Kompakter Aufwärmer

Severin MW7886 Test

Arbeitsplatte · Solo-Mikrowelle · 17 l · 700 W · Drehregler
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Unser Testergebnis

Preis-Leistungs-Sieger
Mikrowelle
Gut (2,3)
Severin MW7886
08/2026
Einzelergebnisse
Garleistung:
2,0
Bedienung :
2,5
Ausstattung :
3,0
Lautstärke:
2,0
Verarbeitung :
2,0

Unser Test-Fazit

Die Severin MW7886 ist eine schlichte Solo-Mikrowelle mit 17 Litern Garraum und 700 Watt. Bedient wird sie über zwei Drehregler mit sechs Leistungsstufen und Timer bis 30 Minuten, ein Display gibt es nicht. Genau das macht sie im Alltag angenehm: Leistung wählen, Zeit aufdrehen, fertig. Die Verarbeitung wirkt für die günstige Preisklasse überraschend wertig, und die kompakten Maße finden auch in einer schmalen Küchenzeile Platz. Beim Aufwärmen und Auftauen macht sie ihre Sache ordentlich, nur Popcorn gelingt ungleichmäßig und mit 62 dB läuft sie hörbar. Ideal für Singles, WGs und alle, die einfach nur Reste und Getränke erwärmen wollen.

Vorteile

  • Sehr kompakt Passt in kleine Küchen und schmale Nischen
  • Kinderleicht bedienbar Zwei Drehregler, kein Menü
  • Gute Verarbeitung Solide Haptik trotz günstiger Klasse
  • Taut zuverlässig auf Lachsfilet in zwei Minuten fast fertig

Nachteile

  • Nur 700 Watt Fertiggerichte brauchen oft eine Minute mehr
  • Laut im Betrieb 62 dB, hörbar in offenen Küchen

Preisvergleich

Ausführlicher Testbericht

Stefan Laun
Stefan Laun

Severin MW 7886 im Test: die Mikrowelle, die nichts erklären muss

Zwei Drehregler, sechs Leistungsstufen, kein Display: Die Severin MW 7886 ist das schlichteste und kompakteste Gerät in unserem Mikrowellen-Vergleich. Wir haben sie gegen drei deutlich besser ausgestattete Modelle antreten lassen und alle vier durch dieselbe Testreihe geschickt: Milch auf Trinktemperatur bringen, ein Fertiggericht aufwärmen, Popcorn machen, ein Lachsfilet auftauen und die Lautstärke messen. Die Severin schlägt sich dabei besser, als ihr sparsamer Auftritt vermuten lässt. Eine Grenze zieht sie trotzdem, und die steht schon auf dem Typenschild.

Die Severin MW 7886 ist das kompakteste Gerät im Vergleich.

Foto: Die Severin MW 7886 ist das kompakteste Gerät im Vergleich.

Kompakt gebaut und sauber verarbeitet

Die Severin ist das kleinste Gerät im Testfeld, und genau das ist ihr größter praktischer Vorteil. Wer in einer schmalen Küchenzeile, einer Single-Wohnung oder einem WG-Zimmer einen Platz für die Mikrowelle sucht, findet ihn hier fast überall. Das Gehäuse ist durchgehend schwarz, die Front bleibt schlicht, die silberne Griffleiste setzt den einzigen Akzent. Nichts daran drängt sich auf.

Beim Anfassen fällt auf, dass Severin an der Verarbeitung nicht gespart hat. Die Haptik ist durchweg gut, und das Kabel ist lang genug, um auch eine Steckdose hinter der Arbeitsplatte zu erreichen. Für das günstigste Gerät im Vergleich ist die Verarbeitung überraschend gut. Im Garraum arbeitet ein klassischer Drehteller, auf den ein normaler Essteller ohne Verrenkungen passt. Der Drehteller setzt dem Geschirr allerdings Grenzen: Was sich darauf nicht frei drehen kann, kommt nicht hinein.

Klassischer Garraum mit Drehteller, Platz für einen normalen Teller.

Foto: Klassischer Garraum mit Drehteller, Platz für einen normalen Teller.

Wie klein sie wirklich ist, zeigt erst der direkte Vergleich. Neben den beiden großen Kombigeräten im Test wirkt die Severin fast wie ein Zubehörteil. Selbst die mittelgroße LG NeoChef baut spürbar breiter. Wer die Mikrowelle zwischen Hängeschrank und Arbeitsplatte quetschen muss, kennt den Wert dieser Zentimeter.

