Allesschneider Kaufberatung
Allesschneider Test 2026 – welches Gerät schneidet Brot wirklich sauber?
Frisches Brot mit dem Messer zu schneiden endet oft in Bröseln und schiefen Scheiben, und bei Wurst oder Käse wird es noch fummeliger. Ein Allesschneider löst das Problem, aber die Auswahl reicht vom 30-Euro-Klappgerät bis zur Profimaschine für ein paar Hundert Euro. Wir haben vier der beliebtesten Modelle von Ritter, Graef und Emerio selbst in die Küche geholt und auf Schnittleistung, Handhabung und Verarbeitung geprüft. Wie wir dabei vorgegangen sind, liest du weiter unten unter „So haben wir getestet“.
Vergleichstabelle
Die besten Allesschneider
Den ersten Platz holt sich der Ritter E16 mit dem besten Gesamtpaket aus Schnittleistung und Verarbeitung. Direkt dahinter liegt die handbetriebene Graef H9 für alle, die präzise selbst kurbeln wollen. Der Emerio MS-125000 ist unser Preis-Leistungs-Sieger und passt in die kleinste Küche, der Graef G50 erledigt die Grundlagen zuverlässig, leistet sich aber Schwächen bei Reinigung und Sicherheit.

Ritter E16 – unser Testsieger mit dem besten Gesamtpaket
Der Ritter E16 ist der Allesschneider, den wir den meisten Haushalten empfehlen. Das Metallgehäuse macht ihn mit rund 3 kg angenehm schwer, und genau das merkst du beim Schneiden: Das Gerät bleibt stehen, wo du es hingestellt hast, statt mitzurutschen. Die schräge Schnittfläche hält das Schnittgut eng am Messer, sodass Scheiben gleichmäßig dick werden, egal ob Krustenbrot oder weicher Käse. Der Schalter kennt zwei Stufen, Tipp- und Dauerbetrieb, du entscheidest also selbst, ob das Messer nur auf Knopfdruck läuft. Praktisch ist der Fingerschutz samt Restehalter, den kein anderes unserer vier Geräte mitbrachte, und die Auffangschale nimmt die Scheiben direkt auf. Dazu arbeitet der Motor ausgesprochen stromsparend. Ehrlich gesagt hat er nur einen echten Haken: Er lässt sich nicht zusammenklappen und ist zu schwer, um ihn mal eben in den Schrank zu heben. Auch eine Einschaltsperre als Kindersicherung fehlt. Wenn du Platz für einen Dauergast auf der Arbeitsfläche hast, greif zu.
Graef H9 – die Handkurbel für maximale Kontrolle
Der Graef H9 kommt ganz ohne Motor, und das ist kein Nachteil, sondern sein Konzept. Weil du selbst kurbelst, bestimmst du das Tempo, und gerade bei weichem Käse oder dünnem Schinken schneidest du damit präziser als jede Automatik. Der Kraftaufwand bleibt dank des scharfen Wellenschliffmessers gering, wir hatten im Test kein Verlangen nach Strom. Verarbeitet ist der H9 hervorragend: kompletter Metallkorpus, ein Edelstahlschlitten als einziger im Testfeld und ein Holzgriff an der Kurbel, der gut in der Hand liegt. Die rutschfesten Füße halten ihn bombenfest, und ein hoch angesetzter Daumenschutz hält die Hand vom Messer weg. Drei Dinge solltest du wissen: Die Breitenskala ist nur von nahem zu entziffern, lange Brotscheiben stoßen irgendwann an den Kurbelgriff, und der H9 ist genauso wuchtig wie unser Testsieger, braucht also einen festen Platz. Wer Design und Handarbeit schätzt, bekommt hier ein Gerät fürs halbe Leben.
