er neben Brot auch Marmelade, Chutney und Porridge ab, ein Zutatenfach gibt Nüsse und Kerne automatisch zu. Beim Backergebnis muss man allerdings deutliche Abstriche machen: Ciabatta sackt zusammen und bleibt innen teigig, Vollkornbrot gerät nur wenig besser, und oben bleibt das Brot blass. Richtig knusprig wird nur der Boden. Dazu kommen Backzeiten bis zu vier Stunden und ein entsprechend hoher Verbrauch. Für alle, denen Vielseitigkeit, Wertigkeit und leiser Betrieb wichtiger sind als die perfekte Kruste.

Unold Backmeister Edel – Der Spezialist für helles Brot

Der Unold Backmeister Edel spielt seine Stärke beim hellen Brot aus: Ciabatta kommt mit gleichmäßigem Volumen und krosser Kruste aus der Form, die Krume bleibt locker. Vollkornbrot gelingt etwas weniger überzeugend, ist aber solide. Im Betrieb gehört er zu den sparsamen Geräten und braucht rund 239 Wh pro Laib, dabei bleibt er angenehm leise. Zwei freie Speicherplätze nehmen eigene Rezepte auf, und die Warmhaltefunktion hält das Brot eine Stunde lang frisch. Die 14 Programme decken die gängigen Brotsorten ab, mehr aber auch nicht. Störend im Alltag: Es gibt keine Zutatenluke, du musst zum Nachlegen den ganzen Deckel öffnen. Das Edelstahlgehäuse bringt zudem einiges auf die Waage. Mit 14 Automatikprogrammen deckt er die gängigen Brotsorten ab, mehr aber auch nicht. Wer vor allem helle Brote backt und dabei auf den Verbrauch achtet, ist hier goldrichtig.

Medion MD 11011 – Der günstige Einstieg

Günstiger Einsteiger
MEDION - Brotbackautomat (Brotbackmaschine, 550 Watt, bis zu 1000g, 19 Backprogramme, 3 Bräunungsgrade, Warmhaltefunktion, Zeitvorwahl MD 11011)
  • 19 Programme Von Vollkorn über Joghurt bis Marmelade
  • Bis 1 kg Brot Reicht für Familien, drei Bräunungsstufen
  • Timer mit Vorwahl Frisches Brot am Morgen
  • Form löst gut Beschichtung gibt das Brot leicht frei
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Wenn du dich erst herantasten willst, ob Brotbacken zu deinem Alltag passt, ist der Medion MD 11011 der risikoärmste Weg: Er ist mit Abstand das günstigste Gerät auf dieser Seite und bringt trotzdem 19 Automatikprogramme mit, von Vollkorn über glutenfreie Rezepte bis zu Joghurt und Marmelade. Laibe bis 1 kg reichen für eine Familie, drei Bräunungsstufen und ein Timer mit Vorwahl sind an Bord. Die beschichtete Form gibt das Brot nach kurzem Klopfen frei, und Saugfüße halten das Gerät beim Kneten an Ort und Stelle. Sparen musst du beim Ergebnis: Die Oberseite bleibt hell, das Brot gerät eher fest als fluffig, und der Knethaken steckt oft tief im Laib. Auch Kunststoffscharnier und der heiß werdende Deckel wirken günstig. Die Brote geraten eher klein und fest als fluffig und knusprig – für den Anfang reicht das, ein Kruste-Spezialist ist der MD 11011 nicht.

Panasonic SD-YR2540 – Der Premium-Allrounder mit Sauerteig

Der Panasonic SD-YR2540 ist das Schwestermodell unseres Testsiegers und liefert, was man in der Oberklasse erwarten darf: gleichmäßig gebackene Laibe mit sauberer Kruste, eine sehr solide Verarbeitung und eine Aluminium-Backform statt dünnem Blech. 32 Programme decken vom Weizenbrot über Roggen und Vollkorn bis zu glutenfreien Varianten, Pizzateig und Marmelade so gut wie jede Teigart ab. Anders als die meisten Automaten kann er zusätzlich Sauerteig gären. Im Alltag angenehm sind der automatische Hefe- und Nussspender und der ausgesprochen leise Motor, der selbst früh morgens niemanden weckt. Abstriche gibt es beim fehlenden Sichtfenster, dem nicht abnehmbaren Deckel und den teils langen Backzeiten. Die Aluminium-Backform ist dabei deutlich stabiler als das dünne Blech vieler Einsteigergeräte. Wer mehrmals die Woche backt und Sauerteig ansetzen will, findet hier das passendere Gerät als beim günstigen Einstieg.

Häufige Fragen (FAQs)

Wir haben die Fragen gesammelt, die vor dem Kauf eines Brotbackautomaten am häufigsten aufkommen, und die, die sich nach den ersten Backversuchen stellen.

