Dyson V16 Piston Animal Submarine Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Der Dyson V16 Piston Animal Submarine ist im Saugbetrieb schlicht beeindruckend. Mit 315 AirWatt liefert er die stärkste Saugkraft aller Dyson-Akkusauger und meistert Teppich wie Hartboden mühelos. Haare, Sand und Katzenstreu werden zuverlässig aufgenommen. Der Wischaufsatz ist ein nützliches Bonus-Feature: Bei frischen Flecken überzeugt er, bei hartnäckigem Schmutz stößt er an Grenzen. Die Reinigung des Aufsatzes ist etwas umständlich. Für Nutzer, die einen absoluten Premium-Sauger mit praktischer Wischfunktion suchen, ist der V16 eine top Wahl, allerdings zum entsprechend hohen Preis.Vorteile
- Extreme Saugkraft 315 AW saugen Haare, Sand & Streu rückstandslos auf
- 3-in-1 Flexibilität Saugen, Wischen und Handsauger in einem Gerät
- Gutes Zubehör Viele Aufsätze und Wandhalterung inklusive
- LCD & Laser Display zeigt Akku an, Laser macht Staub sichtbar
Nachteile
- Laut im Boost-Modus Über 85 dB, nichts für ruhige Haushalte
- Wischaufsatz aufwendig Reinigung fummelig, Tank klein, tropft schnell
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Dyson V16 Piston Animal Submarine im Test: Ist das Dysons bester Akku-Sauger aller Zeiten?
Kaum ein Hersteller wird so stark mit kabellosen Staubsaugern assoziiert wie Dyson. Der britische Hersteller setzt seit Jahrzehnten auf futuristisches Design, innovative Technologien und starke Saugleistung — und hat damit eine ganze Produktkategorie geprägt. Mit dem V16 Piston Animal Submarine schickt Dyson nun sein neues Flaggschiff ins Rennen und verspricht nichts weniger als den besten Akku-Staubsauger, den sie je gebaut haben. Die Submarine-Variante erweitert das Konzept zudem um eine Wischfunktion, die den kabellosen Sauger zum Zwei-in-eins-Gerät machen soll. Wir haben den V16 ausgiebig getestet — auf verschiedenen Untergründen, mit unterschiedlichen Verschmutzungen und natürlich auch beim Wischen — und verraten, ob er diesen hohen Anspruch einlösen kann und ob der stolze Preis von 870 Euro gerechtfertigt ist.
Alles dabei, was man braucht — und noch ein bisschen mehr
Die Submarine-Variante des V16 kommt mit vier verschiedenen Saugaufsätzen. Damit ist der Sauger für nahezu jeden Untergrund und jede Ecke gerüstet. Das Highlight des Pakets ist jedoch der separate Wischaufsatz, der das Gerät zum Zwei-in-eins-System macht. Das Wischwasser wird direkt im Aufsatz untergebracht, dazu gibt es eine Aufbewahrungsschale, die man im Alltag auch dringend benötigt. Ergänzt wird das Set durch die bewährte Dyson-Wandhalterung, die gleichzeitig als Ladestation und Aufbewahrung dient. Allerdings findet einer der Zusatzaufsätze keinen Platz an der Halterung und muss separat verstaut werden. Im Lieferumfang lässt Dyson sich nicht lumpen — hier gibt es nichts zu bemängeln.
Hochwertig verarbeitet, mit kleinen Kompromissen beim Aufsatz
Obwohl das Gehäuse überwiegend aus Kunststoff besteht, hinterlässt der V16 einen robusten und gut verarbeiteten Eindruck. Das Gerät liegt gut in der Hand, und die Bedienung über das LCD-Display ist intuitiv. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Aufsätzen funktioniert schnell und selbsterklärend — solange sich an den Verbindungsstellen nicht übermäßig viel Staub absetzt. Auch der Wechsel zwischen Saug- und Wischaufsatz dauert keine fünf Sekunden.
Bei genauerem Hinsehen gibt es allerdings einen kleinen Kritikpunkt: Die Mini-Rollen am Standard-Saugaufsatz wirken für ein Gerät dieser Preisklasse etwas unterdimensioniert. Der Aufsatz scheint dadurch beim Fahren leicht über den Boden zu kratzen. Zudem kann der schmale Mittelstreifen unter der Saugdüse auf empfindlichen Böden zum Problem werden, wenn sich Steinchen oder Körner darunter verfangen. Insgesamt hinterlässt die Verarbeitungsqualität einen sehr guten Eindruck, mit minimalen Abstrichen beim Saugaufsatz.
