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Skihelm Kaufberater

Warum ein Skihelm besonders wichtig ist

Althaus-Schumacher Effekt

winterlandschaft mit liftanlage sonnenuntergangEin Skihelm kann dich vor schwerwiegenden Kopfverletzungen schützen. Dass unbedingt ein Helm beim Skifahren getragen werden sollte, ist nicht erst seit dem Unfall von Dieter Althaus oder Michael Schumacher bekannt, trotzdem kam es nach den genannten Vorkommnissen zu einem rasanten Anstieg der Helmträger-Quote. Diese stieg nach dem Unfall von Michael Schumacher auf über 85 % an. Obwohl immer mehr Menschen vernünftigerweise auf einem Skihelm zurückgreifen, blieben die Zahlen der Kopfverletzungen unverändert. Es ist lediglich eine Veränderung hinsichtlich des Schweregrades von Verletzungen zu vermelden. Grund für die gleichbleibende Anzahl an Kopfverletzungen sind natürlich nicht die Skihelme, sondern vielmehr der psychologische Effekt, der sich durch das Tragen von Schutzkleidung ergibt. Man beginnt risikofreudiger zu werden. Die Geschwindigkeiten werden höher, die Menschen immer leichtsinniger. Vor allem durch die Art und Weise wie Pisten heutzutage präpariert werden. Früher gab es mehr Buckelpisten. Auf diesen ließ sich nicht allzu schnell fahren. Die meisten Verletzungen waren deshalb durch Überlastungserscheinungen abseits der Oberkörpers zu finden. Da die Pisten heutzutage viel häufiger präpariert werden, lässt sich auch viel schneller Fahren. Die hohen Geschwindigkeiten stellen ein großes Potential für Verletzungen dar. Ein weiterer Punkt, der zu gleichbleibenden Zahlen von Verletzten führt, ist, ein geringeres Schneeaufkommen. Das Institut für Sportwissenschaft der Uni Innsbruck (A) stellte fest, dass die Zahl der Kopfverletzungen um 8 % gestiegen ist und dass, obwohl die Helmtragequote statt 50% nun bei 70-85 % liegt. Studienleiter Gerhard ­Ruedl: «Der Schneemangel führte zu härteren Pisten und klei­neren Sturzräumen neben der Piste.»

Die besten Skihelme im Vergleich 2017

Vergleichstabelle
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Schutzklasse: CE EN 1077 Klasse B
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Helmkonstruktion: Hardshell
Helmkonstruktion: In-Mold
Helmkonstruktion: In-Mold
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Halbschale:
Halbschale:
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Entnehmbares Innenfutter:
Entnehmbares Innenfutter:
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Helmform: Halbschale
Helmform: Halbschale
Helmform: Halbschale
Helmform: Halbschale
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Wo besteht Helmpflicht?

Um dir etwas Übersicht zu verschaffen, in welchen Ländern eine Helmpflicht besteht bzw. zur Debatte steht, haben wir einige Informationen zusammengetragen.

Helmpflichtige Länder

  • Italien: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 14 Jahren. Durchgeführt werden die Kontrollen von der Polizei, die beim Nichttragen eines Helms den Skipass einziehen und außerdem ein Bußgeld von bis zu 200 € verhängt.
  • Kroatien und Slowenien: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren.
  • Österreich: Helmpflicht für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren. In Niederösterreich besteht eine allgemeine Helmpflicht.

Nicht-Helmpflichtige Länder

  • Frankreich, Deutschland, USA und Kanada: Keine Helmpflicht.
  • Schweiz: In der Schweiz existiert zwar keine Helmpflicht, interessanterweise ist dort aber die höchste Helmträgerquote vorzufinden.
  • Schweden: Keine Helmpflicht, aber Kinder ohne Helm werden von Skiliften nicht befördert.

Warum einen Skihelm tragen?