Emerio MS-125000 – unser Preis-Leistungs-Sieger für kleine Küchen
Der Emerio MS-125000 ist der Günstigste unserer vier Kandidaten und trotzdem der, den wir kleinen Haushalten zuerst empfehlen. Der Grund ist seine Klappfunktion: Zusammengelegt verschwindet er in einer normalen Schublade, und weil er leicht ist, hebst du ihn ohne Kraftakt heraus. Das rostfreie Wellenschliffmesser kommt durch Brot, Wurst und Gemüse, die Schnittbreite stellst du stufenlos ein, der abnehmbare Daumenschutz hält die Finger auf Abstand. Als einziges Gerät im Test hat er zudem eine Kindersicherung in Form eines zweiten Schalters auf der Rückseite, was ihn für Familien interessant macht. Gereinigt ist er in Sekunden, der weiße Kunststoff braucht nur einen Lappen und muss nicht auseinandergebaut werden. Genau dieser Kunststoff ist aber die Kehrseite: Das Gerät wirkt neben den Metallmodellen klapprig, und an harter Kruste kann das Messer abrutschen. Hauchdünne Scheiben sind also nicht seine Stärke, für das Frühstücksbrot reicht es locker.
Graef G50 – solide Grundausstattung mit Schwächen
Der Graef G50 macht die Basics richtig und schließt unser Testfeld ab. Die Schnittergebnisse sind zuverlässig, das große Drehrad für die Schnittbreite lässt sich auch mit klebrigen Fingern noch gut bedienen, und die breite Standfläche sorgt für ordentlichen Halt. Praktisch sind die hohen Füße: Du schiebst einfach einen Teller unter das Gerät und fängst die Scheiben direkt auf, statt sie hinterher von der Arbeitsplatte zu sammeln. Als Einsteigermodell aus Metall ist er damit stabiler gebaut als die Kunststoff-Konkurrenz in derselben Klasse. Zwei Punkte kosten ihn allerdings die vorderen Plätze. Das Gehäuse hat viele Ecken und Kanten, in denen sich Krümel sammeln, und einen Restehalter legt Graef nicht bei, das letzte Stück Wurst schneidest du also von Hand. Vor allem aber kennt der G50 nur Dauerbetrieb ohne Sicherheitsfunktion: Das Messer läuft, solange der Schalter steht. Wer Wert auf einfache Reinigung und Schutzmechanismen legt, schaut besser weiter.
So haben wir getestet

Schneidefunktion und Schärfe machen 40 Prozent der Note aus. Hier ging es darum, wie gleichmäßig jedes Gerät eine Bandbreite von Lebensmitteln in Scheiben legt: von weichem Gemüse und Frischkäse bis zu Vollkornbrot mit fester Kruste. Bewertet haben wir auch, ob sich hauchdünne Scheiben sauber abnehmen lassen oder zerreißen.
Die Handhabung zählt ebenfalls 40 Prozent. Dazu gehören die Einstellung der Schnittbreite, der Lauf des Schlittens, die Bedienung der Schalter und die Frage, wie leicht sich das Gerät nach dem Schneiden reinigen und verstauen lässt.
Die restlichen 20 Prozent entfallen auf Verarbeitung und Ausstattung: Materialqualität, Standfestigkeit, Sicherheitsfeatures wie Restehalter oder Einschaltsperre und mitgeliefertes Zubehör. So entsteht ein Bild, das nicht nur die Schnittleistung abbildet, sondern den Alltag mit dem Gerät.
Darauf musst du beim Kauf achten
Ein Allesschneider nimmt dir die Arbeit ab, die ein Brotmesser nur mühsam erledigt: gleichmäßige Scheiben, in der Dicke frei wählbar, und das nicht nur bei Brot. Wurst, Käse, Obst und Gemüse gehen genauso. Der Haken ist die Bandbreite: Zwischen dem klappbaren Kunststoffgerät und der freitragenden Metallmaschine liegen ein paar Hundert Euro und deutliche Unterschiede in Schnittqualität, Sicherheit und Reinigungsaufwand. Die folgenden Punkte entscheiden darüber, ob du am Ende zufrieden bist.
Manuell oder elektrisch: Welcher Antrieb passt zu dir?

