MOVA P50 Pro Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Der MOVA P50 Pro Ultra ist ein solider Saugroboter mit beeindruckender Saugleistung und hilfreicher automatischer Staubentleerung, was ihn ideal für Haushalte mit überwiegend Hartböden macht. Das elegante Design fügt sich nahtlos in moderne Wohnräume ein und die lange Akkulaufzeit sorgt dafür, dass keine Ecke vergessen wird. Jedoch schwächelt er bei der Teppichreinigung und bei hartnäckigen Flecken, was ihn für Haushalte mit vielen Teppichen oder größeren Verschmutzungen weniger geeignet macht. Insgesamt bietet der Mova P50 Pro Ultra ein attraktives Gesamtpaket für all jene, die eine kostengünstigere Alternative zu Premiummodellen suchen.Vorteile
- Kraftvolle Saugleistung Bewältigt Schmutz und Staub mühelos
- Akkulaufzeit erfreut Länger Reinigung dank 5200 mAh
- Autom. Staubentleerung Erleichtert die regelmäßige Pflege
- Elegantes Design Passt gut in moderne Innenräume
Nachteile
- Wischleistung schwach Nur bedingt für hartnäckigen Schmutz
- Teppichschwierigkeiten Probleme bei der Tiefenreinigung
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Mova P50 Pro Ultra im Test: Preis-Leistungs-Tipp oder nur Dreame-Kopie?
Manchmal ist weniger eben mehr – zumindest auf den ersten Blick. Denn der Mova P50 Pro Ultra sieht dem Dreame L40s Pro Ultra nicht nur zum Verwechseln ähnlich, er ist auch technisch fast identisch. Kein Wunder, schließlich stammen beide Modelle aus dem gleichen Mutterkonzern. Doch während Dreame als Premium-Marke auftritt, positioniert sich Mova eine Stufe darunter – was man vor allem im Preis merkt. Der Mova kostet rund 100 Euro weniger. Ob das reicht, um zum besseren Deal zu werden, klären wir im Test.
Rein optisch unterscheiden sich die beiden Modelle kaum. Der Mova ist genauso kompakt gebaut, setzt ebenfalls auf einen festen LiDAR-Turm zur Navigation und bringt mit 19.000 Pascal eine kräftige Saugleistung mit. Auch der Akku ist mit 5200 mAh identisch dimensioniert und reicht für ausgedehnte Reinigungsfahrten. Bei den Eckdaten gibt’s also auf dem Papier wenig zu beanstanden. Dennoch offenbaren sich im Detail dann doch ein paar Unterschiede – sowohl positiv als auch negativ.
Einer der auffälligsten Unterschiede ist die Hauptbürste auf der Unterseite. Während Dreame auf ein Doppelwalzen-System setzt, verbaut Mova eine sogenannte TriCut-Bodenbürste. Die soll verhindern, dass sich lange Haare aufwickeln – ein altbekanntes Problem bei fast allen Saugrobotern. Im Test hat die neue Bürste einen ordentlichen Job gemacht. Besonders in Haushalten mit langen Haaren bringt das spürbare Vorteile, auch wenn sie nicht jedes Mal perfekt sauber blieb. Trotzdem ist das eine der wenigen echten Verbesserungen gegenüber dem Schwester-Modell.

Station, Wasser-Tanks und Stabubehälter
Auch bei der Station geht Mova einen eigenen Weg. Das Design ist etwas schlanker, moderner und fügt sich angenehmer in den Wohnraum ein. Gerade im Vergleich zur klobigen Dreame-Station wirkt sie zurückhaltender. Dafür musst du bei der Größe der Wasser- und Schmutzwassertanks kleinere Abstriche machen, was bedeutet: öfter nachfüllen und leeren. In der Praxis ist das aber kaum ein Drama, denn der Roboter erinnert dich über die App rechtzeitig daran, wenn etwas fehlt. Insgesamt ist die Station technisch auf der Höhe der Zeit: Sie entleert automatisch den Staubbehälter, dosiert das Reinigungsmittel fürs Wischen selbst und wäscht sowie trocknet die Wischpads nach jeder Fahrt. Das klappt im Alltag zuverlässig, auch wenn du bei stark verschmutzten Pads gelegentlich zur Handwäsche greifen solltest. Der Trocknungsvorgang dauert allerdings mehrere Stunden, was man bei der Planung im Hinterkopf behalten sollte.
Die Einrichtung gelingt wie erwartet schnell. Die App führt dich zügig durch alle Schritte, das WLAN ist fix verbunden und auch die Kartierung der Räume läuft reibungslos ab. Bei der Navigation gibt sich der Mova souverän – zumindest meistens. Größere Hindernisse wie Stühle oder herumliegende Schuhe erkennt er zuverlässig und markiert sie sogar auf der Karte. Hier kommt die verbaute Kamera zum Einsatz, mit der der Roboter nicht nur Hindernisse erkennt, sondern dir auch per Livebild einen Blick in die Wohnung erlaubt. Ob man diese Funktion im Alltag wirklich nutzt, ist Geschmackssache – sie funktioniert aber grundsätzlich gut.
Kleinere Gegenstände wie Spielzeug oder flache Kabel übersieht der Mova hingegen gelegentlich. Zwar fährt er meist vorsichtig und stößt selten gegen Möbel, aber unter einer Höhe von etwa zehn Zentimetern tut er sich schwer mit der Erkennung. In engen Bereichen bewegt er sich dennoch sicher und schafft sogar Türschwellen von über zwei Zentimetern – allerdings nicht immer im ersten Versuch.