Nicht nur der Sicherheitsfaktor spielt beim Skihelm eine Rolle, auch versicherungsrechtliche Konsequenzen können bei Unfällen zum Tragen kommen - im Speziellen um Schadensersatzansprüche, Renten und Krankengeld. Es existiert zwar keine allgemeine Skihelmpflicht, dennoch werden wir dir im nachfolgenden Fall aufzeigen, wie unglücklich die Sache laufen kann, wenn du keinen Skihelm trägst. Im Jahr 2012 klagte ein Pistenfahrer Schadensersatz von einem anderen Skifahrer ein, weil dieser in Folge eines Sturzes mit ihm zusammengeprallt war. Der Kläger erlitt Verletzungen an Wirbelsäule und Kopf. Daraufhin entschied das Oberlandesgericht München, dass der Kläger zu 30 % Mitschuld an den Verletzungen hat, hätte ein Skihelm doch Schlimmeres verhindern können. Das Fazit der Richter: Um sich selbst zu schützen, hätte der Kläger einen Skihelm tragen müssen. Aus diesem Urteil lässt sich zwar keine Helmpflicht ableiten, allerdings ist der rechtliche Aspekt bei Unfällen nicht zu vernachlässigen. Geltend gemachte Schadensersatzansprüche können ganze schnell in den 5-6 stelligen Bereich steigen.

Was muss ich bei einem Skihelm beachten?

Skihelme im Laden aufgereihtZunächst muss einmal geklärt werden, wofür ein Skihelm gut ist. Welche Anforderungen haben wir an einen Skihelm?
Er soll nicht zu schwer sein, vor Kälte und Wind schützen und fest sitzen, damit er im Falle eines Sturzes nicht abgestreift wird. Der Kopf muss schließlich hHeile bleiben. Grundsätzlich lassen sich Helme für Ski- und Snowboardfahrer in zwei Klassen einteilen.

Klasse A

Klasse A-Helme schützen einen größeren Bereich des Kopfes und besitzen eine höhere Durchdringungsfestigkeit - Das gilt vor allem für spitze Gegenstände wie z.B. Skistöcke. Bei einem Klasse A-Skihelm müssen die Schläfen und der Ohrenbereich von der Helmschale bedeckt sein. Es ist erlaubt, kleine Öffnungen zum besseren Hören und der Belüftung einzubauen.

  • Bei einem Klasse A Skihelm gilt die Regelung, dass bei einem Aufprall aus einer Höhe von 150 cm, nicht mehr als 69 Joule an Energie aufgenommen werden darf.
  • Des Weiteren muss ein Klasse A Skihelm einen Fall aus einer Höhe von 75 cm auf einen spitzen Gegenstand überstehen, ohne dass er dabei durchdrungen wird.

Klasse B

Ein Klasse B Ski- bzw. Snowboardhelm bietet aufgrund der kleineren Helmschale mehr Belüftung und besseren Hörkontakt zur Außenwelt. Da ein kleinerer Bereich des Kopfes bedeckt sein muss, bieten Klasse B Skihelme aber auch etwas weniger Schutz. Sie sind Ein Skihelm der Klasse B ist außerdem etwas weniger durchdringungsfest.

  • Wie bei einem Klasse A Skihelm darf auch der Klasse B Skihelm bei einem Aufprall aus einer Höhe von 150 cm nicht mehr als 69 Joule Energie aufnehmen.
  • Im Gegensatz zum Klasse A Helm darf der Klasse B Helm bei einer geringeren Höhe von 37,5 cm, bei einem Aufprall nicht durchdrungen werden.

Gesetzliche Vorschriften

Skihelme sind entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen als persönliche Schutzausrüstung eingestuft und unterliegen der Richtlinie 89/686/EWG. Alle Skihelme, die in der EU angeboten werden, müssen den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen entsprechen.

