Roborock Qrevo Curv 2 Pro Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Der Roborock Qrevo Curv 2 Pro ist ein kompakter Saugroboter mit echten Stärken: Das nur knapp 8 cm flache Gehäuse kommt unter nahezu jedes Möbelstück, und die Heißwasserspülung der Wischpads mit bis zu 100 °C ist einzigartig im Roborock-Lineup. Auf Hartboden saugt er nahezu makellos, auf Teppich solide. Die flexible App-Steuerung der Pads ist ein Pluspunkt für Haushalte mit gemischten Bodenbelägen. Schwächen zeigen sich bei der Hinderniserkennung und bei eingetrockneten Flecken. Ideal für alle, die ein durchdachtes Gesamtpaket aus kompaktem Design, Hygiene und Komfort suchen.Vorteile
- Extrem flaches Design Passt unter fast jedes Möbelstück
- 100 °C Padwäsche Hygienische Heißwasserspülung in der Station
- Starke Saugleistung Nahezu makellos auf Hartboden
- Flexible Padsteuerung Pads per App anheben oder ablegen
Nachteile
- Hinderniserkennung Kleine Objekte werden oft übersehen
- Hoher Preis Teuer für gebotene Wischleistung
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Roborock Qrevo Curv 2 Pro im Test: Überzeugt der Nachfolger des Bestsellers?
Roborock hat mit dem Qrevo Curv 1 einen echten Verkaufsschlager auf den Markt gebracht – ein Modell, das sich durch sein kompaktes Design, solide Reinigungsleistung und eine auffällige Basisstation von der Konkurrenz abhob. Nun folgt mit dem Qrevo Curv 2 Pro der Nachfolger, und die Erwartungen sind entsprechend hoch. Was hat der Hersteller verbessert, was blieb unverändert – und lohnt sich ein Upgrade? Wir haben das Gerät im ausführlichen Alltagstest geprüft.
Lieferumfang und erster Eindruck
Der Karton des Roborock Qrevo Curv 2 Pro enthält den Saugroboter selbst, die Absaugstation sowie eine Bedienungsanleitung – mehr nicht. Reinigungsmittel oder weiteres Zubehör legt Roborock nicht bei. Das ist in dieser Preisklasse ungewöhnlich, aber nicht unüblich bei dem Hersteller. Wer möchte, kann eigene Reinigungsmittel verwenden oder das Mittel direkt über Roborocks Website beziehen. Die beigelegte Schnellanleitung enthält einen QR-Code zur Einrichtung, und die Inbetriebnahme gelingt zügig und ohne Komplikationen – der Setup-Prozess ist intuitiv und in wenigen Minuten abgeschlossen.
Positiv fällt das Design auf: Die Basisstation wirkt kompakt und fügt sich optisch unauffällig in das Wohnumfeld ein – ohne das klobige Aussehen, das manche Konkurrenzmodelle haben. Insgesamt wirkt der Qrevo Curv 2 Pro schlanker und weniger raumgreifend als viele Geräte in seiner Klasse. Ein kleines Detail, das beim Auspacken zunächst verwirrt: Die Seitenbürste erscheint verformt. Das ist jedoch konstruktiv bedingt und kein Defekt.
Technisch hervorzuheben ist eine Besonderheit, die den Qrevo Curv 2 Pro von allen anderen aktuellen Roborock-Modellen unterscheidet: Die Wischpads können per App-Einstellung entweder in der Station verbleiben oder vor der Reinigung angehoben werden. Gerade für Haushalte mit empfindlichen oder hochwertigen Teppichen ist das ein echter Alltagsvorteil, der spürbar zum Schutz der Bodenbeläge beiträgt.
Der Hersteller gibt an, dass der Roboter 25.000 Pascal Saugkraft hat. Die Basisstation reinigt die Wischpads mit bis zu 100 Grad heißem Wasser. Die Wassertanks sind unkompliziert aufgebaut – Reinigungsmittel wird einfach in den Frischwasserbehälter gegeben. Besonders erwähnenswert ist die Bauhöhe von lediglich 7,98 Zentimetern, die den Qrevo Curv 2 Pro zu einem der flachsten Saugroboter auf dem Markt macht und ihm Zugang zu Bereichen verschafft, die für viele Konkurrenzmodelle unerreichbar bleiben.

