Mikrowelle Kaufberatung
Mikrowellen-Test 2026 – macht mehr Ausstattung eine Mikrowelle besser?
Moderne Mikrowellen grillen, backen, dampfgaren und bringen eine eigene App mit. Das Versprechen der Hersteller lautet: je mehr Funktionen, desto besser. Wir haben das überprüft und vier Geräte von rund 65 bis knapp 250 Euro durch dieselbe Testreihe geschickt. Jedes musste ein Glas Milch auf rund 70 °C bringen, ein Fertiggericht erhitzen, Popcorn machen und ein Lachsfilet auftauen, dazu kamen Grillen und Dampfgaren bei den Geräten, die das können. Bewertet haben wir nach Garleistung, Bedienung, Ausstattung, Verarbeitung und Lautstärke. Das Ergebnis vorweg: Das beste Gesamtpaket liegt in der Mitte des Feldes, nicht an seiner Spitze.
Vergleichstabelle
Die besten Mikrowellen
Diese vier Geräte haben wir selbst getestet. Testsieger ist die Bauknecht MW 427 SL, die im ganzen Feld am wenigsten Angriffsfläche bietet. Preis-Leistungs-Sieger ist die Severin MW 7886, die aus dem kleinsten Budget das Meiste holt. Die Samsung Bespoke liefert die stärksten Messwerte, verlangt dafür aber viel Platz und Geduld bei der Bedienung, und die LG MH6535GIS ist die Wahl für alle, die vor allem auftauen.
Bauknecht MW 427 SL – Das beste Gesamtpaket im Test
Die Bauknecht MW 427 SL ist in unserem Test das Gerät geworden, das sich am wenigsten Schwächen leistet. Sie heizt zuverlässig: Milch und Fertiggericht kamen gleich im ersten Anlauf heiß heraus, ohne dass wir noch eine Minute nachlegen mussten. Ihr Kunststück ist die Crisp-Funktion. Dahinter steckt eine Platte, die sich stark aufheizt und den Boden einer TK-Pizza von unten wirklich kross macht, während der Grill den Käse oben bräunt. Auf einen Drehteller verzichtet sie komplett, der Boden ist flach – da passt auch mal eine eckige Auflaufform hinein. Trotz Grill, Dampfgaren und Auto-Cook bleibt das Bedienfeld übersichtlich, und beim Auftauen erinnert sie dich sogar ans Wenden. Ehrlich gesagt ist sie dafür ein ziemlicher Brocken: Für eine kleine Küche ist sie schlicht zu groß, und die mitgelieferte Zange wirkt billig. Wer den Platz hat, bekommt hier das rundeste Gerät unseres Vergleichs.
Severin MW 7886 – Der Preis-Leistungs-Sieger
Die Severin MW 7886 ist das kompakteste und schlichteste Gerät unseres Tests, und genau darin liegt ihr Reiz. Das Bedienfeld besteht aus zwei Drehreglern: Leistung wählen, Zeit aufdrehen, fertig. Kein Display, kein Menü, keine Anleitung nötig, auch nicht für jemanden, der sonst mit Technik fremdelt. Für die günstigste Maschine im Test ist die Verarbeitung überraschend solide, und in eine schmale Küchenzeile passt sie fast überall. Beim Auftauen macht sie ihre Sache ordentlich, unser Lachsfilet war nach zwei Minuten fast durch. Ihre Grenze steht allerdings auf dem Typenschild: Mit 700 W liegt sie unter den 800 W, die viele Fertiggerichte auf der Packung verlangen. Unsere Pasta kam trotzdem heiß heraus, die Milch brauchte dafür zwei Durchgänge. Beim Popcorn verbrannte ein Teil, während ein anderer gar nicht aufploppte, und mit 62 dB ist sie die lauteste der vier. Zum einfachen Aufwärmen in einer kleinen Küche reicht sie trotzdem, und fürs Geld bekommst du in diesem Test nirgends mehr.
