Multikocher Kaufberatung
Multikocher Vergleich 2026 – welches Gerät ersetzt wirklich mehrere Töpfe?
Ein Multikocher soll Schnellkochtopf, Dampfgarer und Reiskocher in einem Gehäuse zusammenfassen. In der Praxis trennt sich das Feld schnell: Manche Geräte garen unter echtem Dampfdruck, andere sind im Kern aufgewertete Reiskocher. Wir haben den Markt verglichen und dabei auf Bauart, Temperaturbereich, Fassungsvermögen und Reinigungsaufwand geschaut, dazu auf Angebotslage und Preisentwicklung in unserem Preisvergleich. Übrig geblieben sind fünf Empfehlungen für sehr unterschiedliche Küchen, vom günstigen Einstieg bis zum Gerät für die große Runde.

Vergleichstabelle
Die besten Multikocher
Unsere erste Wahl ist der Rommelsbacher MD 1000 MeinHans, weil er Dampfdruck, Sous-vide und ein deutschsprachiges Menü verbindet. Wer regelmäßig für viele Leute kocht, ist beim Ninja SFP700EU besser aufgehoben, wer möglichst wenig ausgeben will, beim Cosori CMC-CO601-SEU. Auf Reis und Getreide spezialisiert ist der Cosori Multi-Cooker Chef Edition, und der Tefal Turbo Cuisine CY7548 plant das Essen bis zu zwölf Stunden im Voraus.
Rommelsbacher MD 1000 MeinHans – Der Allrounder für fast jedes Gericht
Der Rommelsbacher MD 1000, beim Hersteller MeinHans genannt, ist das vielseitigste Gerät in diesem Vergleich. Er kocht unter Dampfdruck mit zwei Druckstufen, gart aber genauso schonend im Sous-vide-Bad, backt Brot und macht Joghurt. Insgesamt stehen 14 Automatikprogramme bereit, und weil sich die voreingestellten Zeiten und Temperaturen jedes Programms ändern lassen, kannst du auch eigene Rezepte umsetzen. Angenehm ist das deutschsprachige Display samt Drehregler, du suchst also nicht in einem englischen Menü nach der richtigen Funktion. Die Sicherheit hat Rommelsbacher mitgedacht: Der Druck geht über eine separate Taste am Deckelgriff ab, die Hand kommt dem Ventil nie nahe. Dazu arbeitet der Kocher fast lautlos. Der Haken kommt nach dem Essen. Kein Einzelteil darf in die Spülmaschine, Deckel und Ventile werden von Hand gereinigt, und der Dichtungsring nimmt Gerüche an. Und der Topf ist mit 4 l der kleinste in der Top-Auswahl, für ein bis zwei Personen passt das, für die große Familienportion nicht. Wer damit leben kann, bekommt hier die breiteste Funktionsliste im Feld.
Ninja SFP700EU – Wenn viele Leute mitessen
Der Ninja SFP700EU ist weniger Topf als kleiner Ofen: Mit 12,5 l Garraum und zwei Heizquellen kocht er auf zwei Ebenen gleichzeitig, Hauptgericht unten, Beilage oben. Damit werden bis zu acht Portionen in einem Durchgang fertig, was ihn für Familien und Gastgeber interessant macht. Neben Dampfgaren und Backen beherrscht er auch Heißluftfrittüre, und ist dabei kaum langsamer als eine eigenständige Heißluftfritteuse. Die Hitze hält er zuverlässig konstant, und durch das Sichtfenster siehst du beide Ebenen, ohne die Tür zu öffnen. Dafür musst du Platz opfern: Das Gerät ist wuchtig, das Kabel kurz, und im Betrieb wird es hörbar. Auch das Aufheizen dauert länger als bei der Konkurrenz, weshalb sich der SFP700EU eher für geplante Menüs eignet als für das schnelle Abendessen zwischendurch.