Zwei Drehregler ersetzen das ganze Menü

Das komplette Bedienfeld besteht aus zwei runden Knöpfen. Mit dem oberen wählt man eine von sechs Leistungsstufen zwischen 150 und 700 W, mit dem unteren dreht man die Laufzeit auf, maximal 30 Minuten. Das war es. Kein Menü, keine Programmtaste, keine Uhrzeit, die erst eingestellt werden will.

Im Alltag ist das ein echter Vorteil. Leistung wählen, Zeit aufdrehen, Tür zu, fertig. Wer sonst mit Technik fremdelt, kommt hier ohne einen Blick in die Anleitung zurecht, und auch in einem Haushalt, in dem Kinder oder ältere Angehörige die Mikrowelle bedienen, gibt es nichts misszuverstehen. Der Preis dafür ist die fehlende Unterstützung: Automatikprogramme, Erinnerungen zum Wenden oder eine Restzeitanzeige sucht man vergeblich. Wer aufwärmen und auftauen will, vermisst nichts. Wer sich beim Kochen führen lassen möchte, ist hier falsch.

Sechs Leistungsstufen von 150 bis 700 Watt, mehr gibt es nicht.

Foto: Sechs Leistungsstufen von 150 bis 700 Watt, mehr gibt es nicht.

Milch und Fertiggericht: hier zeigt sich das 700-Watt-Limit

Den ersten Test muss jedes Gerät in diesem Vergleich bestehen: Ein Glas Milch soll auf rund 70 Grad kommen, also auf die Temperatur, bei der ein Kakao richtig heiß ist, ohne dass man sich die Zunge verbrennt. Bei der Severin reicht ein Durchgang dafür nicht. Nach 30 Sekunden auf 600 W zeigt das Thermometer gerade 30 Grad. Erst nach insgesamt anderthalb Minuten sind die 70 Grad erreicht. Das Ergebnis stimmt am Ende, der Weg dorthin dauert nur länger als bei den stärkeren Geräten.

Nach anderthalb Minuten erreicht die Milch die angepeilten 70 Grad.

Foto: Nach anderthalb Minuten erreicht die Milch die angepeilten 70 Grad.

Deutlicher wird die Grenze beim Fertiggericht. Auf der Verpackung unserer Pasta steht die Anweisung, sie bei 800 W zu erhitzen – die Severin schafft maximal 700. Ein ganz normales Gericht aus dem Kühlregal überfordert das Gerät damit schon auf dem Papier. In der Praxis geht es trotzdem gut aus: Die Pasta kommt mit rund 80 Grad heraus, dampft sichtbar und schmeckt, wie sie soll. Man sollte bei solchen Gerichten nur damit rechnen, dass gelegentlich eine Minute nachgelegt werden muss.

Die Pasta kommt trotz 700-Watt-Limit mit rund 80 Grad heraus.

Foto: Die Pasta kommt trotz 700-Watt-Limit mit rund 80 Grad heraus.

Was 700 Watt im Alltag bedeuten

Die Wattzahl auf dem Karton ist keine Marketingzahl, sondern die Leistung, mit der die Mikrowelle Energie in das Essen bringt. Je höher sie ist, desto schneller wird ein Gericht heiß – und desto eher trifft die Zeitangabe zu, die auf der Verpackung steht. Die Zeitangabe auf einer Fertiggericht-Packung gilt deshalb immer für eine bestimmte Leistung: Bei unserer Pasta waren es 800 W.

Bei einem Gerät mit 700 W muss man diese Angaben deshalb selbst umrechnen, und das heißt in der Praxis: etwas länger laufen lassen und lieber einmal zu wenig als einmal zu viel einstellen. Bei einer Tasse Kaffee oder einer Portion Reis vom Vortag fällt das nicht ins Gewicht. Bei einer großen Lasagne, die von außen schon dampft und innen noch kalt ist, schon eher. Ein K.-o.-Kriterium ist die geringere Leistung nicht, ein bewusster Kompromiss aber sehr wohl.