Navigation und Hinderniserkennung
Im Alltagsbetrieb navigiert der Roborock Qrevo Curv 2 Pro sicher und orientiert sich zuverlässig in bekannten Räumen. Die Kartierung des Grundrisses erfolgt präzise, und der Roboter findet auch nach Unterbrechungen wieder zur Basisstation zurück. Problematischer zeigt sich jedoch die Hinderniserkennung: Hausschuhe werden verschoben, kleinere Spielzeugteile überfahren. Die sogenannte „reaktive" Hinderniserkennung ist in diesem Preissegment klar die Schwachstelle des Geräts, da die Konkurrenz hier teils deutlich besser abschneidet. Wer regelmäßig viele Gegenstände auf dem Boden hat, sollte also keine leicht zerbrechlichen Dinge auf dem Boden liegen lassen.
Ähnlich ambivalent zeigt sich das AdaptLift-System, das den Roboter beim Überfahren von Hindernissen um bis zu drei Zentimeter anheben soll. An Teppichkanten funktioniert das zuverlässig, bei höheren Türschwellen verweigert der Roboter jedoch das Weiterfahren. Wenn Stuhlbeine oder ähnliche Hindernisse nicht rechtzeitig erkannt werden, fährt der Roboter dagegen – das ist zwar kein gravierendes Problem, sollte aber bei empfindlichen Einrichtungsgegenständen berücksichtigt werden.
Ein klarer Vorteil der flachen Bauform zeigt sich dagegen im Bereich der Reinigung unter Möbeln: Der Qrevo Curv 2 Pro musste in unserem Testraum nicht einmal den Sensorturm einziehen, um unter einem niedrigen Schrank zu reinigen – ein Pluspunkt gegenüber höheren Robotern, die dort schlicht nicht hinkommen.

Saugleistung im Test
Für den Saugtest wurde jeweils eine Portion Haferflocken auf Hochflorteppich, Mittelflorteppich und Hartboden verteilt, um die Leistung auf verschiedenen Untergründen zu beurteilen. Auf dem Hochflorteppich zeigt der Roborock eine solide Leistung: Gelegentlich sind zwei Fahrten erforderlich, aber die Reinigung gelingt letztlich zuverlässig – für viele Konkurrenzmodelle ist Hochflor eine deutlich größere Herausforderung, an der sie zumeist scheitern.
Der Mittelflorteppich erweist sich als die größte Schwachstelle in der Saugleistung: Hier verbleiben nach der Reinigung verhältnismäßig viele Haferflocken. Wer überwiegend Mittelflorteppiche im Haushalt hat, sollte konsequent auf die intensive Reinigungsstufe setzen – das verbessert das Ergebnis spürbar und zuverlässig.
Auf Hartboden arbeitet der Qrevo Curv 2 Pro nahezu makellos. Auch die kombinierte Saug-Wisch-Funktion liefert auf diesem Untergrund überzeugende Ergebnisse. Konstruktiv bemerkenswert: Die leicht nach innen gebogenen Seitenbürsten holen Schmutz gezielt aus Ecken heraus, was sich in der Praxis als besonders effektiv erweist und einen messbaren Unterschied gegenüber geraden Bürstenformen macht.
Beim Haartest zeigt das Gerät ein solides, aber nicht fehlerfreies Bild: Ein kleines Büschel blieb am Gehäuse hängen und gelangte so wieder auf den Teppich. Positiv zu vermerken ist hingegen, dass sich lange Haare weder in der Saugwalze noch in der Seitenbürste verwickelten – ein häufiges Problem bei anderen Modellen, das hier nicht auftritt.
Angenehm fällt die Lautstärke auf: Mit ca. 59 bis 65 Dezibel gehört der Qrevo Curv 2 Pro zu den leiseren Geräten in seinem Segment. Auch die Sprachausgabe ist merklich reduzierter als bei vielen Konkurrenzprodukten – ein kleines, im Alltag aber durchaus spürbares Detail, das den Betrieb im Hintergrund weniger aufdringlich macht.

Wischleistung im Test
Das Alleinstellungsmerkmal des Qrevo Curv 2 Pro – das wahlweise Ablegen oder Anheben der Wischpads – zeigt seinen Wert besonders dann, wenn empfindliche Teppiche im Haushalt vorhanden sind. In der App lässt sich für jeden erkannten Teppich individuell festlegen, wie der Roboter damit umgehen soll. Das erhöht die Flexibilität in Haushalten mit gemischten Bodenbelägen erheblich.
Für den Wischtest wurde auf dem Hartboden eine volle Tasse Espresso sowie Ketchup verschüttet. Bei Wischstufe Intensiv und mit maximaler Wassermenge überzeugt das Ergebnis: Der Boden ist nach der Reinigung sauber, ohne übermäßig feucht zu sein, und es verbleiben keine störenden Schlieren. Positiv aufgefallen ist außerdem die Fähigkeit der Pads, seitlich um Möbelbeine auszuschwingen und so auch Kanten und schwer zugängliche Bereiche sauber zu erfassen. Man spürt hier die jahrelange Erfahrung von Roborock im Bereich der Wischrobotik: Die Kernfunktionen sind solide und verlässlich.
Die technischen Messwerte: Beim Wischvorgang werden 25 bis 30 Grad Wassertemperatur erreicht. Die Heißlufttrocknung der Pads erfolgt mit 55 Grad, die interne Hygienereinigung mit bis zu 100 Grad – ein Wert, den kein anderes aktuelles Roborock-Modell in dieser Form erreicht und der einen deutlichen hygienischen Vorteil darstellt.