Samsung Bespoke MC32DB7746KD – Die Technik-Spitze mit Bedien-Haken
Die Samsung Bespoke ist das größte Gerät unseres Vergleichstests, fast schon ein kleiner Backofen. Statt seitlicher Scharniere hat sie eine Klapptür nach unten, die edel aussieht, nach vorne aber zusätzlich Platz braucht. Bei den Messwerten liefert sie ab: Die Milch erreichte bei uns 77 °C und damit den besten Wert im Test, der Käsetoast kam gleichmäßig gebräunt und mit fließendem Käse heraus, und mit 51 dB läuft sie am leisesten von allen vier Geräten. Dazu kommen Heißluft, AirFry und Dampfgaren sowie eine eigene App, die mit Rezepten und Einkaufslisten ordentlich gemacht ist. Der Haken sitzt in der Bedienung: Spezialfunktionen wie das Dampfgaren verstecken sich hinter einem langen Tastendruck, und das Gerät klingelt zwischendurch, obwohl der Garvorgang noch läuft und gar nichts fertig ist. Das kostet im Alltag Nerven. Für dich lohnt sie sich, wenn du die zusätzlichen Gararten wirklich nutzt und genug Stellfläche hast.
LG MH6535GIS – Der Auftau-Spezialist
Die LG MH6535GIS ist die Mikrowelle für alle, die vor allem auftauen. Genau dort spielt sie ihre Inverter-Technik aus: Statt die volle Leistung im Takt an- und abzuschalten, arbeitet sie mit konstant niedriger Leistung. Bei Fisch und Fleisch ist das Ergebnis spürbar gleichmäßiger, ohne glasigen Rand bei noch gefrorener Mitte. Auch das Popcorn saß bei uns auf Anhieb. Verarbeitung und Optik gefallen ebenfalls: Die Glasfront ohne Griff wirkt hochwertig, und mit rund 53 dB läuft sie angenehm leise. Ehrlich sind die Schwächen: Beim Erhitzen braucht sie oft einen zweiten Anlauf, weil Milch und Fertiggericht nach der ersten Runde noch zu kalt sind. Und der Quarzgrill enttäuschte im Test – der Käse auf dem Toast schmolz nur halb, die Unterseite blieb weiß. Als Auftau- und Aufwärmgerät ist sie eine gute Wahl, als Grill-Ersatz taugt sie nicht.
So haben wir getestet

Unsere Testmethodik umfasst mehrere Kriterien, um eine ausführliche Bewertung der Mikrowellen zu gewährleisten. Das größte Gewicht trägt die Garleistung, denn daran entscheidet sich der Alltag: Wir bringen ein Glas Milch auf rund 70 °C, erhitzen ein Fertiggericht nach Packungsanweisung und messen mit dem Thermometer nach, was tatsächlich herauskommt. Direkt danach folgen Bedienung, Ausstattung und Verarbeitung, die zusammen den größten Teil der restlichen Wertung tragen. Wir prüfen, wie schnell sich ein Gerät ohne Anleitung starten lässt, wie verständlich die Programme benannt sind und welche Zusatzfunktionen überhaupt vorhanden und im Alltag erreichbar sind.
Bei der Garleistung bleibt es nicht beim Aufwärmen. Wir bereiten Mikrowellen-Popcorn zu, weil sich daran gut ablesen lässt, wie gleichmäßig ein Gerät die Energie verteilt: Verbrannte und ungepoppte Körner in derselben Schüssel sind ein deutliches Signal. Wir tauen ein Lachsfilet auf und schauen, ob die Kanten bereits garen, während der Kern gefroren bleibt. Geräte mit Grill bekommen einen Käsetoast, Geräte mit Crisp- oder Heißluftfunktion zusätzlich eine Tiefkühlpizza, und wer dampfgaren kann, gart bei uns Brokkoli.
Die Verarbeitung beurteilen wir an Haptik, Spaltmaßen und daran, wie gut sich der Garraum reinigen lässt. Sie wiegt bei uns genauso schwer wie Bedienung und Ausstattung, weil so ein Gerät viele Jahre in der Küche steht. Am wenigsten ins Gewicht fällt die Lautstärke, die wir im Betrieb mit dem Messgerät in immer gleichem Abstand aufnehmen. Ganz nebensächlich ist sie trotzdem nicht: In einer offenen Wohnküche hört jeder mit, wenn die Mikrowelle läuft.
