Power für Gärten

Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 Test

(10)
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Unser Testergebnis

Mähroboter
Gut (1,7)
Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000
05/2026
Einzelergebnisse
Ersteindruck:
1,5
Navigation:
1,8
Schnittbild:
1,8
App:
1,5

Unser Test-Fazit

Der Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 ist ein beeindruckender Allrad-Mähroboter für anspruchsvolle Gärten bis 1.000 m². Dank RTK-Navigation kommt er ganz ohne Begrenzungskabel aus, die Einrichtung per App gelingt auch Einsteigern in rund 30 Minuten. Der Allradantrieb meistert selbst steile Hänge souverän, und der neue Kantentrimmer reduziert lästige Nacharbeit spürbar. Abstriche gibt es bei der schmalen Schnittbreite von 20 cm und beim Umgang mit flachen Hindernissen wie Gartenschläuchen. Wer einen verwinkelt-hügeligen Garten besitzt und nicht mehr als 1.000 m² mäht, bekommt hier sehr viel Leistung für ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis in der gehobenen Mittelklasse.

Vorteile

  • Allradantrieb Meistert Steilhänge bis 80 % mühelos
  • Kein Begrenzungskabel RTK-Navigation per App, kein Draht nötig
  • Kantenschnitt inklusive Trimm-Teller reduziert den Randstreifen stark
  • Ausgereifte App Zonen, Muster, Fernzugriff per 4G

Nachteile

  • Schmale Schnittbreite 20 cm verlängern die Mähzeit deutlich
  • Hindernisse problematisch Flache Objekte werden teils überrollt

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 im Test: Was kann der Allrad-Mähroboter für 1.400 Euro?

Der Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 gehört aktuell zu den spannendsten Mährobotern auf dem Markt. Er vereint fast alle Features, die ein moderner Premium-Mäher mitbringen sollte, in einem überraschend kompakten Gehäuse: Allradantrieb, eine robuste Bauweise und eine Navigation, die komplett ohne Begrenzungskabel und ohne separate RTK-Antenne auskommt. Spezialisiert ist er auf verwinkelte Gärten und damit auf eine Zielgruppe, die mit klassischen Mährobotern bislang oft nicht glücklich wurde. Wir haben den LUBA Mini 2 AWD 1000 ausführlich getestet und uns angesehen, wo er glänzt und an welchen Stellen Mammotion noch nachbessern sollte.

Erster Eindruck: Sportwagen-Optik mit echter Geländetauglichkeit

Der Lieferumfang ist üppig: Neben dem Roboter und der Ladestation enthält das Paket eine Bedienungsanleitung, einen Reinigungspinsel, Schrauben zur Verankerung der Station, ein Set Ersatzklingen, das Kamera-Modul, ein kleines Schutzvisier für die Station, vier Heringe und etwas Werkzeug. Damit ist im Prinzip alles für den Start dabei. Eine vollwertige Garage ist allerdings nicht enthalten — Mammotion bietet zwei passende Carport-Modelle separat an. Für die kleinere Variante kommen rund 119 Euro zum Kaufpreis hinzu.

Optisch erinnert der LUBA Mini 2 an einen Sportwagen: spitze Nase, markanter Front-Bumper im Stil eines Spoilers und drei Linsen der Triple-Kamera im Frontbereich. Direkt darunter sitzt ein LED-Scheinwerfer, der zum Einsatz kommt, wenn der Mäher in der Dämmerung unterwegs ist. Die gefederten Stoßdämpfer am Chassis sind ein echtes Highlight: Sie sorgen dafür, dass der Mäher Maulwurfshügel und kleine Wurzeln souverän überrollt, ohne den Rasen umzugraben.

Ein echter Hingucker in deinem Garten!

Foto: Ein echter Hingucker in deinem Garten!

