Kantenschnitt-Champion

Ecovacs Goat O1200 Test

Rasenmähroboter · 1200 m² · 22 cm · 3 cm · 8 cm · 45%
4 Angebote vergleichen

Unser Testergebnis

Mähroboter
Gut (2,0)
Ecovacs Goat O1200
05/2026
Einzelergebnisse
Ersteindruck:
2,5
Navigation:
2,0
Schnittbild:
1,8
App:
1,8

Unser Test-Fazit

Der Ecovacs GOAT O1200 LiDAR Pro ist ein Mähroboter mit einem echten Alleinstellungsmerkmal: dem integrierten Kantentrimmer. Wer bisher nach jedem Mähdurchgang zum Handtrimmer greifen musste, wird hier belohnt. Die LiDAR-Navigation funktioniert zuverlässig, auch unter Bäumen und in engen Durchgängen. Der Mähbetrieb ist angenehm leise, die App durchdacht. Grenzen zeigt der GOAT bei der Hinderniserkennung flacher Objekte und beim fehlenden Allradantrieb. Empfehlenswert für mittelgroße, ebene bis leicht hügelige Gärten bis 1.200 m². Wer stark verwinkeltes Gelände hat, sollte ein Allradmodell in Betracht ziehen.

Vorteile

  • Kantentrimmer Bester integrierter Trimmer 2026, kaum Nacharbeit nötig
  • LiDAR-Navigation Präzise auch unter Bäumen und in engen Durchgängen
  • Leiser Mähbetrieb Ca. 56 dBA, auch sonntags nachbarschaftsfreundlich
  • Schnelle Einrichtung Kein Begrenzungskabel, klare App mit Wochenkalender

Nachteile

  • Lauter Trimmer 81 dBA im Trimmerbetrieb, Zeitplan beachten
  • Kein Allrad Bei verwinkeltem Gelände klar im Nachteil

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Ecovacs GOAT O1200 LiDAR Pro im Test: Endlich ein Mähroboter mit echtem Rasentrimmer

Der Ecovacs GOAT O1200 LiDAR Pro ist auf den ersten Blick einer der spannendsten Mähroboter dieses Jahres — nicht wegen seiner Mähleistung, sondern wegen einer einzigen Funktion, die der Hersteller mutig gelöst hat: dem Kantenschnitt. Für 999 Euro verspricht Ecovacs einen Rasenroboter, der das übernimmt, was man bei fast jedem anderen Modell am Ende doch von Hand nachschneiden muss. Wir haben den GOAT durch unseren Testgarten geschickt und uns angeschaut, ob er hält, was er verspricht — und für welche Gärten er die richtige Wahl ist.

Ein kompakter Mähroboter mit klarer Mission

Der GOAT O1200 ist im Vergleich zu aktuellen Premium-Modellen von Mammotion oder Dreame ein kleines Gerät: Mit knapp 13 Kilo gehört er zu den Leichtgewichten in seiner Klasse. Auf der Oberseite sitzen ein Dual-LiDAR-System und eine Frontkamera, die für die Orientierung im Garten zuständig sind, dazu eine große Stopptaste, ein Regensensor und ein Display.

Schaut man sich das Modell von unten an, fällt sofort etwas auf: Der GOAT setzt auf Heckantrieb, nicht auf Allrad. Vorne sitzen zwei frei bewegliche 360-Grad-Rollen, die ein wenig an Einkaufswagen-Räder erinnern, hinten dicke Antriebsreifen mit Stollenprofil. In ebenen oder leicht hügeligen Gärten kein Problem — bei sehr verwinkeltem Gelände macht sich der fehlende Allradantrieb aber bemerkbar.

Eine kleine Schwäche bei der Bedienung fällt schon hier auf: Der GOAT gibt nur Signaltöne aus, eine richtige Sprachausgabe wie bei manchen größeren Modellen ist nicht verbaut. Wenn er piept, muss man also in die App schauen, um zu wissen, was los ist. Nichts Dramatisches, aber bei einem Preis von 999 Euro hätte man sich das eigentlich gewünscht.

Der Lieferumfang ist hingegen tadellos: Mähroboter, Ladestation, Stromkabel, eine Abdeckhaube für den Trimmer, Achteckschlüssel, ein Schutz für das LiDAR, Schrauben, Ersatzklingen, drei Ersatzschnüre für den Trimmer, fünf Schrauben zur Verankerung der Station und die Bedienungsanleitung. Eine Mini-Garage als Wetterschutz kostet separat 129 Euro. Der GOAT ist zwar nach IPX6 zertifiziert und steckt starke Wasserspritzer problemlos weg — wer das Gerät jahrelang draußen lässt, sollte über die Garage trotzdem nachdenken.