Darauf musst du beim Kauf achten
Eine Mikrowelle nimmt dir den Teil der Küchenarbeit ab, auf den niemand Lust hat: Reste von gestern essbar machen, die Milch für den Kakao erwärmen, das vergessene Hähnchen aus dem Gefrierfach auftauen. Was früher ein reines Aufwärm-Gerät war, kann heute grillen, dampfgaren und mit Heißluft knusprige Ergebnisse liefern. Nur braucht nicht jeder dieses Multitalent: Zwischen einer Solo-Mikrowelle für rund 70 Euro und einem Kombigerät für knapp 500 Euro liegen nicht nur Preisunterschiede, sondern grundlegend verschiedene Konzepte. Die folgenden Abschnitte zeigen dir, welche Bauart zu deinem Kochstil passt, worauf die Zahlen im Datenblatt im Alltag hinauslaufen und wo sich der Aufpreis wirklich lohnt.
Solo, Grill oder Kombi: Welche Bauart passt zu dir?
Die wichtigste Entscheidung fällt ganz am Anfang, noch vor jeder Wattzahl. Mikrowellen lassen sich in drei Bauarten einteilen:

| Bauart | Kann das | Preisbereich | Gut, wenn du … |
|---|---|---|---|
| Solo-Mikrowelle | Erwärmen, Auftauen | ab etwa 65 Euro | … nur aufwärmst und wenig Platz hast |
| Grill-Mikrowelle | zusätzlich Grillen und Überbacken | 100–200 Euro | … Aufläufe und Toasts bräunen willst |
| Kombi-Mikrowelle | zusätzlich Heißluft oder Dampfgaren | 115–500 Euro | … den Backofen oft ersetzen willst |
Solo-Mikrowellen erledigen die Basics. Das klingt nach wenig, deckt aber den weitaus größten Teil aller Mikrowellen-Einsätze ab, und in einer kleinen Küche ist die kompakte Bauform ihr echter Vorteil. Grill-Mikrowellen ergänzen ein Heizelement, meist einen Quarz- oder Halogengrill, mit dem du Aufläufe gebräunt und Käsetoasts knusprig bekommst, ohne den großen Ofen anzuwerfen. Erwarte davon allerdings keinen Ersatz für einen Kontaktgrill oder Toaster: Ein Mikrowellengrill bräunt von oben, und wie gut das gelingt, schwankt in unseren Tests stark zwischen den Geräten.
Kombi-Mikrowellen sind im Grunde Mini-Backöfen mit Mikrowellenfunktion. Wer keinen vollwertigen Backofen hat oder ihn für kleine Portionen nicht anwerfen will, fährt damit gut. Sie stehen dabei in direkter Konkurrenz zu einer Heißluftfritteuse oder einem Multikocher, die beide günstiger sind und weniger Platz brauchen. Der Vorteil der Kombi-Mikrowelle ist, dass sie all das in einem Gerät vereint. Der Nachteil: Sie ist groß, und ein Gerät, das alles kann, ist selten in allem das beste.
Leistung: Was die Wattzahl im Alltag bedeutet
Die Mikrowellenleistung in Watt bestimmt, wie schnell dein Essen warm wird. 800 W sind der gängigste Wert und reichen für den normalen Hausgebrauch. Wichtig wird die Zahl vor allem an einer Stelle: Fertiggerichte tragen auf der Packung eine Zeitangabe, die für eine bestimmte Leistung gilt, meist 800 W. Liegt dein Gerät darunter, musst du die Zeit selbst verlängern. Verlass dich dabei aber nicht blind auf die Zahl. In unserem Test brachte ausgerechnet die 700-W-Maschine ihre Pasta im ersten Durchgang auf rund 80 °C, während ein Gerät mit 1000 W nach der Packungsangabe nur 40 °C schaffte und einen zweiten Anlauf brauchte. Wie gleichmäßig ein Gerät die Energie verteilt, zählt am Ende mehr.

Mehr Watt ist aber nicht per se besser. Bei empfindlichen Lebensmitteln wie Milch, Butter oder Sahne kann zu viel Leistung sogar schaden, weil sie am Rand kochen, bevor die Mitte warm ist. Achte deshalb auf mehrere Leistungsstufen. Und noch etwas ist gut zu wissen: Die tatsächlich abgegebene Leistung liegt bei vielen Günstig-Geräten spürbar unter der Angabe auf dem Karton. Im Alltag merkst du das kaum, aber es ist ein Grund, die Wattzahl nicht zum alleinigen Kaufkriterium zu machen.