315 AirWatt: So viel Power steckt im stärksten Dyson
Bei der Saugleistung zeigt der V16, warum er das aktuelle Flaggschiff von Dyson ist . Mit 315 AirWatt bietet er die höchste Saugkraft, die Dyson je in einem Akku-Staubsauger verbaut hat — zum Vergleich: Der ebenfalls starke V15 kommt auf 240 AirWatt. Auf Parkett wird Sand grundsätzlich gut aufgesaugt, allerdings setzen sich einzelne Sandpartikel am Staubsaugerrohr und am unteren Gehäuse des Aufsatzes fest, was den Aufsatzwechsel erschweren kann. Positiv: Beim sogenannten Rieseltest fällt kein Dreck aus dem Rohr zurück auf den Boden.
Auch bei Haferflocken erzielt der V16 ein gutes Ergebnis, wenngleich sich hier eine wiederkehrende Schwäche zeigt. Die abgerundete Form des Standard-Aufsatzes macht die Reinigung von Ecken und Kanten unnötig umständlich. Hier war Dysons bisheriges gerades Design klar im Vorteil. Zudem schiebt der Aufsatz beim Zurückziehen gelegentlich Schmutz vor sich her, anstatt ihn einzusaugen. Man muss den Sauger also immer wieder neu ansetzen oder leicht anheben, um wirklich alle Partikel aufzunehmen. Im Alltag ist das zwar kein riesiges Problem, fällt bei einer gründlichen Reinigung aber durchaus auf.
Katzenstreu wird ebenfalls zuverlässig aufgenommen, bei größeren Haufen sind jedoch mehrere Durchgänge nötig. Auf empfindlichen Böden ist zudem Vorsicht geboten: Die bereits erwähnten kleinen Rollen können in Kombination mit den harten Streukörnern Kratzer verursachen. Beim gemischten Schmutz zeigt sich ein ähnliches Bild: Die reine Saugleistung überzeugt auf ganzer Linie, die Ecken- und Kantenreinigung bleibt aber die kleine Achillesferse der konischen Bürstenwalze. Der Dyson-typische grüne Laser ist hingegen echt praktisch. Er sieht beeindruckend aus und hilft tatsächlich dabei, versteckten Staub aufzuspüren.
Beim Fugentest glänzt der V16 regelrecht. Sowohl mit der Fugenbürste als auch mit dem Hauptaufsatz bleiben in bis zu zwei Zentimeter tiefen Fugen kaum erkennbare Rückstände zurück. Hier macht sich die enorme Saugkraft deutlich bemerkbar. Auch mit Haaren kommt der Dyson bestens zurecht: Sowohl lange als auch kurze Haare werden vom Hochflorteppich rückstandslos entfernt. Die zwei rotierenden, konisch verlaufenden Bürstenwalzen erweisen sich hier als klarer Vorteil. Unterm Strich gehört die Saugleistung des V16 zum Besten, was der Markt aktuell hergibt.
Smooth, aber nicht perfekt: Was der Submarine-Wischaufsatz leistet
Der Wischaufsatz ist das zentrale Unterscheidungsmerkmal der Submarine-Variante. Und eines vorweg: Das Wischen fühlt sich enorm geschmeidig an — fast so, als würde der Sauger einen über den Boden führen. Frischen Ketchup wischt der V16 rückstandslos auf, sogar ohne Reinigungsmittel. Bei eingetrocknetem Ketchup sieht die Sache anders aus: Auch nach mehreren Durchgängen bleiben Rückstände, erst mit Reinigungsmittel erzielt man ein akzeptables Ergebnis. Feuchte Haferflocken werden problemlos aufgenommen, bei Zahnpasta braucht der Submarine hingegen mehrere Durchläufe und hinterlässt leichte Schlieren.
Im Vergleich zu einem spezialisierten Saugwischer wie dem Dreame H15 hinkt die Wischleistung naturgemäß etwas hinterher. Der V16 wischt nur mit kaltem Wasser, hat einen geringeren Anpressdruck und saugt nicht parallel zum Wischen. Wer etwas Geduld und ein gutes Reinigungsmittel mitbringt, kann aber auch mit dem Submarine ein ordentliches Wischergebnis erzielen.
Wartung mit Tücken: Der Wischaufsatz braucht Aufmerksamkeit
Nach dem Wischen offenbart sich eine der spürbarsten Schwächen des Submarine-Konzepts. Stellt man den Wischaufsatz nicht sofort in die mitgelieferte Auffangschale, tropfen Wischreste auf den Boden. Auch das Entleeren ist etwas fummelig: Beim Auseinandernehmen des kleinteiligen Aufsatzes können Dreck und Schmutzwasser leicht an Stellen landen, wo sie nicht hinsollen. Zwischen Wischwalze und Abfluss setzt sich schnell alles fest. Die Empfehlung lautet daher: Den Aufsatz direkt unter fließendem Wasser reinigen, um unschöne Rückstände und Gerüche zu vermeiden.
