Klarstein Kraftwerk Smart Test
Unser Testergebnis
Unser Test-Fazit
Die Klarstein Kraftwerk Smart ist eine mobile Klimaanlage für alle, die schnell und effektiv kühlen wollen. Mit 10.000 BTU und einem Luftstrom von 440 m³/h meistert sie Räume bis 49 m² problemlos. Die App-Steuerung inklusive Alexa- und Google-Assistant-Unterstützung macht sie zum smarten Begleiter im Sommer. Das mitgelieferte Zubehör ist vollständig und durchdacht. Wermutstropfen: Der Geräuschpegel von bis zu 65 dB ist deutlich spürbar, und der Stromverbrauch fällt über eine ganze Saison ins Gewicht. Für Wohnzimmer oder Büros eine solide Wahl, für das Schlafzimmer eher weniger geeignet.Vorteile
- Starke Kühlleistung Kühlt auch große Räume bis 49 m² zuverlässig ab
- Smart-Home-fähig App, Alexa und Google Assistant werden unterstützt
- Gutes Zubehör Fensterabdichtung, Schlauch und Fernbedienung inklusive
- 3-in-1-Gerät Kühlt, entfeuchtet und belüftet in einem
Nachteile
- Ziemlich laut Bis zu 65 dB stören im Alltag spürbar
- Hoher Stromverbrauch Laufkosten summieren sich über die Saison
Preisvergleich
Ausführlicher Testbericht
Klarstein Kraftwerk Smart im Test – Power-Kühler oder Stromfresser?
Sommer. Sonne. Schweiß. Wer da keinen See um die Ecke hat, braucht Alternativen. Und zwar schnell. Die Klarstein Kraftwerk Smart verspricht kraftvolle Kühlung für heiße Tage, mobil, smart und wohnzimmertauglich. Doch wie schlägt sich das Monoblock-Klimagerät im Praxis-Test? Und wie smart ist „Smart“ eigentlich wirklich? Wir haben’s ausprobiert.
Ersteindruck & Zubehör
Klarstein liefert ordentlich ab: Im Karton stecken neben dem eigentlichen Klimagerät ein Abluftschlauch, passende Adapter, ein Aktivkohlefilter, eine Fernbedienung mit praktischem Fach im Gehäuse und ein Kondenswasserschlauch. Besonders auffällig: die großzügige Fensterabdichtung mit knapp vier Metern Länge. Für Standardfenster: super. Für XXL-Modelle oder Terrassentüren: leider knapp. Hier mussten wir zwar am Ende selbst nachrüsten, allerdings ist es kein Standard, überhaupt eine Fensterabdichtung zum Kleben im Lieferumfang zu haben, wie wir in unserem Vergleichstest zu mobilen Klimageräten feststellen mussten. Großer Bonuspunkt für Klarstein.
Das Design des Geräts? Auffällig modern. Die große Lüftungsöffnung an der Front des Geräts erinnert an eine Turbine. Kein hässlicher Klotz, eher ein technisches Statement.

Aufbau & Installation
Der Aufbau ist kein Hexenwerk, aber auch kein Fünf-Minuten-Job. Die Fensterabdichtung wird mit Klett befestigt, der Abluftschlauch montiert, der Aktivkohlefilter eingesetzt. Das klappt alles gut, gerade das Anbringen der Abdichtung erfordert aber ein wenig Geduld und Maßarbeit. Einmal angebracht, hält alles stabil. Bonuspunkt: Wiederverwendbare Kabelbinder zur zusätzlichen Sicherung sind dabei, um den Abluftschlauch zu sichern.
Smarte Steuerung mit kleinen Hürden
Die App-Anbindung via Bluetooth und 2,4-GHz-WLAN klappt nach kurzem Gerangel mit Zugriffsrechten. Klarstein, wie so viele andere Hersteller, hält sich nicht an den 5-GHz-Zeitgeist. Ärgerlich, aber lösbar. Danach ist die Verbindung stabil.
Die App selbst: funktional, übersichtlich, intuitiv. Es gibt Ein/Aus, Moduswahl, Zieltemperatur, Lüftergeschwindigkeit, Zeitpläne und Timer. Sogar Sprachsteuerung über Alexa oder Google Assistant funktioniert.