Garraum, Drehteller und Flachbett
Beim Garraum gilt eine einfache Faustregel: 17 bis 20 l reichen für Singles und Paare, 23 bis 27 l passen für Familien, und alles darüber ist Kombi-Territorium. Den Ausschlag gibt am Ende trotzdem der Drehteller-Durchmesser. Unter 25 cm wird es mit einem normalen Essteller bereits eng, und ein Teller, der sich nicht frei drehen kann, passt schlicht nicht hinein. Miss im Zweifel deinen größten Teller nach, bevor du dich für ein Modell entscheidest.

Eine Alternative sind Geräte mit Flachbett-Design, die ganz auf den Drehteller verzichten. Statt das Essen zu drehen, bewegen sie die Mikrowellen-Antenne unter dem Garraumboden und verteilen die Energie so gleichmäßig. Das bringt zwei praktische Vorteile: Der Boden ist eben, also passen auch eckige Auflaufformen hinein, und beim Putzen musst du keinen Glasteller und keinen Rollring herausnehmen. In unseren Tests hat sich die Bauweise bewährt, sie kostet allerdings Aufpreis und findet sich fast nur bei größeren Geräten.
Inverter-Technik: Lohnt sich der Aufpreis?
Herkömmliche Mikrowellen regeln die Leistung, indem sie die Strahlung abwechselnd ein- und ausschalten. Bei 50 % läuft das Gerät also im Wechsel auf Vollgas und Pause, was dazu führt, dass Ränder überhitzen, während die Mitte noch kalt ist. Inverter-Mikrowellen steuern die Leistung dagegen stufenlos und liefern konstant die eingestellte Wattzahl.

Geräte mit Inverter kosten spürbar Aufpreis. Wer nur gelegentlich Reste aufheizt, kommt gut ohne aus. Wer dagegen regelmäßig auftaut, merkt den Unterschied sofort: Fisch und Fleisch tauen gleichmäßig durch, statt an den Kanten schon zu garen, während der Kern noch gefroren ist. Genau das war in unserem Test die Stärke des Inverter-Geräts, auch wenn es beim schnellen Erhitzen nicht mithalten konnte.
Bedienung und Automatikprogramme
Bei der Bedienung stehen zwei Philosophien gegeneinander. Drehknöpfe sind simpel, funktionieren blind und brauchen keine Anleitung, bieten dafür keine Restzeitanzeige und keine Programme. Touch- und Tastenbedienung erlaubt präzisere Eingaben und kommt bei Kombigeräten fast immer zum Einsatz. Unser Test hat allerdings gezeigt, dass viele Funktionen nicht automatisch gute Bedienung bedeuten: Das Gerät mit dem größten Funktionsumfang war bei uns nicht das am besten bedienbare, sondern versteckte seine Spezialfunktionen im Untermenü.
Bei den Automatikprogrammen reicht die Bandbreite von 7 bis 30. Regelmäßig genutzt wird davon am Ende meist nur eine Handvoll. Lass dich von einer hohen Programmzahl also nicht blenden, und achte lieber darauf, ob die Programme im Klartext benannt sind. Reine Zahlencodes, bei denen du erst in der Anleitung nachschlagen musst, was Programm 14 macht, nutzt am Ende niemand.
Reinigung und Garraum-Material
Drei Garraum-Beschichtungen sind gängig. Keramik-Emaille ist besonders pflegeleicht und kratzfest, Edelstahl ist robust, aber etwas aufwendiger zu putzen, und lackierter Stahl ist Standard bei günstigen Geräten. Der Drehteller sollte spülmaschinenfest sein.
Ein Punkt, den man beim Kauf leicht übersieht: Bei Grill-Mikrowellen liegt das Heizelement oft offen unter der Garraumdecke. Fettspritzer brennen dort ein und lassen sich nur schwer entfernen. Praktischer Tipp für den Alltag: Stell ein Glas Wasser mit einem Schuss Essig für fünf Minuten auf höchster Stufe hinein, der Dampf löst selbst eingetrocknete Spritzer.
Sicherheit, Kindersicherung und Stromverbrauch
Lebt ein kleines Kind im Haushalt, ist eine Kindersicherung Pflicht, und nicht jedes Modell bringt sie mit. Gerade die ganz einfachen Drehregler-Geräte haben keine. Beim Standby-Verbrauch sind moderne Mikrowellen unauffällig geworden, viele liegen deutlich unter einem Watt, und die Geräte ohne Display verbrauchen im ausgeschalteten Zustand praktisch nichts. Für die Stromrechnung ist ohnehin entscheidender, wie lange das Gerät läuft: Eine Mikrowelle erwärmt kleine Portionen sparsamer als ein Backofen, weil sie nicht erst den ganzen Garraum aufheizen muss.