Cosori CMC-CO601-SEU – Der günstige Einstieg ins Druckgaren
Wer Dampfdruck ausprobieren will, ohne viel Geld zu binden, landet beim Cosori CMC-CO601-SEU. Er ist ein vollwertiger Schnellkochtopf mit 5,7 l Volumen und in vielen Shops zu haben. Neben dem Druckgaren gibt es Programme für Reis, Porridge, Fleisch und Slow Cooking, dazu eine Sautéfunktion, mit der Gulasch eine sämige Sauce bekommt. Hühner-Korma kommt nach viereinhalb Stunden im Slow-Cooking-Modus saftig heraus. Die Bedienung läuft über große beleuchtete Tasten statt eines empfindlichen Touchfelds, was mit fettigen Händen ein echter Vorteil ist, und das große Restzeitdisplay siehst du quer durch die Küche. Ein Auffangbehälter fängt das Kondenswasser, die Arbeitsplatte bleibt trocken. Rechnen musst du mit zwei Abstrichen. Das Menü ist nur auf Englisch, und das Aufheizen dauert über zehn Minuten, die in der angezeigten Garzeit nicht mitgerechnet sind.
Cosori Multi-Cooker Chef Edition – Der Spezialist für Reis und Getreide
Der Cosori Multi-Cooker Chef Edition geht einen anderen Weg als die Druckgarer: Er arbeitet ohne Druck, dafür mit 17 Programmen für Reis, Porridge, Suppe, Kuchen, Kompott und Dampfgaren. Stärke ist das Warmhalten, nach sechs Stunden verliert der Reis nur rund zehn Grad, was ihn für Haushalte mit verschobenen Essenszeiten interessant macht. Der 5-Liter-Topf deckt große Portionen ab und lässt sich sehr leicht reinigen. Beim Reis gehen die Urteile allerdings auseinander: Basmati und Parboiled gelingen zuverlässig, in neueren Durchläufen geriet Reis dagegen übergart und trocken. Unbestritten ist die zweite Schwachstelle, das Tempo: Ein Zyklus dauert schnell eine Stunde, und die Temperatur lässt sich nicht frei wählen. Dazu liegen Dampfeinsatz, Messbecher und zwei Löffel bei. Als Reis- und Getreidespezialist mit Backfunktion lohnt er sich also, als schneller Alleskönner nicht.
Tefal Turbo Cuisine CY7548 – Der Druckgarer mit 12-Stunden-Timer
Der Tefal Turbo Cuisine CY7548 ist der Klassiker unter den günstigen Druckgarern. Er fällt vor allem durch zwei Alltagsfunktionen auf: Der Timer lässt sich bis zu zwölf Stunden vorprogrammieren, und die Warmhaltefunktion hält bis zu 24 Stunden durch. Linsen oder Reis setzt du damit morgens auf und isst sie abends, ohne dass jemand in der Küche stehen muss. Die Bedienung ist intuitiv, Temperatureinstellungen und zehn Automatikprogramme gehen ohne Handbuch von der Hand, und der 5-Liter-Topf deckt eine Familienmahlzeit ab. Messbecher, Kelle und ein Rezeptbuch liegen bei. Drei Dinge muss man ihm nachsehen: Der Dampfablass ist schwach gelöst, beim Öffnen des Deckels solltest du aufpassen, dich nicht zu verbrühen. Am Topfboden werden nur 157 °C erreicht, scharf angebraten wird also vorher in der Pfanne. Dazu muss der Garbehälter von Hand gereinigt werden. Für alle, die ihr Essen zeitlich planen wollen, ist er die naheliegende Empfehlung.

Darauf musst du beim Kauf achten
Multikocher versprechen, mehrere Geräte zu ersetzen: Topf, Dampfgarer, Reiskocher und je nach Modell auch Fritteuse und Backofen. Das klappt erstaunlich oft, aber nicht bei jedem Gerät gleich gut, und die Unterschiede stecken nicht in der Programmzahl auf der Verpackung. Vier Fragen entscheiden darüber, ob du mit deinem Kauf glücklich wirst: Baut das Gerät Druck auf? Wie heiß wird es? Wie groß ist der Topf? Und wie viel Arbeit macht die Reinigung? Alles andere ist Komfort.