CE-Kennzeichen

Skihelme die für das alpine Skilaufen hergestellt werden, müssen die CE-Kennzeichnung tragen. Durch dieses Zeichen bestätigt der Hersteller, dass der Skihelm den Europäischen Richtlinien entspricht. Ein solches CE-Kennzeichen darf allerdings erst angebracht werden, wenn der Skihelm durch eine zugelassene Prüfstelle geprüft wurde und diese bescheinigt, dass der Helm mit den europäischen Bestimmungen übereinstimmt. Auf einem zertifizierten Skihelm sollte deshalb folgender Hinweis zu finden sein: “DIN EN 1077:2007”. Ist dieser Hinweis nicht auf dem Helm zu finden, wird er vermutlich in der beigelegten Broschüre aufgedruckt sein. Mit diesem Hinweis gibt der Hersteller an, dass er die Norm zur Einhaltung von Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien anwendet. Achte also beim Kauf unbedingt darauf, dass dein neuer Skihelm Kunden-Testsieger zertifiziert ist! Nur durch die Prüfsiegel ist gewährleistet, dass er dir genug Schutz bietet.

ASTM F2040

Die Prüfnorm ASTM F2040 stellt das Gegenstück zur EN 1077:2007 Norm dar und wird von der American Society of Testing Materials vorgegeben. Es kommt vor, dass man auf einem Skihelm beide Prüfsiegel vorfindet. Für das amerikanische Prüfsiegel sind die Bestimmungen sogar strenger als für die europäische Version. Ein Helm nach ASTM F2040  wird auf verschiedenen Untergründen und bei verschiedenen Temperaturen getestet.

Wie muss ein Skihelm sitzen?

Nun haben wir viel über die Regularien gelesen. Kommen wir zur Passform eines Skihelms, schließlich willst du auf der Piste sicher unterwegs sein. Welchen Helm du wählst, ist in erster Linie keine Geschmacksfrage, sondern Formsache. Der Skihelm muss schließlich bombenfest auf dem Kopf sitzen, so dass er im Falle eine Sturzes nicht verloren geht. Sitzt der neue Skihelm nicht angemessen, findet keine ausreichende Übertragung des Stoßes mehr statt und Verletzungen sind nicht mehr auszuschließen. Hier die wichtigsten Hinweise hinsichtlich der Passform:

  • Kopfumfang beachten: Der Umfang deines Kopfes bietet eine grobe Orientierung. Benutze ein Maßband und miss den Umfang an der breitesten Stelle des Kopfes. Ein Umfang von 59 cm entspricht z.B. der Größe  L. Es kann vorkommen, dass die Größe L bei Hersteller A anders ausfällt, als bei Hersteller B, deshalb solltest du die jeweiligen Maßangaben der Hersteller berücksichtigen.
  • Nun hast du dich für ein Modell entschieden und er wurde auch schon angeliefert. Setze den Helm auf und passe den Kinnriemen an, sodass er straff sitzt. Der Kinnriemen sollte nicht einschneiden, sondern sich anschmiegen. Um zu sehen, ob der Skihelm passt, schüttele den Kopf hin und her. Beim kräftigen hin und her Schütteln darf der Skihelm nicht verrutschen.
    Sollte es vorkommen, dass der neue Helm etwas drückt, muss das nicht unbedingt ein Problem sein. Oft sind Skihelme mit dicken Komfortschaumstoffen ausgekleidet, diese werden sich im Laufe der Zeit noch an die Kopfform anpassen, so dass ein Drücken langsam verschwindet. Ist der Komfortschaumstoff hingegen dünn, wird er sich nicht mehr viel anpassen und du solltest den nächst größeren Helm wählen. Vergiss nicht: Ein guter Skihelm sollte lieber etwas strammer als zu locker sitzen.
  • Nicht nur der Skihelm sollte gut passen, auch die Skibrille muss passend gewählt werden. Diese sollte mit einem Abstand von wenigen Millimetern zur Oberkante auf dem Gesicht sitzen. Liegt die Skibrille zu eng an, kann sie die Belüftung beeinträchtigen und du schwitzt mehr.

Für die Meisten, die sich auf die Piste begeben wollen, ist ein Skihelm der Klasse B völlig ausreichend. Vor allem für  Ski- oder Snowboardanfänger reicht ein Helm der Klasse B aus. Wird die ganze Unternehmung allerdings doch etwas ambitionierter angegangen, sollte man sich überlegen, zu einem Klasse A Skihelm zu greifen. Diese sind z.B für Skirennen bzw. Slaloms bestens geeignet und bieten zusätzlichen Schutz.  