Einrichtung in der App: durchdacht und übersichtlich

Die Ladestation wird an einer geeigneten Stelle im Garten aufgestellt, das beiliegende Stromkabel ist rund zehn Meter lang. Praktisch: Die Station kann auch unter einem Carport stehen, und der Weg zum Rasen lässt sich in der App als Pfad einzeichnen. So lässt sich der Roboter zum Beispiel zu einem Hintergarten dirigieren, ohne dass die Station mitten auf dem Rasen stehen muss.

Für die Kartierung empfehlen wir den manuellen Modus, auch wenn der GOAT eine automatische Variante anbietet. Die manuelle Einrichtung dauert oft genauso lang oder kürzer, weil bei der automatischen Methode meist nachgearbeitet werden muss. Praktisch funktioniert die Kartierung wie bei den meisten modernen Mährobotern: Per App wird der GOAT mit einem virtuellen Controller einmal an den Rasenkanten entlanggesteuert — möglichst dicht an der Kante, damit später kein Streifen stehen bleibt.

Die App selbst gehört zu den positiven Überraschungen: Sie ist klar strukturiert und bietet alle wichtigen Einstellungen — Zeitpläne über einen Wochenkalender, Verhalten bei Regen, Empfindlichkeit der Hinderniserkennung. Auch mehrere Karten lassen sich anlegen und über Pfade miteinander verbinden — praktisch für Gärten vor und hinter dem Haus. Die Mindestbreite eines solchen Verbindungspfads liegt bei 80 Zentimetern — gut zu wissen bei schmalen Durchgängen.

Die Schnitthöhe lässt sich zwischen 3 und 8 Zentimetern in 0,5-Zentimeter-Schritten verstellen, und das vollständig über die App. Bei der Fahrgeschwindigkeit stehen zwei Stufen zur Verfügung — 0,35 oder 0,5 Meter pro Sekunde. Auch verschiedene Schnittmuster lassen sich festlegen, um Reifenabdrücke auf dem Rasen zu vermeiden.

Hangtauglichkeit: solide, aber kein Allrad-Ersatz

Im Gelände zeigt sich, dass der GOAT mit seinem Heckantrieb ein anderer Charakter ist als Vierrad-getriebene Konkurrenten. Die vorderen Einkaufswagen-Räder rollen zwar gut, haben aber spürbar weniger Bodenhaftung. Laut Hersteller schafft der GOAT eine maximale Steigung von 24 Grad — also rund 45 Prozent. Zum Vergleich: Die steilste Straße der Welt, die Baldwin Street in Neuseeland, hat etwa 35 Prozent Steigung. Auf dem Papier also genug Reserven.

Wichtiger als die reine Steigung ist im Alltag aber, wie zuverlässig sich ein Roboter selbst aus heiklen Situationen befreit — etwa wenn er an Wurzeln hängen bleibt. Hier ordnet sich der GOAT klar im Mittelfeld ein: Er kommt in einem mittelgroßen Garten mit leichter Hanglage souverän zurecht. In einem wild bewachsenen Grundstück mit Beeten, Bäumen und engen Stellen ist ein Allradmodell aber spürbar im Vorteil.

Akku, Schnittbild und Lautstärke

Im GOAT arbeitet ein 5.200-mAh-Lithium-Ionen-Akku mit 18 Volt — rund 107 Wattstunden. Laut Hersteller läuft der Mäher damit bis zu 90 Minuten am Stück, das vollständige Aufladen dauert etwa 70 Minuten. Der Akku ist auf mehr als 1.000 Ladezyklen ausgelegt und behält danach laut Ecovacs noch über 70 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.

Beim Schnittbild zeigt sich die größte technische Limitierung: Der GOAT mäht mit drei Klingen auf einem 22 Zentimeter breiten Teller. Damit liegt die effektive Mähkapazität tatsächlich bei den ausgewiesenen 1.200 Quadratmetern — bei größeren Flächen muss er zwischendurch nachladen und wird nie wirklich fertig. Für die ausgewiesene Zielgruppe ist das Ergebnis aber sauber: Der reine Rasenschnitt landet ebenfalls solide im Mittelfeld — er tut, was er soll, mehr aber auch nicht. Wer eine größere Fläche hat, sollte sich den GOAT A1600 LiDAR Pro für 1.499 Euro UVP oder den Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1500 ansehen.