Zur häufigsten Sorge: Mikrowellenstrahlung entweicht bei intakten Geräten nicht, und in der Mikrowelle erwärmtes Essen ist gesundheitlich unbedenklich. Achte lediglich darauf, dass die Türdichtung sauber und unbeschädigt bleibt, und stell kein Metall hinein. Fürs reine Wasserheißmachen ist ein Wasserkocher trotzdem die effizientere Wahl.
Diese Mikrowellen empfehlen wir dir außerdem
Diese beiden Geräte haben wir nicht selbst getestet, sie stehen aber für zwei Bauarten, die unser Testfeld nur am Rand streift: die Panasonic als Kombi mit echter Dampffunktion, die Bosch als reine Solo-Mikrowelle mit Reinigungsprogramm.
Panasonic NN-DS59NMETG – Schonend garen mit echtem Dampf
Die Panasonic NN-DS59NMETG ist das Gerät für alle, die schonend garen wollen. Neben der Mikrowelle bringt sie einen Grill mit 1350 W und eine echte Dampffunktion mit eigenem Wassertank mit, die bei Gemüse und Fisch deutlich mehr kann als eine Schüssel mit Deckel. Eine Heißluftfunktion fehlt allerdings, einen vollwertigen Backofen ersetzt sie also nicht. Dazu kommt Inverter-Technik, die die Leistung stufenlos regelt und damit vor allem beim Auftauen hilft. Sieben Leistungsstufen und ein Backblech gehören zum Lieferumfang. Der Garraum fasst 26 l, eine Kindersicherung ist an Bord, und über ein LCD mit Touch-Bedienung läuft die Steuerung. Ein Kritikpunkt bleibt die Bedienung: Die Garprogramme erscheinen nur als Zahlencodes, du musst also in der Anleitung nachschlagen. Und mit 16 kg und einer nach unten aufklappenden Tür braucht sie einen festen Platz auf der Arbeitsplatte.
Bosch FFL023MS2 – Solide Solo-Mikrowelle mit Reinigungsprogramm
Die Bosch FFL023MS2 ist die Art Mikrowelle, die einfach funktioniert, ohne Schnickschnack. 800 W, 20 l Garraum, sieben Automatikprogramme und ein 27-cm-Drehteller, auf den auch ein normaler Essteller passt: Damit ist alles da, was ein Single- oder Paar-Haushalt im Alltag braucht. Was sie von der Masse abhebt, ist das eingebaute Reinigungsprogramm, das Speisereste gezielt aufweicht und dir das Schrubben spart. Gesteuert wird über Tasten und einen Drehregler statt über eine Touch-Fläche, eine Favoritentaste merkt sich das Gericht, das du ohnehin ständig aufwärmst, und über QuickStart läuft sie mit einem Druck auf voller Leistung. Eine Kindersicherung ist serienmäßig dabei. Grillen, Dampfgaren und Warmhalten kann sie nicht – wer sein Essen nach dem Signalton nicht sofort holt, bekommt es kalt zurück. Wer nur aufwärmen und auftauen will, ist damit trotzdem gut bedient.
Häufige Fragen (FAQs)
Wir haben die Fragen zusammengetragen, die uns zum Thema Mikrowellen am häufigsten erreichen.
Wie viel Watt sollte eine gute Mikrowelle haben?
800 W sind der sinnvolle Richtwert. Damit triffst du die Zeitangaben auf Fertiggericht-Verpackungen ohne Umrechnen, und für alles andere regelst du ohnehin herunter. Geräte mit 700 W funktionieren im Alltag ebenfalls, du musst nur damit rechnen, gelegentlich eine Minute nachzulegen. Mehr Watt kauft dir vor allem Tempo, kein gleichmäßigeres Ergebnis.
Wie viele Leistungsstufen brauche ich wirklich?
Wichtiger als die Anzahl ist, dass zwischen Auftaustufe und voller Kraft genug dazwischenliegt. Eine niedrige Stufe brauchst du für Milch, Sahne und Schokolade, eine mittlere für Suppen und Saucen, die volle Leistung nur für Wasser und Fertiggerichte. Hat ein Gerät nur zwei oder drei Abstufungen, musst du über die Zeit steuern statt über die Leistung, und das geht bei empfindlichen Lebensmitteln schneller schief.