Die erste Entscheidung ist die grundlegendste. Bei einer manuellen Brotschneidemaschine drehst du eine Handkurbel, die das Rundmesser bewegt. Bei der elektrischen Variante übernimmt ein Motor. Beides hat seinen Platz, es kommt darauf an, wie oft und wofür du schneidest.
| Antrieb | Dafür spricht | Dagegen spricht |
|---|---|---|
| Manuell | Kein Strom nötig, sehr präzise Kontrolle, leise, meist leichter zu reinigen | Braucht mehr Zeit und etwas Kraft, größere Mengen werden anstrengend |
| Elektrisch | Schnell, gleichmäßig auch bei vielen Scheiben, schafft harte Kruste ohne Kraftaufwand | Braucht eine Steckdose, mehr Technik zum Reinigen, in der Regel teurer |
Unsere Empfehlung: Wer täglich ein paar Scheiben Brot braucht und Wert auf Kontrolle bei Schinken oder Weichkäse legt, ist mit einem Handgerät bestens bedient. Wer regelmäßig für eine Familie ganze Laibe durchschneidet, greift zum Motor.
Klappbar oder Standgerät: Wie viel Platz hast du?
Klappbare Geräte lassen sich flach zusammenlegen und in einer Schublade verstauen. Der Preis dafür ist Stabilität: Scharniere und leichte Kunststoffgehäuse wackeln unter Druck eher als ein massiver Korpus. Ein Detail, das gern übersehen wird: Auch bei einem klappbaren Modell bleibt der Schiebeschlitten als Einzelteil übrig, den musst du separat unterbringen.
Standgeräte sind das Gegenteil. Sie sind schwer, standfest und langlebig, belegen aber dauerhaft einen Platz auf der Arbeitsfläche. Eine Sonderform ist der freitragende Allesschneider: Zwischen Grundplatte und Schneideinheit bleibt ein Freiraum, in den ein Teller oder Tablett passt. Die Scheiben fallen direkt darauf, statt auf der Arbeitsplatte zu landen. Das ist bequem, verlangt aber ein besonders stabiles Gehäuse und macht die Geräte schwerer und teurer.
Das Messer entscheidet über die Schnittqualität

Der Schliff bestimmt, was du mit dem Gerät anfangen kannst. Der Wellenschliff ist die Universallösung: Er beherrscht weiches Brot ebenso wie Wurst und Käse und ist deshalb bei fast allen Haushaltsgeräten dabei. Ein glattes Messer liefert bei weichen Lebensmitteln die schöneren Ergebnisse, hauchdünner Schinken gelingt damit deutlich besser, an harter Kruste braucht es aber etwas mehr Druck. Ein gezahntes Messer taugt für feste Lebensmittel, ist für Brotscheiben aber die schlechtere Wahl.
Beim Durchmesser hat sich 17 cm als Standard etabliert, größere Maschinen kommen auf 19 cm und mehr. Achte außerdem darauf, ob sich das Messer werkzeuglos abnehmen lässt. Modelle mit Münzverschluss oder einfacher Verschraubung reinigst du in einer Minute, bei anderen wird das Abnehmen zur fummeligen und nicht ganz harmlosen Angelegenheit. Manche Hersteller bieten ein zweites Messer als Zubehör an, das lohnt sich aber nur, wenn du wirklich regelmäßig Aufschnitt selbst schneidest.
Schnittbreite und Schnittweite: zwei Maße, die oft verwechselt werden
Die Schnittbreite ist die Dicke der Scheibe. Sie lässt sich bei fast allen Geräten stufenlos regeln, typisch von hauchdünn bis etwa 20 bis 22 mm. Wichtiger als der Maximalwert ist, ob die Skala stimmt: In der Praxis zeigen manche Geräte einen Millimeter mehr an, als tatsächlich herauskommt, und bei einigen dient sie nur als Schätzwert. Für Brot ist das egal, für gleichmäßige Wurstscheiben nicht.
Die Schnittweite ist dagegen die maximale Höhe beziehungsweise Breite des Schnittguts. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen: Kompakte Geräte schaffen oft nur rund 165 mm, was für ein großes Bauernbrot schlicht zu wenig ist. Wenn du gern rustikale Laibe kaufst, ist das das Maß, auf das du im Datenblatt achten solltest. Tipp: Mit der passenden Dicke lassen sich die Scheiben auch im Langschlitz-Toaster in ganzer Länge rösten.
Sicherheit: Restehalter, Einschaltsperre und Nullspannungsschalter

Ein Rundmesser, das mit hoher Drehzahl läuft, verzeiht Unaufmerksamkeit nicht. Drei Dinge machen den Unterschied.