Helmarten

Halbschalenhelm

Skihelm in ProfilansichtWie der Name vermuten lässt, besteht der Halbschalen-Skihelm aus einer Halbschale. Diese umschließt Stirn und Hinterkopf und bietet etwas weniger Schutz als ein Vollschalenhelm - kommt aber auch mit mehr Komfort und Belüftung daher. Diese Skihelme sind in der Regel in der Klasse B zu finden. Bei manchen Halbschalen-Skihelmen werden sogar Ohrpolster mitgeliefert, welche sich oft austauschen oder nachkaufen lassen.

Vollschalenhelm

Man kennt den Vollschalenhelm überwiegend aus Skischulen und dem Skirennsport. Bei einer Vollschale werden auch die Ohren vom Helm bedeckt, so dass er zusätzlichen Halt und Schutz bietet. Bedingt durch die Bauart kommt es bei der Vollschale vor, dass man geringfügig weniger hört als ohne Helm oder mit einer Halbschale. Diese Beeinträchtigung ist aber sehr gering. Zurufe können also noch deutlich vernommen werden.

Skihelm Bauweise

Ein moderner Skihelm besteht in der Regel aus zwei Schichten: Eine stabile Außenschale, die das Durchdringen von spitzen Gegenständen verhindert und Formstabilität erzeugt.
Auf der Innenseite werden stoßabsorbierende Materialen eingesetzt.

In-Mold

Beim In-Mold Verfahren werden Außen- und Innenschale miteinander fest verbunden. Diese Verbindung entsteht entweder durch Einspritzen oder Einschweißen von expandiertem Polystyrol. Diese Skihelme sind sehr leicht, allerdings wird durch diese Bauweise auch die Belüftung beeinträchtigt. In-Mold Konstruktionen sind günstiger in der Produktion und im niedrigen Preissegment angesiedelt.

Hardshell

Bei der Hardshell-Variante eines Skihelms gibt es eine harte Außenschale, welche aus Kohlefasern, also Carbon oder Acrylnitril-Butadien-Styrol, kurz ABS, besteht. Die Innenschale besteht wie beim In-Mold Produkt ebenfalls aus EPS-Schaum. Durch diese 2-Komponenten-Bauweise wird ein verlässliches Belüftungssystem ermöglicht. Hardshell-Skihelme sind etwas schwerer als In-Mold Helme, dafür aber auch um einiges langlebiger.

Hybrid

Manche Hersteller bedienen sich beider Bauweisen und nutzen so die jeweiligen Vorteile aus. Im hinteren Bereich des Kopfes kommt die In-Mold Konstruktion zum Einsatz. Diese bietet Vorteile beim Gewicht. Im oberen Helmteil hingegen, kommt die Hardshell-Bauart ins Spiel - diese erlaubt es ein ausgeklügeltes Belüftungssystem einzubauen.

Was sollte ich beim Kauf eines Skihelm noch beachten?

Bei einem guten Skihelm sollte nicht nur der Kopfbereich, sondern auch die Kinnriemen ausreichend gepolstert sein. Ein gepolsterter Kinnriemen erspart dir Druckstellen und gereizte Haut. Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist eine entnehmbare Polsterung, welche sich nach der Entnahme auch waschen lässt und die Hygiene fördert.. Damit du auf die jeweiligen Wetterverhältnisse reagieren kannst, sollte der neue Skihelm verstellbare Belüftungsschlitze besitzen.

Skihelm Materialien

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das verwendete Material. Bei modernen Skihelmen kommen Thermoplaste-Verbundwerkstoffe zum Einsatz. Teurere Modelle nutzen hingegen Glasfaser-Verbundwerkstoffe. Diese sind langlebiger und halten oft mehrere Stürze auch ohne große Schäden aus. Doch Vorsicht: Lass die Sachlage von einem Fachmann überprüfen! Denn auch bei einem Glasfaser-Helm kann es beim ersten Sturz dazu kommen, dass dieser unbrauchbar wird.