Saug- und Wischfunktion auf Hartboden und Teppich
Auf Hartboden macht dem Mova so schnell nichts Angst. Parkett, Fliesen oder Laminat reinigt er zuverlässig, Krümel und Staub sind in kurzer Zeit verschwunden. Auch mit größeren Partikeln wie Haferflocken hatte er im Test keine Mühe. In Ecken hilft die ausklappbare Seitenbürste, die sich bei Bedarf automatisch anhebt – etwa wenn nur gewischt werden soll. Diese Funktion funktioniert tadellos.
Anders sieht es auf Teppichen aus. Zwar erkennt der Mova die meisten Teppiche automatisch und hebt beim Wischen die Pads an, doch bei der Tiefenreinigung zeigt er Schwächen. Auf einem Kurzflor-Teppich blieben nach einer Stunde noch sichtbare Reste unserer Testverschmutzung zurück. Mit einem zweiten Reinigungsdurchgang wurde es besser, perfekt aber war es nie. Auf Hochflor-Teppichen gibt der Mova dann meist ganz auf: Mal hält er den Teppich für ein Hindernis, mal bleibt er hängen und bricht die Reinigung ab. Hier zeigt sich, dass selbst teurere Roboter mit dieser Art von Untergrund noch immer nicht gut klarkommen.
Auch beim Wischen bleibt der Mova hinter den Erwartungen zurück, wenn es wirklich schmutzig wird. Leichte Staubschichten oder Wasserflecken beseitigt er souverän, aber bei klebrigen oder eingetrockneten Flecken wie Honig oder Ketchup kommt er an seine Grenzen. Statt die Verunreinigungen gründlich zu entfernen, verteilt er sie eher. Selbst bei maximaler Wasserabgabe bleibt der Boden nur leicht feucht, was schonend für empfindliche Böden ist, aber eben oft nicht ausreicht. Als Ergänzung für die tägliche Reinigung ist das okay, ersetzen kann die Funktion den Wischmopp aber nicht.

App- Handhabung und Fazit
Die App bietet insgesamt viele sinnvolle Funktionen: Zonenreinigung, Teppichbehandlung, Reinigungspläne – alles ist da. Trotzdem gibt es kleine Stolpersteine im Alltag. Die Punktreinigung zum Beispiel lässt sich nur aktivieren, wenn der Roboter bereits eine Reinigung gestartet hat. Auch die Übersetzungen sind an manchen Stellen noch etwas holprig. Kein Beinbruch, aber es wirkt an einigen Stellen einfach nicht ganz zu Ende gedacht – und das war auch beim Dreame schon ein Kritikpunkt.
Am Ende bleibt die Frage: Lohnt sich der Griff zum Mova? Wenn man ehrlich ist, unterscheidet er sich vom Dreame L40s Pro Ultra kaum. Für viele dürfte die Entscheidung tatsächlich über den Preis fallen – und da liegt der Mova aktuell vorn. Wer auf etwas Zubehör verzichten kann, kein Problem damit hat, öfter Wasser nachzufüllen, und mit den kleineren Schwächen bei der Wischfunktion leben kann, bekommt mit dem Mova P50 Pro Ultra ein starkes Gesamtpaket zu einem fairen Kurs. Die TriCut-Bürste ist ein Pluspunkt, die Station sieht schick aus, und auch bei der Navigation leistet sich der Roboter keine groben Schnitzer.
Trotzdem gilt wie immer: Perfekt ist keiner. Wer mehr Wert auf Teppichreinigung legt oder ein echtes Wisch-Wunder erwartet, sollte sich auch andere Modelle anschauen. Für alle anderen ist der Mova eine interessante, etwas günstigere Alternative zum Dreame – mit fast identischer Technik und ein paar cleveren Eigenheiten.