Schlitten und Restehalter halten deine Finger vom Messer weg. Je kleiner das Reststück wird, desto wichtiger ist der Halter, und genau der fehlt erstaunlich oft im Lieferumfang. Eine Einschaltsicherung verhindert, dass das Messer versehentlich anläuft, meist über einen zweiten Knopf oder einen Hebel, den du gleichzeitig drücken musst. Das ist die Variante, die auch als Kindersicherung taugt. Und der Nullspannungsschalter sorgt dafür, dass ein Gerät im Dauerbetrieb nach einem Stromausfall nicht von allein wieder anläuft. Er ist in dieser Preisklasse selten, und genau das ist ein berechtigter Kritikpunkt an vielen Modellen.
Eine feststehende Messerabdeckung, die sich nicht mitdreht, ist doppelt nützlich: Sie schirmt die Klinge ab und verhindert, dass weicher Käse am Messer klebt. Manche Geräte bieten zusätzlich einen Überlastungsschutz, der abschaltet, wenn das Messer auf etwas Hartes wie einen Knochen träfe.
Motorleistung: mehr Watt heißt nicht besser

Elektrische Allesschneider liegen üblicherweise zwischen 50 und 180 W. Die Zahl allein sagt allerdings wenig: Entscheidend ist, ob der Motor sein Drehmoment auch dann hält, wenn das Messer in eine harte Kruste fährt. Es gibt Geräte mit 65 W, die sauber durchziehen, und andere mit 180 W, die dabei hörbar einbrechen. Ein sparsamer Motor ist deshalb kein Nachteil, im Gegenteil: Die effizientesten Modelle nehmen im Betrieb kaum mehr als 55 W auf und schneiden trotzdem tadellos.
Wichtiger als die Wattzahl sind zwei praktische Punkte. Ein Überhitzungsschutz schaltet ab, bevor der Motor Schaden nimmt, danach braucht das Gerät eine Abkühlpause. Und ein Tippbetrieb neben dem Dauerbetrieb ist im Alltag angenehmer, weil das Messer nur läuft, solange du drückst. Echte Dauerbetriebsmaschinen für den gewerblichen Einsatz brauchst du zu Hause nicht.
Material, Gewicht und Standfestigkeit
Kunststoff, Aluminium oder Edelstahl: Auf die Schnittqualität hat das Gehäusematerial keinen direkten Einfluss, auf die Stabilität schon. Ein schweres Metallgerät bleibt stehen, wo es steht. Leichte Modelle brauchen dafür Saugfüße oder Gummifüße, und die halten in der Praxis unterschiedlich gut. Testest du im Laden nicht, hilft ein einfacher Blick: Je größer die Standfläche und je tiefer der Schwerpunkt, desto ruhiger arbeitet das Gerät.
Beim Gewicht musst du abwägen. Alles über drei Kilo bleibt in der Regel dauerhaft stehen, weil das Ständige Herausheben aus dem Schrank keinen Spaß macht. Genau wie bei einer Küchenmaschine oder einem Brotbackautomaten gilt: Ein Gerät, das du erst hervorholen musst, benutzt du seltener.
Extras, die wirklich etwas bringen
Nicht jedes Zusatzfeature lohnt den Aufpreis. Diese hier schon: Eine Auffangschale spart das Zusammensuchen der Scheiben, liegt aber oft nicht bei, ein flacher Teller macht denselben Job. Ein neigbarer Schlitten erhöht den Druck auf das Schnittgut und hilft besonders bei Wurst und Käse. Für Linkshänder gibt es Modelle mit Schlitten auf der linken Seite, die auch Rechtshänder problemlos bedienen können.
Ein Allesschneider ist übrigens ein guter Zulieferer für andere Geräte: Gleichmäßige Scheiben sind die Voraussetzung, wenn du Obst dörren willst, und wer sein Brot selbst backt, bekommt aus dem Laib erst mit der Maschine saubere Scheiben. Wer viel selbst zubereitet, findet bei den Entsaftern und Wasserkochern weitere Küchenhelfer in unseren Tests.