Eine Frage, die in dem Zusammenhang oft gestellt wird: Wo eigentlich landet das gemähte Gras? Nahezu alle Rasenmäh-Roboter — auch der LUBA Mini 2 — mulchen. Dabei wird der Rasen sehr häufig und in kleinen Mengen gemäht, das geschnittene Gras bleibt liegen und dient dem Rasen als natürlicher Dünger.

Die Räder sind mit einem groben Stollenprofil ausgestattet. Zusammen mit dem Allradantrieb kann der Mäher Steigungen bis zu 80 Prozent bewältigen — das entspricht in etwa einer schwarzen Skipiste. Und tatsächlich: In unserem Test klettert der LUBA Mini 2 souverän auch über deutlich anspruchsvollere Hänge, an denen klassische Mähroboter längst ins Rutschen kämen.

Die Einrichtung ist im Vergleich zu anderen Premium-Mährobotern unkompliziert. Vor dem ersten Einsatz muss die Kamera oben am Gerät angeschraubt und mit drei Kabeln verbunden werden. Das ist in rund zehn Minuten erledigt und stellt keine echte Hürde dar. Danach sucht man einen geeigneten Platz für die Station — möglichst nicht direkt unter einem Baum, da das die WLAN-Verbindung stören kann und der Mäher dort schneller verschmutzen würde. Die Kartierung erfolgt anschließend über die Mammotion-App. Der Mäher wird per virtuellem Joystick einmal an den Gartengrenzen entlang gesteuert. Die App-Führung ist dabei intuitiv aufgebaut und der gesamte Prozess dauert in einem mittelgroßen Garten etwa eine halbe Stunde.

Mit der App wird die Ersteinrichtung zu einem Kinderspiel.

Foto: Mit der App wird die Ersteinrichtung zu einem Kinderspiel.

Starkes Schnittbild und ein neuer Kanten-Trimmer

Das Schnittbild ist das Herzstück jedes Mähroboter-Tests — und hier liefert der LUBA Mini 2 ein wirklich starkes Ergebnis. Der Mäher zieht gleichmäßig und ruhig seine Bahnen. Die Schnittbreite beträgt allerdings nur schmale 20 Zentimeter. Zum Vergleich: Der größere Luba 3 kommt auf 40 Zentimeter Schnittbreite. In einem Garten bis 1.000 Quadratmeter ist diese geringere Breite kein wirkliches Problem, sie verlängert lediglich die Mähzeit etwas.

Die Schnitthöhe lässt sich von 20 bis 65 Millimetern einstellen, über die App stehen außerdem verschiedene Rasenmuster zur Auswahl. Besonders überzeugt die agile, gleichzeitig aber rasenschonende Fahrweise: Trotz seiner Beweglichkeit geht der LUBA sensibel mit dem Untergrund um und beschädigt ihn nicht.

Er liefert dir immer ein gutes Schnittbild!

Foto: Er liefert dir immer ein gutes Schnittbild!

Ein echtes Novum bei Mammotion ist das separate Messer für den Kantenschnitt. Neben dem 20-Zentimeter-Hauptmähwerk verfügt der LUBA Mini 2 nämlich über einen 12 Zentimeter breiten Trimm-Teller, der den manuellen Nachschnitt überflüssig machen soll. Frühere Mammotion-Modelle hatten genau hier ihre Schwäche: Sie ließen oft einen rund zehn Zentimeter breiten Rand entlang höherer Mauern oder Randsteine stehen. Mit dem neuen Trimm-Teller bleibt im Idealfall nur noch eine minimale Kante von etwa zwei Zentimetern übrig — eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängermodellen. Wichtig ist allerdings, dass die Karte beim Setup sauber angelegt wird und die Grenzen tatsächlich dicht an den Kanten verlaufen. Das Kanten-Mähwerk arbeitet konstant auf einer Schnitthöhe von 50 Millimetern und lässt sich nicht verstellen — kein gravierender Mangel, aber durchaus erwähnenswert.