Als letztes kommen wir zu den teuersten Werkstoffen - Hier wird überwiegend Carbon eingesetzt. Kohlenstofffasern bieten hervorragende Schutzeigenschaften. Nicht nur in Skihelmen kommen diese Werkstoffe zum Einsatz, es werden ganze Fahrradrahmen aus ihnen gefertigt. Carbon ist extrem stabil und leicht, sodass der Tragekomfort nochmals zunimmt.

Wie lange darf ich einen Skihelm benutzen?

Ungeachtet der Stürze, die ein Skihelm schon aushalten musste, sollte man ihn nach 3 bis maximal 5 Jahren austauschen. Fälschlicherweise denken viele, man müsse den Helm schon nach einem Sturz sofort austauschen. So pauschal lässt sich das jedoch nicht sagen. Es kommt immer darauf an, wie schwer ein Sturz war und in welcher Bauweise der Skihelm gefertigt wurde. Uvex gab dazu eine Stellungnahme ab und schrieb, dass man die Notwendigkeit für einen Austausch nicht generalisieren kann. Im folgenden Abschnitt kannst du herausfinden, wann ein Skihelm getauscht werden muss.

In-Mold-Konstruktion

Bei der In-Mold Bauweise werden kleine Styroporkugeln gepresst und mit der Außenschale fest verbunden. Bei einem Sturz, bzw. einem Aufprall, absorbiert der Helm die Stoß- und Aufprallenergie durch Verformung. Diese Verformung des Materials ist nach dem Sturz leider irreparabel, weshalb der Skihelm nach einem solchen Sturz durch einen neuen getauscht werden muss.

Hardshell-Konstruktion

Durch die Verwindungssteife und stabile harte Außenschicht wird die Stoß- und Aufprallenergie über die gesamte Oberfläche des Helmes verteilt. Hier kann es zwar ebenfalls zu Verformungen kommen, welche aber von einem Fachhändler festgestellt werden kann. Nach einem Sturz solltest du den Helm also auf jeden Fall von einem Experten überprüfen lassen. Möglicherweise muss er nicht direkt getauscht werden. Es lohnt sich also!

MIPS-Technologie

Manche mittel- bis hochpreisigen Skihelm-Modelle bieten eine Technologie, die schwerwiegende Verletzungen des Gehirns verhindern soll. Ausgeschrieben nennt sich dieses System: Multidirectional Impact Protection System. Die auftretenden Rotationsenergien werden um bis zu 50% reduziert. Die Entwicklung des besonders effektiven Schutzsystems wurde im Jahre 1997 von einem schwedischen Neurologen namens Hans Van Holst begonnen und nach 10 Jahren zum Abschluss gebracht. In diesen 10 Jahren erforschte er die Einzelheiten von Kopfverletzungen. Die Erfahrungswerte, die er über diese Zeit aus den verschiedensten Sportarten sammelte, flossen am Ende in das MIPS-System. Es wiegt nur 20 g und hat schon zahlreichen Menschen das Leben gerettet.

Skihelme für Damen

Skihelme für Frauen sind oft identisch zu Herren Skihelmen und unterscheiden sich eigentlich nur durch ihr Design. Bedingt durch die Physiologie der Frau, sind die Skihelme in der Regel kleiner. Abseits des Dekors ist es aber völlig egal, für welchen Skihelm du dich entscheidest. Hauptsache er passt! Es spricht also nichts dagegen als Frau einen Herren- und als Mann einen Frauen-Skihelm zu tragen, solange er passt und dich gut schützt. .

Skihelme für Kinder

Mutter und Kind mit Skihelm auf dem KopfBei Kindern besteht ein größerer Unterschied als bei Frau und Mann. Skihelme, die für Kinder hergestellt werden, sind um einiges kleiner und unterscheiden sich nicht nur in den Dekors sondern auch hinsichtlich der Passform. Um den passenden Kinderhelm zu finden, gelten die selben Bedingungen wie für Erwachsene.

Da Kinder im Laufe des Lernprozesses öfter mal stürzen, solltest du deinem Sprössling auf jeden Fall einen zertifizierten Helm aufsetzen.