Diese Allesschneider empfehlen wir dir außerdem
Neben unseren vier Testgeräten lohnen sich fünf weitere Allesschneider einen Blick. Diese Modelle hatten wir nicht selbst in der Küche, wir haben sie anhand ihrer Ausstattung und der verfügbaren Datenlage ausgewählt.
Ritter Tondo 13 – der Feinschneider für Vielschneider
Der Ritter Tondo 13 versteht sich als Feinschneider und fährt bewusst nur ein glattes Messer. Klingt nach Einschränkung, ist in der Praxis aber ein Argument: Hauchdünner Schinken und Weichkäse gelingen damit sauberer als mit jedem Wellenschliff. Selbst harte Krusten macht er mit, der Anschnitt braucht nur etwas mehr Druck. Der massive Metallkorpus bringt 6,5 kg auf die Waage und rührt sich nicht vom Fleck, auch wenn du beim Schneiden Druck gibst. Die Schnittbreite reicht von 1 bis 22 mm und bleibt dabei gleichmäßig, im Betrieb hörst du ihn kaum. Auch nach vielen Hundert Schnitten läuft der Schlitten noch leichtgängig, das spricht für die Mechanik. Zwei Abstriche: Das Messer abzunehmen ist fummelig und nicht ganz gefahrlos, und ein Wellenschliffmesser liegt nicht bei, das kostet extra. Für Haushalte, die täglich Aufschnitt selbst machen, ist er eine Anschaffung für Jahre.
Graef G52 Twin – zwei Messer und ein sehr sparsamer Motor
Beim Graef G52 Twin steckt der Name im Lieferumfang: Es liegen zwei Messer bei, ein Wellenschliff fürs Brot und ein glattes Schinkenmesser für Wurst und Käse. Damit deckst du beide Welten ab, ohne Zubehör nachzukaufen. Der Motor im Metallgehäuse ist der eigentliche Überraschungsgast: Er nimmt im Betrieb nur rund 55 W auf und kommt trotzdem ohne Einbrechen durch hartes Krustenbrot. Die Skala für die Schnittbreite stimmt genau, was bei Wurstscheiben den Unterschied macht, und die feststehende Messerabdeckung verhindert, dass weicher Käse an der Klinge klebt. Zerlegen und reinigen klappt ohne Werkzeug, du kommst also auch an die Stellen, an denen sich sonst Krümel sammeln. Nachlassen muss er bei der Sicherheit: Ein Nullspannungsschalter fehlt, nach einem Stromausfall kann das Gerät im Dauerbetrieb also von allein anlaufen. Und der Schlitten steht auch verriegelt über, du brauchst also etwas mehr Stellfläche, als die Maße vermuten lassen. Für Haushalte, die Brot und Aufschnitt gleichermaßen schneiden, ist er trotzdem die runde Lösung.
Ritter E18 – die Empfehlung für Linkshänder
Beim Ritter E18 sitzt der Schiebeschlitten auf der linken Seite, und damit ist er eine echte Seltenheit im Regal. Für Linkshänder ist das die natürliche Bedienung, Rechtshänder kommen ohne Umgewöhnung damit zurecht. Ansonsten ist er ein klassischer Ritter: Metallausführung, ein scharfes Solinger Wellenschliffmesser und ein Anschlag aus Metall, der an zwei Punkten geführt wird und sich deshalb nicht wegdrücken lässt. Die Scheiben werden dadurch gleichmäßig, von dünnem Schinken bis zur kräftigen Brotscheibe, und die eingestellte Breite bleibt auch unter Druck erhalten. Praktisch ist das unterschiebbare Tablett, das die Scheiben direkt auffängt, und im Betrieb bleibt er angenehm leise. Zwei Dinge solltest du wissen: Die Reinigung ist umständlicher als bei glattflächigen Geräten, weil Krümel in den Ecken hängen bleiben, und der 65-W-Motor gerät bei festem Fleisch wie Kassler an seine Grenze. Auch die Schnittweite ist knapp bemessen, große Bauernbrote sind nicht sein Metier. Für Brot und Aufschnitt im Alltag ist er dagegen genau richtig, und für Linkshänder ohnehin die naheliegende Wahl.