Lohnt sich eine Mikrowelle mit Grillfunktion?
Nur, wenn du sie wirklich nutzt. Ein Grill bräunt von oben und macht Käsetoast, Aufläufe und Gratins ohne den großen Ofen möglich. Die Qualität schwankt allerdings erheblich: In unserem Test lieferte ein Gerät nach vier Minuten einen Toast, der innen noch kalt war, während ein anderes gleichmäßig bräunte. Der Aufpreis für die Grillfunktion ist gering, taugt aber allein selten als Kaufgrund. Wenn dir gebräunte Oberflächen wichtig sind, lohnt der Blick auf Geräte mit Crisp- oder Heißluftfunktion.
Was ist der Unterschied zwischen Grill und Crisp-Funktion?
Der Grill arbeitet von oben, die Crisp-Funktion von unten. Dabei heizt sich eine spezielle Platte im Garraum stark auf und macht den Boden knusprig, während die Mikrowelle das Gericht durchwärmt. Für Tiefkühlpizza ist das der entscheidende Unterschied: Mit reiner Mikrowelle wird der Boden weich, mit Crisp-Platte kross. Wer häufig TK-Pizza isst, findet hier das stärkste Argument für ein Kombigerät. Zu beachten ist nur: Die Crisp-Platte gehört nicht bei jedem Gerät zum Lieferumfang und muss teils nachgekauft werden.
Freistehend oder zum Einbauen?
Für die allermeisten Haushalte ist ein freistehendes Gerät die bessere Wahl. Es kostet deutlich weniger, du kannst es umstellen und beim Umzug mitnehmen, und die Auswahl ist um ein Vielfaches größer. Ein Einbaugerät lohnt sich, wenn die Küche ohnehin geplant wird und du die Arbeitsplatte frei halten willst. Rechne dann aber mit höheren Anschaffungskosten und damit, dass ein Defekt später schwerer zu ersetzen ist, weil die Nische ein passendes Maß verlangt.
Wie laut ist eine Mikrowelle?
Die Geräte in unserem Test lagen zwischen 51 und 62 dB. Das klingt nach wenig Unterschied, ist aber deutlich hörbar: 51 dB entsprechen etwa einem leisen Gespräch, 62 dB einer normalen Unterhaltung direkt neben dir. In einer offenen Wohnküche macht das einen spürbaren Unterschied, gerade wenn abends noch jemand schläft. Dazu kommt bei vielen Geräten ein Lüfter, der nach dem Ende noch eine Weile nachläuft.
Wie lange hält eine Mikrowelle?
Viele Jahre, solange das Gerät nicht im Dauerbetrieb läuft. Das deutlichste Alterssignal ist die Leistung: Wenn dein Essen bei gleicher Einstellung plötzlich spürbar länger braucht, lässt das Gerät nach. Eine Reparatur lohnt sich bei günstigen Solo-Geräten fast nie, bei einem teuren Kombigerät dagegen schon. Am meisten verlängerst du die Lebensdauer, indem du die Türdichtung sauber hältst und das Gerät nie leer laufen lässt.
Kann eine Mikrowelle den Backofen ersetzen?
Eine Kombi-Mikrowelle mit Heißluft kommt nah heran, ersetzt ihn aber nicht vollständig. Für Aufläufe, Tiefkühlpizza, kleine Bleche und Gratins reicht sie, und weil der Garraum kleiner ist, heizt sie schneller auf. An ihre Grenzen kommt sie bei großen Mengen, beim Backen mit mehreren Ebenen und überall dort, wo du wirklich Platz brauchst. Achte beim Kauf genau hin: Nicht jedes Kombigerät hat tatsächlich Heißluft, manche kombinieren die Mikrowelle nur mit Grill und Dampf.
Was darf nicht in die Mikrowelle?
Metall in jeder Form, also auch Alufolie, Besteck und Geschirr mit Goldrand. Ebenfalls kritisch sind geschlossene Behälter und Lebensmittel mit Schale wie rohe Eier, weil sich Druck aufbaut. Wasser kann sich über den Siedepunkt hinaus erhitzen, ohne zu kochen, und dann beim Herausnehmen schlagartig übersprudeln. Ein Holzstäbchen im Gefäß senkt das Risiko deutlich. Kunststoffgeschirr sollte ausdrücklich als mikrowellengeeignet gekennzeichnet sein, sonst kann es sich verziehen.