Lohnt sich ein Brotbackautomat überhaupt?

Wenn du mindestens zweimal die Woche Brot backst, ja. Die Zutaten für einen 750-g-Laib kosten je nach Mehlsorte rund 50 bis 80 Cent, dazu kommen etwa 5 bis 10 Cent Strom. Gegenüber einem Bio-Bauernbrot vom Bäcker sparst du damit spürbar, und das Gerät hat sich nach ein bis zwei Jahren bezahlt gemacht. Der eigentliche Gewinn ist aber ein anderer: Du weißt genau, was drin ist, und kannst Salz, Körner und Mehlsorte selbst bestimmen.

Wie lange dauert ein Brot im Automaten?

Rechne mit drei bis fünf Stunden. Weißbrot liegt meist bei drei bis vier Stunden, Vollkorn braucht wegen der längeren Gehzeit oft fünf. Schnellprogramme schaffen es in ein bis zwei Stunden, das Brot wird dabei aber dichter und weniger aromatisch. Im Alltag spielt die Dauer trotzdem kaum eine Rolle, weil du den Automaten abends befüllst und das Brot morgens fertig ist.

Wie lange hält selbst gebackenes Brot?

Zwei bis drei Tage, deutlich kürzer als gekauftes Brot. Der Grund ist simpel: Es fehlen Konservierungsstoffe. Lagere den Laib nicht im Kühlschrank, dort wird er schneller altbacken, sondern in einem Brottopf oder einer Papiertüte bei Raumtemperatur. Schneide immer nur so viel ab, wie du brauchst, und stell den Laib auf die Anschnittfläche. Wer größere Mengen backt, friert das Brot am besten in Scheiben ein und toastet sie direkt aus dem Gefrierfach auf.

Warum steckt der Knethaken im fertigen Brot?

Weil er während des Backens in der Form bleibt. Das ist normal. Viele Geräte legen einen kleinen Haken bei, mit dem du ihn nach dem Auskühlen herausziehst. Ein Tipp aus der Praxis: Wirf den Haken nicht versehentlich mit den Brotresten weg, das passiert häufiger, als man denkt. Und prüfe vor dem Anschneiden, ob er wirklich draußen ist – auf einen Metallhaken zu beißen ist unangenehm.

Kann ich im Brotbackautomaten auch Kuchen backen?

Ja, fast alle Geräte haben ein Kuchenprogramm. Das Ergebnis wird saftig und locker, sieht aber schlicht aus, denn der Kuchen bekommt die Kastenform der Backform, und Verzierungen sind nicht drin. Mit etwas Glasur lässt sich das leicht beheben. Rührteige funktionieren gut, empfindliche Biskuit- oder Blätterteige nicht. Viele Automaten können außerdem Marmelade einkochen, manche sogar Joghurt.

Brauche ich spezielle Backmischungen?

Nein. Fertige Backmischungen sind bequem und liefern verlässliche Ergebnisse, aber du kannst genauso mit Mehl, Wasser, Hefe und Salz arbeiten, das ist deutlich günstiger. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Flüssigkeit, dann das Mehl, und die Hefe zuletzt in eine kleine Mulde obenauf, damit sie nicht vorzeitig mit Wasser oder Salz in Kontakt kommt. Bei Zeitvorwahl über Nacht ist das entscheidend.

Kann ich glutenfreies Brot backen?

Ja, aber nur mit einem Gerät, das ein eigenes Glutenfrei-Programm mitbringt. Glutenfreie Teige brauchen andere Knet- und Gehzeiten als normale, weil ihnen das Klebereiweiß fehlt, das den Teig zusammenhält. Über ein normales Brotprogramm gelingt das selten. Manche Automaten bieten gleich mehrere glutenfreie Abläufe für Brot, Kuchen und Teig an. Achte außerdem auf eine gründlich gereinigte Backform, wenn im Haushalt auch normales Mehl verarbeitet wird. Schon geringe Mengen Weizenmehl aus einem früheren Backvorgang reichen aus, um ein glutenfreies Brot zu verunreinigen. Wer in der Familie einen Zöliakie-Fall hat, sollte deshalb über eine zweite Backform nachdenken, die ausschließlich für glutenfreie Rezepte im Einsatz ist.

Welches Mehl eignet sich am besten?

Für den Anfang Weizenmehl Type 550: Es hat mehr Klebereiweiß als das gängige 405er und lässt den Teig zuverlässiger aufgehen. Vollkorn- und vor allem Roggenmehl sind schwerer und verlangen dem Motor mehr ab, deshalb mischen die meisten Rezepte sie mit Weizenmehl. Reines Roggenbrot gelingt im Automaten nur mit Sauerteig, und den kann längst nicht jedes Gerät ansäuern. Achte außerdem auf frische Hefe: Abgelaufene Trockenhefe ist die häufigste Ursache für einen flachen Laib.

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