Domo MS171 – der leise Klappbare für kleine Küchen
Der Domo MS171 gehört zu den günstigen Geräten, hebt sich vom Billigsegment aber deutlich ab. Sein 120-W-Motor bewältigt Krustenbrot, harte Salami und weichen Käse, und dabei arbeitet er leiser als fast alle Mitbewerber seiner Klasse. Das Highlight ist die Reinigung: Dreht man das Einstellrad über die Nullstellung hinaus weiter, lässt sich die gesamte Anlagefläche abnehmen und der Hohlraum dahinter auswischen. Das schafft kaum ein anderes Gerät, obwohl viele ähnlich aufgebaut sind. Zum Verstauen klappt er zusammen, der Schiebeschlitten bleibt dabei allerdings als Einzelteil übrig. Zwei Schwächen bleiben: Das Kunststoffgehäuse ist weniger stabil als bei Metallmodellen, und die Saugfüße halten das Gerät nicht wirklich fest, bei Druck rutscht es. Dafür stellst du ihn am besten auf eine glatte, saubere Fläche, dann sitzt er ordentlich. Wer gelegentlich schneidet und wenig Stauraum hat, macht mit ihm nichts falsch, gerade als Zweitgerät im Ferienhaus oder in der kleinen Wohnküche.
Graef Master M20 – die flüsterleise Alternative
Der Graef Master M20 ist für alle interessant, denen Küchengeräte schnell zu laut sind. Sein Motor arbeitet ausgesprochen leise, im offenen Wohn-Ess-Bereich fällt er beim Frühstück kaum auf. Optisch macht die Glasbodenplatte etwas her, und die rutschfesten Füße sorgen für sicheren Halt. Beim Schneiden zeigt er sich vielseitig: Harte Brotkruste durchtrennt er sauber, ohne weicheres Brot zu zerreißen, und Wurst wie Käse gelingen ebenso. Die Schnittstärke lässt sich fein dosieren, dazu gibt es Tipp- und Dauerbetrieb. Für Zucchini oder Gurken liegt ein Mini-Slice-Aufsatz bei. Zwei Einschränkungen gehören dazu: Der Klingenwechsel ist zeitraubend und verlangt Geduld, und eine Einschaltsperre fehlt, das Messer läuft ohne zusätzliche Sicherung an. Wer Ruhe und feine Einstellbarkeit sucht und das Gerät ohnehin stehen lässt, findet hier die passende Maschine. In Haushalten mit kleinen Kindern würden wir wegen der fehlenden Sperre allerdings zu einem Modell mit zweitem Schalter greifen.
Häufige Fragen (FAQs)
Wir haben die Fragen zusammengetragen, die beim Kauf einer Brotschneidemaschine am häufigsten auftauchen.
Was kann ein Allesschneider außer Brot noch schneiden?
Praktisch alles, was sich in Scheiben legen lässt: Wurst, Schinken, Hartkäse und Weichkäse, Gurken, Zucchini, Tomaten, Obst und mit dem passenden Messer auch rohes Fleisch. Genau deshalb hat sich der Name Allesschneider gegenüber Brotschneidemaschine durchgesetzt. Grenzen gibt es bei sehr weichen oder klebrigen Lebensmitteln und bei allem mit Knochen oder Kern. Sehr reifer Weichkäse schmiert am Messer, hier hilft ein glatter Schliff oder ein kurz gekühltes Stück.
Manuell oder elektrisch – was ist die bessere Wahl?
Faustregel: Bis etwa zwei Personen und ein paar Scheiben am Tag reicht ein Handgerät völlig, und du schneidest damit sogar präziser. Ab einem Haushalt, in dem regelmäßig ganze Laibe und größere Mengen Aufschnitt durchgehen, spart der Motor spürbar Zeit und Kraft. Beide Bauarten liefern bei gleichem Preis eine vergleichbare Schnittqualität. Der größere Unterschied liegt im Alltag: Ein Handgerät braucht keine Steckdose und ist leiser, ein Motorgerät nimmt dir bei großen Mengen die Arbeit ab.
Welchen Messerdurchmesser brauche ich?