Multikocher oder Nachbargerät? Die Abgrenzung
Die drei Geräteklassen werden oft verwechselt, machen aber sehr verschiedene Dinge. Ein Multikocher ersetzt Topf und Pfanne: Er erhitzt, gart, schmort und hält warm, aber er rührt nicht und schneidet nicht. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion kann genau das zusätzlich, kostet dafür aber meist deutlich mehr und hat einen kleineren Topf. Ein reiner Reiskocher wiederum macht eine Sache sehr gut und sonst wenig.
Praktisch heißt das: Wenn du Teig kneten oder Gemüse häckseln willst, ist ein Multikocher das falsche Gerät. Wenn du Eintöpfe, Schmorgerichte, Reis und Suppen kochst und dabei die Kochplatte frei haben möchtest, ist er genau richtig.
Bei einzelnen Funktionen überschneidet sich die Kategorie mit Nachbargeräten. Modelle mit Frittierdeckel machen eine Heißluftfritteuse für kleine Portionen verzichtbar, Modelle mit Backfunktion einen Brotbackautomaten. Was die meisten Multikocher dagegen nicht liefern, ist offene Grillhitze mit Streifen im Fleisch, dafür brauchst du weiter einen Kontaktgrill. Einzelne Tischgeräte haben allerdings eine echte Grillplatte an Bord.

Mit oder ohne Dampfdruck: die wichtigste Entscheidung
Hier trennt sich das Feld, und das steht selten deutlich auf der Verpackung. Geräte mit Dampfdruck riegeln den Topf ab und erzeugen im Inneren Überdruck. Dadurch steigt die Siedetemperatur des Wassers über die 100 °C hinaus, die im offenen Topf das Maximum sind, und Gerichte, die dort zwei Stunden brauchen, sind in einem Drittel dieser Zeit fertig. Gulasch, Hülsenfrüchte und Brühe profitieren davon am stärksten.
Geräte ohne Druck sind im Kern große, clever gesteuerte Kochtöpfe. Sie können oft mehr Programme anbieten, weil kein Sicherheitsverschluss im Weg ist, und sie sind meist günstiger. Beim Schmoren dauert es dann eben so lang wie auf dem Herd. Ein Hinweis zur Zeitrechnung: Auch Druckgarer heizen erst auf, und diese Phase steht in keiner Programmangabe. Rechne mit zehn bis fünfzehn Minuten Vorlauf und, wenn du nicht manuell abdampfst, noch einmal rund 20 Minuten Druckabbau.
Die Temperaturobergrenze entscheidet, ob du anbraten kannst
Fast jedes Datenblatt listet eine Bratfunktion. Ob die etwas taugt, verrät erst der Temperaturbereich. Zum echten Anbraten mit Röstaromen brauchst du rund 180 Grad und mehr. Geräte, die bei 135 Grad aufhören, schmoren dein Fleisch grau, statt es zu bräunen, auch wenn das Programm „Braten“ heißt.
Wenn dir Schmorgerichte wichtig sind, lohnt der Blick auf diesen einen Wert deshalb mehr als auf die Programmliste. Wird dein Wunschgerät nicht heiß genug, ist das trotzdem kein Ausschlusskriterium: Du brätst dann eben in der Pfanne an und gibst alles danach in den Kocher.
Fassungsvermögen: So viel Topf brauchst du wirklich
Multikocher gibt es von etwa 2 bis über 12 l. Die Angabe ist allerdings das Bruttovolumen des Topfs, nicht die nutzbare Menge. Druckgarer dürfen aus Sicherheitsgründen nur bis etwa zwei Drittel gefüllt werden, bei flüssigen Gerichten oft noch weniger.
| Haushalt | Sinnvolle Größe | Warum |
|---|---|---|
| 1 bis 2 Personen | 2 bis 4 l | Passt auf jede Arbeitsplatte, heizt schneller auf, kein Rest bleibt übrig |
| 3 bis 4 Personen | 5 bis 6 l | Der Standardfall, reicht auch fürs Vorkochen für zwei Tage |
| 5 Personen und mehr | 7 l und aufwärts | Nötig für große Braten und Menüs auf zwei Ebenen, braucht aber viel Stellfläche |
Ein häufiger Fehlkauf ist übrigens das zu große Gerät. Ein 8-l-Kocher für zwei Personen heizt länger auf, verbraucht mehr Strom und steht die meiste Zeit halb leer da. Umgekehrt ärgert man sich bei einem 3-l-Topf, sobald Gäste kommen. Wenn du zwischen zwei Größen schwankst, entscheide nach dem Gericht, das du am häufigsten kochst, nicht nach dem seltenen Sonntagsbraten.