Erfreulich robust zeigt sich der LUBA Mini 2 auch bei Regen. Das Testgerät wurde während des Tests von einem Regenschauer überrascht und hat dabei kaum Schwächen gezeigt. Der Mäher ist nach IPX6 zertifiziert und steckt starkes Spritzwasser aus allen Richtungen problemlos weg. Das Schnittbild war im Regen fast identisch mit dem bei Sonnenschein. Empfehlenswert ist das Mähen bei Regen trotzdem nicht — die Mischung aus Erde, Gras und Wasser, die sich unter dem Gerät sammelt, belastet die Mechanik auf Dauer. Über die App lässt sich daher eine Regen-Sperre aktivieren: Der Mäher fährt dann gar nicht erst los oder unterbricht eine laufende Aufgabe automatisch.

Navigation ohne Lidar — und trotzdem souverän

Der LUBA Mini 2 AWD 1000 navigiert über ein Kamera-KI-System in Kombination mit NetRTK. Ein Lidar-Modul fehlt bei diesem Modell — das gibt es nur beim größeren LUBA Mini 2 1500 oder beim Luba 3.

Mit seiner Kamera orientiert sich der Mähroboter super in deinem Garten!

Foto: Mit seiner Kamera orientiert sich der Mähroboter super in deinem Garten!

In der Praxis fällt das Fehlen des Lidars allerdings kaum ins Gewicht. Der Mäher bewegt sich souverän durch den Garten und erkennt Hindernisse ab einer Größe von etwa 2,5 Zentimetern — also ungefähr in der Größenordnung einer Streichholzschachtel. Während des gesamten Tests blieb er nur ein einziges Mal kurz an einem Baumstumpf hängen, befreite sich aber selbständig wieder. Wer einen sehr dicht bewachsenen oder mit vielen feinen Hindernissen gespickten Garten besitzt, könnte mit dem LUBA Mini 2 1500 und seinem 360-Grad-Lidar trotzdem besser bedient sein.

Auch das Thema Tierschutz haben wir uns angesehen. Igel sind im Garten besonders gefährdet, weil sie sich bei Gefahr instinktiv zusammenrollen und einfach liegen bleiben. Inzwischen haben die Premium-Hersteller darauf reagiert und die Igelerkennung deutlich verbessert. Wir haben den LUBA Mini 2 bewusst mit einer Igelattrappe konfrontiert und sie ihm immer wieder direkt in den Weg gelegt. Das Ergebnis: Der Mäher stoppte jedes Mal zuverlässig — kein einziger Igel wurde im Test überfahren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Mäher trotzdem nicht nachts oder in der Morgendämmerung laufen lassen, da Igel zu diesen Zeiten am aktivsten sind.

Premium-App, Fernzugriff und Spülmaschinen-Lautstärke

Die Mammotion-App ist im Alltag das Gehirn des Mähers — und sie ist beeindruckend ausgereift. Nahezu jeder Aspekt des Schnitts lässt sich individuell festlegen: Muster, Schnitthöhe, Sensibilität der Hinderniserkennung. Über einen Kalender mit Uhrzeit lassen sich detaillierte Mähpläne hinterlegen, etwa damit der Mäher genau dann arbeitet, wenn das Haus leer ist.

Besonders praktisch: Der Mäher lässt sich per 4G aus der Ferne steuern und über den Kamera-Stream live beobachten. Das dafür notwendige Datenpaket ist für die ersten drei Jahre kostenlos. Auch danach kann der Mäher uneingeschränkt mähen, denn die wichtige NetRTK-Positionierung bleibt laut Mammotion lebenslang gratis. Wegfallen würden nach Ablauf der drei Jahre lediglich Fernzugriff, Live-Streaming und Tracking. Wer diese Komfortfunktionen weiter nutzen möchte, zahlt aktuell 50 Euro pro Jahr.

Ein weiteres spannendes Feature ist DropMow: Der Mäher wird einfach an einer beliebigen Stelle im Garten abgesetzt, ein Druck auf Start genügt und er beginnt vor Ort mit der Arbeit — praktisch für kleine Ecken, die man nicht extra kartieren möchte.