Bei der Lautstärke macht der GOAT eine gute Figur. Im normalen Mähbetrieb messen wir rund 56 Dezibel — das entspricht in etwa einem Geschirrspüler im Eco-Modus oder einem ruhigen Gespräch. Der Mäher kann also problemlos am Sonntagmorgen laufen, ohne die Nachbarn zu stören. Eine Ausnahme: Der Kantentrimmer ist mit 81 Dezibel deutlich lauter — das sollte man beim Zeitplan bedenken.

Hinderniserkennung: solide, mit einer kleinen Stolperfalle

Seit Mähroboter populär geworden sind, ist die Hinderniserkennung zu einem zentralen Qualitätskriterium geworden — insbesondere wegen der Igelproblematik. Igel rollen sich bei Gefahr zusammen, statt zu fliehen — eine geniale Verteidigungsstrategie, die ausgerechnet gegen Mähroboter nicht funktioniert.

Der GOAT setzt für die Erkennung auf seine Frontkamera in Kombination mit KI. Laut Ecovacs erkennt das System über 200 verschiedene Objekte. Wichtig ist allerdings ein Hinweis, der im Alltag schnell übersehen wird: Die Hinderniserkennung muss in der App manuell aktiviert werden. Standardmäßig ist sie nicht angeschaltet — wer das versäumt, fährt im wahrsten Sinne ohne Sicherheitsnetz.

Nach korrekter Aktivierung haben wir die Erkennung mit einem Tennisball und mehreren Igelattrappen getestet. Über den Tennisball ist der GOAT gerollt, allen Igelattrappen ist er zuverlässig ausgewichen. Wenn er ausweicht, dann in einem relativ engen Radius. Damit ordnen wir die Hinderniserkennung wie das Schnittbild im Mittelfeld ein — bei Mammotion ist sie nochmals besser, aber bei günstigeren Mährobotern fällt das Ergebnis deutlich schlechter aus. Wer das Risiko einer Igel-Begegnung von vornherein minimieren möchte, sollte den Mäher generell nicht nachts oder in der Dämmerung fahren lassen.

Die eigentliche Innovation: Kantenschnitt mit echtem Trimmer

Und damit zum eigentlichen Highlight des GOAT — und dem Grund, warum dieser Mäher in seiner Preisklasse so spannend ist: Ecovacs hat seitlich am Gerät einen vollwertigen Kantentrimmer verbaut, der einem klassischen Rasentrimmer nachempfunden ist. Er arbeitet mit einem Plastikseil, das weiche Halme sauber abtrennt und sich an harten Kanten wie Steinen selbst abnutzt — genau wie ein handgeführter Trimmer.

Im Alltag funktioniert das Zusammenspiel so: Der GOAT mäht zuerst die gesamte Fläche und schwärmt anschließend nochmals aus, um Ecken und Kanten gezielt zu trimmen. Das Ergebnis: Rund um Beete, Mauern und Häuserkanten bleibt am Ende kein Grasbüschel mehr stehen. Genau das, was man sonst nach jedem Mähdurchgang per Hand nachschneiden müsste.

In unseren Tests hat der Kantenschnitt sehr gut funktioniert — das ist die beste Lösung für das Thema, die wir 2026 bislang gesehen haben. Wir gehen davon aus, dass diese oder eine ähnliche Lösung in der kommenden Saison auch bei der Konkurrenz auftauchen wird. Wer aber jetzt schon einen Mäher will, der diese Schwachstelle wirklich löst, ist beim GOAT richtig.

Unser Fazit: Spezialist für mittelgroße Gärten

Der Ecovacs GOAT O1200 LiDAR Pro ist nicht der robusteste, schnellste oder mit den ausgefeiltesten Sensoren ausgestattete Mähroboter am Markt — bei Hinderniserkennung und reinem Schnittbild landet er solide im Mittelfeld. Sein Alleinstellungsmerkmal ist der Kantenschnitt: der beste, den wir 2026 gesehen haben. Wer den ständigen Nachschnitt mit dem Rasentrimmer satt hat, bekommt mit dem GOAT genau das, was man sich von einem modernen Mähroboter eigentlich wünscht: einmal einrichten, und der Rasen ist wirklich fertig.