Programme, Automatik und eigene Rezepte
Programmzahlen sind das beliebteste Marketingargument und der schlechteste Vergleichswert. Ein Gerät mit „45 Funktionen“ zählt oft jede Kombination aus Temperatur und Zeit einzeln. Wichtiger sind zwei Fragen: Sind die Programme für Gerichte da, die du wirklich kochst? Und kannst du Zeit und Temperatur nachträglich ändern?
Der zweite Punkt macht im Alltag den Unterschied. Geräte, bei denen die Automatik festgenagelt ist, zwingen dich in ihr Schema. Geräte mit freiem Modus lassen dich das Rezept anpassen, wenn das Fleisch dicker geschnitten ist als vorgesehen. Auch eine Startzeitvorwahl ist mehr als eine Spielerei: Zutaten morgens einfüllen und abends fertig essen ist für viele der eigentliche Kaufgrund. Das gilt für Eintöpfe, Reis und Hülsenfrüchte, nicht für rohes Fleisch, das nicht stundenlang ungekühlt im Topf stehen sollte.

Reinigung: der unterschätzte Alltagsfaktor
Das Kriterium, das nach dem Kauf am meisten ärgert. Der Innentopf ist bei den meisten Geräten antihaftbeschichtet und spülmaschinengeeignet, es gibt aber Ausnahmen, bei denen selbst der Topf von Hand muss. Das Problem sitzt im Deckel: Ventile, Schwimmer und der Dichtungsring müssen bei Druckgarern nach jedem Kochen von Hand gereinigt werden, teils sogar abgeschraubt werden.
Der Dichtungsring hat noch eine Eigenschaft, die niemand im Laden erwähnt: Er nimmt Gerüche an und gibt sie ans nächste Gericht weiter. Nach dem Gulasch schmeckt der Milchreis leicht nach Gulasch. Manche Hersteller legen deshalb zwei Dichtungsringe bei, einen für deftige und einen für süße Gerichte. Wer viel Verschiedenes kocht, sollte darauf achten oder einen zweiten Ring nachkaufen.
Stellfläche, Bauhöhe und Kabellänge
Ein Multikocher ist kein Gerät, das man mal kurz in den Schrank stellt. Modelle ab 6 l wiegen schnell gut 10 kg und mehr. Wichtiger als das Gewicht ist aber die Höhe bei geöffnetem Deckel: Viele Kocher lassen den Deckel nach oben aufklappen und brauchen dann mehr Luft, als unter einem Hängeschrank frei ist. Vor dem Kauf einmal nachmessen erspart Ärger.
Der zweite Klassiker ist das Kabel. Bei mehreren Geräten in diesem Segment ist es auffallend kurz, was die Auswahl des Stellplatzes einschränkt. Wo Dampf austritt, sollte außerdem kein Oberschrank direkt darüber hängen.
Stromverbrauch: was ein Multikocher wirklich zieht
Die Anschlussleistung liegt meist zwischen 700 und 1.800 W, ein Elektroherd zieht auf einer großen Platte gut das Doppelte. Entscheidend ist aber nicht die Wattzahl, sondern die Laufzeit: Druckgaren verkürzt die Garzeit deutlich und ist deshalb sparsamer, als die Leistungsangabe vermuten lässt. Schongaren läuft dagegen stundenlang, allerdings bei sehr niedriger Leistung.
Wer sein Gericht nur warm halten will, kommt mit sehr wenig Leistung aus: Warmhalten braucht nur einen Bruchteil der Anschlussleistung und fällt selbst nach Stunden kaum auf der Rechnung auf.
Diese Multikocher empfehlen wir dir außerdem
Neben den fünf Empfehlungen oben lohnen fünf weitere Geräte einen Blick, weil sie eine Nische besetzen oder eine einzelne Funktion besonders gut lösen.