Der Wassertank fällt zudem nicht sonderlich groß aus. Wer eine komplette Wohnung wischen möchte, muss mit mehreren Entleer- und Auffüllvorgängen rechnen. Beim klassischen Staubbehälter zeigt sich Dyson hingegen von seiner besten Seite: Er wird einfach über dem Mülleimer geöffnet und entleert — unkompliziert und sauber wie gewohnt.
70 Minuten Akku, aber nur im Eco-Modus
Dyson gibt eine Akkulaufzeit von rund 70 Minuten an — das bezieht sich allerdings auf den Eco-Modus, den schwächsten der drei Modi. Im praxisrelevanteren Auto-Modus ist der Akku deutlich schneller leer. Auf dem LCD-Display lässt sich die verbleibende Laufzeit jederzeit ablesen. Beim Thema Lautstärke muss man beim V16 Kompromisse eingehen: Im Auto-Modus erreicht das Gerät etwa 75 Dezibel, im Boost-Modus werden sogar über 85 Dezibel überschritten. Leise ist anders.
Die zugehörige Smartphone-App bietet für das Saugen selbst kaum Einstellungsmöglichkeiten — wer hier individuell anpassbare Saugmodi oder eine Fernsteuerung erwartet, wird enttäuscht. Stattdessen fungiert sie eher als umfangreiche digitale Bedienungsanleitung mit zahlreichen Video-Tutorials, Pflege-Tipps und Hilfestellungen rund um den Submarine. Für Erstbesitzer kann das durchaus hilfreich sein, eine klassische Steuerungs-App ist es allerdings nicht. Praktisch: Der V16 lässt sich bei Bedarf auch zum Handsauger umfunktionieren, etwa in Kombination mit der Fugendüse. Zudem verfügt das Staubsaugerrohr über eine direkt integrierte Fugendüse — etwas vereinfacht im Vergleich zum separaten Aufsatz, aber ideal für die schnelle Zwischenreinigung von Fugen und Schwellenbereichen. Im Alltagsbetrieb überzeugt der V16 weitgehend, auch wenn Lautstärke und App-Umfang Luft nach oben lassen.
Unser Fazit: Saugkönig mit Wisch-Potenzial
Der Dyson V16 Piston Animal Submarine ist im reinen Saugmodus ein herausragendes Gerät. Die 315 AirWatt Saugkraft gehören zum Besten, was aktuell auf dem Markt erhältlich ist, und übertreffen den Vorgänger V15 deutlich. Egal ob Teppich oder Hartboden — der V16 liefert auf ganzer Linie ab und kommt mit nahezu jedem Untergrund souverän zurecht. Lediglich bei Ecken und Kanten zeigt sich bauartbedingt durch die konische Walzenform eine kleine Schwachstelle, die im Alltag aber kaum ins Gewicht fällt. Haare werden sehr gut und rückstandslos aufgenommen, auch auf Hochflorteppichen.
Der Submarine-Wischaufsatz ist ein starkes Zusatzfeature, das allerdings noch nicht ganz ausgereift wirkt. Das Wischgefühl selbst ist angenehm und smooth, die Ergebnisse bei frischen Verschmutzungen überzeugend. Bei hartnäckigeren Flecken stößt der Aufsatz jedoch an seine Grenzen — hier fehlen ihm der Anpressdruck und das warme Wasser eines spezialisierten Saugwischers. Wer ein solches Gerät gewöhnt ist, könnte enttäuscht werden. Mit etwas Geduld und einem guten Reinigungsmittel lassen sich aber dennoch solide Ergebnisse erzielen. Die Wartung des Wischaufsatzes hätte Dyson allerdings komfortabler gestalten können — das kleinteilige Entleeren und Reinigen unter fließendem Wasser ist im Vergleich zu modernen Basisstationen anderer Hersteller umständlich.
Wer auf die Wischfunktion verzichten kann, greift zur normalen Variante ohne Submarine und spart je nach Angebotslage zwischen 50 und 100 Euro. Für preisbewusstere Käufer, denen die Wischfunktion wichtig ist, könnte der deutlich günstigere Dyson V12 Submarine eine interessante Alternative sein, der ebenfalls Saugen und Wischen kombiniert. Insgesamt gehört der V16 Piston Animal Submarine klar zu den besten Akku-Staubsaugern, die wir bisher getestet haben.