Basisstation und Wartung
Die Basisstation des Qrevo Curv 2 Pro übernimmt das charakteristische runde Design des Vorgängers – ein Merkmal, das bereits beim Qrevo Curv 1 zu seiner Beliebtheit beitrug. Im Vergleich zu manchen Konkurrenzprodukten, deren Stationen optisch stark präsent sind, wirkt die Station des Curv 2 Pro dezent und gliedert sich in viele Räume gut ein. Der Wartungsaufwand hält sich angenehm in Grenzen. Das Schmutzwasser muss regelmäßig entleert werden – das ist der einzige nennenswerte Pflegeschritt im regulären Betrieb. Die Wischpads können für ein zusätzliches Hygieneergebnis in der Waschmaschine gereinigt werden, was ihre Lebensdauer verlängert.

App und Bedienkomfort
Die Roborock-App ist bestehenden Nutzern vertraut: übersichtlich strukturiert und intuitiv bedienbar. Reinigungsmodi lassen sich einstellen, einzelne Räume gezielt ansteuern, benutzerdefinierte Zonen festlegen und mehrere Grundrisse abspeichern. Erkannte Teppiche werden in der Karte markiert und können für jeden Bereich individuell konfiguriert werden – eine praktische Funktion, die im Zusammenspiel mit dem Pad-Hebe-System besonders sinnvoll eingesetzt werden kann.
Die integrierte Kamerafunktion mit Fernsteuerung arbeitet zuverlässig. Ein Live-Bild steht im Überwachungsmodus zur Verfügung; zudem kann über den Roboter gesprochen werden. Für Haushalte mit Haustieren lässt sich dies in der App hinterlegen, inklusive der Option, bestimmte Bereiche intensiver reinigen zu lassen. Die App liefert insgesamt alles, was für eine komfortable Steuerung notwendig ist – ohne unnötige Komplexität.
Fazit
Der Roborock Qrevo Curv 2 Pro tritt als Nachfolger eines erfolgreichen Modells in einem zunehmend kompetitiven Markt an. Hersteller wie Dreame, Mova und mittlerweile auch Dyson haben ihre neuesten Saugroboter-Generationen auf den Markt gebracht – der Wettbewerb ist eng, und die Messlatte liegt hoch.
Was den Qrevo Curv 2 Pro auszeichnet: ein durchdachtes, kompaktes Design, eine angenehm geringe Lautstärke, reduzierte Sprachausgabe und die exklusive Heißwasserreinigung der Pads mit bis zu 100 Grad, die kein anderes aktuelles Roborock-Modell in dieser Form bietet. Hinzu kommt die flexible Pad-Steuerung per App, die in Haushalten mit gemischten Bodenbelägen einen echten Mehrwert darstellt. Saug- und Wischergebnisse bewegen sich insgesamt im oberen Mittelfeld.
Zwei Schwachstellen sollten dabei nicht unerwähnt bleiben: Die Hinderniserkennung und das Überwinden höherer Türschwellen liegen hinter dem zurück, was die Konkurrenz in dieser Preisklasse vielfach leistet. In Haushalten, in denen regelmäßig Kleinteile auf dem Boden liegen, empfiehlt sich ergänzend ein Handstaubsauger für die schnelle Zwischenreinigung.
Ob der Qrevo Curv 2 Pro seinen Preis von rund 1.000 Euro rechtfertigt, hängt letztlich von den eigenen Prioritäten ab. Die Reinigungsleistung ist gut – was das Gerät heraushebt, ist das stimmige Gesamtpaket aus flachem Gehäuse, kompakter Basisstation und durchdachter Verarbeitung, kombiniert mit Funktionen wie der Pad-Steuerung und der Heißwasserreinigung, die Roborock bei keinem anderen aktuellen Modell in dieser Kombination anbietet.