Ninja Speedi – Rund 15 Minuten für das ganze Menü
Der Ninja Speedi ist das Gerät für Abende, an denen es schnell gehen muss. Dampf und Heißluft arbeiten bei ihm im selben Durchgang, aber in getrennten Etagen, sodass Beilage und Hauptgericht zusammen fertig werden. Der 5,7-Liter-Topf reicht für bis zu vier Portionen in rund 15 Minuten, dazu kommen rund neun Minuten Vorheizen. Zehn Programme spannen den Bogen von Heißluft über Dampf bis Schongaren. Pommes und Hähnchenschenkel werden kross ohne zusätzliche Fritteuse, allerdings fehlt ein Frittierkorb, gewendet wird mit dem Ofenhandschuh. Verlassen solltest du dich nicht auf den Schnellmodus bei Reis und Nudeln, Nudeln in der Sauce werden dort teigig. Anders als die Foodi-Modelle gart der Speedi nicht unter Druck, Schmorgerichte brauchen bei ihm die volle Zeit. Scharf anbraten ist ebenfalls nicht seine Stärke, Röstaromen bleiben blass. Für Haushalte, in denen werktags wenig Zeit am Herd bleibt, ist er die richtige Wahl.
Tefal Multikocher 45in1 – Für One-Pot-Gerichte und Backen
Der Tefal Multikocher 45in1 deckt Reis, Slow Cooking, Dampfgaren, Backen und Joghurt ab, 17 der 45 Kombinationen stellst du manuell ein. Die 45 im Namen zählt übrigens Kombinationen aus Zeit und Temperatur, nicht Gerätefunktionen. Der kugelförmige Mehrschichttopf fasst 5 Liter und damit vier Portionen. One-Pot-Gerichte sind seine Paradedisziplin, Penne Bolognese kommen mit gut gebräuntem Hack und weichen Nudeln heraus, ein Beerenbiskuit gelingt goldbraun. Praktisch im Alltag: Alle abnehmbaren Teile dürfen in die Spülmaschine, und Dampfkorb, Kelle, Reislöffel sowie Messbecher liegen bei. Zwei Dinge trüben das Bild: Es fehlt ein Rührzubehör, weshalb Risotto körnig statt cremig wird, und die Bedienung wirkt anfangs kompliziert. Eine Eigenheit noch: Bei den Reisprogrammen zeigt das Display keine Restzeit an, du kochst dort also ohne Blick auf die Uhr. Nach der Einarbeitung und mit genug Platz auf der Arbeitsplatte hat man ein Gerät, das Reis, Schmoren und Backen gleichermaßen abdeckt.
Ninja OL650EU – Ein Deckel für alles
Der Ninja OL650EU löst ein Problem, das viele Kombigeräte haben: Bei ihm musst du keinen Deckel wechseln und auch keinen zweiten verstauen. Der sogenannte SmartLid schaltet zwischen Druckgaren, Heißluft und Ofenfunktion um. Der 7,5-Liter-Topf reicht für Familienportionen, und die eingestellten Temperaturen hält das Gerät zuverlässig. Stärke ist der Dampf-Kombimodus, der Dampf und Heißluft gleichzeitig einsetzt und damit besonders knusprige Ergebnisse liefert. Zu den Schwächen: Das Bedienfeld ist nur auf Englisch beschriftet, und in den Modi Air Fry und Grill wird das Gerät deutlich hörbar. Beim Zubehör solltest du nachlegen: Mitgeliefert wird eine Crisp-Platte statt eines Frittierkorbs, und der Korb lässt sich im Alltag deutlich einfacher füllen und leeren. Platz braucht der Kocher ebenfalls, er ist klobig und belegt ein gutes Stück Arbeitsfläche. Für alle, die den Deckelwechsel anderer Modelle leid sind und mit englischen Beschriftungen klarkommen, ist er die bequemste Lösung im Feld.