Popcorn schwach, Auftauen ordentlich

Der Popcorn-Test ist der einzige, bei dem die Severin klar zurückfällt. Aus der Tüte kommt ein gemischtes Ergebnis: Ein Teil der Körner ist angebrannt und riecht entsprechend, ein anderer Teil ist gar nicht erst aufgegangen und liegt als harter Rest in der Schüssel. Gleichmäßig verteilt die Severin die Hitze hier nicht. Wer regelmäßig Mikrowellen-Popcorn macht, wird damit nicht glücklich.

Beim Popcorn bleiben angebrannte und ungepoppte Körner in der Schüssel.

Foto: Beim Popcorn bleiben angebrannte und ungepoppte Körner in der Schüssel.

Beim Auftauen sieht es besser aus. Unser Lachsfilet ist nach zwei Minuten fast vollständig durchgetaut, nur der Kern bleibt noch leicht fest. Für ein Gerät ohne Auftau-Automatik ist das ein solides Ergebnis. Man muss es eben selbst im Blick behalten und zwischendurch wenden, denn eine Erinnerung dazu gibt es nicht.

Laut, aber ehrlich

Bei der Lautstärke ist die Severin das Schlusslicht. Unser Messgerät zeigt im Betrieb 62 dB, das ist der höchste Wert im Vergleich und liegt etwa auf dem Niveau eines lauten Gesprächs im selben Raum. In einer offenen Wohnküche hört man deutlich, dass sie läuft. Wer abends noch schnell etwas aufwärmt, während nebenan jemand schläft, merkt den Unterschied zu den leiseren Geräten im Test sofort. Das Fertig-Signal ist ein klassisches Klingeln: gut hörbar, aber nicht schrill.

Mit 62 Dezibel ist die Severin die lauteste Maschine im Test.

Foto: Mit 62 Dezibel ist die Severin die lauteste Maschine im Test.

Fazit: die richtige Wahl für kleine Küchen und einfache Aufgaben

Die Severin MW 7886 macht genau das, wofür die meisten Menschen eine Mikrowelle kaufen: aufwärmen und auftauen, ohne Umwege. Ihre Stärken sind die kompakten Maße, die für diese Preisklasse sehr ordentliche Verarbeitung und eine Bedienung, die wirklich jeder auf Anhieb versteht. Grill, Dampfgaren oder Automatikprogramme gibt es nicht, beim Popcorn liefert sie das schwächste Ergebnis im Testfeld, und sie ist das lauteste der vier Geräte.

Entscheidend bleibt die Leistungsfrage. Mit 700 W liegt die Severin unter dem, was viele Fertiggerichte auf der Packung verlangen, und das kostet im Alltag die eine oder andere zusätzliche Minute. Wer hauptsächlich Kaffee nachwärmt, Reste vom Vortag aufwärmt und gelegentlich etwas auftaut, wird das kaum als Nachteil empfinden. Wer dagegen täglich Fertiggerichte erhitzt oder sich einen Grill in der Mikrowelle wünscht, sollte eine Klasse höher greifen. Für kleine Küchen und einfache Aufgaben ist die Severin eine ehrliche Empfehlung: Sie kann wenig, aber das Wenige zuverlässig.

In der Rangfolge unseres Vergleichs steht sie hinten, und dafür ist vor allem die Ausstattung verantwortlich: Sie ist das einzige Gerät im Test ohne Grill und ohne Zusatzfunktionen. Bei der Verarbeitung liegt sie mit den teureren Modellen gleichauf, und ihre Bedienung ist so simpel, dass sie schlicht keine Erklärung braucht. Wer stattdessen Grill, Dampfgaren oder Automatikprogramme braucht, findet weiter oben im Testfeld das passende Gerät – muss dafür aber deutlich mehr Platz auf der Arbeitsplatte einplanen.

Vergleichstabelle

Produktdetails

Merkmale
Produkttyp
Solo-Mikrowelle
Produktfarbe
Schwarz
Geräteplatzierung
Arbeitsplatte
Innenkapazität
17 l
Mikrowelle Energie
700 W
Steuerung
Drehregler
Drehteller
Ja
Drehtellergröße
2,45 cm
Eingebautes Display
Nein
Timer
Ja
Verpackungsdaten
Verpackungsbreite
360 mm
Verpackungstiefe
270 mm
Verpackungshöhe
470 mm
Paketgewicht
10,9 kg
Gewicht und Abmessungen
Breite
440 mm
Tiefe
320 mm
Höhe
240 mm
Gewicht
9,4 kg
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