Skihelm mit Visier

Der Skihelm mit Visier ist eine sehr gute Alternative für Skifahrer die zudem Brillenträger sind. Mal ist die Skibrille zu klein und mal klemmt der Helm die Bügel zu fest ein, so dass auf Dauer Druckstellen entstehen. Mit dem eingebauten Visier ist das alles aber kein Problem mehr. Das Visier ist fest im Helm eingebaut und kann somit vor- und zurückgeschoben werden. Dahinter bietet sich außerdem genug Raum, um jede Art von Brille ohne großes Herumrücken zu tragen. Ein weiterer Vorteil: Das merklich größere Sichtfeld im Vergleich zu einer herkömmlichen Skibrille..

Skihelme bei Stiftung Warentest

Auch die Kollegen der Stiftung Warentest haben sich dem Thema Skihelm angenommen. Am 23.11.16 gab es einen großen Skihelm Test. Dabei kam heraus, dass die meisten Helme für Ski und Snowboarder ein gutes oder wenigstens befriedigendes Qualitätsurteil erreichten. Den Test der Stiftung Warentest findest du hier.

Helme bekannter Hersteller

Da es sehr viele Skihelm Hersteller gibt, stellen wir dir hier die bekanntesten und bewährtesten Marken vor.

UVEX

Vom Hersteller UVEX ist vor allem der Helm mit dem Namen “p1us” bekannt, aber auch andere Modelle des deutschen Unternehmens UVEX sind ohne Einschränkung zu empfehlen. Bei UVEX wird dir eine große Vielzahl an Helmen geboten, unter anderem Skihelme mit Visier. Falls du dich schonmal gefragt haben solltest was das Wort UVEX bedeutet, es ist ein Akronym für ultraviolet excluded, gemäß dem Sonnenbrillen-Merkmal UV-Schutz.

Oakley

Die Skihelme von Oakley sind eher im höheren Preissegment anzusiedeln und auf besondere Bedürfnisse angepasst. Vor allem Freerider greifen zu Helmen des Herstellers Oakley. Die meisten Oakley Skihelme bieten die MIPS-Technologie. Wie oben schon erwähnt, steht MIPS für Multidirectional Impact Protection System und soll den Kopf besonder gut vor schweren Verletzungen schützen.

Alpina

Wie auch bei anderen Herstellern, lassen sich bei Alpina alle gängigen Trend-Helme finden - coole Designs und grelle Farben. Alle Skihelme, die es von Alpina zu kaufen gibt, bieten die gängigen Sicherheitszertifizierungen. Solltest du also bei Alpina deinen persönlichen Kunden-Testsieger finden, schlag zu!

ANON

ANON ist ein Markenname der für eine Vielzahl von Wintersport Produkten steht. Geschaffen wurde die Marke von Burton. Burton ist vor allem in der Snowboard-Szene bekannt und bewährt sich seit Jahrzehnten auf den hiesigen Sportartikel-Märkten. Die Ausrüstungen von ANON und Burton werden vor allem im Profi-Bereich eingesetzt.

Salomon

Auch Salomon zählt zu den Herstellern, die Ski- und Snowboardausrüstung im Sortiment haben. Wenn dir die Designs oder Passformen eines Salomon Ski- oder Snowboardhelms gefallen, kannst du auch hier ohne schlechtes Gewissen zugreifen.

FIS-Verhaltensregeln

Wenn du auf der Piste unterwegs bist, bist du normalerweise nicht alleine. Hier heißt es Vorsicht walten lassen und vor allem Rücksicht auf andere und eventuelle Mitfahrer nehmen. Aus diesem Grund existieren die sogenannten FIS-Verhaltensregeln.