Cuckoo Icook Q5 – Dampfdruck mit feiner Abstufung
Der Cuckoo Icook Q5 erlaubt die feinste Abstufung, die wir in dieser Auswahl gefunden haben. Er gart unter Dampfdruck und beherrscht dazu Schongaren, Reis, Suppe und Joghurt. Der 5-Liter-Topf aus Aluminium reicht für Familienportionen. Ungewöhnlich ist die Feinsteuerung: Die Temperatur lässt sich bis auf 38 Grad herunterregeln, was Joghurt und sehr langes Schongaren erst möglich macht, und neun Leistungsstufen erlauben eine feinere Abstufung als eine simple Hoch-Niedrig-Wahl. Die Grenze liegt oben: Bei 135 Grad ist Schluss, scharfes Anbraten geht damit nicht. Dazu ist der Kocher groß und schwer. Zum Bild passt der Aluminium-Innentopf: Er leitet die Wärme gut, ist aber kratzempfindlicher als Edelstahl, Metallbesteck sollte also draußen bleiben. Und wer wenig Arbeitsfläche hat, sollte vorher messen, denn mit knapp 40 cm in einer Richtung ist er kein kleines Gerät. Für Reis, Eintöpfe und alles, was Geduld braucht, ist er trotzdem eine sehr gute Wahl.
Ninja OP500 – Der Große mit Dörrfunktion
Der Ninja OP500 ist einer der größten Kocher im Feld und breit im Handel verfügbar. Sein 7,5-Liter-Garraum lässt sich auf zwei Ebenen nutzen, sodass Hauptgericht und Beilage gleichzeitig fertig werden. Neben den üblichen Funktionen bringt er eine mit, die selten ist: Dörren. Damit trocknest du Apfelringe oder Kräuter, ohne ein eigenes Dörrgerät anzuschaffen. Praktisch ist auch das Zubehör, denn es liegen verschiedene Gareinsätze und zwei Deckel bei, einer fürs Druckgaren und einer fürs Knusprigmachen. Zubehör lässt sich nachkaufen. Der Schwachpunkt ist banal, aber im Alltag lästig: Das Kabel ist sehr kurz, ohne passende Steckdose in Reichweite brauchst du eine Verlängerung. Im Alltag spielt vor allem die Kombination der beiden Deckel ihre Stärke aus: erst unter Druck garen, dann mit dem zweiten Deckel eine Kruste aufsetzen, alles im selben Topf. Wer vor allem Volumen und Zubehör sucht, ist hier richtig.
Häufige Fragen (FAQs)
Wir haben die Fragen zusammengetragen, die vor dem Kauf eines Multikochers am häufigsten aufkommen.
Was kann ein Multikocher, was ein normaler Topf nicht kann?
Drei Dinge: Er hält eine Temperatur exakt und stundenlang, er arbeitet ohne Aufsicht, und viele Modelle bauen Druck auf. Damit sind Zubereitungsarten möglich, die auf dem Herd schwierig sind: Sous-vide bei einer exakt gehaltenen Temperatur, Joghurt über Nacht oder Schmorfleisch, das unter Druck deutlich schneller zart wird als im offenen Topf. Der praktische Gewinn ist aber oft ein anderer: Die Kochplatte bleibt frei, und nichts kocht über, wenn du kurz aus der Küche gehst.
Ist ein Multikocher wirklich schneller als der Herd?
Bei langen Gerichten ja, bei kurzen oft nicht. Ein Gulasch oder Bohneneintopf unter Druck spart klar Zeit. Kartoffeln dagegen sind auf dem Herd meist früher fertig, weil beim Multikocher Aufheizphase und Druckabbau dazukommen und in keiner Programmangabe stehen. Faustregel: Je länger das Gericht ohnehin dauert, desto mehr bringt das Gerät.
Wie viel Flüssigkeit muss beim Druckgaren in den Topf?
Immer etwas, denn ohne Flüssigkeit entsteht kein Dampf und damit kein Druck. Die konkrete Mindestmenge legt der Hersteller fest und steht in der Anleitung, meist liegt sie bei etwa 250 bis 500 ml. Nach oben gilt die Zwei-Drittel-Marke, bei schäumenden oder quellenden Zutaten wie Hülsenfrüchten und Reis sogar nur die Hälfte. Wer zu voll füllt, riskiert, dass schäumendes Gargut das Ventil zusetzt, und genau deshalb ist die Grenze ernst zu nehmen.
Kann ich einen Multikocher unbeaufsichtigt laufen lassen?