Egal wann und wo: Der Mähroboter ist stets einsatzbereit.

Foto: Egal wann und wo: Der Mähroboter ist stets einsatzbereit.

Auch bei der Lautstärke macht der LUBA Mini 2 eine gute Figur. Mit rund 58 Dezibel im Test ist er etwa so laut wie eine Spülmaschine — meilenweit entfernt vom Lärm eines klassischen Benzin-Rasenmähers. Unterhaltungen im Garten sind problemlos möglich, während er seine Bahnen zieht.

Unser Fazit: Allrad-Power zum fairen Preis

Der Mammotion LUBA Mini 2 AWD 1000 gehört zu den spannendsten Mährobotern, die wir aktuell auf dem Markt sehen — und das gilt insbesondere mit Blick auf den Preis. Für rund 1.400 Euro bekommt man hier einen Allrad-Mähroboter mit separatem Kantenschnitt, ausgereifter App, ordentlicher Hinderniserkennung und IPX6-Schutz. Vergleichbare Spezialmäher mit Allradantrieb liegen sonst meist jenseits der 2.000-Euro-Marke.

Der LUBA Mini 2 ist der ideale Mäher für alle, die einen robusten und vielseitigen Helfer für einen verwinkelten, hügeligen oder anspruchsvollen Garten suchen — ohne ein riesiges, parkähnliches Grundstück zu besitzen. Für Flächen ab mehreren tausend Quadratmetern ist die Schnittbreite von 20 Zentimetern allerdings zu schmal dimensioniert; hier ist eher der Luba 3 die richtige Wahl. Auch wer einen sehr dicht bewachsenen Garten mit vielen kleinen Hindernissen besitzt, sollte einen Blick auf den LUBA Mini 2 1500 mit Lidar werfen. Für die typische Zielgruppe — komplexe Gärten unter 1.000 Quadratmetern, gerne mit Hanglage — macht der AWD 1000 fast alles richtig und ist eine ernsthafte Empfehlung.

Vergleichstabelle

Weitere Testberichte

25.08.2023
Note: 1,2
Sehr gut
Test-Fazit
Drahtlose Navigation per GPS und RTK funktionierte im Test souverän, die App-Steuerung mit Multizonen und Kartenmanagement ist gelungen. Schnittbild und Antrieb überzeugen auf der Fläche. Schwäche: Rund um Hindernisse bleibt zu viel Gras stehen, flache Objekte wie Gartenschläuche werden gelegentlich überrollt.
Vorteile
Kein Begrenzungsdraht nötig, Luba mini auch ohne externe Antenne nutzbar
Zuverlässiges, gleichmäßiges Schnittbild mit schönem Streifen-Look
App mit detailliertem Karten- und Zonen-Management sowie vielen Einstellungen
Nachteile
Zu großzügiger Sicherheitsabstand rund um Hindernisse und Sperrzonen
Flache Hindernisse wie Gartenschläuche werden gelegentlich überrollt
18.11.2025
Note: 1,5
Gut
Test-Fazit
Getestet wurde der Luba Mini AWD 1500: Auf steilem Terrain schlägt er alle Ecovacs-Konkurrenten dank Allradantrieb deutlich. Schwächer ist er bei der Schnittbreite (20 cm) und dem Klingenabstand von 12 cm zum Rand. Die Navigation funktionierte in 4 von 6 Zonen problemlos, enge Durchfahrten bereiteten Schwierigkeiten.
Vorteile
Allradantrieb meistert steile Hänge, wo andere Roboter versagen
RTK-Navigation ohne Begrenzungskabel, Akkus austauschbar
iNavi-Cloud-Dienst ermöglicht Betrieb auch ohne lokales Satellitensignal
Nachteile
Nur 20 cm Schnittbreite, Mähdauer dadurch fast doppelt so lang
Klingenabstand von 12 cm zum Gehäuserand hinterlässt breiten Randstreifen
Enge Durchfahrten können nicht selbstständig passiert werden
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