  1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder: Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt bzw. ihn in der Ausübung seiner Tätigkeit einschränkt.
  2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise: Jeder Wintersport-Teilnehmer muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen, sowie der Verkehrsdichte anpassen.
  3. Wahl der Fahrspur: Der von hinten kommende Wintersportler muss seine Fahrspur so wählen, dass der vor ihm fahrende Wintersport-Teilnehmer nicht gefährdet wird.
  4. Überholen: Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder links, aber immer nur mit Abstand. Dieser sollte dem überholten Wintersportler für alle seine Bewegungen genügend Raum lassen.
  5. Einfahren und Anfahren: Jeder Wintersportler, der in eine Skiabfahrt einfährt, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.
  6. Anhalten: Jeder Wintersportler muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.
  7. Aufstieg und Abstieg: Ein Wintersportler, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.
  8. Beachten der Zeichen: Jeder Wintersportler muss die Markierungen und die Signalisierung beachten.
  9. Hilfeleistung: Bei Unfällen ist jeder Wintersportler zur Hilfeleistung verpflichtet.
  10. Ausweispflicht: Jeder Wintersportler, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Don't Drink and Ski! - Alkohol auf der Piste

Wie man sich schon denken kann, spielt Alkohol bei vielen Unfällen auf der Piste eine große Rolle. Viele Skifahrer überschätzen sich und trinken zu viel Bier und/oder Schnaps. Natürlich darf man mal ein Bier trinken, allerdings ist dies nur ratsam, wenn man den Alkohol verträgt. Wie auch im Straßenverkehr, stellt man alkoholisiert ein Gefahrenpotential für andere Wintersportler dar.

Im Jahre 2012 hat die Suva (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt) das Fahrverhalten von 22000 Schneesportlern untersucht. Man fand heraus, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 35 km/h lag. Diese Geschwindigkeit entspricht einem Aufprall aus einer Fallhöhe von ca. 5 m. Die durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit lag sogar bei 62 km/h, was einer Fallhöhe von 15 m entspricht.

Versicherungsschutz

Bei einem Inlandsurlaub oder bei einer Ferienreise im Ausland kann es während dem Skifahren schnell zu einem Unfall kommen. Manche Unfälle sind so schwer, dass das Opfer nicht auf dem Landwege abtransportiert werden kann. Manche Bergungskräfte fordern dann einen Abtransport per Hubschrauber an. Wie du dir vorstellen kannst, ist dieser Transport nicht gerade günstig. Mach dir deshalb unbedingt im Vorfeld Gedanken über einen geeigneten Versicherungsschutz. So ein Unfall im Skiurlaub kann eine ganze Existenz so hoch verschulden, das sie zu Lebzeiten nicht mehr abgetragen werden können.

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten für eine Bergung nur anteilig. Je nach Land und Bergung unterscheiden sich die übernommenen Anteile. Eine Komplettübernahme der Kosten bei einem Skiunfall ist oft nicht möglich. Bei manchen Kassen kann es vorkommen, dass selbst die anteilige Kostenübernahme verweigert wird.

Für die Krankenkassen ist es äußerst wichtig, ob es sich um eine Bergung oder eine Rettung handelt. Verletzt sich ein Skifahrer auf der Piste und kann nicht mehr auf normalem Weg abtransportiert werden, kommt es zum Einsatz eines Rettungshubschraubers. In diesem Fall handelt es sich um eine Bergung, was dazu führt, dass sogar in Deutschland nur anteilig Kosten übernommen werden.

Ist das nächste Krankenhaus zu weit entfernt oder es besteht durch den Abtransport über Stock und Stein große Gefahr für die Gesundheit des Verletzten, kommt es ebenfalls zu einem Hubschraubereinsatz. In solchen Fällen übernimmt die Krankenkasse in der Regel die gesamten Rettungskosten. Wichtig hierfür ist die Schwere der Verletzung.

Bevor du also in den Winterurlaub fährst, solltest du vorher deinen Versicherungsschutz überprüfen und bei Bedarf eine private Unfallversicherungen und private Haftpflichtversicherungen abschließen. Diese Versicherungen werden im Bedarfsfall Schadensersatzansprüche anderer Personen abdecken oder auch abwehren, sollten die Ansprüche nicht rechtens sein.

Abschließend wünschen wir dir viel Spaß mit unserem Skihelm Kunden-Test und hoffen, dass du hheil aus dem Urlaub zurück kommst!

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