Für langes Garen ohne ständige Aufsicht sind die Geräte gebaut: Sie schalten am Programmende ab oder gehen ins Warmhalten, viele Modelle haben zusätzlich einen Überhitzungsschutz. Die Anleitungen setzen aber voraus, dass du in der Wohnung bist, ein Druckgarer ist kein Gerät für den Wochenendausflug. Zwei Praxis-Hinweise dazu: Wenn du die Startzeitvorwahl nutzt, gehören leicht verderbliche Zutaten wie rohes Fleisch nicht stundenlang in den ungekühlten Topf. Rechne beim Abdampfen zudem mit Feuchtigkeit, die nach oben zieht.
Multikocher oder Heißluftfritteuse?
Das sind zwei verschiedene Aufgaben. Ein Multikocher ist stark bei allem mit Flüssigkeit: Eintöpfe, Schmorgerichte, Reis, Suppe. Eine Heißluftfritteuse ist stark bei allem, was knusprig werden soll. Einige größere Multikocher haben eine Frittierfunktion mit zweitem Deckel und decken beides ab, brauchen dafür aber viel Platz. Wenn du nur eins von beiden kaufst, entscheide danach, ob bei dir öfter Eintopf oder öfter Pommes auf den Tisch kommen.
Sind Multikocher spülmaschinenfest?
Der Innentopf fast immer, der Deckel fast nie, Details dazu stehen oben im Kaufberater. Praktisch wichtiger ist die Frage nach dem Nachkauf: Dichtungsringe und Innentöpfe sind Verschleißteile, und ob es sie in fünf Jahren noch gibt, entscheidet darüber, wie lange du das Gerät nutzt. Einzelne Modelle haben außerdem ein herausnehmbares Bedienteil und dürfen dann komplett in die Maschine, das ist aber die Ausnahme.
Wie sicher ist das Kochen unter Druck?
Deutlich sicherer als der Schnellkochtopf von früher. Elektrische Geräte verriegeln den Deckel automatisch und lassen sich erst öffnen, wenn kein Druck mehr im Topf ist; dazu kommen Überdruckventile und Trockengehschutz. Die einzige echte Gefahrenstelle ist das Abdampfen: Achte auf ein Modell mit separater Ablasstaste am Griff, damit du die Hand nicht in den heißen Dampfstrahl hältst. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, lässt den Druck von allein abfallen, das dauert rund 20 Minuten und ist die schonendere Variante für Fleisch.
Kocht ein Multikocher Reis so gut wie ein Reiskocher?
Bei den gängigen Sorten ja, die schaffen Geräte mit eigenem Reisprogramm zuverlässig. Schwieriger wird es bei Vollkorn- und Naturreis: Bei manchen Modellen wird er zu heiß gegart, trocknet aus und setzt am Topfboden an. Wer fast täglich Reis kocht und Wert auf Sorten jenseits von Basmati legt, fährt mit einem spezialisierten Gerät besser.
Lohnt sich ein Multikocher fürs Camping oder den Van?
Nur mit Einschränkungen. Vom Prinzip her passt er gut, weil er nur eine Steckdose braucht und mehrere Geräte ersetzt. In der Praxis stehen zwei Dinge im Weg: Gewicht von gut 10 kg bei den größeren Modellen und die Anschlussleistung. Wer auf dem Campingplatz an einer mit 6 A abgesicherten Säule hängt, kann ein 1.800-W-Gerät nicht betreiben. Für den Van sind kleine Modelle bis etwa 800 W die realistischere Wahl.
Wie lange hält ein Multikocher und was geht zuerst kaputt?
Die Elektronik überlebt in der Regel viele Jahre, die Verschleißteile nicht. Als erstes gibt meist der Dichtungsring nach: Er wird mit den Jahren hart und dichtet irgendwann nicht mehr richtig ab, was sich daran zeigt, dass das Gerät keinen Druck mehr aufbaut. Danach kommt die Antihaftbeschichtung des Innentopfs, vor allem wenn Metallbesteck im Spiel war. Beides sind günstige Ersatzteile, aber nur, wenn der Hersteller sie noch liefert. Ein Blick auf die Ersatzteilversorgung lohnt sich vor dem Kauf deshalb mehr als eine längere Garantie.