17 cm sind der Standard und für Haushaltsbrot ausreichend. Größere Messer ab 19 cm findest du an schwereren Maschinen, sie helfen vor allem bei hohen Broten und großen Wurstkalibern. Wichtiger als der Durchmesser ist die maximale Schnittweite: Kompakte Geräte stoßen bei großen Bauernbroten schnell an ihre Grenze. Miss im Zweifel dein Lieblingsbrot einmal aus und vergleiche den Wert mit dem Datenblatt.
Wellenschliff oder glattes Messer?
Der Wellenschliff ist die Universallösung und die richtige Wahl, wenn du nur ein Messer haben willst. Ein glattes Messer schneidet weiche Lebensmittel und hauchdünnen Schinken schöner, braucht an harter Kruste aber mehr Druck. Ein zweites Messer nachzukaufen lohnt sich erst, wenn du wirklich regelmäßig Aufschnitt selbst machst. Einige Hersteller legen beide Klingen gleich bei, das ist die bequemste Variante und spart den Aufpreis.
Wie reinige ich einen Allesschneider richtig?
Nach jedem Einsatz die Krümel ausklopfen und Schlitten sowie Restehalter abspülen, viele sind spülmaschinenfest. Das Messer nimmst du zum gründlichen Reinigen ab, und genau hier lohnt der Blick beim Kauf: Geräte mit Münzverschluss oder abdrehbarer Anlagefläche sind in einer Minute fertig. Bei Wurst und Käse solltest du zeitnah wischen, Fett wird sonst zäh. Und ein Hinweis, der oft untergeht: Messer nie in der Spülmaschine reinigen, das kostet die Schärfe.
Wie gefährlich ist so eine Maschine im Haushalt?
Das Rundmesser ist scharf, deshalb gehört der Restehalter bei jedem kleinen Reststück auf das Schnittgut. Achte auf eine Einschaltsicherung, die einen zweiten Knopf oder Hebel verlangt, das ist auch die brauchbare Kindersicherung. Beim Reinigen immer den Netzstecker ziehen. Geräte, die nur Dauerbetrieb ohne Sicherung kennen, würden wir in Haushalten mit Kindern nicht aufstellen. Eine Verriegelung des Schlittens oder ein versteckter Startknopf erfüllen denselben Zweck.
Was ist ein Nullspannungsschalter und brauche ich ihn?
Er verhindert, dass ein Gerät nach einem Stromausfall von allein wieder anläuft, wenn der Dauerbetrieb noch eingeschaltet war. In der Haushaltsklasse ist er leider selten. Kritisch ist das vor allem bei Maschinen, die dauerhaft auf der Arbeitsfläche stehen. Wer keinen hat, sollte den Dauerbetrieb nach dem Schneiden konsequent ausschalten und den Stecker ziehen, wenn das Gerät länger nicht gebraucht wird.
Wie viel Watt sollte ein Allesschneider haben?
Üblich sind 50 bis 180 W, und die Zahl allein sagt wenig aus. Es gibt sparsame Motoren um 55 W, die durch harte Kruste ziehen, und stärkere, die dabei hörbar einbrechen. Achte eher darauf, ob es neben dem Dauerbetrieb einen Tippbetrieb gibt und ob ein Überhitzungsschutz verbaut ist. Ein sparsamer Motor ist im Dauereinsatz zudem der angenehmere, weil er weniger warm wird.
Kann ich gefrorene Lebensmittel schneiden?
Nein, davon solltest du die Finger lassen. Gefrorenes ist zu hart für Haushaltsmesser und Motor, du riskierst eine beschädigte Klinge oder einen überhitzten Antrieb. Angefrorenes Fleisch lässt sich hingegen sogar besonders gut in dünne Scheiben legen, dann sollte es aber nur oberflächlich fest sein.
Lohnt sich eine Auffangschale?
Nur wenn sie beiliegt. Viele Hersteller verkaufen sie als Zubehör, und ein flacher Teller oder ein Schneidebrett erledigt dieselbe Aufgabe. Praktischer sind freitragende Geräte mit Freiraum unter der Schneideinheit: Dort schiebst du einfach ein Tablett unter und fängst die Scheiben direkt auf. Achte beim Zubehörkauf darauf, dass die Schale wirklich für dein Modell gedacht ist, universelle Varianten sitzen oft locker.