Ein Temperaturverlauf oder Protokoll wären die Kirsche auf der Torte gewesen. Wichtig: Einige Einstellungen (z. B. Moduswechsel) sind nur bei laufendem Gerät verfügbar.
Kühlleistung: kraftvoll und gleichmäßig
Die 12.000 BTU der Kraftwerk Smart sind für Räume bis 59 m² gedacht. Unser Testbüro misst etwa 45 m², allerdings mit riesiger Fensterfront in Ost-Nord-Ost-Ausrichtung. Morgens scheint die Sonne volles Programm in den Raum und heizt ihn ordentlich auf. Die Starttemperatur lag zwischen 28 und 29 °C, je nachdem, welche Wetterstation man gefragt hat.
Unsere gewünschte Zieltemperatur war 21 °C. Etwas utopisch, aber wir wollten das Extrem ausprobieren.
Nach einer Stunde war es etwa 2 °C kühler. Es ging dann etwas langsamer voran. Nach vier Stunden war der Raum auf 24,6 °C heruntergekühlt. Sowohl direkt am Gerät als auch im entferntesten Eck des Raumes. Eine überraschend gleichmäßige Verteilung. Zwar keine 21 Grad, aber gut auszuhalten.

Die Power hat einen Haken
Wenn die Klarstein loslegt, merkt man’s. Die Lautstärke liegt bei 63–70 dB, je nach Lüfterstufe. Selbst im reinen Ventilatorbetrieb sind es noch bis zu 66 dB und das ohne Kühlfunktion. Das ist laut.
Im Vergleich zur leiseren Konkurrenz, etwa der AEG Chillflex Pro, die man auf bis unter 50 dB stauchen kann, schneidet das Klarstein-Modell hier deutlich schlechter ab. Wer Ruhe sucht, sollte gewarnt sein.

Stromverbrauch: Viel Leistung, viel Verbrauch
12000 BTU sind kein Pappenstiel – aber das merkt man leider auch am Zähler. Unsere Messungen zeigen einen Verbrauch von etwa 1,116 kWh, bei maximaler Kühlleistung. Das ergibt Betriebskosten von etwa 28 Cent pro Stunde.
Hochgerechnet auf eine reguläre Nutzung (täglich mehrere Stunden über 3–4 Monate) ergeben sich Stromkosten von 150–200 Euro pro Saison. Für ein günstiges Gerät ist das eine Hausnummer – und relativiert den niedrigen Kaufpreis relativ schnell.
Apropos Kaufpreis: Wir haben die Klarstein für unseren Test vor der Hitzewelle für rund 370 Euro gekauft. Während der ersten Hitzewelle sind die Preise dann extrem schnell angestiegen. Teilweise auf das Doppelte. Aktuell regeln sie sich wegen der kühleren Temperaturen wieder etwas herunter, das wird aber vemutlich nicht lange so bleiben.
Luftentfeuchtung - eher ein Bonus
Ja, die Klarstein kann auch entfeuchten. Aber nur bedingt. In unserem Test bei 35 % Luftfeuchtigkeit blieb alles, wie es war. Kein Wunder, denn da gibt’s kaum etwas zu entziehen. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 40 und 60 %. In unserem Büro herrscht eigentlich immer Dürre. Selbst an regnerischen Tagen hält es sich meist zwischen 50 und 60 %.
Bei höherer Luftfeuchte mag das anders aussehen. Das Kondenswasser wird gesammelt und kann mithilfe des beigelegten Schlauchs abgelassen werden.
Unser Fazit zur Klarstein Kraftwerk Smart 12000
Die Klarstein Kraftwerk Smart 12000 überzeugt mit kraftvoller Kühlleistung, durchdachtem Design und solider App-Steuerung. Sie kühlt zuverlässig auch größere Räume und sieht dabei noch gut aus.

Weniger schön: Sie ist laut. Und sie ist nicht unbedingt energieeffizient. Die smarte Steuerung gefällt uns gut. Die App ist etwas barebones, aber zweckmäßig.
Wer mit Ohrstöpseln und einer etwas höheren Stromrechnung leben kann, bekommt hier viel Kühlleistung für vergleichsweise wenig Geld. Für Schlafzimmer weniger geeignet – für aufgeheizte Büros oder große Wohnräume ein echter Hitzekiller.