Konkret empfehlen wir den GOAT O1200 für Besitzer von mittelgroßen, gut zugänglichen Gärten bis 1.200 Quadratmeter mit moderater Hanglage. Ist das Gelände uneben, stark verwinkelt, mit vielen Bäumen oder Beeten gespickt, ist der Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 mit seinem Allradantrieb für rund 1.399 Euro die etwas teurere, aber robustere Alternative. Für größere Flächen über 1.200 Quadratmeter sollte ohnehin zum GOAT A1600 oder zu einem Mammotion-Modell mit größerem Akku gegriffen werden.

Im Test überzeugt der GOAT vor allem mit seiner durchdachten App, dem leisen Mähbetrieb und natürlich der Kanten-Innovation. Für den Preis von 999 Euro ist er damit eine der spannendsten Empfehlungen seiner Klasse — vorausgesetzt, der Garten passt zum Profil des Geräts.

Vergleichstabelle

Weitere Testberichte

07.05.2026
Note: 2,0
Gut
Test-Fazit
LiDAR-Navigation und integrierter Fadentrimmer sind die Kernversprechen des Goat O1200 LiDAR Pro. Im Test navigiert er präzise, auch unter Bäumen, und passiert selbst eine 70-cm-Engstelle. Der Trimmer reduziert Nacharbeit, arbeitet aber noch unzuverlässig. Hindernisse über 3 cm und steile Flächen bleiben Grenzen.
Vorteile
LiDAR-Navigation funktioniert zuverlässig auch unter Bäumen und in Engstellen
Integrierter Fadentrimmer reduziert Nacharbeit an befestigten Rasenkanten
Hinderniserkennung erkennt Schläuche, Spielzeug und Igel-Attrappen sicher
Nachteile
Überwindet nur Hindernisse bis 3 cm, höhere Randsteine unerreichbar
Reale Mähleistung von 77 m²/h weit unter Herstellerangabe von 180 m²/h
Trimmer navigiert stellenweise unzuverlässig und verliert den Rasenrand
27.03.2026
Note: 1,0
Sehr gut
Test-Fazit
Der O1200 LiDAR PRO navigiert ohne Begrenzungsdraht präzise durch den Garten, mäht parallele Bahnen sauber ab und erkennt Hindernisse zuverlässig. Der integrierte Fadentrimmer erledigt einen Großteil der Kantenarbeit automatisch – lässt aber an Sträuchern und Ecken vereinzelte Büschel stehen. Kleine Nacharbeit bleibt nötig.
Vorteile
Leiser Mähbetrieb mit nur 61 dBA
Präzise LiDAR-Navigation ohne Begrenzungsdraht
Integrierter Kantentrimmer reduziert Handarbeit deutlich
Nachteile
Kantentrimmer lässt Büschel an Sträuchern und Ecken stehen
Trimmbetrieb mit 81 dBA merklich laut
08.05.2026
Note: 2,0
Gut
Test-Fazit
Der Trimmer ist das Highlight: Er arbeitet präzise entlang von Gartenbegrenzungen und liefert optisch überzeugende Ergebnisse. Einrichtung ohne Kabel oder RTK-Station gelingt schnell. Schwachstelle bleibt die Hinderniserkennung – flache Objekte werden teils zu spät oder gar nicht erkannt.
Vorteile
Trimmeraufsatz für Kantenschnitt funktioniert zuverlässig und präzise
Keine Begrenzungskabel oder RTK-Station nötig
Automatische Kartierung mit anschließender manueller Feinabstimmung
Nachteile
Hinderniserkennung versagt bei flachen und kleinen Objekten
Trimmer erzeugt sehr hohen Lärmpegel

Produktdetails

Merkmale
Typ
Rasenmähroboter
Maximale Rasenfläche
1200 m²
Schneideweite
22 cm
Minimum Schnitthöhe
3 cm
Maximum Schnitthöhe
8 cm
Geeignet für einen Hang bis zu
45%
Geeignet für Steigung bis zu
24°
Geräuschpegel
81 dB
Multi-Zone Fähigkeit
Ja
Anzahl der Zonen
16
Smartphone Fernsteuerung
Ja
Internationale Schutzart (IP-Code)
IPX6
Produktfarbe
Weiß, Schwarz
Energie
Energiequelle
Akku
Akku-/Batteriespannung
18 V
Akku/Batterie
Akku-/Batteriekapazität
5200 mAh
Akku-/Batterietechnologie
Lithium-Ion (Li-Ion)
Navigation
Navigationstyp
LIDAR
Gewicht und Abmessungen
Breite
522 mm
Tiefe
600 mm
Höhe
304 mm
Gewicht
13 kg
Paketgewicht
22,1 kg
Laden...